Direkt zum Hauptbereich

Warum mittags die Kirchenglocken läuten

Läuten bei Ihnen in der Stadt oder im Dorf jeden Mittag die Kirchenglocken? Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum? Hier kommt die Antwort!

Vor 550 Jahren – 1456: Die Türken befinden sich auf ihren Eroberungskriegen, um das Osmanische Reich zu vergrößern. Konstantinopel – das heutige Istanbul – unterlag bereits 1453 der Macht der Türken. Das christliche Abendland fürchtet sich vor der riesigen Heerschar unter Sultan Mehmed II., dem „Eroberer“ (1432–1481): Die Türken wollen den Balkan einnehmen und so das Tor zum Westen öffnen.

Papst lässt Glocken läuten
In Rom sitzt zu dieser Zeit Calixtus III. (1378 –1458) auf dem Papststuhl, ein unbeliebter Spanier. Sorgenvoll geht das Abendland nach seiner Meinung nicht mit der Bedrohung aus dem Morgenland um. Deshalb bemüht sich Calixtus selbst, die Türken zu bekämpfen. In seinem Auftrag ziehen Kreuzzugprediger und Botschafter durch Europa, um Truppen und Geld zusammenzutrommeln. Eine seiner Maßnahmen, sie greift erstmals im Juni 1456, ist das Läuten der Kirchenglocken um die Mittagszeit: Ein Aufruf an alle, gemeinsam gegen den Feind zu kämpfen.

Der transsilvanische Heeresführer Johann Hunyadi (um 1387–1456) schafft es, Sultan Mehmed im Kampf um Belgrad zu besiegen und Ungarn damit die Unabhängigkeit zu sichern – mit einer Truppe aus Söldnern, Reitern sowie Handwerkern und Bauern, die sich dank eines Kreuzzugpredigers fast unbewaffnet zur Verfügung stellen. Zum Dank an die Befreiung Belgrads lässt Calixtus die Glocken mittags weiter triumphierend läuten.

Kommentare

  1. Das Land "Transsylvanien" gibt es zwar in
    Drakula-Geschichten,
    wir sollten dies bitte, jedoch nicht mit Europas Geschichte verwechseln! Einen "transsilvanischen" Heeresführer konnte es in diesem Sinne nicht geben. Er war ein UNGARISCHER Heeresführer. Der Rest stimmt.
    Johann (János) Hunyadi war der Vater des zu seiner Zeit europaweit berühmtesten ungarischen Königs Matthias.

    AntwortenLöschen
  2. Antworten
    1. Was Sie vergaßen zu erwähnen ist, Der Johann (János) Hunyadi war Ungar Serbischer Herkunft !

      Löschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

Woher stammt der Lebkuchen?

Lebkuchen, so wie wir sie heute kennen, wurden zum ersten Mal im Jahr 1296 in einem Ulmer Kloster schriftlich erwähnt. Andere Quellen nennen das belgische Städtchen Dinant, von dem aus die Grundidee zu den bekannten Printen ins nahegelegene Aachen wanderte. Wegen der damals noch seltenen und teuren Gewürze verbreiteten sich die Pfefferkuchen vor allem über die damals größten und wichtigsten Handelsstädte: Nürnberg, Augsburg, Ulm, Köln und Basel sind Ort mit lang zurückreichender Lebkuchentradition.

Der Name "Lebkuchen" hat vermutlich nichts mit Leben zu tun, sondern geht entweder auf das lateinische Wort "libum" (Fladen, Opferkuchen) oder den germanischen Begriff "Laib" zurück. Der Lebkuchen wurde das ganze Jahr über verzehrt. Beliebt war er vor allem, weil er sich lange lagern ließ. In Klöstern wurden große Vorräte für Notzeiten und als Spenden für Arme angelegt. In der Fastenzeit war der Lebkuchen sehr beliebt und wurde mit starkem Bier verzehrt.
Pfeffe…

Was sind die Wahlgrundsätze?

In Art. 38 Abs. 1 des Grundgesetzes steht: „Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages werden in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt.“

Allgemein bedeutet: Es darf grundsätzlich jeder wählen gehen, der deutscher Staatsbürger ist und das achtzehnte Lebensjahr bis zum Wahltag vollendet hat – unabhängig von seinem Geschlecht, seiner Religion, seines Berufes oder sonstiger Kriterien.

Unmittelbar bedeutet: Wir wählen unsere Abgeordneten direkt und nicht über eine zwischengeschaltete Instanz, wie es zum Beispiel die Wahlmänner in den USA sind.

Frei bedeutet: Jeder hat das Recht selbst zu entscheiden, welche Partei oder Kandidaten er oder sie wählt. Deshalb darf niemand Drittes die Wähler/innen unter Druck setzen oder in ihrer Entscheidung beeinflussen.

Gleich bedeutet: Jede gültige Stimme hat das gleiche Gewicht, egal von wem sie abgegeben wurde. Bestimmte Stimmen anders zu gewichten aufgrund von irgendwelchen Kriterien wäre unzulässig. Einzige Ausnahme: Wer se…

Wer hat die Jeans erfunden?

Jeanshosen sind praktisch und sehen gut aus. Viele Menschen auf der ganzen Welt ziehen sie gerne an. Doch wer hat die Jeans eigentlich erfunden?
1873 wurde die Jeans zum ersten Mal verkauftLevi Strauss nennt man auch den 'Vater der Jeans', weil er als erster diese Hosen verkauft hat. Das war im Jahr 1873.

Levi Strauss wanderte in die USA ausLevi Strauss kam aus Buttenheim. Er wanderte aber als junger Mann in die USA aus. Ein paar Jahre später wurde im Westen der USA Gold gefunden. Aus Gold wird zum Beispiel teurer Schmuck hergestellt. Viele Menschen gingen daraufhin in den Westen der USA, denn sie wollten Gold finden und reich werden. Levi Strauss ging auch dorthin. Er begann, Geschäfte mit allem zu beliefern, was die Goldsucher jeden Tag brauchten. Dazu gehörten zum Beispiel Zahnbürsten und Knöpfe.

Nieten machen die Jeans besonders stabilIm Jahr 1872 schlug ein Schneider namens Jacob Davis Levi Strauss vor, besondere Arbeitshosen für die Goldsucher zu nähen. Die Hosen der Golds…