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Warum lachen wir? Und warum ist das gesund?

Lächeln und Lachen sind wichtige zwischenmenschliche Kommunikationsformen:
- um soziale Bindungen aufzubauen und zu stärken
- um Rangordnungen am Arbeitsplatz oder innerhalb anderer Gruppen zu bestätigen.
- Bsp: In der Warteschlange im Supermarkt lächeln viele freundlich, um Streitereien zu vermeiden.
Auch fremde Menschen lächeln wir erst einmal an.
Wir lachen also nicht nur spontan dann, wenn etwas lustig ist, sondern auch, um bestimmte Signale auszusenden.


Warum ist Lachen so gesund?
Lachen ist die beste Medizin gegen Stress.
Es baut Spannungen ab und stärkt das Immunsystem.

Wer lacht, schüttet Glückshormone und schmerzstillende Substanzen aus.

Lachen regt den Kreislauf an, verbessert die Atmung und die Sauerstoffversorgung des Gehirns.

Die Bewegung des Magen-Darm-Bereichs beim Lachen fördert die Verdauung.

Lachen ist wie eine Pause für Körper und Geist: Schwere Gedanken treten in den Hintergrund, Probleme lassen sich mit Abstand betrachten.

Und eine aktivere rechte Gehirnhälfte verhilft zu neuen kreativen Ideen.

Lachen, ein Wundermittel – ganz ohne Nebenwirkungen!

Wer begründete die Homöopathie?

Der Begründer der Homöopathie ist Christian Friedrich Samuel Hahnemann Er praktizierte, übersetzte medizinische Bücher und startete Versuche mit Natur-Arzneien auf der Suche nach einer alternativen Heilmethode. Der Grund: Die damals bekannten Medikamente hatten zu viele Nebenwirkungen.

Er testete rund 300 Arzneistoffe an sich, Familienangehörigen und Schülern. Die auftretenden Symptome hielt er schriftlich fest. Sie ergeben das jeweilige „Arzneimittelbild“, mit dem Homöopathen noch heute arbeiten.

Vor mehr als 210 Jahren veröffentlichte er sein Prinzip similia similibus curentur – Ähnliches werde mit Ähnlichem geheilt. Das ist die Basis der Homöopathie, deren Name sich aus den griechischen Wörtern homoios für „gleich, ähnlich“ und pathos für „Leiden, Krankheit“ ableitet. Homöopathische Arzneimittel bestehen aus stark verdünnten Substanzen (z. B. Pflanzenwirkstoffe, chemische Elemente), die bei gesunden Menschen Symptome hervorrufen, die denen eines kranken Patienten ähneln. Nimmt ein Kranker ein homöopathisches Mittel, soll ihn das künstlich in einen Krankheitszustand versetzen, was die eigentliche Krankheit auslöschen soll. Viele Schulmediziner sehen diese Wirkung als umstritten an.

Hahnemann führte bis kurz vor seinem Tod 1843 eine bekannte Praxis in Paris und arbeitete stetig daran, seine Therapie zu optimieren.


Die Heilkraft der Farben

Die Energie der verschiedenen Körperfunktionen kann durch Farben positiv wie negativ beeinflusst werden. Unterschiedliche Farben haben unterschiedliche Wellenlängen. Auch die Organe des Körpers schwingen mit unterschiedlicher Frequenz.

Die Heilkraft der Farben kann zur Geltung kommen durch farbiges Licht, farbige Bilder, eingefärbtes Badewasser, Aufnahme bestimmter Lebensmittel, durch das Tragen von farbiger Kleidung.

Die Heilkraft der Farben und ihre Wirkungsbereiche auf Ihren Körper

Violett
beeinflusst Gehirn und Nervensystem.
bei Hitzekrankheiten und Sonnenbrand kann kühlen und beruhigen.
wirkt reinigend und antiseptisch.
unterdrückt Hungergefühle,
bringt Stoffwechsel ins Gleichgewicht
in der Kirche die Farbe der Fastenzeit.

Gelb
starke Wirkung auf das Gehirn
stärkt das Nervensystem,
macht wachsam, klar und entschlossen
aktiviert die motorischen Nerven und die Energie der Muskeln und des Lymphsystems
hat einen reinigenden Einfluss auf die Verdauung
erzeugt positive Resonanz bei Bauchspeicheldrüse, Leber und Gallenblase.

Rot
regt Herz und Kreislauf an,
erhöht Blutdruck 
wirkt kräftigend
unterstützt die Bildung der roten Blutkörperchen.
stimuliert die Nebennieren und sorgt für Vitalität und Stärke.

Blau
gehört zu Kehle, Rachen und Schilddrüse.
wirkt kühlend, lindernd und beruhigend auf das autonome Nervensystem.
Dunkles Blau hat schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkung.
sorgt für gesundes Knochenmark und geregelten Schlaf.

Orange
wirkt anregend auf Ihre Fortpflanzungsorgane,
unterstützt Verdauung,
stärkt das Immunsystem und
kräftigt Milz, Lunge und Bauchspeicheldrüse.
Körperflüssigkeiten in Fluss bringen.

Türkis
hilft bei der Infektionsabwehr, indem es die Thymusdrüse anregt.
erfrischt und stärkt bei Nervosität.
Schilddrüse und Lunge werden positiv aktiviert.

Grün
ist sehr gut für das Herz.
entspannt die Muskeln im Brustkorb,
ermöglicht einen tieferen Atem und
bekommt Lunge sehr gut.
sorgt für Gleichgewicht und Entspannung.
regt die Hirnanhangdrüse (Hypophyse) an, in der viele Hormone produziert werden.
stimmungsverbessernde Wirkung

Seit wann gibt es Zahnpasta in Tuben?

Erst 1887 wurde zum ersten Mal Paste in einer wiederverschließbaren Stanniol-Tube aus Zinn, wie sie damals vorwiegend für Künstlerfarben verwendet wurde, verkauft.
Zahnpflege selbst ist schon seit den alten Ägyptern bekannt. Über Jahrhunderte hinweg bewahrte man Zahnpulver oder -cremes in Töpfen aus Stein, Silber oder Porzellan auf.
Im 19. Jahrhundert gab es auch Zahnseife, die durch ein nasses Bürstchen schaumig wurde. Mit der Tube setzte sich die Paste durch. Seit den 1950er Jahren gibt es die heute bekannte Kunststofftube.

Warum müssen Löcher in den Zähnen ausgebohrt werden?

Vor dem Zahnarzt haben manche Menschen Angst. Vor allem das Bohren in den Zähnen finden die Leute ganz schrecklich. Bohren muss der Zahnarzt, wenn er Karies gefunden hat. Das sind Löcher in den Zähnen. Aber warum müssen Löcher in den Zähnen noch zusätzlich ausgebohrt werden?


Was ist Karies?
Wer diese Frage beantworten will, muss wissen, wie Karies entsteht. Doktor Dietmar Oesterreich weiß gut über Karies Bescheid. Er ist Zahnarzt im Ort Stavenhagen im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Außerdem ist er Vizepräsident bei der Bundeszahnärztekammer. Das ist eine Organisation, in der alle Zahnärzte in Deutschland Mitglied sind.

Bakterien lieben Zucker
Dietmar Oesterreich sagt: Im Mund leben Bakterien. Bakterien sind winzigkleine Lebewesen, die wir mit bloßem Auge nicht sehen können. Manche von ihnen sind gut für uns, manche schaden uns aber auch. Die Bakterien, die Karies verursachen, brauchen genauso wie wir Nahrung, erklärt Dietmar Oesterreich. Sie mögen alles, was Stärke enthält. Stärke kommt zum Beispiel in Getreide und Kartoffeln vor. Am besten ist aber Zucker für diese Bakterien. Zucker ist zum Beispiel in Schokolade, Kuchen, Gummibärchen, Bonbons, aber auch in Cola, Fanta und anderen süßen Limonaden oder Fruchtsäften.

Säure greift die Zähne an
Die Bakterien wandeln die Stärke in Säure um, die dann die Zähne angreift. Die Säure entzieht dem Zahn wichtige Stoffe, die er braucht, um hart zu bleiben, zum Beispiel Calcium und Phosphor. Der eigentlich harte Zahn bricht irgendwann ein - dann ist ein Loch entstanden, erklärt Dietmar Oesterreich. In diese Löcher krabbeln die Bakterien hinein und leben dort gut.

Die Bakterien müssen weg
Davon bekommen die Menschen dann Zahnschmerzen und gehen zum Zahnarzt. Wenn es so weit gekommen ist, muss der Zahnarzt bohren. Dietmar Oesterreich erklärt: Mit dem Bohren werden die Bakterien entfernt. Der Zahnarzt macht das Loch im Zahn also nicht noch größer. Es geht eigentlich darum, das Loch zu säubern und zu reinigen. Hinterher füllt der Zahnarzt das Loch zum Beispiel mit einer Füllung.

Regelmäßiges Putzen schützt die Zähne
Bis ein richtiges Loch in den Zähnen entsteht, dauert es eine ganze Weile. Ein erstes Zeichen für Karies sind weiße Flecken, die ein bisschen anders aussehen als der übrige Zahn. Wenn du diese Flecken auf den Zähnen hast, braucht der Zahnarzt noch nicht zu bohren. Dann reicht es, das Mineral Fluorid zu nehmen. Das macht die Zähne wieder härter. Am allerbesten ist und bleibt es aber, sich regelmäßig zwei Mal am Tag die Zähne zu putzen und nichts Süßes zwischen den Mahlzeiten zu essen, so der Fachmann.

Quelle: ddp

Warum haben Menschen eine Körpertemperatur von 37 Grad?

Wenn es draußen richtig heiß ist, laufen wir im T-Shirt und in kurzen Hosen los. Im Winter hingegen kramen wir einen dicken Pulli aus dem Schrank. Mit unserer Kleidung sorgen wir mit dafür, dass unser Körper stets 37 Grad warm ist. Doch warum ist das so? Warum haben Menschen genau diese Körpertemperatur?


Der Mensch ist ein "gleichwarmes" Lebewesen

Die Antwort auf die Frage weiß Heinrich Meyer von der Technischen Universität München im Bundesland Bayern. Er kennt sich mit unserem Körper gut aus und sagt: Der Mensch gehört zu den gleichwarmen Lebewesen. Das heißt, dass die Temperatur sich nie drastisch verändert. Gleichwarme Lebewesen haben eine Temperatur von etwa 37 bis 39 Grad Celsius. Diese Temperatur hat sich im Laufe ihrer Entwicklung durchgesetzt. Säugetiere und Vögel haben eine gleichbleibend hohe Temperatur. Der Mensch gehört zu den Säugetieren, denn Babys bekommen Milch von ihrer Mama.

Vorteile der gleichbleibenden Körpertemperatur

Heinrich Meyer sagt, dass die gleichbleibend hohe Temperatur für die Lebewesen Vorteile hat. Sie können zum Beispiel in der Nacht oder im Winter aktiv sein und müssen nicht ruhen. Dafür brauchen sie aber auch mehr Nahrung als wechselwarme Lebewesen, denn das Beibehalten der Temperatur kostet Energie. "Ein wechselwarmes Krokodil kann beispielsweise ein halbes Jahr ohne Nahrung auskommen. Säugetiere oder Vögel können das nicht", sagt Heinrich Meyer. Wechselwarme Tiere sind in etwa so warm wie ihre Umgebung. Bei Kälte sind sie nicht so aktiv wie bei Wärme.

Welche Funktion hat Fieber?

Dass die Temperatur bei gleichwarmen Lebewesen zwischen etwa 37 und 39 Grad liegt, hat seinen Grund. Bei höherer Temperatur nämlich könnten die Zellen - also die Bausteine unseres Körpers - kaputt gehen. Alle Stoffe im Körper sind an die gleichbleibend hohe Temperatur gewöhnt. Verändert sich etwas, ist das Zusammenspiel im Körper gestört und die Arbeitskraft nimmt ab, so der Experte. Eine Ausnahme gibt es aber, das ist das Fieber. Wenn wir Fieber haben, kann unser Körper besser dafür sorgen, dass wir wieder gesund werden. Es gibt aber auch hier eine Grenze. Steigt die Temperatur beim Menschen über 41 Grad, beginnen im Körper gewisse Dinge zu versagen. Dann wird das für uns lebensbedrohlich.

Quelle: ddp

Wann beginnt das Herz zu schlagen?

Das Herz pocht das ganze Leben lang in unserer Brust. Wenn wir uns sehr anstrengen, können wir das sogar spüren. Doch wann beginnt das Herz eines Menschen eigentlich das erste Mal zu schlagen? Die Antwort auf die Frage weiß Professor Ernst Tamm. Er arbeitet an der Universität Regensburg im Bundesland Bayern.

Schon in der Schwangerschaft schlägt das Herz

Bevor ein Baby auf die Welt kommt, wächst es im Bauch der Mama. Wenn es noch ganz klein ist, nennen Ärzte es Embryo. Ernst Tamm sagt: "Das Herz des Embryos beginnt das erste Mal in der vierten Schwangerschaftswoche zu schlagen. Dann ist der Embryo etwa fünf Millimeter groß. Das Herz des kleinen Embryos schlägt noch nicht so, wie bei uns. Es ist so ähnlich angelegt wie ein Schlauch, der das Blut hin und her pumpt."

Das Baby wird über die Mutter versorgt

Unser Herz hat zwei Hälften. Die rechte pumpt das Blut in die Lunge. Dort nimmt das Blut Sauerstoff auf und fließt wieder zum Herz zurück. Die linke Herzhälfte schickt es dann weiter durch den ganzen Körper. So kann das Blut Sauerstoff und andere wichtige Stoffe im Körper verteilen. Solange Babys im Bauch sind, haben sie zwischen den beiden Hälften ein Loch. Das Herz des Embryos braucht das Blut nicht erst zur Lunge zu pumpen. Denn das Baby im Bauch kann ja noch nicht atmen. Es bekommt Sauerstoff und alle wichtigen anderen Dinge von seiner Mutter. Ihr Blut bringt diese durch die Nabelschnur zum Baby. So versorgt es den kleinen Körper mit allen wichtigen Dingen.

Nach der Geburt muss das Baby selbstständig atmen

Direkt nach der Geburt muss das Babyherz anders arbeiten als vorher. Denn das Baby muss dann alleine atmen und seinen Körper mit Sauerstoff versorgen. Darum schließt sich das Loch zwischen den beiden Herzhälften. Nur so kann das Herz das Blut erst in die Lunge und dann durch den Körper pumpen.

Was sind Listerien?

Listerien sind Bakterien, die eigentlich überall vorkommen. Sowohl Wild- und Haustiere als auch Menschen und die Natur allgemein dienen den stäbchenförmigen Bakterien als Lebensräume. Listerien sind recht anpassungsfähig: Am liebsten mögen sie Temperaturen zwischen 30 und 37 Grad Celsius, sind aber auch bei -0,4 bis 45 Grad Celsius überlebensfähig, etwa im Kühlschrank. Sie können ihren Stoffwechsel sowohl mit als auch ohne Sauerstoff aufrecht erhalten, also auch innerhalb einer vakuumierten Käseverpackung.

Und das macht sie letztlich gefährlich für Menschen, deren Immunsystem geschwächt ist. Denn eine bestimmte Art von Listerien, Listeria monocytogenes, kann bei Menschen die Infektionskrankheit Listeriose auslösen, die im schlimmsten Fall zum Tode führen kann. Verantwortlich dafür sind meist Lebensmittel, die erhöhte Listerien-Werte haben, also mit diesen Bakterien verseucht sind. Das können ungewaschene Salate, unbehandeltes Obst und Gemüse, Speiseeis, Rohmilchprodukte oder Rohwurstprodukte wie Mettwurst oder Salami, auch roher oder halbroher Fisch sein. Insbesondere Schwangere sollten diese Produkte meiden, da eine (unerkannte) Listeriose schwere gesundheitliche Folgen für das ungeborene Kind haben kann.

Wer gesund ist, hat vor einer Listeriose nicht viel zu befürchten, eventuell leichtes Fieber oder Magen-Darm-Beschwerden. Bei Menschen ohne intaktes Immunsystem reichen die Symptome von Magen-Darm-Problemen über Kopf- und Muskelschmerzen, Blutvergiftung bis hin zur Hirnhautentzündung. Ein wirksames Mittel, um Listerien den Garaus zu machen, ist das Erhitzen auf mindestens 60 Grad Celsius für wenige Minuten.

Warum Schlaf so wichtig ist

Frühaufsteher oder Morgenmuffel? Jeder Mensch hat seinen eigenen Schlafrhythmus. Er wird von der inneren Uhr vorgegeben und sollte nicht durcheinander gebracht werden. Denn: Schlaf ist sehr wichtig - für Mensch und auch für Tier. Hier erfährst du, wieso Delfine mit nur einer Gehirnhälfte schlafen, wann wir träumen, warum man Nachtwandler nicht wecken sollte und vieles mehr rund ums Thema Schlaf.

An Träume erinnern

Das Weckerklingeln reißt einen oft aus den seltsamsten Träumen. Manchmal wacht man am Morgen aber auch auf und kann sich an gar nichts mehr erinnern. Woran liegt das? Wir träumen nur im sogenannten REM-Schlaf. Die Buchstaben stehen für "Rapid Eye Movement", was übersetzt "schnelle Augenbewegungen" bedeutet. In dieser Schlafphase atmen wir schneller, der Puls geht in die Höhe und wir bewegen unsere Augen unter den geschlossenen Lidern wild hin und her. Der Körper ist dann in einem Zustand, der dem des Wachseins ähnelt.


Wechselnde Schlafphasen

Damit wir das, was wir im Traum erleben, nicht in die Tat umsetzen, ist unser Körper in dieser Phase gelähmt. So wird verhindert, dass wir etwas anstellen oder uns verletzen. Als weiteren Schutzmechanismus hat die Natur eingerichtet, dass unsere Zunge beim Schlafen oben am Gaumen klebt. So laufen wir nicht Gefahr, sie aus Versehen zu verschlucken. Im Non-REM-Schlaf hingegen sinken Puls, Blutdruck, Gehirnaktivität und Atemfrequenz. Man schläft nun sehr tief und träumt nicht. Beide Phasen wechseln sich mehrmals pro Nacht ab. Ob man sich an einen Traum erinnern kann oder nicht, hängt also im Wesentlichen davon ab, in welcher Schlafphase man aufwacht.


Schlaf ist die beste Medizin

Warum Lebewesen Schlaf so dringend brauchen, können Forscher bis heute nicht genau sagen. Verschiedene Funktionen kommen in Frage: Im Tiefschlaf läuft zum Beispiel das Immunsystem auf Hochtouren. Das ist unser körpereigenes Abwehrsystem gegen Krankheitserreger. Schlaf gilt deshalb auch als "die beste Medizin". Außerdem verarbeiten wir im Schlaf Informationen, die wir tagsüber aufgenommen haben - Körper und Gehirn können sich so erholen. Am wahrscheinlichsten ist jedoch, dass Schlaf mehrere, zum Teil vielleicht noch unbekannte, Funktionen erfüllt. Als sicher gilt: Wer auf Dauer zu wenig oder schlecht schläft, wird krank.


Wenn das Schlafen Probleme macht

Wenn Menschen schlecht schlafen, kann das mehrere Ursachen haben. Eine davon ist das Syndrom der ruhelosen Beine. Besonders beim ruhigen Sitzen, abends und nachts verspüren die Betroffenen ein unangenehmes Gefühl in den Beinen, das erst verschwindet, wenn sie sich bewegen. Ein ruhiger Schlaf ist unter den Voraussetzungen kaum möglich. Das Restless-Legs-Syndrom kann aber von einem Arzt behandelt werden.


Schlafen im Labor

Einige Nächte in einem Schlaflabor können dabei sehr aufschlussreich sein. Ein Schlaflabor ist eine spezielle Einrichtung im Krankenhaus. Sie besteht aus zwei Räumen: Einem "Schlafzimmer" und einem Raum, in dem die Messgeräte stehen. Bevor man schläft, befestigt der Arzt mehrere Elektroden auf der Kopfhaut. Sie zeichnen während der ganzen Nacht sämtliche Körperfunktionen wie die Atmung oder Hirnströme auf. Am nächsten Morgen erhält man dann ein genaues Schlafprofil, das Auskunft darüber gibt, wie gut oder schlecht man schläft und warum das so ist.


Spaziergänge in der Nacht

Was man ebenfalls im Schlaflabor feststellen kann, ist, ob jemand schlafwandelt. Das Schlafwandeln wird auch Somnabulismus genannt. Der Schlafende steht dabei auf, geht herum und verrichtet manchmal sogar Dinge wie den Abwasch ohne dabei aufzuwachen. Das nächtliche Wandeln dauert meist nur wenige Minuten und tritt vor allem im Kindesalter auf. Mit der Pubertät verschwindet das Phänomen dann in den meisten Fällen. Da man nicht abschätzen kann, wie Schlafwandler darauf reagieren, sollte man sie nie wecken. Am besten führt man sie einfach zurück ins Bett. Obwohl sie schlafen, sind die Betroffenen dabei ansprechbar und antworten auf Fragen. Bietet man ihnen etwas zu essen an, beenden sie meist von alleine ihre Wanderung und kehren zurück ins Bett.


So schlafen Delfine & Co.

Wirbeltiere wie zum Beispiel die Vögel durchlaufen in der Nacht ähnliche Schlafphasen wie die Menschen. Wenn sich die Vögel einen passenden Baum für ein Nickerchen ausgesucht haben, haken sie ihre Zehen im Ast fest, auf dem sie sitzen, um beim Schlafen nicht herunterzufallen. Im Unterschied zum Menschen, beherrschen sie jedoch den sogenannten Halbseitenschlaf. In diesem Schlafzustand schläft nur eine Hirnhälfte, während die andere wach bleibt. So kann die Umgebung noch wahrgenommen und auf mögliche Gefahren reagiert werden. Das ist sehr wichtig, da in der Natur fast jedes Tier auf der Speisekarte eines anderen steht. Tief und fest zu schlafen wäre also äußerst riskant. Zugvögel können selbst während sie fliegen auf diese Weise schlafen. Gerade auf langen Reisen ist es ihnen so möglich, sich etwas auszuruhen. Die besondere Fähigkeit des Halbhirnschlafens wurde zuerst bei Delfinen entdeckt. Damit sie atmen können, müssen sie bei Bewusstsein bleiben. Um nicht zu ersticken, haben Delfine diese trickreiche Technik entwickelt.


Zucken vor dem Einschlafen

Eine weitere Gemeinsamkeit von Mensch und Säugetier ist das Einschlafzucken. Gerade wenn man vor sich hin dämmert, durchfährt einen oft ein unkontrolliertes Zucken in Armen oder Beinen. Manchmal wacht man sogar auf davon. Warum ist das so? Während die Bereiche des Gehirns, die für das Denken und Fühlen verantwortlich sind, einen Gang zurück schalten, ist das motorische Zentrum, das unsere Bewegungen steuert, noch aktiv. Die Körpersysteme fahren also unterschiedlich schnell herunter und so kommt es zu Fehlschaltungen, die sich in Form von Zuckern äußern. Manchmal haben wir beim Einschlafen aber auch den Eindruck plötzlich zu fallen oder zu stolpern. Das liegt an unserem Gleichgewichtssinn im Innenohr. Er ist irritiert, da der Körper sich im Traum bewegt, wir aber tatsächlich reglos im Bett liegen. So kann es auch zu unfreiwilligem Zucken kommen.

Was bedeutet OTC?

OTC steht für englisch: over the counter, zu deutsch: über den Ladentisch. Das bedeutet, der Apotheker kann Ihnen das gewünschte Präparat frei über seine Theke reichen – ohne dafür ein ärztlich ausgestelltes Rezept von Ihnen bekommen zu haben. Übersetzt bedeutet OTC soviel wie „apothekenpflichtig“ bzw. „nicht verschreibungspflichtig“. Es handelt sich um Arzneimittel zur Selbstbehandlung. Sie werden dann in diese Kategorie eingestuft, wenn sie ohne ärztliche Überwachung eingenommen werden können und wenn sie die Gesundheit des Patienten nicht gefährden (vorausgesetzt dieser hält sich an die Dosierungsempfehlungen und sonstigen Bestimmungen).


Das „over the counter“ klingt sehr geschäftig und so ist das letztlich auch mit OTC-Produkten: Sie stellen sich selbst eine Diagnose, wollen Ihre Symptome mit einem altbekannten oder neu beworbenen Mittel behandeln, gehen in die Apotheke und fragen es nach. Für Sie ist klar, was Sie wollen oder brauchen, und sie wissen mit dem Medikament auch umzugehen (Beispiel: Heuschnupfen-Mittel). Wenn nicht, fragen Sie beim Apotheker nach oder er informiert Sie ungefragt über die Einnahme und alles Wichtige.


Oder im anderen Fall: Sie kennen die Symptome, wollen sie behandeln, teilen sich in der Apotheke mit und lassen sich ein Produkt over the counter empfehlen und verkaufen (z. B. einen Hustenlöser). OTC-Mittel gegen Erkältung, Schmerzen, Magen- und Darmbeschwerden, für die Haut/Schleimhäute, zur Stärkung und Beruhigung sowie Vitamine und Mineralstoffe werden am häufigsten nachgefragt.