Direkt zum Hauptbereich

Posts

Warum schreien Greifvögel beim Jagen?

Raubvögel kreischen, um ihre Beute zunächst aufzuschrecken. Denn während die Tiere flüchten , können die Greifvögel schon aus großer Höhe erkennen, welche von ihnen schwach oder krank sind und damit zum leichten Fang werden. Gesunde Tiere sind für sie schwer zu erbeuten. Und zu viele Fehlversuche können sich Greifvögel nicht erlauben, weil sie sonst zu müde werden.
Letzte Posts

Woher kommt der Begriff "Zappenduster"?

Wir zappen heute zwar durch die TV Kanäle, aber der Begriff hat mit dem Fernsehen nix zu tun.
Er ist eine Abwandlung des Wortes "Zofon", der rotwelschen Gaunersprache. Das wiederum hat seinen Ursprung im hebräisch-jiddischen "zophon". "Zophon" bedeutet Mitternacht.
Zappenduster meint also die Dunkelheit, die um Mitternacht herrscht.

Warum steht man bei jemanden in der Kreide?

Wenn sich jemand verschuldet, steht er mit dieser Summe bei jemanden in der Kreide.

Früher schrieb man in Geschäften und Gasthäusern die Schulden der Kunden mit Kreide auf eine große Tafel. Am Ende es Monats nach der Lohnauszahlung sollten die Schuldner dann alles auf einmal begleichen. So lange stand man beim Wirt oder Händler in der Kreide

Woher kommt die Redewendung "Dreck am Stecken haben"?

Als es noch keine befestigten Straßen gab, blieb immer jede Menge Schmutz an den Schuhen und Hosenbeinen zurück. Den versuchten Spaziergänger dann mit Hilfe des Wanderstocks abzukratzen, bevor sie ein Haus betraten.
Dadurch hatten sie "Dreck am Stecken". Da man Dreck mit der Schuld gleichsetzt entstand die Redewendung die wir noch heute gebrauchen

Kann Wäsche bei Frost trocknen?

Nasse Kleidung friert bei Frost zunächst ein. Doch wartet man etwas, wird sie trocken. Denn unter 0 Grad verdunstet Wasser direkt aus seinem Eis-Zustand heraus, ohne nochmal flüssig zu werden.

In einem warmen Raum mit hoher Luftfeuchtigkeit kann es hingegen sein, dass die Luft keinen Wasserdampf mehr aufnimmt und Stoff tagelang feucht bleibt.

Warum sagt man, "herein, wenns kein Schneider ist"?

Es geht hierbei nicht um den Berufsstand der Schneider.

Ursprünglich sagte man "Herin, wans nit der Schnitter is"... Schnitter waren Erntehelfer, die mit der Sense mähten. Im Mittelalter starben viele Menschen an Seuchen, so wie hunderte Halme, die mit einem Sensen-Schlag abgemäht wurden. So wurde der Schnitter, der Sensenmann, Symbol des Todes. Und der soll nicht ins Haus kommen.

Wer erfand die Weihnachtsmärkte?

Im Mittelalter hatten Bürger zu Beginn der kalten Jahreszeit die Möglichkeit, sich auf (oft eintägigen) Märkten mit Fleisch und winterlichem Bedarf einzudecken. Im 14. Jahrhundert wurde auch Handerwerkern, wie Spielzeugmachern, Korbflechtern oder Zuckerbäckern erlaubt, Verkaufsstände zu errichten. Auch geröstete Kastanien, Nüsse und Mandeln gab es bald.

Am längsten gibt es den Bautzener Wenzelsmarkt, der auf ein von König Wenzel im Jahr 1384 verliehenes Marktrecht zurückgeht.

Wieso gibt es Staus, obwohl kein Unfall passierte?

Weil Autofahrer keine Fischschwärme sind. Fische bewegen sich zeitgleich und reagieren synchron auf äußere Einflüsse. Autofahrer verhalten sich aber verschieden. Bremst der vordere Fahrer stärker als der andere, setzt sich der Stau immer weiter nach hinten fort, weil der nachfolgende Fahrer bereits  abrupt bremst. Die Kettenreaktion verstärkt sich und irgendwann bleibt das erste Auto stehen.
Dass es also stockt, liegt nicht nur an Baustellen, Unfällen und hoher Verkehrsdichte, sondern auch an Geschwindigkeitsunterschieden.

Warum ist es so unordentlich bei Hempels unterm Sofa?

... weil sich "hämpeln" mit "pfuschen" übersetzen lässt. Einem bayerischen Wörterbuch von 1872 zufolge ist ein "Hämpel" ein "dummer Mensch". Der "Hampelmann" leitet sich davon auch her.

Aus dem Verb "hämpeln" für "pfuschen" entstand die Familie Hämpel. Daher rufen wir seit dem 20. Jahrhundert "hier siehts aus wie bei Hempels unterm Sofa!" wenn es bei jemanden extrem unordentlich und dreckig ist.

Woher kommt der Begriff "Urlaub"?

"Urlaub" entwickelte sich aus "urloup" - dem mittelhochdeutschen Wort für "Erlaubnis".

Schon im Mittelalter baten die Menschen um Erlaubsni, wenn sie sich eine Zeit lang von der Arbeit oder dem Dienst freistellen lassen und entfernen wollten. Ritter in Heldenepen fragten meist erst ihren Herren, bevor sie den Hof verlassen. So gebrauchen wir "Urlaub heute gleichbedeutend mit "Ferien". 

Woher stammen Aprilscherze?

Ganz sicher ist man sich nicht. Es gibt mehrere Erklärungen:


- Aufgrund des typisch wechselhaften Aprilwetters. Allerdings gibt es den Aprilscherz nicht nur in Europa, sondern auch in Amerika und Asien, und dort sind konstante klimatische Verhältnisse zu der Zeit.

- Es geht auf das Herumschicken Jesus "von Pontius zu Pilatus", das am 1. April stattgefunden haben soll zurück .


- Im Reichstag zu Augsburg sollte für den 1. April 1530 ein besonderer Münztag festgelegt werden, um Ordnung ins Münzwesen zu bringen. Daraufhin wurde die Spekulanten aktiv. Aber der Münztag fand nicht statt und die Spekulanten wurden verspottet, so wurde der 1. April zum Narrenfeiertag.

- Für Kaiser Augustus war der 1. April einer der schlimmsten Unglückstage, warum? Keine Ahnung...

- Der 1. April 33 n. Chr. nach dem hebräischen Kalender soll ziemlich genau auf den Tag des Todes Jesu Christi fallen, der ja auf Geheiß Pontius Pilatus "gekreuzigt" wurde. Demnach könnte es sein, dass er …

Wann beginnt die Osterzeit?

Die eigentliche Osterzeit, die mit dem Osterfest selber beginnt, dauert fünfzig Tage. Diese 50 Tage brennt die Osterkerze.

Das Osterfest markiert den Beginn, das Pfingstfest das Ende der Osterzeit.

Ostern ist immer der Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling, das heißt: nach dem ersten Vollmond nach der Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche. Daher ändert er sich von Jahr zu Jahr. Ostern fällt frühestens auf den 22. März und spätestens auf den 24. April.

Dieses Fest besteht aus mehreren Teilen:  Die Trauer, das Fasten, das Vorbereiten und dann die freudige Feier von Ostern.

Gründonnerstag ist bestimmt von dem Geschehen des Abendmahlssaales und der Einsetzung der Eucharistie, der Feier des Abendmahls im Kreis seiner Jünger.
Der Karfreitag als Todestag Christi, als Kreuzigungstag,
der Karsamstag als Tag der Grabesruhe und
der Ostersonntag als Tag der Auferstehung.

Weder Karfreitag noch Karsamstag scheint die Ostersonne. Mit dem Gruß "Frohe Ostern" sollte man daher warten…

Bedeutung von Karfreitag

"Kara" ist ein altes Wort für Trauer.
Deshalb ist der Karfreitag ein stiller, besinnlicher Tag. Er erinnert an das Sterben und den Tod von Jesus.
Obwohl Jesus nichts böses getan hatte, bestimmten die Römer, dass er am Kreuz sterben sollte. Nimand konnte etwas dagegen tun.
Jesus musste sein Kreuz selbst zum Berg Golgatha tragen wo er starb. Nach seinem Tod legten ihn seine Freunde in die Felsenhöhle und verschlossen das Grab mit einem schweren Stein. Alle waren furchtbar traurig. Niemand wusste wie es ohne Jesus weitergehen sollte.

Seitdem ist das Kreuz das wichtigste Zeichen der Christen. Man sieht es in Kirchen, auf Bergspitzen, Friedhöfen oder als Schmuck

Warum heißt es eigentlich "Palmsonntag"?

Die letzte Woche vor Ostern beginnt mit dem Palmsonntag.
Man denkt an diesem Tag daran, wie nach der biblischen Erzählung Jesus mit seinen Freunden nach Jerusalem kam.
Die Menschen in Jerusalem hatten viel Gutes von Jesus gehört. Er zeigte Gottes Liebe, indem er den Armen und Schwächeren half und nicht den Starken und Mächtigen. Einen solchen Mann wünschte man sich zum König, denn es waren viele Menschen arm damals.
So begrüßten sie Jesus voller Freude. Sie legten ihre Mäntel vo rihm auf den Weg und winkten ihm mit Palmblättern zu. Der Palmsonntag wurde deswegen so genannt.

Heute werden die Kirchen mit Frühlingsblumen, grünen Blättern und roten Tüchern geschmückt. Manchmal gibt es auch einen Umzug mit grünen Zweigen

Warum leuchten Glühwürmchen im Dunkeln?

Hierbei gehts natürlich um eins - die Liebe...
Die Würmchen leuchten, um mögliche Partner anzulocken. Dabei gibt es innerhalb der Gattung aber große Unterschiede. Bei einigen Arten haben nur die Weibchen Leuchtorgane, bei anderen blinken die Tierchen in großen Gruppen synchron. So kann man ganze Büsche oder Bäume im Gleichtakt aufleuchten sehen.

Warum kribbelt es uns vor Freude im Bauch?

Wenn wir dem Mann oder der Frau unseres Herzen tief in die Augen sehen, flattern sie los - die kleinen Schmetterlinge im Bauch.. die auch Ausdauersportler und Karussellfahrer gut kennen.

Verantwortlich für das Kribbeln ist das körpereigene Hormon Phenylethylamin. Es beschert uns intensive Glücksgefühle und hemmt nebebei im Gehirn die Bereich des rationalen Denkens und unterdrückt gleichzeitig den Hunger.


Warum niesen wir wenn wir in die Sonne gucken?

Licht an, Taschentuch raus... Diesen Reflex haben nicht alle Menschen. Nur 20 bis 35% spüren ein Kitzeln in der Nase, wenn sie ins Licht schauen oder blinzeln.
Über die Gründe ist man sich noch nicht so einig...Aber man glaubt wohl am ehesten der Theorie von Dr. N. Deshmuk:

Der Sehnerv und der mit der Nase verbundene Trigeminusnerv kommen sich im Gehirn der "Licht-Nieser" sehr nahe, so dass ein starker Reiz von einem auf den anderen überpringen kann.

Was sind die Langerhansschen Inseln?

Was sind die Langerhansschen Inseln?

Die Langerhansschen Inseln sind Zellbündelungen in der Bauchspeicheldrüse, die das Hormon Insulin produzieren, die Höhe des Blutzuckerspiegels registrieren und dementsprechend Insulin ausschütten. Benannt sind sie nach ihrem Entdecker, dem Mediziner Paul Langerhans (1847–1888). Jeder von uns hat, sofern er gesund ist, etwa eine Million dieser kleinsten Inseln in seinem Körper.

Das Hormon Insulin unterstützt den Körper entscheidend dabei, Glukose(Zucker) zu verarbeiten: Es schleust den Zucker in die Zellen, die ihn benötigen, und holt ihn damit aus dem Blut. Insulin ist das einzige Hormon, das den Blutzuckergehalt reduzieren kann! Ca. 2 g Insulin produzieren die Langerhansschen Inseln jeden Tag; je nachdem, wie hoch Ihr Blutzucker ist. Sinkt Ihr Blutzucker oder Sie brauchen für körperliche Arbeit, beim Sport oder unter Stress mehr Energie als Sie haben, sorgen die Hormone Glukagon, Adrenalin und Cortison dafür, dass der Blutzucke…

Seit wann gibt es Zahnpasta in Tuben?

Erst 1887 wurde zum ersten Mal Paste in einer wiederverschließbaren Stanniol-Tube aus Zinn, wie sie damals vorwiegend für Künstlerfarben verwendet wurde, verkauft.
Zahnpflege selbst ist schon seit den alten Ägyptern bekannt. Über Jahrhunderte hinweg bewahrte man Zahnpulver oder -cremes in Töpfen aus Stein, Silber oder Porzellan auf.
Im 19. Jahrhundert gab es auch Zahnseife, die durch ein nasses Bürstchen schaumig wurde. Mit der Tube setzte sich die Paste durch. Seit den 1950er Jahren gibt es die heute bekannte Kunststofftube.

Wofür steht das CH im Schweizer Länderkennzeichen

Dieses Kürzel steht für den lateinischen Ausdruck "Confoederatio Helvetica".
Das ist die Bezeichnung für Schweizerische Eidgenossenschaft. Diesen offiziellen Namen führte man nach der Schaffung des Bundesstaates ein. Um keine der vier Schweizer Amtssprachen (deutsch, französisch, italienisch und rätoromanisch) zu bevorzugen, entschied man sich für Latein.


Stammen Tulpen aus Holland?

Ursprünglich kommt die Pflanze aus Zentralasien. Schon in den Erzählungen aus 1001 Nacht wurden Tulpen erwähnt. Von dort aus landete sie in der Türkei. Im 16. Jahrhundert brachte ein Gesandter die Blume nach Wien. Erst rund 30 Jahre später gelangte die Tulpe tatsächlich nach Holland, als der Botaniker des österreichischen Kaisers dorthin übersiedelte.


Woher hat der Daumen seinen Namen?

Zeigefinger, Mittelfinger, Ringfinger, kleiner Finger - komisch eigentlich, dass der Daumen nicht etwa Seitenfinger heißt.
Er ist was besonderes, da er unten an der Hand sitzt und sehr beweglich ist.

Sein Name geht auf das altergermanische Wort "Dumo" oder "Dume" zurück. Das bedeuted "der Dicke" oder der "Starke". Daraus ist dann unser Wort für Daumen geworden.

Weshalb sagen wir "einmal Hü und einmal Hott"?

Die Redensart bezieht sich auf widersprüchliche Aussagen oder Unentschlossenheit und geht auf die Sprache der Fuhrmänner zurück.

Um Zugtieren - Pferden und Ochsen - anzusaen in welche Richtung sie sich bewegen sollten, kamen bestimmte Kommandos zum Einsatz. Rief der Fuhrmann "hü" sollten die Tiere nach links gehen und bei "Hott" das Fuhrwerk nach rechts ziehen.
Gab der Fuhrmann keine eindeutigen Befehle und rief "einmal hü und einmal hott", waren die Tiere verwirrt und wussten nicht, welchen Weg sie einschlagen sollten.

Wer hat das Speise-Eis erfunden?

Jeder von uns hat mindestens eine Lieblings-Eissorte. Kommt die Leckerei wirklich aus Italien?

Das erste Speise-Eis war "made in China" und man schleckte es schon vor mehr als 5000 Jahren. Die Chinesen benutzten dafür Schnee, den sie von Berggipfeln holten. Er wurde dann mit Honig, Wein und Gewürzen vermischt. Der Händler Marco Polo brachte vor über 700 Jahren die ersten Eisrezepte aus China nach Venedig.

Was hat das Radler eigentlich mit Fahrradfahren zu tun?

Bier mit Limonade war unter Radfahrern schon Ende des 19. Jahrhunderts beliebt. Man trank es als weniger alkoholhaltige Variante vor allem in sozialdemokratischen Radlerclubs.

Der Legende nach hat es Franz Xaver Kugler erfunden, Wirt der häufig von Fahrradfahrern frequentierten Ausflugsgaststätte "Kugler Alm" im Süden von München. Demnach drohte an einem Sommer-Samstag 1922 das Bier auszugehen, woraufhin Kugler es mit Zitronenlimonade gemischt und als "Radlermaß" serviert haben soll.

Wieso ist etwas "unter aller Kanone"

Der Ausdruck klingt ziemlich militärisch - ist er aber gar nicht. Vielmehr leitet sich der Begriff aus dem Lateinischen ab. Dort bezeichnet "sub omni canone" etwas, das unterhalb jeden Maßstabes, also völlig schlecht ist. Da im Mittelalter aber nur wenig Menschen Latein sprechen konnten, dachten sie bei dem Spruch eher an die schweren Geschütze auf dem Feld. So wurde darauf "unter aller Kanone" - und ist bis heute in dieser Form geblieben.

Weshalb haben Elefanten so viele Falten?

Die stattlichen Tiere aus Afrika und Asien gelten als Dickhäuter. Zu Recht: Ihre Haut ist bis zu drei Zentimeter dick. Sie besteht aus unzähligen Falten, die anders als bei uns nichts mit dem Alter zu tun haben, sondern vor Hitze schützen. Für ihre immense Körpermasse haben Elefanten nämlich eine verhältnismäßig kleine Körperoberfläche und können deshalb nur wenig Wärme abgeben. Die Knitter-Haut vergrößert die Oberfläche, über die die Körperwärme entweicht.

Wer hat den gelben Klebezettel erfunden?

Im Jahr 1968 erfand der Amerikaner Spencer Silver durch Zufall einen leicht ablösbaren Klebstoff. Doch sein Produkt, eine Pinnwand, auf die man Zettel kleben und wieder herunternehmen konnte, verkaufte sich so schlecht, dass Spencers Erfindung in Vergessenheit geriet. Bis sich sein Kollege Art Fry 1974 wieder daran erinnerte: Ihm fielen im Kirchenchor ständig die Lesezeichen aus den Notenheften. Mit Spencers Kleber passierte das nicht mehr - das praktische "Post-it" war geboren.

Wieso VERFRANZEN wir uns?

Wer beim Autofahren mitten in der Stadt die Orientierung verlieft, sagt gern "Jetzt hab ich mich verfranzt". Der Begriff stammt aus der Fliegersprache und bedeutet soviel wie "sich verfliegen". Im Ersten Weltkrieg nannte man nämlich den Beobachter und Navigator in einem deutschen Flugzeug "Franz" und den Piloten "Emil". Hatte sich Franz auf der Landkarte vertan und brachte Emil daher auf den falschen Kurs, hatte sich dieser "verfranzt"...

Weshalb werden Blusen anders geknöpft als Hemden?

Dass sich bei Männerhemden die Knöpfe auf der rechten Seite befinden und bei Frauenblusen auf der linken, hat einen historischen Hintergrund. Männer schlossen ihre Hemden seit jeher immer selbst. Als die Knöpfung auch für Frauenkleidung in Mode kam, konnten sich diese nur reiche Frauen leisten - und die wurden immer von ihren Zofen angezogen. Um den rechtshändigen Dienerinnen die Arbeit zu erleichtern, brachte man die Knöpfe daher auf der anderen Seite an.

Warum "drücken" wir jemandem die "Daumen"?

Genau genommen quetschen wir dabei natürlich immer den eigenen Daumen, nicht den des Freundes, der etwas Glück brauchen kann.

Die Geste geht auf einen alten germanischen Volksglauben zurück, nach dem die einzelnen Finger als eigenständige Geister angesehen wurden. Der kurze, rundliche Daumen gals als gemeiner Kobold. Dieser wurde in der Faust versteckt, um zu verhindern, dass er womöglich den Vorhaben anderer in die Quere kommt und sie scheitern lässt. Anstatt viel Glück wünscht man dem Gegenüber mit dieser Geste also eher: Bloß kein Pech!

Weshalb packen wir unsere "Siebensachen"

... Weil für mehr definitiv keine Zeit bleibt.

Die Redewendung aus dem 17. Jahrhundert galt damals wie heute als Aufforderung, schleunigst das Weite zu suchen. Und was ginge schneller zu packen als die eigenen zwei Ohren, zwei Augen, zwei Nasenlöcher und den Mund. Macht zusammen? Genau, sieben! Und weil man die schließlich sowieso immer dabei hat, kann man sich entsprechend schnell aus dem Staub machen.

Warum ist es im Herbst so oft neblig?

An einem schönen Herbsttag kann die Sonne den Boden und die Luft noch kräftig aufheizen. In der darauf folgenden Nacht strahlen Luft und Boden die aufgenommene Wärme wieder ab. Der Boden gibt mehr Wärme ab als die Luft, da er ein schlechterer Wärmespeicher ist. Daher ist am Morgen nach einer klaren Herbstnacht der Boden kälter als die Luft.

Der kalte Boden kühlt die darüber liegende Luft ab, sodass die unteren Luftschichten kühler sind als die höheren. Da kalte Luft weniger Wasserdampf aufnehmen kann als warme, kondensiert der überschüssige Wasserdampf aus. Das bedeutet: Der in der Luft vorhandene Wasserdampf perlt zu kleinen Tropfen aus. Wir sehen diese Tröpfchen dann als Nebel.

Es gibt verschiedene Formen von Nebel. Vermischt sich feuchte warme Luft mit kalter spricht man von Mischungsnebel. Ein typisches Beispiel dafür sind die scheinbar "rauchenden" Seen an kalten Herbstmorgen, &…

Was heißt, etwas "in petto" zu haben?

Man soll nicht lügen, muss aber auch nicht alles sagen. Dieses Motto gilt für Leute, die etwas "in petto" haben. Die Formulierung leitet sich vom lateinischen "in pectore" ab. Das meint wörtlich: etwas in der Brust verschlossen zu bewahren. Solange man etwas nur "in petto" hat, formt sich zwar ein Gedanke, man redet aber noch nicht darüber. Das muss gar nicht böse gemeint sein: Oft geht es dabei einfach um eine Überraschung für andere.

Warum bekommen wir manchmal Schluckauf?

Beim Schluckauf zieht sich das Zwerchfell des Menschen ruckartig zusammen, ohne dass der Betroffene es verhindern kann. Das Zwerchfell ist ein großer flacher Muskel, der den Brustraum vom Bauchraum trennt.

Ebenfalls am Schluckauf beteiligt ist die Luftröhre, durch die die Luft beim Atmen in die Lunge hinein und wieder heraus strömt. Die Luftröhre hat einen Deckel, der beim Einatmen eigentlich geöffnet wird. Beim Schluckauf wird dieser Deckel aber plötzlich geschlossen. Der Mensch macht dann das typische Hicks-Geräusch.

Weil das Zwerchfell direkt über dem Magen liegt, kann hastiges Trinken von sehr kalten Getränken einen Schluckauf auslösen. Auch starke Gefühle wie Freude, Wut, Ärger oder Angst können die Ursache von Schluckauf sein. Das hängt mit der Arbeitsweise des menschlichen Körpers zusammen: Muskeln braucht der Mensch zum Bewegen, und die Muskeln wiederum werden von Nerven gesteuert. Gefühle wie Freude oder Angst beeinflussen die Nerven und können deshalb einen Schl…

Warum ist der Himmel blau?

Was wir sehen, wenn wir in den Himmel gucken, ist ein Teil des Sonnenlichts. Jeder heiße Körper sendet nämlich Licht aus. Sehen können wir Licht jedoch nur, wenn es auf einen Gegenstand trifft - und sei er noch so klein. Solche winzigen Teilchen befinden sich auch in der Atmosphäre der Erde. Diese unzähligen Luftmoleküle sind verantwortlich dafür, dass der Himmel blau erscheint.

Das Sonnenlicht besteht eigentlich aus vielen verschiedenen Farben, wie Violett, Rot, Blau und Gelb. Diese verschiedenen Farben des Lichts sind eigentlich Lichtstrahlen in unterschiedlichen Wellenlängen. Blaues Licht beispielsweise ist extrem kurzwellig. Es wird von Luftmolekülen reflektiert - also abgelenkt - und trifft dann unser Auge. Das geschieht unzählige Male. Deshalb erscheint uns der Himmel blau. Der langwellige, rote Anteil des Lichts hingegen zieht an den meisten Luftteilchen vorbei. Weil das rote Licht nicht reflektiert wird, können wir es auch nicht sehen.

Ohne Luft gäbe es also k…

Welche Farbe hat Wasser?

Wasser ist schon blau, aber nur ganz zart blau. Mit Wasser ist es so ähnlich wie mit ganz hellblauem Glas. Guckt man durch eine Scheibe aus ganz hellblauem Glas, sieht man die Farbe kaum. Schauen wir durch viele solcher Scheiben, sehen wir das Blau schon deutlicher. So ist es auch mit Wasser: Ein Strahl oder ein Glas voll Wasser ist eine so kleine Menge, dass das Wasser noch durchsichtig aussieht. Im Meer dagegen ist ganz viel Wasser. Da sehen wir die Farbe deutlicher.

Es gibt allerdings noch andere Dinge, die die Farbe von Wasser beeinflussen. Das kann zum Beispiel der Meeresboden oder bei Flüssen das Flussbett sein. Sind im Meer unten weiße Felsen, wirkt auch das Wasser gleich heller. Außerdem kommt es auch auf die Stoffe an, die im Wasser sind: In China gibt es zum Beispiel einen Fluss, der Gelber Fluss heißt. Er ist tatsächlich gelb. Das kommt davon, weil in dem Wasser Lehm ist. Der Lehm färbt das Wasser des Flusses gelb.

Außerdem können sich Pflanzen, die am Ufer …

Warum färben sich Blätter an Bäumen im Herbst bunt?

Damit ein Blatt an einer Pflanze eine bestimmte Farbe hat, muss in dem Blatt ein bestimmter Farbstoff vorhanden sein. In einem Pflanzenblatt sind im Frühjahr und Sommer mehrere Farbstoffe da. Einer davon ist grün und heißt Chlorophyll. Chlorophyll ist ein sehr kräftiger Farbstoff, er überdeckt andere Farben. Zum Beispiel ist auch ein Gelb schon im Sommer in dem Blatt, aber es kommt gegen das Grün nicht an. Chlorophyll hat nicht nur die Aufgabe, das Blatt grün zu färben. Teile des Farbstoffs braucht der Baum auch für seine Ernährung. Und im Herbst, kurz bevor der Baum seine Blätter abwirft, wandern diese wertvollen Bestandteile der grünen Blattfarbe in den Stamm und die Äste. Dann fehlt dem Blatt auch die grüne Farbe, und es kommt das Gelb durch, das bislang überdeckt war.

Die rote Farbe des Blattes entsteht im Herbst komplett neu. Das ist ganz schön aufwendig - und das alles für kurze Zeit, denn schließlich dauert die Zeit der bunten Blätter nur wenige Wochen. Einen so g…

Warum ist man morgens größer als abends?

Für den Größenverlust am Abend sind die Schwerkraft und die Bandscheiben der Wirbelsäule, die unseren Körper beweglich machen, verantwortlich. Sie saugen sich nachts mit Flüssigkeit voll. Tagsüber, wenn wir aktiv sind, aber auch durch die Schwerkraft und das Körpergewicht, geben die Bandscheiben die Flüssigkeit wieder ab. So wird die Wirbelsäule wiederzusammengedrückt - und messbar kürzer.

Darum sind wir morgens ein bis zwei Zentimeter größer.

Wie kommt es zu den Symbolen für Mann und Frau?

Jeder kennt die Kreise mit Kreuz und Pfeil, die Bereiche für Männer und Frauen markieren.

Entnommen sind die Symbole der Götterwelt der alten Römer.

Das weibliche Zeichen symbolisierte ursprünglich den Handspiegel der Liebesgöttin Vernus, die für Schönheit und Harmonie steht.

Das Zeichen für Männlichkeit geht auf den Kriegsgott Mars zurück, zeigt Schild und Pfeil eines Soldaten oder Jägers.


Wieso gibt es Süßwasser und Salzwasser?

Kaum zu glauben: Die beiden Wasserarten unterscheiden sich in ihrem Salzgehalt. Denn nicht nur im Salzwasser befindet sich Salz. Der Anteil ist lediglich größer als im Süßwasser. Meerwasser hat normalerweise einen Gehalt von etwa 1 %. Das liegt daran, dass alles Wasser in der Natur früher oder später im Meer landet. Und auf seinem Weg dorthin sammelt jeder Tropfen Wasser jede Menge Salz ein. Denn Wasser hat die Eigenschaft, andere Stoffe in ihre chemischen Bestandteile zu zerlegen.

Wenn es regnet und das Regenwasser versickert, löst das Wasser Salze aus dem Boden. Sobald es dann wieder an die Oberfläche gelangt und einen Bach oder Fluss bildet, nimmt es das Salz mit auf die Reise. Auch im Fluss löst das Wasser wieder Salze aus dem Flussboden. Dort, wo der Fluss dann ins Meer mündet, hat das Wasser jede Menge Salz angesammelt, das mit dem Wasser zusammen ins Meer fließt. Das Meerwasser verdunstet dann wieder und das Salz bleibt zurück. Man unterscheidet übrigens nicht nur Salz- und Süß…

Warum "vertuschen" wir etwas?

Verbrechen werden vertuscht, bestimmte Umstände oder einfach peinliche Vorfälle, die nicht öffentlich werden sollen. Es geht darum, gezielt etwas zu verbergen oder sogar Spuren zu verwischen.

Das Wort ist im deutschen Sprachgebrauch schon länger bekannt als die Tusche, von der sicher viele glauben, dass sie Ursprung von „vertuschen“ ist. Es wäre ja auch sehr naheliegend: etwas mit Tische übermalen, damit es nicht mehr sichtbar ist. Doch das ist ein Irrtum.

Im alten Mittelhochdeutschen bedeuteten vertuzzen, vertussen, verdussen oder vertüschen gleich „bedecken, verbergen, verheimlichen“. Die Vorsilbe „ver-“ wirkt verstärkend. Denn tuschen an sich stand für „sich still verhalten“ und heute in Teilen Deutschlands noch für „zur Ruhe bringen, unterdrücken“. Es wird vermutet, dass tuschen lautnachahmenden Ursprung hat.*

Ausdrücke, die gerne stellvertretend für „vertuschen“ gebraucht werden, sind „etwas unter den Teppich kehren“ oder „unter den Tisch fallen lassen“. Sie sind sehr bildhaft un…

Woher kommen Glückskekse?

Klein, süß und knusprig gibt Ihnen der Glückskeks nach dem Essen beim Chinesen noch einen Sinnspruch mit auf den Weg. Mit fernöstlich klingenden Weisheiten wie „Eine lange Reise beginnt mit dem 1. Schritt“ hat er sich eine riesige Fangemeinde erobert. Das Manko dieser Erfolgsgeschichte: Mit China haben Glückskekse rein gar nichts zu tun!


Der Erfinder der Glückskekse war nämlich nicht Chinese, sondern Japaner – und er lebte noch nicht einmal in einem asiatischen Land, sondern in den USA! Anfang des 20. Jh. betrieb der japanische Einwanderer Makato Hagiwara in San Francisco einen japanischen Teegarten. Dort kam er auf die Idee, Glückskekse zum Tee zu verteilen – und sie seinen Gästen auch mit auf den Heimweg zu geben, damit diese sich über die fernöstlichen Weisheiten unterhalten und lange an ihn zurückdenken mögen.


Bereits seit den 1960er-Jahren werden Glückskekse maschinell hergestellt. Sie bestehen aus stark zuckerhaltigem Waffelteig, der nach dem Biegen in die typische Schiffchenfor…

Wissenswertes über den Muttertag

Die Idee hatten bereits die Engländer im 13. Jahrhundert, als sie mit dem "Mothering Day" im Ursprung der Mutter Kirche dankten. Doch schon bald nutzten die auswärts lebenden Kinder diesen Tag, um ihre Eltern zu besuchen ("go a-mothering") und sich bei ihrer Mutter mit kleinen Geschenken zu bedanken.

In Amerika ist der Muttertag dem Engagement der Frauenrechtlerin Anna M. Jarvis (1864-1948) zu verdanken. Sie hatte eine sehr innige Beziehung zu ihrer Mutter Mrs. Anna Reese Jarvis und startete deshalb eine Briefkampagne an einflussreiche Minister, Geschäftsleute und Kongressmitglieder, um diese für die Idee des Muttertags als nationalen Feiertag zu gewinnen.

Am 10. Mai 1908 hielt Anna M. Jarvis eine offizielle Gedenkfeier zum Todestag ihrer Mutter Anna Reese Jarvis und ließ dort weiße Nelken, die Lieblingsblumen ihrer Mutter, als Zeichen für mütterliche Liebe und Güte verteilen. Im Nu setzte sich der Brauch durch, eine rote Nelke als Symbol für die noch lebende Mutte…

Wer erfand die Schultüte?

Der „Ernst des Lebens“ beginnt ... mit etwas Süßem: Zur Einschulung erhalten ABC- Schützen eine prall gefüllte Schultüte. Besonders interessant: Diesen Brauch gibt es nur bei uns, in anderen Ländern und Kulturen ist er unbekannt.

Der Brauch mit den Schultüten begann um 1810 in Sachsen und Thüringen, dort unter der Bezeichnung „Zuckertüten“. Den Kleinen wurde der Schulanfang damals mit einer Geschichte verkauft: Im Keller der Schule (wahlweise im Haus des Lehrers) wachse ein Zuckertütenbaum. Wenn die Tüten groß genug seien, sei auch die Zeit für die Schule gekommen.


Mit der Wende zum 20. Jh. trat die Schultüte ihren gesamtdeutschen Siegeszug an – weil Arbeiter von Ost nach West, genauer ins Rhein- und Ruhrgebiet zogen. Die Kaufhäuser witterten das große Geschäft und mischten kräftig mit. Nur die Lehrer waren dagegen: Schließlich zeigten Größe, Form und Füllung, welches Kind arm und welches reich war. Doch selbst Verbote nützten nichts: Die Schultüte gehörte von nun an einfach dazu.

Warum überhören wir den Wecker?

Ist es möglich, einen laut klingelnden Wecker zu überhören? Oder wachen wir nicht in Wahrheit auf, um den Wecker auszuschalten – und dann einfach weiterzuschlafen? Schlafforscher gaben Entwarnung für notorische Spätaufsteher: Der „überhörte Wecker“ ist keine billige Ausrede, sondern tatsächlich wahr!

Experimente aus der Schlafforschung zeigen: Das Gehirn kann akustische Reize im Schlaf vollkommen ignorieren, zumindest während des REM-Schlafs. REM steht für „Rapid Eye Movement“ (schnelle Augenbewegungen) und deutet u. a. auf intensives Träumen hin. Diese Schlaf-Traum-Phasen dauern oft nur Sekunden und nehmen gegen Morgen hin zu.


Das Besondere: Im REM-Schlaf sind viele Muskeln in Ihrem Körper vorübergehend gelähmt – damit Sie Ihre Traumerlebnisse nicht in die Realität umsetzen und beispielsweise wie wild um sich schlagen. Das heißt für das Gehirn: Es ist in den REM-Phasen besonders stark gefordert. Und es ist dann so mit sich selbst beschäftigt, dass es Reize von außen überhaupt nicht wa…

Warum schmeckt das Essen nach dem Zähneputzen komisch?

Wenn Sie Essen schmecken, geschieht das hauptsächlich in der Nase. Denn sie kann tausende von Aromen auseinander halten. Das ist auch der Grund, warum Sie bei Schnupfen kaum etwas schmecken oder auch, wenn Sie sich die Nase zuhalten – probieren Sie es einfach einmal aus!

Der kleinere Teil Ihres Geschmackssinns (nur rund 20 %) liegt im Mund, und zwar auf der Zunge. Sie schmeckt Süßes, Saures, Salziges oder Bitteres heraus, und zwar an verschiedenen Stellen: An der Spitze eher süß, am Zungenrand salzig, im mittleren Teil sauer und ganz hinten bitter. Hier kommt nun Ihre Zahnpasta ins Spiel: Sie hinterlässt keinen besonderen Geschmack, aber sie betäubt die Geschmacksnerven auf der Zunge. Dabei er- reicht sie die vorderen Stellen der Zunge viel besser als die hinteren. Nach dem Zähneputzen schmecken Sie also: nicht süß, wenig salzig, aber nach wie vor bitter. Das ist der Grund, warum der Geschmack so unangenehm ist.