Woher hat Silvester seinen Namen?

Der letzte Tag des alten Jahres hat seinen Namen von Papst Silvester I. (*314). Er starb am 31. Dezember des Jahres 335, und wie bei allen katholischen Heiligen hat die Kirche seinen Todestag zum Gedenktag ausgerufen.

Er regierte in einer für die Christenheit wichtigen Zeit: Man schrieb das Ende der Christenverfolgungen im römischen Reich. Kaiser Konstantin der Große (272-285) wandte sich dem Christentum zu. Damit war Silvester der Papst, der nach Jahrzehnten des Grauens einen glücklichen Neuanfang mitgestalten durfte.

Aber erst im Jahr 1582 trafen der päpstliche Namenstag und der Jahreswechsel aufeinander: Der neu eingeführte gregorianische Kalender sorgte dafür, dass sich der letzte Tag des Jahres auf den 31. Dezember verschob. Außer diesem kalendarischen Zusammenprall hat die Silvesternacht überhaupt nichts mit dem Christentum zu tun! Sondern mehr mit altem Aberglauben: Lärmende Umzüge und Peitschenknallen sollen böse Geister fernhalten. Heute wird dieser Brauch auf der ganzen Welt durch Feuerwerke ersetzt.

Wer war Papst Silvester? 

Vom Wirken Papst Silvesters ist wenig bekannt. Aber es entstand eine folgenschwere Legende: Silvester soll Kaiser Konstantin getauft und ihn dadurch vom Aussatz geheilt haben. Der Kaiser habe dem Papst aus Dank für diese wunderbare Heilung die Stadt Rom sowie das ganze Abendland geschenkt. Diese angebliche „Konstantinische Schenkung“ nutzten die Päpste im Laufe der Jahrhunderte, um ihre Vormachtsstellung in Europa auszubauen. Aber: Die Urkunde war eine Fälschung! Das haben Historiker zweifelsfrei bewiesen. Die Kirche hat es auch zugegeben – allerdings erst 1.500 Jahre später!

Wie ist "Silvester" richtig geschrieben?

Die Schreibweise „Sylvester“ ist – obwohl weit verbreitet – falsch. Sie tritt, auch nach neuer Rechtschreibung, lediglich als eine Nebenform für den Vornamen auf (z. B. bei Sylvester Stallone). Die Silvesternacht schreiben Sie korrekt wie den namensgebenden Papst: mit i.

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