Direkt zum Hauptbereich

Warum sagen wir „da liegt der Hund begraben“?

Mittlerweile geht man davon aus, dass diese Redewendung wahrscheinlich nichts Tierisches an sich hat. Im Mittelhochdeutschen gebrauchte man das Wort hunde für Schatz oder Beute. Dort, wo die hunde begraben lag, lohnte es sich also, nach der Beute aus einem Raubzug zu suchen ... Im Vorteil war natürlich derjenige, der das Versteck kannte. „Da liegt der Schatz begraben“ deckt sich auch gut mit der Aussage der Redewendung, dass es um das Wichtigste geht.

Daneben gibt es noch einen sagenumwobenen Gedenkstein für einen Hund, dem diese Redewendung zugesprochen wird. Zu finden ist er im thüringischen Winterstein, mit der Inschrift: „ANO 1630 JAR ... WARD EIN HVND HIE HER BEGRAWEN DAS IN NICHT FRESSEN DIE RAWEN“. Gemeint ist der Hund „Stutzel“, der der Legende nach besonders schlau und treu gewesen sein soll. Er gehörte dem Jägermeister Christoph von Wangenheim und brachte in dessen Auftrag ganz alleine Brief-Botschaften zum Schloss Friedenstein nach Gotha. Als das Tier irgendwann starb, war die Trauer groß. Des Jägermeisters Frau ließ einen Sarg für Stutzel herstellen und schaffte es auf ihre Art, dass der Hund auf einem normalen Friedhof bestattet wurde. Empörung machte sich breit: Dort, auf dem Gottesacker von Winterstein, liegt doch tatsächlich der Hund begraben! Den Hund grub man schließlich wieder aus, er bekam seine letzte Ruhestätte an der Burg Winterstein, wo heute auch der Gedenkstein zu finden ist. (Quelle: suehnekreuz.de)

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Woher stammt der Lebkuchen?

Lebkuchen, so wie wir sie heute kennen, wurden zum ersten Mal im Jahr 1296 in einem Ulmer Kloster schriftlich erwähnt. Andere Quellen nennen das belgische Städtchen Dinant, von dem aus die Grundidee zu den bekannten Printen ins nahegelegene Aachen wanderte. Wegen der damals noch seltenen und teuren Gewürze verbreiteten sich die Pfefferkuchen vor allem über die damals größten und wichtigsten Handelsstädte: Nürnberg, Augsburg, Ulm, Köln und Basel sind Ort mit lang zurückreichender Lebkuchentradition.

Der Name "Lebkuchen" hat vermutlich nichts mit Leben zu tun, sondern geht entweder auf das lateinische Wort "libum" (Fladen, Opferkuchen) oder den germanischen Begriff "Laib" zurück. Der Lebkuchen wurde das ganze Jahr über verzehrt. Beliebt war er vor allem, weil er sich lange lagern ließ. In Klöstern wurden große Vorräte für Notzeiten und als Spenden für Arme angelegt. In der Fastenzeit war der Lebkuchen sehr beliebt und wurde mit starkem Bier verzehrt.
Pfeffe…

Was sind die Wahlgrundsätze?

In Art. 38 Abs. 1 des Grundgesetzes steht: „Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages werden in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt.“

Allgemein bedeutet: Es darf grundsätzlich jeder wählen gehen, der deutscher Staatsbürger ist und das achtzehnte Lebensjahr bis zum Wahltag vollendet hat – unabhängig von seinem Geschlecht, seiner Religion, seines Berufes oder sonstiger Kriterien.

Unmittelbar bedeutet: Wir wählen unsere Abgeordneten direkt und nicht über eine zwischengeschaltete Instanz, wie es zum Beispiel die Wahlmänner in den USA sind.

Frei bedeutet: Jeder hat das Recht selbst zu entscheiden, welche Partei oder Kandidaten er oder sie wählt. Deshalb darf niemand Drittes die Wähler/innen unter Druck setzen oder in ihrer Entscheidung beeinflussen.

Gleich bedeutet: Jede gültige Stimme hat das gleiche Gewicht, egal von wem sie abgegeben wurde. Bestimmte Stimmen anders zu gewichten aufgrund von irgendwelchen Kriterien wäre unzulässig. Einzige Ausnahme: Wer se…

Warum sind Hundenasen feucht?

Egal, ob groß oder klein: Hunde schnüffeln. Sie schnüffeln an Bäumen, am Boden, draußen und im Haus. Ihre Nase ist überall. Und wenn sie uns mit der Nase anstupsen, merken wir: Sie ist kalt und nass. Aber warum sind Hundenasen eigentlich feucht?


Hunde können besser riechen
Mit der feuchten Nase können Hunde besonders gut riechen. Hunde haben 17 bis 30 Mal so viel Riechschleimhaut in der Nase wie Menschen. In der sitzen Riechzellen, die den Geruch wahrnehmen. Hunde können schon einzelne Teilchen von unserem Körperschweiß riechen, die wir noch gar nicht wahrnehmen können. Darum kann man sie auch so gut einsetzen, um Menschen zu finden, die zum Beispiel von Schneelawinen verschüttet wurden.


In der Feuchtigkeit riecht man besser
Die feuchte Nase hilft, dass alle Teilchen, die duften, auch bei den weit hinten liegenden Riechzellen ankommen. Denn dabei kann man besser riechen, als wenn alles trocken ist. Außerdem atmet der Hund, wenn er schnüffelt, viel schneller und atmet mehr Luft ein als wir…