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Warum gibt es den Adventskalender?

Die Vorläufer unseres Adventskalenders waren kleine (christlich motivierte) Rituale, um ab dem 1. Advent oder ab Dezember die verbleibenden Tage bis zum Heiligabend bewusst wahrzunehmen und herunterzuzählen. Ob die Menschen nun pro Tag ein Bild an die Wand hingen oder eine Holzleiter aufstellten, über die das Christkind jeden Tag eine Sprosse vom Himmel herabsteigen sollte. Gerade für Kinder dachten sich Eltern vielerorts auch Kalender aus, mit denen die Kleinen ihre Geduld und ihr Bravsein unter Beweis stellen sollten.

Welcher war der 1. süße Adventskalender?
Das waren vermutlich solche Kalender, für die Mütter 24 Plätzchen auf einem Pappkarton befestigten. Die Kinder konnten davon jeden Tag eines naschen, um sich die Wartezeit bis Weihnachten zu versüßen. Übrigens gehörte zu diesen Frauen auch die Mutter des späteren Erfinders des gedruckten Adventskalenders! Denn die Pfarrersfrau aus Maulbronn hatte pro Tag eine kleine schwäbische Biskuit-Spezialität auf einen Karton genäht. Den ersten mit Schokolade gefüllten Adventskalender gab es 1958.

Welcher Kalender ging als erstes in die Massenproduktion?
Das war wohl der erste gedruckte Adventskalender des Buchhändlers und Verlegers Gerhard Lang, der durch seine Kindheitserinnerungen an Mutters selbst gebackenen und gebastelten Kalender inspiriert wurde. Der Kalender funktionierte allerdings noch andersherum als die heute üblichen: Es gab zwei Pappkartonbögen. Einen mit 24 nummerierten Kästchen und einen Bogen mit genauso vielen Weihnachtsmotiven zum Ausschneiden. Pro Tag wurde ein Teil des Bogens ausgeschnitten und auf eines der Kästchen geklebt. So setzten die Kinder nach und nach ein schönes Weihnachtsbilderpuzzle zusammen.

Wann gab es die ersten Kalendertürchen?
Einen Kalender mit Türchen und Fenstern zum Öffnen stellte Lang im Jahr 1920 her, mehr als zehn Jahre nach seiner ersten Erfindung. Dazwischen gab es noch verschiedene andere Kalender-Variationen aus seinem Druckhaus.

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Der Name "Lebkuchen" hat vermutlich nichts mit Leben zu tun, sondern geht entweder auf das lateinische Wort "libum" (Fladen, Opferkuchen) oder den germanischen Begriff "Laib" zurück. Der Lebkuchen wurde das ganze Jahr über verzehrt. Beliebt war er vor allem, weil er sich lange lagern ließ. In Klöstern wurden große Vorräte für Notzeiten und als Spenden für Arme angelegt. In der Fastenzeit war der Lebkuchen sehr beliebt und wurde mit starkem Bier verzehrt.
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Was sind die Wahlgrundsätze?

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Die feuchte Nase hilft, dass alle Teilchen, die duften, auch bei den weit hinten liegenden Riechzellen ankommen. Denn dabei kann man besser riechen, als wenn alles trocken ist. Außerdem atmet der Hund, wenn er schnüffelt, viel schneller und atmet mehr Luft ein als wir…