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Wissenswertes über den Marathon-Lauf

Wussten Sie schon, dass ...

... Langstreckenlauf ein Ausbildungsberuf war?
Botenläufer gab es schon vor rund 3.000 Jahren. Bei schwierigem Gelände waren sie oft den berittenen Boten überlegen, um Nachrichten von A nach B zu bringen. Ein gut organisiertes Land hatte Läufer, die einander ablösten und so große Distanzen ohne Verzögerung überwindbar machten. Deutschland konnte diesen Läuferwechsel wegen seiner vielen Kleinstaaten nicht leisten. Deshalb mussten Einzelne oft mehrere hundert Kilometer zurücklegen. Das machte ihnen aber nichts aus: Sie wurden wie ein heutiges Taxi pro Meile entlohnt. Vor 400 Jahren entwickelte sich der Berufsstand der Vorläufer, die den Kutschen reisender Adliger vorweg liefen, um den Weg auszukundschaften. Wer Vorläufer werden wollte, hatte eine richtige Gesellenprüfung abzulegen.

... die Geschichte des Marathons erfunden ist?
Ein Kurier soll nach der gewonnenen Schlacht der Athener gegen die Perser 490 v. Chr. an seinem Zielort Athen tot umgefallen sein. Er kam aus Marathon, um die frohe Kunde zu überbringen, was er vor seinem Tod auch geschafft haben soll. Alles erdacht, sagen Historiker: Als der griechische Philosoph Plutarch das Ereignis aufschrieb, dichtete er den heldenhaften Tod einfach hinzu bzw. übernahm die zweifelhaften Aufzeichnungen eines anderen.

... die Distanz von 42,195 km aus England kommt?

Läufer legen beim Marathon 42,195 km zurück – eine „krumme“ Zahl. Laut der griechischen Legende entspreche das genau der Strecke von Marathon nach Athen. Bei den 1. Olympischen Spielen der Neuzeit galten jedoch knapp 40 Kilometer als Lauf-Distanz – so weit ist es von Marathon bis ins Olympia-Stadion von Athen. Das heutige Streckenmaß geht wahrscheinlich zurück auf das britische Königshaus. Dieses hat bei den Olympischen Spielen 1908 in London den Wunsch geäußert, den Marathon von der Ost-Terrasse des Schlosses Windsor starten zu lassen. 42,195 km waren es von dort bis ins Londonder Stadion. Seit 1921 ist dies die offizielle Distanz im Marathon.

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Woher stammt der Lebkuchen?

Lebkuchen, so wie wir sie heute kennen, wurden zum ersten Mal im Jahr 1296 in einem Ulmer Kloster schriftlich erwähnt. Andere Quellen nennen das belgische Städtchen Dinant, von dem aus die Grundidee zu den bekannten Printen ins nahegelegene Aachen wanderte. Wegen der damals noch seltenen und teuren Gewürze verbreiteten sich die Pfefferkuchen vor allem über die damals größten und wichtigsten Handelsstädte: Nürnberg, Augsburg, Ulm, Köln und Basel sind Ort mit lang zurückreichender Lebkuchentradition.

Der Name "Lebkuchen" hat vermutlich nichts mit Leben zu tun, sondern geht entweder auf das lateinische Wort "libum" (Fladen, Opferkuchen) oder den germanischen Begriff "Laib" zurück. Der Lebkuchen wurde das ganze Jahr über verzehrt. Beliebt war er vor allem, weil er sich lange lagern ließ. In Klöstern wurden große Vorräte für Notzeiten und als Spenden für Arme angelegt. In der Fastenzeit war der Lebkuchen sehr beliebt und wurde mit starkem Bier verzehrt.
Pfeffe…

Was sind die Wahlgrundsätze?

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Unmittelbar bedeutet: Wir wählen unsere Abgeordneten direkt und nicht über eine zwischengeschaltete Instanz, wie es zum Beispiel die Wahlmänner in den USA sind.

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Warum sind Hundenasen feucht?

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Mit der feuchten Nase können Hunde besonders gut riechen. Hunde haben 17 bis 30 Mal so viel Riechschleimhaut in der Nase wie Menschen. In der sitzen Riechzellen, die den Geruch wahrnehmen. Hunde können schon einzelne Teilchen von unserem Körperschweiß riechen, die wir noch gar nicht wahrnehmen können. Darum kann man sie auch so gut einsetzen, um Menschen zu finden, die zum Beispiel von Schneelawinen verschüttet wurden.


In der Feuchtigkeit riecht man besser
Die feuchte Nase hilft, dass alle Teilchen, die duften, auch bei den weit hinten liegenden Riechzellen ankommen. Denn dabei kann man besser riechen, als wenn alles trocken ist. Außerdem atmet der Hund, wenn er schnüffelt, viel schneller und atmet mehr Luft ein als wir…