Die Erde dreht sich nicht immer gleich schnell. Im Sommer ist sie langsamer, im Winter schneller.
Der Grund für die unterschiedlich schnelle Erdrotation verblüfft: Es sind die Blätter der Bäume! Im Sommer hängen sie an den Ästen – also ein Stück weit über dem Boden. Die Erde dreht sich langsamer. Im Herbst werden die Blätter nicht nur bunt, sondern fallen auch zu Boden. Dort sind sie näher am Erdmittelpunkt – und die Erde rotiert deshalb schneller. Dies wird noch verstärkt dadurch, dass die Landmassen unterschiedlich verteilt sind: Die Nordhalbkugel besitzt mehr Land – und damit mehr Laub.
Die Veränderung der Erdrotation ist sehr klein, unter 1 Millisekunde. Aber sie ist dennoch nachweisbar, dank spezieller Messgeräte. Nachdem das Herbstlaub-Phänomen vor einiger Zeit zum 1. Mal beschrieben wurde, sind Wissenschaftler ihm intensiv auf den Grund gegangen. Heute lernen es Meteorologen bereits im Studium – übrigens nicht, weil es so wichtig wäre, sondern weil es physikalische Prozesse besonders anschaulich darstellt.
Physiker bezeichnen das Phänomen übrigens als Pirouetteneffekt. Denn es lässt sich mit den Pirouetten einer Eiskunstläuferin vergleichen: Wenn diese sich auf dem Eis dreht und dann ihre Arme an ihren Körper – also zur Drehachse – heranzieht (wenn sie also Körpermasse nach innen verlagert), wird ihre Drehung schneller. Bleibt nur zu hoffen, dass niemandem schwindelig wird – egal ob auf Eis oder „nur“ auf der Erde.
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Welcher ist der der kleinste anerkannte Staat der Welt?
Mit einer Größe von nur 44 Hektar ist die Vatikanstadt der kleinste Staat der Welt. Obwohl er sich mitten im Stadtzentrum von Rom befindet, gilt er nicht als Stadtteils, sondern als eigenständiger Staat mit eigener Währung und Verwaltung. Von seiner kleinen Fläche nimmt allein der Petersdom schon ein Fünftel ein. Trotz seiner geringen Größe ist der Vatikan das unumstrittene Machtzentrum der katholischen Kirche. Seine Einwohnerzahl bewergt sich dennoch im überschaubaren Bereich. Der Vatikan hat 932 Einwohner, von denen 552 Staatsbürger sind.
Wie kamen die USA zu Alaska?
Am 30. März 1867 machten die Russen ein schlechtes Geschäft: Sie verkauften ihre Kolonie Russisch-Amerika, das heutige Alaska, an die Amerikaner. Die russische Zarenfamilie hatte schon vorher mit dem Gedanken gespielt, die 1,5 Millionen Quadratkilometer Land an die Amerikaner abzutreten. Es bot den Russen außer Pelzhandel und militärischen Stützpunkten nicht viel, und das Geld konnten sie gut gebrauchen. So kam es, dass der Kaufvertrag am 30. März 1867 abgeschlossen wurde.
Für die Vereinigten Staaten von Amerika (USA) entpuppte sich Alaska als sehr guter Fang: 7,2 Millionen Dollar, nicht einmal 5 Dollar pro Quadratkilometer, mussten sie ausgeben. Gemessen an den Erträgen des Landes war das nichts: Es bietet Öl und Gold, gehört mittlerweile zu den größten Lachsproduzenten der Welt und ist außerdem gut mit der Holzproduktion im Geschäft. Aus diesen Gründen wollten die Russen Ende 1997 ihre Kolonie auch wieder zurückhaben. Zu spät jedoch, Alaska war seit 1959 Bundesstaat der USA.
Für die Vereinigten Staaten von Amerika (USA) entpuppte sich Alaska als sehr guter Fang: 7,2 Millionen Dollar, nicht einmal 5 Dollar pro Quadratkilometer, mussten sie ausgeben. Gemessen an den Erträgen des Landes war das nichts: Es bietet Öl und Gold, gehört mittlerweile zu den größten Lachsproduzenten der Welt und ist außerdem gut mit der Holzproduktion im Geschäft. Aus diesen Gründen wollten die Russen Ende 1997 ihre Kolonie auch wieder zurückhaben. Zu spät jedoch, Alaska war seit 1959 Bundesstaat der USA.
Wer entdeckte, woraus unsere Welt besteht?
In der Antike dachte so mancher Philosoph darüber nach, aus welchen Urstoffen wohl die Welt aufgebaut ist. Manche chemischen Grundstoffe waren zwar damals schon sichtbar, aber eben noch nicht als solche bekannt: z. B. Gold, Silber, Kohlenstoff, Schwefel, Zink oder Eisen. Der einfache Handwerker interessierte sich ohnehin eher dafür, wie er diese Elemente verarbeiten konnte, anstatt sie als Stoffe des Lebens zu identifizieren. So bestimmten die Philosophen dann nach und nach, dass Wasser, Feuer, Luft und Erde die Urstoffe seien – alles Erscheinungen, die aus mehreren chemischen Grundstoffen bestehen. Aber das wusste schließlich niemand besser. Der griechische Denker Aristoteles (384–322 v. Chr.) packte als 5. Urstoff noch die Quintessenz (lateinisch: das Wesentliche, Hauptsächliche) obendrauf – sie liegt den anderen 4 Elementen zugrunde. In China glaubte der Philosoph Laotse (5./6. Jh. v. Chr.) daran, Wasser, Holz, Metall und Erde seien die Grundstoffe des Lebens.
Übrigens: Der griechische Naturphilosoph Demokrit (460–371 v. Chr.) behauptete schon seinerzeit, die Welt bestünde aus leerem Raum und Atomen (= kleinste, nicht sichtbare und unteilbare Teilchen verschiedenster Form und Größe). Aus Verbindungen dieser Atome würden alle Körper bestehen. Wie er darauf kam, ist nicht bekannt. Aber nach heutigem Wissen war seine Vorstellung gar nicht so verkehrt ...
Experimente und Zufälle treiben voran
Die Naturphilosophen, auch Alchemisten genannt, waren also die Vorreiter der modernen Naturwissenschaften. Sie probierten vieles aus, um das Rätsel der Grundstoffe zu lösen. So stießen sie oft mehr zufällig auf weitere, sogar richtige Elemente wie Quecksilber, Blei oder Schwefel. Sie waren außerdem überzeugt davon, dass sich ein Element in ein anderes umwandeln lässt. Jahrhundertelang experimentierten sie mit der Herstellung von Gold aus einem unedlen Metall wie etwa Quecksilber.
Wichtige Erkenntnisse für die Wissenschaft lieferten auch Schmiede, Metallgießer, Töpfer oder Bergleute – sie alle hantierten mit verschiedensten Elementen. Aus Erzen ließen sich beispielsweise geringe Mengen anderer Metalle extrahieren – Kobalt, Nickel oder Wolfram haben ihre Namen von Berggeistern. Der englische Naturforscher Robert Doyle (1627–1691) machte schließlich den Ausdruck „chemisches Element“ gebräuchlich. Er verstand darunter einen reinen Baustein, der ursprünglich, ungemischt und durch chemische Methoden nicht zerlegbar ist. Sein Wissen war also abhängig vom aktuellen Stand der besagten chemischen Methoden. Solange eine Stoffverbindung wie z. B. Luft nicht in ihre Bausteine zerlegbar war, wäre sie damit als Element „durchgegangen“.
Übrigens: Der griechische Naturphilosoph Demokrit (460–371 v. Chr.) behauptete schon seinerzeit, die Welt bestünde aus leerem Raum und Atomen (= kleinste, nicht sichtbare und unteilbare Teilchen verschiedenster Form und Größe). Aus Verbindungen dieser Atome würden alle Körper bestehen. Wie er darauf kam, ist nicht bekannt. Aber nach heutigem Wissen war seine Vorstellung gar nicht so verkehrt ...
Experimente und Zufälle treiben voran
Die Naturphilosophen, auch Alchemisten genannt, waren also die Vorreiter der modernen Naturwissenschaften. Sie probierten vieles aus, um das Rätsel der Grundstoffe zu lösen. So stießen sie oft mehr zufällig auf weitere, sogar richtige Elemente wie Quecksilber, Blei oder Schwefel. Sie waren außerdem überzeugt davon, dass sich ein Element in ein anderes umwandeln lässt. Jahrhundertelang experimentierten sie mit der Herstellung von Gold aus einem unedlen Metall wie etwa Quecksilber.
Wichtige Erkenntnisse für die Wissenschaft lieferten auch Schmiede, Metallgießer, Töpfer oder Bergleute – sie alle hantierten mit verschiedensten Elementen. Aus Erzen ließen sich beispielsweise geringe Mengen anderer Metalle extrahieren – Kobalt, Nickel oder Wolfram haben ihre Namen von Berggeistern. Der englische Naturforscher Robert Doyle (1627–1691) machte schließlich den Ausdruck „chemisches Element“ gebräuchlich. Er verstand darunter einen reinen Baustein, der ursprünglich, ungemischt und durch chemische Methoden nicht zerlegbar ist. Sein Wissen war also abhängig vom aktuellen Stand der besagten chemischen Methoden. Solange eine Stoffverbindung wie z. B. Luft nicht in ihre Bausteine zerlegbar war, wäre sie damit als Element „durchgegangen“.
Weihnachten in Afrika
Weihnachten in Afrika
von Kai Hirschmann
Zwar sind die meisten Menschen in Afrika Muslime, doch auch auf dem schwarzen Kontinent gibt es Länder, in denen viele Christen leben. Und die freuen sich natürlich auf Weihnachten. Am Beispiel Kenia, Nigeria und Ägypten zeigen wir dir, dass man in Afrika auch ohne Tannenbaum und weiße Schneepracht ein schönes Weihnachtsfest feiern kann.
Am Heiligen Abend haben vor allem die christlichen Kinder in Kenia alle Hände voll zu tun. Denn sie müssen das Haus sauber machen und schmücken. Außerdem ist es ihre Aufgabe, das festliche Essen vorzubereiten.
Am 25. Dezember feiern die Christen in Kenia dann mit ihrer Familie das Weihnachtsfest mit einem großen Festmahl. Nach dem Essen gehen alle dann in ihrem Dorf von Haus zu Haus und wünschen sich gegenseitig frohe Weihnachten. Dabei werden auch kleine Geschenke ausgeteilt. Wieder zu Hause wird dann bis in die frühen Morgenstunden weiter gefeiert und getanzt.
Nigeria: Die Reichen beschenken die Armen
An Weihnachten kommen auch in Nigeria die Familien zusammen, um gemeinsam zu essen und zu feiern. Dabei sind oft auch muslimische Verwandte mit dabei. Die dürfen natürlich mitfeiern.
Ein klassisches Weihnachtsessen ist in Nigeria "Iyan", eine sehr scharfer Gemüseeintopf.
Lange Zeit war es in diesem afrikanischen Land nicht üblich, dass sich die Familienmitglieder gegenseitig beschenkt haben. Dafür gaben die Reichen am "Fest der Liebe" den Armen etwas. Leider ist dieser schöne Brauch heute in weiten Teilen des Landes in Vergessenheit geraten.
Ägypten: Kopten feiern am 7. Januar
In Ägypten ist etwa jeder achte Einwohner ein koptischer Christ. In der koptischen Kirche gilt noch - wie in Russland - der julianische Kalender. Daher feiern die ägyptischen Christen Weihnachten erst am 7. Januar.
Vor dem Heiligen Abend fasten die Kopten 43 Tage lang. Dabei essen sie tagsüber kein Fleisch, sondern nur Gemüse. Pünktlich zu Weihnachten ist das Fasten dann beendet. Nun gibt es ein großes Festessen im Familienkreis. Für den feierlichen Anlass sollen alle neue Kleider tragen, um das Christkind gebührend willkommen zu heißen.
von Kai Hirschmann
Zwar sind die meisten Menschen in Afrika Muslime, doch auch auf dem schwarzen Kontinent gibt es Länder, in denen viele Christen leben. Und die freuen sich natürlich auf Weihnachten. Am Beispiel Kenia, Nigeria und Ägypten zeigen wir dir, dass man in Afrika auch ohne Tannenbaum und weiße Schneepracht ein schönes Weihnachtsfest feiern kann.
Am Heiligen Abend haben vor allem die christlichen Kinder in Kenia alle Hände voll zu tun. Denn sie müssen das Haus sauber machen und schmücken. Außerdem ist es ihre Aufgabe, das festliche Essen vorzubereiten.
Am 25. Dezember feiern die Christen in Kenia dann mit ihrer Familie das Weihnachtsfest mit einem großen Festmahl. Nach dem Essen gehen alle dann in ihrem Dorf von Haus zu Haus und wünschen sich gegenseitig frohe Weihnachten. Dabei werden auch kleine Geschenke ausgeteilt. Wieder zu Hause wird dann bis in die frühen Morgenstunden weiter gefeiert und getanzt.
Nigeria: Die Reichen beschenken die Armen
An Weihnachten kommen auch in Nigeria die Familien zusammen, um gemeinsam zu essen und zu feiern. Dabei sind oft auch muslimische Verwandte mit dabei. Die dürfen natürlich mitfeiern.
Ein klassisches Weihnachtsessen ist in Nigeria "Iyan", eine sehr scharfer Gemüseeintopf.
Lange Zeit war es in diesem afrikanischen Land nicht üblich, dass sich die Familienmitglieder gegenseitig beschenkt haben. Dafür gaben die Reichen am "Fest der Liebe" den Armen etwas. Leider ist dieser schöne Brauch heute in weiten Teilen des Landes in Vergessenheit geraten.
Ägypten: Kopten feiern am 7. Januar
In Ägypten ist etwa jeder achte Einwohner ein koptischer Christ. In der koptischen Kirche gilt noch - wie in Russland - der julianische Kalender. Daher feiern die ägyptischen Christen Weihnachten erst am 7. Januar.
Vor dem Heiligen Abend fasten die Kopten 43 Tage lang. Dabei essen sie tagsüber kein Fleisch, sondern nur Gemüse. Pünktlich zu Weihnachten ist das Fasten dann beendet. Nun gibt es ein großes Festessen im Familienkreis. Für den feierlichen Anlass sollen alle neue Kleider tragen, um das Christkind gebührend willkommen zu heißen.
Weihnachten in Ozeanien
Weihnachten in Ozeanien
von Kai Hirschmann
In Ozeanien, das auf der anderen Seite der Erde liegt, ist es am 25. Dezember gerade Hochsommer. Klar, dass das Weihnachtsfest dort auch ganz anders gefeiert wird als bei uns.
Bei über 35°C kommt der Weihnachtsmann in Australien ganz schön ins Schwitzen. Santa Claus, wie der Weihnachtsmann hier heißt, stapft hier natürlich auch nicht in einem dicken roten Mantel durch den Schnee - sondern sitzt schon mal in Badehosen im Boot. Er bringt den Kindern die Geschenke an den Strand, wo die Weihnachtsparty stattfindet.
Da die meisten Australier ursprünglich einmal aus Europa eingewandert sind, schätzen sie aber auch das klassische Weihnachtsfest unterm Tannenbaum. So stellen viele Australier zu Hause Tannenbäume aus Plastik auf, besprühen diese mit Tannenduft und Kunstschnee - zünden Kerzen an - und haben so auch ein Weihnachtsfest, wie wir es kennen.
Philippinen: Ein Feuerwerk zum Weihnachtsfest
Die Philippinen sind der einzige Staat in Südostasien, in dem mehrheitlich Christen leben. Die Weihnachtszeit kündigt sich hier ab November mit großen Feuerwerken an. Schon ab dem 16. Dezember erinnern die Philippinos dann an die Geburt Jesu. Sie wünschen sich gegenseitig "Maligayan Pasko" - fröhliche Weihnachten. Auf den Straßen kannst du sehen, dass sie das wörtlich meinen. Überall kannst du nun Chöre fröhliche Weihnachtslieder singen hören.
Höhepunkt ist dann der Weihnachtstag, der 25. Dezember. Damit auch wirklich alle zum Gottesdienst kommen können, finden stündlich Messen statt. Bei jedem dieser Gottesdienste wird ein Hirtenspiel aufgeführt, das so genannte "Pastore".
Weihnachtsinsel ohne Weihnachtsfest
Die Weihnachtsinsel liegen mitten im Indischen Ozean. Da der britische Captain William Myno am 25. Dezember zum ersten Mal die Insel vor Australien betrat, wurde sie Weihnachtsinsel genannt. Doch die Bewohner der Insel sind fast alle Buddhisten oder Muslime. So kommt es, dass ausgerechnet auf der Weihnachtsinsel überhaupt kein Weihnachtsfest gefeiert wird.
von Kai Hirschmann
In Ozeanien, das auf der anderen Seite der Erde liegt, ist es am 25. Dezember gerade Hochsommer. Klar, dass das Weihnachtsfest dort auch ganz anders gefeiert wird als bei uns.
Bei über 35°C kommt der Weihnachtsmann in Australien ganz schön ins Schwitzen. Santa Claus, wie der Weihnachtsmann hier heißt, stapft hier natürlich auch nicht in einem dicken roten Mantel durch den Schnee - sondern sitzt schon mal in Badehosen im Boot. Er bringt den Kindern die Geschenke an den Strand, wo die Weihnachtsparty stattfindet.
Da die meisten Australier ursprünglich einmal aus Europa eingewandert sind, schätzen sie aber auch das klassische Weihnachtsfest unterm Tannenbaum. So stellen viele Australier zu Hause Tannenbäume aus Plastik auf, besprühen diese mit Tannenduft und Kunstschnee - zünden Kerzen an - und haben so auch ein Weihnachtsfest, wie wir es kennen.
Philippinen: Ein Feuerwerk zum Weihnachtsfest
Die Philippinen sind der einzige Staat in Südostasien, in dem mehrheitlich Christen leben. Die Weihnachtszeit kündigt sich hier ab November mit großen Feuerwerken an. Schon ab dem 16. Dezember erinnern die Philippinos dann an die Geburt Jesu. Sie wünschen sich gegenseitig "Maligayan Pasko" - fröhliche Weihnachten. Auf den Straßen kannst du sehen, dass sie das wörtlich meinen. Überall kannst du nun Chöre fröhliche Weihnachtslieder singen hören.
Höhepunkt ist dann der Weihnachtstag, der 25. Dezember. Damit auch wirklich alle zum Gottesdienst kommen können, finden stündlich Messen statt. Bei jedem dieser Gottesdienste wird ein Hirtenspiel aufgeführt, das so genannte "Pastore".
Weihnachtsinsel ohne Weihnachtsfest
Die Weihnachtsinsel liegen mitten im Indischen Ozean. Da der britische Captain William Myno am 25. Dezember zum ersten Mal die Insel vor Australien betrat, wurde sie Weihnachtsinsel genannt. Doch die Bewohner der Insel sind fast alle Buddhisten oder Muslime. So kommt es, dass ausgerechnet auf der Weihnachtsinsel überhaupt kein Weihnachtsfest gefeiert wird.
Weihnachten in Amerika
Weihnachten in Amerika
von Kai Hirschmann
In Amerika wird das Weihnachtsfest am 25. Dezember gefeiert. In den USA und Kanada geht es dabei ziemlich modern zu - und alle Kinder hoffen wie bei uns auf tolle Geschenke von Santa Claus. In Lateinamerika ist das ganz anders. Dort geht es den Menschen vor allem um das gemeinsame Feiern der Geburt Jesu. Alle freuen sich vor allem auf ein leckeres Festmahl.
In den USA ist Weihnachten eine ganz große Sache - bunt und laut. Das liegt sicher auch daran, dass viele Amerikaner sehr gläubige Christen sind. Und das soll auch jeder sehen. Also dekorieren sie ihre ganzen Häuser mit bunten Lichterketten und stellen riesige Figuren vom Weihnachtsmann, seinen Rentieren in ihren Vorgarten. Die Geschäfte machen zu Xmas das Geschäft des Jahres. Sie haben riesige Weihnachtsabteilungen eingerichtet. Auch Hollywood dreht jedes Jahr spezielle Weihnachtsfilme, da die Amerikaner im Advent öfter ins Kino gehen.
Santa Claus bringt den amerikanischen Kindern übrigens erst am Morgen des 1. Weihnachtsfeiertages Geschenke. Dafür fährt er mit seiner Kutsche, die von Rentieren gezogen wird, vom Nordpol aus durchs Land. Die Kinder haben am Vorabend festlich verzierte Strümpfe an den Kaminen aufgehängt, die Santa Claus in der Nacht mit Geschenken füllt. Dass Santa Claus heute meistens rot-weiß gekleidet ist, liegt an einer erfolgreichen Werbekampagne von Coca-Cola. Vor dieser Werbekampagne war Santa meist braun gekleidet.
Argentinien: Feuerwerk - und langes Warten auf die Geschenke
Auch in Argentinien werden die Häuser zu Weihnachten geschmückt - aber statt Lichterketten vor allem mit roten Girlanden. Im katholischen Argentinien gibt es in vielen Familien nach dem Gottesdienstbesuch ein festliches Abendessen mit der ganzen Verwandtschaft. Anschließend spielen alle zusammen ein paar Spiele - und manchmal wird dann auch Tango getanzt. Um Mitternacht stoßen alle bei einem bunten Feuerwerk auf eine frohe Weihnacht an. Erst spät in der Nacht packen die Kinder ihre Geschenke aus und gehen dann glücklich ins Bett.
Mexiko: In der Kirche regnet es Süßigkeiten
Das ganze Weihnachtsfest ist in Mexiko bunt und turbulent.
Vom 16. bis 24. Dezember ziehen immer wieder farbenfrohe Umzüge, die "Psadas", durch die Straßen der Städte. Damit wird daran erinnert, dass sich Maria und Josef vor der Geburt des Christuskindes auf die beschwerliche Suche nach einer Herberge machen mussten - und am Ende nur mit viel Mühe in einem Stall unterkamen.
Am Weihnachtstag gehen dann alle mexikanischen Familien in den Gottesdienst und lauschen der Frohen Botschaft. Nach der Messe werden dann neun bunte Tongefäße, die "Piñatas", an Seilen von der Kirchendecke herabgelassen. Nun dürfen erst die Kinder, dann die Jugendlichen und später auch die Erwachsenen versuchen, die Tongefäße mit verbundenen Augen zu zerschlagen. Wer es schafft, auf den regnen Früchte und Süßigkeiten herab, die er alle aufessen darf.
Ecuador: Weihnachtsfeier mit Lamas unter freiem Himmel
Die Indios in Ecuador feiern das Weihnachtsfest oft zusammen auf dem Anwesen ihrer Arbeitgeber. Sie ziehen mit ihren Familien von ihren Hütten in den Bergen auf Lamas ins Tal. Dort beten sie erst für ihren Arbeitgeber, einen reichen Bauern, dem das Land gehört, auf dem sie täglich arbeiten. Dafür richtet der dann ein großes Fest mit einem tollen Festmahl für alle unter freiem Himmel aus. Für die armen Kinder ist das ein tolles Geschenk, denn so tolles Essen gibt es sonst nie.
Kuba: die Heilige Nacht
Auf Kuba ist Weihnachten ein Fest, an dem die Familie zusammenkommt und gemeinsam feiert. Es gibt ein Festessen - etwas ganz Besonderes für die armen Kubaner. Als Höhepunkt gehen alle gemeinsam um Mitternacht zum Gottesdienst. Geschenke gibt es an Weihnachten keine. Das wird am 6. Januar, den Dreikönigstag, nachgeholt. Damit wird daran erinnert, dass auch das kleine Jesuskind an diesem Tag von den Weisen aus dem Morgenland reich beschenkt wurde.
von Kai Hirschmann
In Amerika wird das Weihnachtsfest am 25. Dezember gefeiert. In den USA und Kanada geht es dabei ziemlich modern zu - und alle Kinder hoffen wie bei uns auf tolle Geschenke von Santa Claus. In Lateinamerika ist das ganz anders. Dort geht es den Menschen vor allem um das gemeinsame Feiern der Geburt Jesu. Alle freuen sich vor allem auf ein leckeres Festmahl.
In den USA ist Weihnachten eine ganz große Sache - bunt und laut. Das liegt sicher auch daran, dass viele Amerikaner sehr gläubige Christen sind. Und das soll auch jeder sehen. Also dekorieren sie ihre ganzen Häuser mit bunten Lichterketten und stellen riesige Figuren vom Weihnachtsmann, seinen Rentieren in ihren Vorgarten. Die Geschäfte machen zu Xmas das Geschäft des Jahres. Sie haben riesige Weihnachtsabteilungen eingerichtet. Auch Hollywood dreht jedes Jahr spezielle Weihnachtsfilme, da die Amerikaner im Advent öfter ins Kino gehen.
Santa Claus bringt den amerikanischen Kindern übrigens erst am Morgen des 1. Weihnachtsfeiertages Geschenke. Dafür fährt er mit seiner Kutsche, die von Rentieren gezogen wird, vom Nordpol aus durchs Land. Die Kinder haben am Vorabend festlich verzierte Strümpfe an den Kaminen aufgehängt, die Santa Claus in der Nacht mit Geschenken füllt. Dass Santa Claus heute meistens rot-weiß gekleidet ist, liegt an einer erfolgreichen Werbekampagne von Coca-Cola. Vor dieser Werbekampagne war Santa meist braun gekleidet.
Argentinien: Feuerwerk - und langes Warten auf die Geschenke
Auch in Argentinien werden die Häuser zu Weihnachten geschmückt - aber statt Lichterketten vor allem mit roten Girlanden. Im katholischen Argentinien gibt es in vielen Familien nach dem Gottesdienstbesuch ein festliches Abendessen mit der ganzen Verwandtschaft. Anschließend spielen alle zusammen ein paar Spiele - und manchmal wird dann auch Tango getanzt. Um Mitternacht stoßen alle bei einem bunten Feuerwerk auf eine frohe Weihnacht an. Erst spät in der Nacht packen die Kinder ihre Geschenke aus und gehen dann glücklich ins Bett.
Mexiko: In der Kirche regnet es Süßigkeiten
Das ganze Weihnachtsfest ist in Mexiko bunt und turbulent.
Vom 16. bis 24. Dezember ziehen immer wieder farbenfrohe Umzüge, die "Psadas", durch die Straßen der Städte. Damit wird daran erinnert, dass sich Maria und Josef vor der Geburt des Christuskindes auf die beschwerliche Suche nach einer Herberge machen mussten - und am Ende nur mit viel Mühe in einem Stall unterkamen.
Am Weihnachtstag gehen dann alle mexikanischen Familien in den Gottesdienst und lauschen der Frohen Botschaft. Nach der Messe werden dann neun bunte Tongefäße, die "Piñatas", an Seilen von der Kirchendecke herabgelassen. Nun dürfen erst die Kinder, dann die Jugendlichen und später auch die Erwachsenen versuchen, die Tongefäße mit verbundenen Augen zu zerschlagen. Wer es schafft, auf den regnen Früchte und Süßigkeiten herab, die er alle aufessen darf.
Ecuador: Weihnachtsfeier mit Lamas unter freiem Himmel
Die Indios in Ecuador feiern das Weihnachtsfest oft zusammen auf dem Anwesen ihrer Arbeitgeber. Sie ziehen mit ihren Familien von ihren Hütten in den Bergen auf Lamas ins Tal. Dort beten sie erst für ihren Arbeitgeber, einen reichen Bauern, dem das Land gehört, auf dem sie täglich arbeiten. Dafür richtet der dann ein großes Fest mit einem tollen Festmahl für alle unter freiem Himmel aus. Für die armen Kinder ist das ein tolles Geschenk, denn so tolles Essen gibt es sonst nie.
Kuba: die Heilige Nacht
Auf Kuba ist Weihnachten ein Fest, an dem die Familie zusammenkommt und gemeinsam feiert. Es gibt ein Festessen - etwas ganz Besonderes für die armen Kubaner. Als Höhepunkt gehen alle gemeinsam um Mitternacht zum Gottesdienst. Geschenke gibt es an Weihnachten keine. Das wird am 6. Januar, den Dreikönigstag, nachgeholt. Damit wird daran erinnert, dass auch das kleine Jesuskind an diesem Tag von den Weisen aus dem Morgenland reich beschenkt wurde.
Weihnachten in Europa
Weihnachten in Europa
von Kai Hirschmann
So nah - und doch so anders. In vielen Ländern Europas feiern die Menschen gar nicht am 24. Dezember Weihnachten. Und auch das Christkind kennen viele nicht. So bringt zum Beispiel in Italien die gute Hexe "La Befana" den Kindern ihre Geschenke.
In Italien beginnt die Adventszeit erst am 6. Dezember mit dem Nikolaustag. An diesem Tag kommt der Nikolaus aber nicht wie bei uns bei vielen Familien persönlich vorbei, sondern er hängt in der Nacht ein paar kleine Geschenke an die Schlafzimmertüre.
An Heiligabend gibt es in Italien dann eine Geschenkelotterie. Jeder bekommt das Geschenk, dessen Nummer er gezogen hat. Das große Weihnachtsfest wird am 25. Dezember gefeiert. Die ganze Familie versammelt sich dann um die Weihnachtskrippe.
Geschenke für die Kinder gibt es in Italien an Weihnachten nicht, sondern erst am 6. Januar. Die gute Hexe "La Befana" bringt sie. Der Legende nach war La Befana eine Frau, die sich bei Christi Geburt zu spät auf den Weg zur Krippe gemacht haben soll. Sie verpasste den Stern und fand das Christkind nicht. Seitdem irrt sie auf der Suche nach dem Christkind umher und hinterlässt in jedem Haus Geschenke, in der Hoffnung, dort das Christkind zu finden.
Griechenland: Vassilius kommt an Neujahr
An Heiligabend ziehen in Griechenland die Kinder mit Trommeln und Glocken durch die Strassen und singen Lobgesänge. Das soll ihnen und ihren Familien Glück bringen. Als Belohnung bekommen die Kinder kleine Geschenke. Dann werden für zwölf Nächte lang Weihnachtsfeuer angesteckt, um die bösen Kobolde des Winters zu vertreiben.
An Neujahr bringt dann der heilige Vassilius den Kindern die großen Geschenke. Die Erwachsenen bekommen in Griechenland dagegen keine Geschenke, sondern einen Weihnachtskuchen. Darin ist eine Goldmünze versteckt. Wer die findet, soll das ganze Jahr über Glück haben.
Russland: Ein Herz für Väterchen Frost
In Russland, Weißrussland und der Ukraine ticken die Uhren anders. Da dort der Julianische Kalender gilt, feiert die orthodoxe Kirche Weihnachten erst am 7. Januar. Väterchen Frost bringt dann den Kindern Geschenke, wobei er von Schneeflocke und Babuschka begleitet wird.
Vieles am russischen Weihnachtsfest wird dir ansonsten sehr bekannt vorkommen. Auch hier gibt es einen Tannenbaum, um den sich die Familie versammelt und Weihnachtslieder anstimmt. Auch das Festessen darf nicht fehlen. Dazu gehört immer auch ein Kuchen, der mit vielen Herzen verziert ist. Jedes Herz steht für einen Wunsch an Väterchen Frost, den dieser erfüllen soll. Die Weihnachtszeit endet in Russland am 11. Januar - einen Tag vor dem russischen Neujahrsfest.
von Kai Hirschmann
So nah - und doch so anders. In vielen Ländern Europas feiern die Menschen gar nicht am 24. Dezember Weihnachten. Und auch das Christkind kennen viele nicht. So bringt zum Beispiel in Italien die gute Hexe "La Befana" den Kindern ihre Geschenke.
In Italien beginnt die Adventszeit erst am 6. Dezember mit dem Nikolaustag. An diesem Tag kommt der Nikolaus aber nicht wie bei uns bei vielen Familien persönlich vorbei, sondern er hängt in der Nacht ein paar kleine Geschenke an die Schlafzimmertüre.
An Heiligabend gibt es in Italien dann eine Geschenkelotterie. Jeder bekommt das Geschenk, dessen Nummer er gezogen hat. Das große Weihnachtsfest wird am 25. Dezember gefeiert. Die ganze Familie versammelt sich dann um die Weihnachtskrippe.
Geschenke für die Kinder gibt es in Italien an Weihnachten nicht, sondern erst am 6. Januar. Die gute Hexe "La Befana" bringt sie. Der Legende nach war La Befana eine Frau, die sich bei Christi Geburt zu spät auf den Weg zur Krippe gemacht haben soll. Sie verpasste den Stern und fand das Christkind nicht. Seitdem irrt sie auf der Suche nach dem Christkind umher und hinterlässt in jedem Haus Geschenke, in der Hoffnung, dort das Christkind zu finden.
Griechenland: Vassilius kommt an Neujahr
An Heiligabend ziehen in Griechenland die Kinder mit Trommeln und Glocken durch die Strassen und singen Lobgesänge. Das soll ihnen und ihren Familien Glück bringen. Als Belohnung bekommen die Kinder kleine Geschenke. Dann werden für zwölf Nächte lang Weihnachtsfeuer angesteckt, um die bösen Kobolde des Winters zu vertreiben.
An Neujahr bringt dann der heilige Vassilius den Kindern die großen Geschenke. Die Erwachsenen bekommen in Griechenland dagegen keine Geschenke, sondern einen Weihnachtskuchen. Darin ist eine Goldmünze versteckt. Wer die findet, soll das ganze Jahr über Glück haben.
Russland: Ein Herz für Väterchen Frost
In Russland, Weißrussland und der Ukraine ticken die Uhren anders. Da dort der Julianische Kalender gilt, feiert die orthodoxe Kirche Weihnachten erst am 7. Januar. Väterchen Frost bringt dann den Kindern Geschenke, wobei er von Schneeflocke und Babuschka begleitet wird.
Vieles am russischen Weihnachtsfest wird dir ansonsten sehr bekannt vorkommen. Auch hier gibt es einen Tannenbaum, um den sich die Familie versammelt und Weihnachtslieder anstimmt. Auch das Festessen darf nicht fehlen. Dazu gehört immer auch ein Kuchen, der mit vielen Herzen verziert ist. Jedes Herz steht für einen Wunsch an Väterchen Frost, den dieser erfüllen soll. Die Weihnachtszeit endet in Russland am 11. Januar - einen Tag vor dem russischen Neujahrsfest.
Das Wasser - eine knappe Ressource
Wasser wird immer knapper. Obwohl etwa 72 Prozent der Erdoberfläche mit Wasser bedeckt sind, eignet sich nur 0,3 Prozent davon als Trinkwasser. Deshalb müssen die weltweiten Vorräte sinnvoll genutzt werden. Wusstest du, dass für ein einziges Paar Rindsleder-Schuhe 8000 Liter Wasser verbraucht werden? In einem DIN-A4-Blatt stecken zehn Liter und in einem Mikrochip 32 Liter. Die Themen rund um den sinnvollen Einsatz von Wasser reichen vom Klimawandel bis zu den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen unserer Gegenwart.
Wasser ist lebensnotwendig
Wasser ist für den menschlichen Organismus lebensnotwendig. Unser menschlicher Körper besteht zu 50 bis 80 Prozent aus Wasser - je jünger der Mensch desto höher der Wasseranteil. Innerhalb von 24 Stunden durchströmen beispielsweise 1400 Liter Wasser das Gehirn. Bei der Niere sind es im selben Zeitraum sogar 2000 Liter. Ohne Wasser kann ein Mensch nur etwa vier Tage überleben. Wir können sogar wesentlich länger ohne feste Nahrung auskommen als ohne Getränke. Deshalb müssen wir täglich regelmäßig Flüssigkeit zu uns nehmen, um nicht auszutrocknen.
Trinkwasser ist knapp
Aber auch ganze Staaten und Gesellschaften sind beeinträchtigt, wenn sie nicht genug Wasser haben. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts fehlt etwa 1,1 Milliarden Menschen – das ist ein Sechstel der Weltbevölkerung – der Zugang zu sauberem Trinkwasser. Etwa 30 Prozent aller Menschen leiden unter Wasserknappheit. Experten hatten noch vor wenigen Jahren prophezeit, dass das erst um 2025 passieren würde. In Afrika wird sich der Trinkwasserbedarf bis zum Jahr 2025 verdoppeln, in Südostasien vervierfachen und in China sogar verfünffachen. Allein in Asien, wo rund 60 Prozent der Weltbevölkerung leben und die Wirtschaft besonders stark wächst, sank die pro Kopf verfügbare Wassermenge seit den 50er Jahren um zwei Drittel.
Wasser gegen Armut
Nur 2,5 Prozent des Wassers auf der Erde ist Süßwasser und die Reserven sind sehr ungleichmäßig über die Erde verteilt. So rinnt das Wasser in Deutschland einfach aus dem Wasserhahn - noch dazu in Trinkwasserqualität. Das ist aus Sicht eines Drittels der Weltbevölkerung ein unermesslicher Luxus. Die Studie "Umfassende Einschätzung des Wassermanagements der Welt", die 2006 auf der Weltwasserwoche in Stockholm vorgestellt wurde, zeigt auf, dass der verlässliche Zugang zu sicherem und billigem Wasser der wichtigste Faktor sei, um die Armut der Landbevölkerung zu bekämpfen.
Zum Tode verurteilt
In Afrika sterben jedes Jahr fünf Millionen Menschen, die Mehrzahl davon Kinder, als Folge der schlechten Wasserversorgung. 80 Prozent der Krankheitsfälle in den Entwicklungsländern werden auf verseuchtes Wasser zurückgeführt. Menschen, die an Wassermangel leiden, leben entweder in Gebieten, in denen Wasservorräte zu intensiv verbraucht werden und der Grundwasserspiegel dadurch absinkt, oder in Gegenden, in denen es keinen Zugang zu Trinkwasser gibt, weil Infrastruktur fehlt. Unter dem Begriff Infrastruktur versteht man zum Beispiel Straßen, Wasserleitungen oder Kanalisationssysteme. Wer neue Infrastruktur schafft, muss aber auch auf die Balance achten: Wenn der Verbrauch zum Beispiel durch Bewässerung im Ackerbau ansteigt, könnten dadurch die Grundwasserspiegel fallen und landwirtschaftliche Flächen dadurch veröden - die Folge wäre steigende Armut, also das Gegenteil dessen, was beabsichtigt war.
Wasservorräte schwinden
Weltweit nehmen die Vorräte an Frischwasser und die Wasserqualität ab. Ursachen hierfür sind: der ständige Bevölkerungszuwachs, das Abholzen von Wäldern, der Bergbau und falsche Formen der Landwirtschaft. Für ein Kilogramm Steak werden bis zu 14.000 Liter benötigt - denn Rinder trinken Wasser und fressen viel Gras, das zum Wachsen auch Wasser braucht. Wenn du einen Hamburger isst, "trinkst" du gleichzeitig 2400 Liter Wasser. Dazu kommen der Missbrauch von Flüssen als offene Abwasserkanäle und die Belastung und Vergiftung des Grundwassers mit Pestiziden und Düngemitteln sowie die ständig steigende Verschmutzung der Weltmeere. Im Westen der USA und den Ländern nördlich des Mittelmeeres ist schon jetzt die Hälfte der Seen überdüngt und als Trinkwasserreservoir kaum noch zu gebrauchen. So wird das Trinkwasser auf der Welt immer knapper. Süßwasser ist also nicht automatisch auch Trinkwasser.
Das Sterben der Gletscher
Bisher konnten die Gebirge die Hälfte aller Erdbewohner mit Süßwasser versorgen. Aber der Klimawandel gefährdet die Ökosysteme der Berge. Doch nicht nur die schmelzenden Gletscher bedrohen die Gebirge: Auch abgeholzte Wälder und nicht nachhaltige Bewirtschaftungsmethoden gefährden diese Quellen.
Wasser ist lebensnotwendig
Wasser ist für den menschlichen Organismus lebensnotwendig. Unser menschlicher Körper besteht zu 50 bis 80 Prozent aus Wasser - je jünger der Mensch desto höher der Wasseranteil. Innerhalb von 24 Stunden durchströmen beispielsweise 1400 Liter Wasser das Gehirn. Bei der Niere sind es im selben Zeitraum sogar 2000 Liter. Ohne Wasser kann ein Mensch nur etwa vier Tage überleben. Wir können sogar wesentlich länger ohne feste Nahrung auskommen als ohne Getränke. Deshalb müssen wir täglich regelmäßig Flüssigkeit zu uns nehmen, um nicht auszutrocknen.
Trinkwasser ist knapp
Aber auch ganze Staaten und Gesellschaften sind beeinträchtigt, wenn sie nicht genug Wasser haben. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts fehlt etwa 1,1 Milliarden Menschen – das ist ein Sechstel der Weltbevölkerung – der Zugang zu sauberem Trinkwasser. Etwa 30 Prozent aller Menschen leiden unter Wasserknappheit. Experten hatten noch vor wenigen Jahren prophezeit, dass das erst um 2025 passieren würde. In Afrika wird sich der Trinkwasserbedarf bis zum Jahr 2025 verdoppeln, in Südostasien vervierfachen und in China sogar verfünffachen. Allein in Asien, wo rund 60 Prozent der Weltbevölkerung leben und die Wirtschaft besonders stark wächst, sank die pro Kopf verfügbare Wassermenge seit den 50er Jahren um zwei Drittel.
Wasser gegen Armut
Nur 2,5 Prozent des Wassers auf der Erde ist Süßwasser und die Reserven sind sehr ungleichmäßig über die Erde verteilt. So rinnt das Wasser in Deutschland einfach aus dem Wasserhahn - noch dazu in Trinkwasserqualität. Das ist aus Sicht eines Drittels der Weltbevölkerung ein unermesslicher Luxus. Die Studie "Umfassende Einschätzung des Wassermanagements der Welt", die 2006 auf der Weltwasserwoche in Stockholm vorgestellt wurde, zeigt auf, dass der verlässliche Zugang zu sicherem und billigem Wasser der wichtigste Faktor sei, um die Armut der Landbevölkerung zu bekämpfen.
Zum Tode verurteilt
In Afrika sterben jedes Jahr fünf Millionen Menschen, die Mehrzahl davon Kinder, als Folge der schlechten Wasserversorgung. 80 Prozent der Krankheitsfälle in den Entwicklungsländern werden auf verseuchtes Wasser zurückgeführt. Menschen, die an Wassermangel leiden, leben entweder in Gebieten, in denen Wasservorräte zu intensiv verbraucht werden und der Grundwasserspiegel dadurch absinkt, oder in Gegenden, in denen es keinen Zugang zu Trinkwasser gibt, weil Infrastruktur fehlt. Unter dem Begriff Infrastruktur versteht man zum Beispiel Straßen, Wasserleitungen oder Kanalisationssysteme. Wer neue Infrastruktur schafft, muss aber auch auf die Balance achten: Wenn der Verbrauch zum Beispiel durch Bewässerung im Ackerbau ansteigt, könnten dadurch die Grundwasserspiegel fallen und landwirtschaftliche Flächen dadurch veröden - die Folge wäre steigende Armut, also das Gegenteil dessen, was beabsichtigt war.
Wasservorräte schwinden
Weltweit nehmen die Vorräte an Frischwasser und die Wasserqualität ab. Ursachen hierfür sind: der ständige Bevölkerungszuwachs, das Abholzen von Wäldern, der Bergbau und falsche Formen der Landwirtschaft. Für ein Kilogramm Steak werden bis zu 14.000 Liter benötigt - denn Rinder trinken Wasser und fressen viel Gras, das zum Wachsen auch Wasser braucht. Wenn du einen Hamburger isst, "trinkst" du gleichzeitig 2400 Liter Wasser. Dazu kommen der Missbrauch von Flüssen als offene Abwasserkanäle und die Belastung und Vergiftung des Grundwassers mit Pestiziden und Düngemitteln sowie die ständig steigende Verschmutzung der Weltmeere. Im Westen der USA und den Ländern nördlich des Mittelmeeres ist schon jetzt die Hälfte der Seen überdüngt und als Trinkwasserreservoir kaum noch zu gebrauchen. So wird das Trinkwasser auf der Welt immer knapper. Süßwasser ist also nicht automatisch auch Trinkwasser.
Das Sterben der Gletscher
Bisher konnten die Gebirge die Hälfte aller Erdbewohner mit Süßwasser versorgen. Aber der Klimawandel gefährdet die Ökosysteme der Berge. Doch nicht nur die schmelzenden Gletscher bedrohen die Gebirge: Auch abgeholzte Wälder und nicht nachhaltige Bewirtschaftungsmethoden gefährden diese Quellen.
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