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Wieso ist Nürnberg Lebkuchen-Zentrum?

Ein unverzichtbarer Bestandteil von Lebkuchen war lange Zeit der Honig. Bevor die Menschen im 18. Jh. begannen, Zucker in großen mengen herzustellen, war Honig der wichtigste Süßstoff überhaupt. Und bevor die ersten Imker im 14. Jh. mit der gewerblichen Bienenzucht begannen, wurde Honig in der freien Natur gesammelt – vor allem in den Wäldern.

Diejenigen, die den Honig wilder Bienenvölker in den Wäldern gewerblich sammelten, hießen Zeidler. Sie arbeiteten vorzugsweise in Nadelholzgebieten. Wichtigste Standorte der Zeidlerei im Mittelalter waren daher Gebiete im Fichtelgebirge und der Nürnberger Reichswald. Zeidler waren hoch angesehene Personen, da sie nicht nur Honig, sondern auch Wachs für Kirchenkerzen lieferten. Da es in den dichten Wäldern rund um Nürnberg gefährliche Bären und auch Honigwilderer gab, war es ihnen sogar erlaubt, sich bei der Arbeit zu bewaffnen. Außerdem durften sie 90 % des Honigs für sich behalten und mussten nur 10 % abgeben – eine großzügige Regelung, die ihnen Wohlstand bescherte. Die Nürnberger nennen ihre Imker übrigens heute noch „Zeidler“.

Warum der Lebkuchen ausgerechnet Leb-Kuchen heißt, ist allerdings bis heute ungeklärt. Ob das Bestimmungswort vom altdeutschen Wort lebbe (= sehr süß), vom lateinischen libum (= Fladen) oder vom germanischen Laib (= Brot) abgeleitet ist, darüber ist sich die Fachwelt nicht einig.

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Woher stammt der Lebkuchen?

Lebkuchen, so wie wir sie heute kennen, wurden zum ersten Mal im Jahr 1296 in einem Ulmer Kloster schriftlich erwähnt. Andere Quellen nennen das belgische Städtchen Dinant, von dem aus die Grundidee zu den bekannten Printen ins nahegelegene Aachen wanderte. Wegen der damals noch seltenen und teuren Gewürze verbreiteten sich die Pfefferkuchen vor allem über die damals größten und wichtigsten Handelsstädte: Nürnberg, Augsburg, Ulm, Köln und Basel sind Ort mit lang zurückreichender Lebkuchentradition.

Der Name "Lebkuchen" hat vermutlich nichts mit Leben zu tun, sondern geht entweder auf das lateinische Wort "libum" (Fladen, Opferkuchen) oder den germanischen Begriff "Laib" zurück. Der Lebkuchen wurde das ganze Jahr über verzehrt. Beliebt war er vor allem, weil er sich lange lagern ließ. In Klöstern wurden große Vorräte für Notzeiten und als Spenden für Arme angelegt. In der Fastenzeit war der Lebkuchen sehr beliebt und wurde mit starkem Bier verzehrt.
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