Direkt zum Hauptbereich

Warum hat jeder Mensch eine andere Stimme?

Wenn ein Baby geboren wird, kann es seine Mutter sofort an der Stimme erkennen. Schon im Bauch hat es mitbekommen, wie seine Mutter spricht. Denn jeder Mensch hört sich beim Sprechen anders an. Warum aber hat jeder eine andere Stimme?

Verschiedene Muskeln arbeiten
Wie eine Stimme klingt, hat ganz viel mit den Muskeln im Körper zu tun, sagt Peter-Michael Fischer. Beim Sprechen oder Singen sind viele verschiedene Muskeln aktiv: im Bauchraum, im Brustkorb, im Hals, im Kehlkopf und im Kopf. Diese Muskeln sind bei jedem Menschen verschieden. Deswegen hört es sich auch bei jedem anders an, wenn er etwas sagt oder ein Lied singt.

Wie funktioniert unsere Stimme?
Wer etwas sagen will, muss erstmal einatmen. Dafür braucht er die Brustmuskeln und das Zwerchfell. Sie dehnen den Brustkorb, damit die eingeatmete Luft genug Platz hat. Die Brustmuskeln sitzen zum Beispiel zwischen und an den Rippen. Das Zwerchfell ist ein flacher Muskel zwischen dem Brustraum und dem Bauchraum. Die Brustmuskeln und das Zwerchfell sind auch für das Ausatmen zuständig. Wenn sie sich entspannen, strömt die Luft durch die Luftröhre nach oben. Dabei kommt sie am Kehlkopf vorbei. Im Kehlkopf liegen die Stimmlippen, die auch Muskeln sind. Solange sie entspannt sind, kann die Luft einfach an ihnen vorbei strömen. Das ist zum Beispiel so, wenn der Mensch ganz normal ausatmet. Wenn er aber etwas sagen will, legen sich die Stimmlippen aneinander. Sie halten den Luftstrom auf. Der Luftstrom bringt die Stimmlippen zum Schwingen. Sie öffnen und schließen sich. Dadurch wird der Luftstrom geformt. Es entsteht ein Klang, den man hören kann. Dieser Klang wandert weiter in den Raum von Rachen, Mund und Nase, der auch bei jedem Menschen verschieden ist. Dort wird der Klang zum Beispiel in einen Sprechlaut verwandelt. Dafür sind auch die Zunge und die Lippen zuständig. Sie dienen zum Formen der einzelnen Wörter.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Woher stammt der Lebkuchen?

Lebkuchen, so wie wir sie heute kennen, wurden zum ersten Mal im Jahr 1296 in einem Ulmer Kloster schriftlich erwähnt. Andere Quellen nennen das belgische Städtchen Dinant, von dem aus die Grundidee zu den bekannten Printen ins nahegelegene Aachen wanderte. Wegen der damals noch seltenen und teuren Gewürze verbreiteten sich die Pfefferkuchen vor allem über die damals größten und wichtigsten Handelsstädte: Nürnberg, Augsburg, Ulm, Köln und Basel sind Ort mit lang zurückreichender Lebkuchentradition.

Der Name "Lebkuchen" hat vermutlich nichts mit Leben zu tun, sondern geht entweder auf das lateinische Wort "libum" (Fladen, Opferkuchen) oder den germanischen Begriff "Laib" zurück. Der Lebkuchen wurde das ganze Jahr über verzehrt. Beliebt war er vor allem, weil er sich lange lagern ließ. In Klöstern wurden große Vorräte für Notzeiten und als Spenden für Arme angelegt. In der Fastenzeit war der Lebkuchen sehr beliebt und wurde mit starkem Bier verzehrt.
Pfeffe…

Was sind die Wahlgrundsätze?

In Art. 38 Abs. 1 des Grundgesetzes steht: „Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages werden in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt.“

Allgemein bedeutet: Es darf grundsätzlich jeder wählen gehen, der deutscher Staatsbürger ist und das achtzehnte Lebensjahr bis zum Wahltag vollendet hat – unabhängig von seinem Geschlecht, seiner Religion, seines Berufes oder sonstiger Kriterien.

Unmittelbar bedeutet: Wir wählen unsere Abgeordneten direkt und nicht über eine zwischengeschaltete Instanz, wie es zum Beispiel die Wahlmänner in den USA sind.

Frei bedeutet: Jeder hat das Recht selbst zu entscheiden, welche Partei oder Kandidaten er oder sie wählt. Deshalb darf niemand Drittes die Wähler/innen unter Druck setzen oder in ihrer Entscheidung beeinflussen.

Gleich bedeutet: Jede gültige Stimme hat das gleiche Gewicht, egal von wem sie abgegeben wurde. Bestimmte Stimmen anders zu gewichten aufgrund von irgendwelchen Kriterien wäre unzulässig. Einzige Ausnahme: Wer se…

Warum sind Hundenasen feucht?

Egal, ob groß oder klein: Hunde schnüffeln. Sie schnüffeln an Bäumen, am Boden, draußen und im Haus. Ihre Nase ist überall. Und wenn sie uns mit der Nase anstupsen, merken wir: Sie ist kalt und nass. Aber warum sind Hundenasen eigentlich feucht?


Hunde können besser riechen
Mit der feuchten Nase können Hunde besonders gut riechen. Hunde haben 17 bis 30 Mal so viel Riechschleimhaut in der Nase wie Menschen. In der sitzen Riechzellen, die den Geruch wahrnehmen. Hunde können schon einzelne Teilchen von unserem Körperschweiß riechen, die wir noch gar nicht wahrnehmen können. Darum kann man sie auch so gut einsetzen, um Menschen zu finden, die zum Beispiel von Schneelawinen verschüttet wurden.


In der Feuchtigkeit riecht man besser
Die feuchte Nase hilft, dass alle Teilchen, die duften, auch bei den weit hinten liegenden Riechzellen ankommen. Denn dabei kann man besser riechen, als wenn alles trocken ist. Außerdem atmet der Hund, wenn er schnüffelt, viel schneller und atmet mehr Luft ein als wir…