Erstmals erwähnt wurde der Weihnachtsbaum im Jahr 1419. Die Freiburger Bäckerschaft behängte eine Tanne mit Äpfeln, Nüssen und Gebäck. Deswegen hieß er anfangs auch Zuckerbaum.
Die Idee, farbige Kugeln herzustellen, stammt von einem Glasbläser des 19. Jahrhunderts, der sich die teuren Walnüsse und Äpfel nicht leisten konnte. Als ein Händler die Kugeln in die USA importierte, kam es bald zum weltweiten Boom.
Warum legen wir beim Beten die Hände zusammen?
Die frühen Christen beteten keineswegs so wie wir: Sie hielten die Arme weit weg vom Körper und die Handflächen gen Himmel. Damit wollten sie sich einerseits Gott öffnen, andererseits den leidenden Jesus am Kreuz nachahmen. Warum beten wir heute ganz anders, nämlich mit zusammengelegten Händen?
Unser heutiges Beten entstammt einem ganz weltlichen Ritual: Im Mittelalter, genauer im 11. Jh., waren es die Vasallen und Knappen, die ihrem Ritter oder Lehnsherren auf den Knien und mit vor dem Herzen zusammengefalteten Händen ewige Treue und Hingabe schworen. Diese Geste setzte sich im 13. Jh. unter Papst Gregor IX. auch als Gebetshaltung in der Kirche durch – vor allem, weil die Mönche vom mächtigen Franziskanerorden in ihren Messen dazu übergingen. Mit Hilfe der gefalteten Hände wollten sie ihre Konzentration und innere Sammlung steigern.
Achtung, Etikette!
Offiziell „richtig“ beten Sie zwar mit zusammengelegten Händen, aber nicht mit verschlungenen Fingern! Das Kreuzen der Finger gehört nicht zur kirchlichen Liturgie, sondern nur zum persönlichen Gebet. Denn es entstammt der heidnischen Antike: Für die Heiden waren gekreuzte Finger eine Schutzhaltung gegenüber Dämonen und anderem Unheil.
Das Beten mit zusammengelegten Händen ist auch in anderen Religionen üblich, z. B. im Hinduismus. Das legt den Schluss nahe, dass die Geste eine universelle Bedeutung hat: Wer die Hände beisammenhält, zeigt, dass er keine Waffe trägt und nichts Böses im Schilde führt – und dass er sich ohne Wenn und Aber dem göttlichen Willen unterwirft.
Unser heutiges Beten entstammt einem ganz weltlichen Ritual: Im Mittelalter, genauer im 11. Jh., waren es die Vasallen und Knappen, die ihrem Ritter oder Lehnsherren auf den Knien und mit vor dem Herzen zusammengefalteten Händen ewige Treue und Hingabe schworen. Diese Geste setzte sich im 13. Jh. unter Papst Gregor IX. auch als Gebetshaltung in der Kirche durch – vor allem, weil die Mönche vom mächtigen Franziskanerorden in ihren Messen dazu übergingen. Mit Hilfe der gefalteten Hände wollten sie ihre Konzentration und innere Sammlung steigern.
Achtung, Etikette!
Offiziell „richtig“ beten Sie zwar mit zusammengelegten Händen, aber nicht mit verschlungenen Fingern! Das Kreuzen der Finger gehört nicht zur kirchlichen Liturgie, sondern nur zum persönlichen Gebet. Denn es entstammt der heidnischen Antike: Für die Heiden waren gekreuzte Finger eine Schutzhaltung gegenüber Dämonen und anderem Unheil.
Das Beten mit zusammengelegten Händen ist auch in anderen Religionen üblich, z. B. im Hinduismus. Das legt den Schluss nahe, dass die Geste eine universelle Bedeutung hat: Wer die Hände beisammenhält, zeigt, dass er keine Waffe trägt und nichts Böses im Schilde führt – und dass er sich ohne Wenn und Aber dem göttlichen Willen unterwirft.
Wer war eigentlich der Nikolaus?
So kennt man ihn: lange Kutte, Stiefel und weißer Bart – den Nikolaus. Er ist der weltweit bekannteste Heilige der Christen. Wer oder was steckt eigentlich hinter der Gestalt, die am 5. oder 6. Dezember an viele Wohnungstüren klopft? Da gab es zum Beispiel den Abt Nikolaus von Sion, der im 6. Jahrhundert nach Christus wirkte. Und es gab den Bischof Nikolaus von Myra, dessen Tod man am 6. Dezember gedenkt. Er soll schon als Kind Wunder vollbracht haben und bereits kurz nach seinem Tod um die Jahre 345 bis 350 als Heiliger verehrt worden sein. Beide Männer lebten in Kleinasien, der heutigen Türkei. Zu beiden gab es viele Geschichten, die von ihrer Hilfsbereitschaft erzählten. Deshalb ist es nicht unwahrscheinlich, dass der uns bekannte Nikolaus die Taten beider Personen in sich vereint: Leben zu retten, Menschen, vor allem Kindern, zu helfen und vor Schande zu bewahren.
Der Bischof von Myra erlangte nach seinem Tod so große Bekanntheit, dass seine sterblichen Überreste im 11. Jahrhundert nach Italien überführt und dort begraben wurden. Danach feierte man ihn jedes Jahr mit einer großen Prozession. Kinder erhielten vorweihnachtliche Geschenke, so dass der Nikolaus bis zum 16. Jahrhundert der eigentliche Gabenbringer in der Weihnachtszeit war. Durch die Reformation und vor allem in protestantisch geprägten Regionen büßte Nikolaus jedoch an seiner Bedeutung ein. Die Geschenke sollte fortan am 24. Dezember das Christkind bringen. Der beliebte Nikolaus-Brauch ließ sich jedoch nicht so leicht auslöschen: Eine Gestalt namens Weihnachtsmann tauchte anstelle des Nikolaus an Heiligabend auf.
Heute unterscheiden wir eigentlich kaum mehr zwischen den beiden. Coca Cola nutzte den Weihnachtsmann, dessen rotes Gewand erst Ende des 19. Jahrhunderts entstand, zu Werbezwecken: Weißer Bart und roter Stoff entsprachen genau den Farben der Marke.
Der Bischof von Myra erlangte nach seinem Tod so große Bekanntheit, dass seine sterblichen Überreste im 11. Jahrhundert nach Italien überführt und dort begraben wurden. Danach feierte man ihn jedes Jahr mit einer großen Prozession. Kinder erhielten vorweihnachtliche Geschenke, so dass der Nikolaus bis zum 16. Jahrhundert der eigentliche Gabenbringer in der Weihnachtszeit war. Durch die Reformation und vor allem in protestantisch geprägten Regionen büßte Nikolaus jedoch an seiner Bedeutung ein. Die Geschenke sollte fortan am 24. Dezember das Christkind bringen. Der beliebte Nikolaus-Brauch ließ sich jedoch nicht so leicht auslöschen: Eine Gestalt namens Weihnachtsmann tauchte anstelle des Nikolaus an Heiligabend auf.
Heute unterscheiden wir eigentlich kaum mehr zwischen den beiden. Coca Cola nutzte den Weihnachtsmann, dessen rotes Gewand erst Ende des 19. Jahrhunderts entstand, zu Werbezwecken: Weißer Bart und roter Stoff entsprachen genau den Farben der Marke.
Warum beschenken wir uns an Weihnachten?
Wer bringt denn nun die Geschenke an Heiligabend, das Christkind oder der Weihnachtsmann? Welcher von beiden war eher da? Und warum gibt es überhaupt Geschenke? simplify your life-Chefredakteurin Dr. Ruth Drost-Hüttl formuliert es so:
Die Kunstfigur „Christkind“ hat Martin Luther um 1535 geschaffen, weil er dem katholischen Kult um den Heiligen Nikolaus etwas entgegensetzen wollte. Die Kinder, so Luther, sollten am Weihnachtstag die Gaben durch den „heiligen Christ“ erhalten. Dieses Christkind stellte er sich ursprünglich ohne Gestalt vor, war für ihn aber sicher identisch mit dem Jesuskind in der Krippe. Doch bald entwickelte sich das Bild eines engelsähnlichen Christkinds, das (wie Nikolaus) zur Bescherung in die Häuser kam und häufig als Mädchen dargestellt wurde. Die Vorstellung vom Christkind eroberte zuerst die evangelisch gewordenen Teile Deutschlands, dann das Rheinland, zuletzt Bayern und Österreich.
Wieso gibt es an Weihnachten Christstollen?
Die traditionelle Kalorienbombe zur Weihnachtszeit verdanken wir einem sächsischen Hofbäcker namens Heinrich Drasdo. Zu seiner Zeit, im 16. Jh., fasteten die Menschen im Advent noch sehr streng – und aßen als Fastenbrot ein nicht besonders gut schmeckendes Gebäck in Stollenform. Drasdo hatte nun die Idee, das magere Fastenbrot für die Weihnachtstage zum opulenten Festgebäck aufzuwerten, mit viel Butter und jeder Menge Trockenfrüchte. Sein besonderer Trick: Er bestreute den Kuchen mit so viel Puderzucker, dass dieser schließlich an die Form des himmlischen Wickelkindes in der Krippe erinnerte. Die Idee kam glänzend an, erst in Sachsen, dann in ganz Deutschland.
Übrigens: Lange Zeit war der Kuchen nach seinem Erfinder als „Drasdoer Stollen“ bekannt, erst später sagten die Leute der Einfachheit halber „Dresdner Christstollen“.
Was machen Stechmücken eigentlich im Winter?
Jetzt verschwinden auch die letzten Sonnenstrahlen: Die kalte Jahreszeit ist gekommen. Viele Wildtiere verkriechen sich. Aber was machen eigentlich die Quälgeister des Sommers, die uns so gepeinigt haben, im Winter? Wo sind all die Stechmücken geblieben?„Die Männchen erleben den Winter nicht“, sagt Eva Goris von der Deutschen Wildtier Stiftung. „Denn sie sterben schon im Herbst.“
Männliche Mücken sind ohnehin nicht am „Blutrausch“ beteiligt. Die eigentlichen Plagegeister sind die Weibchen, die Blut für ihren Mücken-Nachwuchs brauchen. „Und genau die überleben den Temperatursturz“, sagt Goris. Es gibt zahlreiche Stechmückengattungen mit den unterschiedlichsten Überwinterungsstrategien. Die meisten Arten überwintern wie die Waldmücken im Eistadium. Bei Hausmücken hingegen kommen befruchtete Weibchen problemlos über die kalte Jahreszeit. So können sie im Frühjahr möglichst frühzeitig ihre Eier legen. Kühle, feuchte und geschützte Stellen im Keller, in Höhlen, Viehställen und Häusern bieten ihnen ideale Überlebensbedingungen.
Dort verfallen die Insekten in eine Art Kältestarre. Dafür scheiden sie überschüssige Körperflüssigkeit aus. In die verbleibende Flüssigkeit wird ein Zucker eingebaut, der wie ein Frostschutzmittel wirkt. Schafft es eine Mücke jedoch, sich ins Haus einzuschleichen, treibt sie dort ihr Unwesen und sticht die Bewohner! „Den ganzen Winter übersteht sie allerdings meist nicht“, beruhigt Eva Goris. Auch die bereits von Stechmücken gelegten Eier nehmen bei Frost nur sehr selten Schaden. Die Mückeneier können im Schlamm eines Gewässerbodens problemlos überwintern, solange dieser nicht gefriert“, erläutert sie.
Entscheidend sind dann die Entwicklungsbedingungen im Frühjahr und im Sommer. Lange anhaltende Regenfälle sorgen für ideale Brutstätten der Larven. Wenn dann noch warme Temperaturen hinzukommen, sind die Voraussetzungen für eine neue Mückenplage perfekt.
Quelle: Deutsche Wildtier Stiftung
Männliche Mücken sind ohnehin nicht am „Blutrausch“ beteiligt. Die eigentlichen Plagegeister sind die Weibchen, die Blut für ihren Mücken-Nachwuchs brauchen. „Und genau die überleben den Temperatursturz“, sagt Goris. Es gibt zahlreiche Stechmückengattungen mit den unterschiedlichsten Überwinterungsstrategien. Die meisten Arten überwintern wie die Waldmücken im Eistadium. Bei Hausmücken hingegen kommen befruchtete Weibchen problemlos über die kalte Jahreszeit. So können sie im Frühjahr möglichst frühzeitig ihre Eier legen. Kühle, feuchte und geschützte Stellen im Keller, in Höhlen, Viehställen und Häusern bieten ihnen ideale Überlebensbedingungen.
Dort verfallen die Insekten in eine Art Kältestarre. Dafür scheiden sie überschüssige Körperflüssigkeit aus. In die verbleibende Flüssigkeit wird ein Zucker eingebaut, der wie ein Frostschutzmittel wirkt. Schafft es eine Mücke jedoch, sich ins Haus einzuschleichen, treibt sie dort ihr Unwesen und sticht die Bewohner! „Den ganzen Winter übersteht sie allerdings meist nicht“, beruhigt Eva Goris. Auch die bereits von Stechmücken gelegten Eier nehmen bei Frost nur sehr selten Schaden. Die Mückeneier können im Schlamm eines Gewässerbodens problemlos überwintern, solange dieser nicht gefriert“, erläutert sie.
Entscheidend sind dann die Entwicklungsbedingungen im Frühjahr und im Sommer. Lange anhaltende Regenfälle sorgen für ideale Brutstätten der Larven. Wenn dann noch warme Temperaturen hinzukommen, sind die Voraussetzungen für eine neue Mückenplage perfekt.
Quelle: Deutsche Wildtier Stiftung
Martinstag
Martinstag ist am 11. November
"Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind..." - So beginnt das Martinslied, das Kinder und Erwachsene am Martinstag, beim Martinsumzug oder beim Martinsfest singen. Als römischer Offizier ging Martin in die Geschichte ein und Legenden erzählen von seinem Leben. Brauchtum und regionale Bräuche gingen daraus hervor.
11. November: Martinstag
Martinsumzug oder Martinsritt, ein Martinsfest und zahlreiche Lieder, Martinshörnchen und Martinsgans gehören vielerorts in Deutschland und Europa zum 11. November. Auch der Auftakt zur jährlichen Faschingszeit fällt auf diesen Tag.
Brauchtum im Herbst: Martinstag seit Hunderten von Jahren
Nach der Legende soll Martin in Ungarn geboren worden sein. Da der Vater ein römischer Offizier war, sollte auch der Sohn Soldat werden. So kam es dann auch und Martin wurde, als er 15 Jahre alt war, Soldat im römischen Heer. Später wurde er wie sein Vater Offizier.
Martin und der Bettler am Wegesrand - Martin als Einsiedler
Eines Tages saß ein Bettler am Weg. Er hatte zerschlissene Kleidung an und fror erbärmlich. Martin hatte mit dem frierenden Bettler Mitleid. Er zog seinen Mantel aus, zerschnitt ihn mit seinem Schwert und gab die eine Hälfte dem armen Mann. Das soll um 335 geschehen sein.
Im gleichen Jahr gab er die Offizierslaufbahn auf und lebte einige Jahre unweit von Genua auf einer kleinen Insel als Einsiedler. Da er zuvor Schüler von Hilarius gewesen war, ging er später zurück nach Poitiers.
Wo Martin auch noch wirkte und lebte
Martin gründete in der Nähe von Poitiers das erste Kloster in Gallien. Das soll um 361 entstanden sein. Sein Leben war schlicht und er half, wo er konnte und wo es nötig war. So kam es, dass Martin beim Volk bekannt war und immer beliebter wurde. 371 wählte das Volk ihn zum Bischof von Tours; zusammen mit dem Klerus.
In der Nähe von Tours hatte Martin ebenfalls ein Kloster gegründet, das Kloster Marmoutier. Hier lebte er als Bischof und wirkte unter den Armen wie auch unter den Reichen. Er half den Kranken und sorgte für Gerechtigkeit. Sankt Martin gilt als Schutzpatron für die Armen, die Reisenden, für Flüchtlinge und auch für Gefangene.
Wie der Martinstag seinen Namen bekam und die Bräuche entstanden sind
397 starb Martin und wurde am 11.11. unter Anteilnahme vieler Menschen aus dem Volke und Tausender Mönche in Tours beigesetzt.
Bereits ab dem 5. Jahrhundert wurde St. Martin als Nationalpatron der Franken verehrt. Zu damaliger Zeit gab es noch das Adventsfasten, welches seit 491 für die Gegend um Tours eingeführt wurde. Da der 11.11. kurz vor dem Adventsfasten lag, wurde noch einmal üppig gespeist und getrunken, was in Küche und Keller vorhanden war.
Wie die Martinsgänse zu ihrem Namen kamen
Um diese Zeit waren auch die Gänse "reif" und es gab meist einen schmackhaften Gänsebraten. Auch für die Kinder war das Martinsfest sehr interessant. Sie durften von Haus zu Haus ziehen und um etwas Süßes bitten. Meistens gab es Äpfel oder süßes Gebäck - Martinshörnchen oder aus Teig gebackene Martinsgänse. Das meist einfache Backwerk konnten sich breite Bevölkerungsschichten leisten oder arme Kinder bekamen es geschenkt.
Vermutlich kommt der Name Martinsgans aus einer Legende. Diese Legende erzählt, Martin hätte sich im Gänsestall versteckt, als er hörte, er solle zum Bischof gewählt werden. Aber das Schnattern der Gänse hat ihn verraten.
Am 11.11. beginnt auch die Fastnachtszeit - Der Ursprung
Die 6wöchige Fastenzeit vor Weihnachten gibt es inzwischen nicht mehr. (Sie geht jetzt von Aschermittwoch bis Karfreitag.) Jedoch ist aus der Vergangenheit der 11.11. als ein Tag mit Ausgelassenheit und Fröhlichkeit übrig geblieben und bildet den Auftakt für die Elferratssitzungen. Allerhand kulinarisches Brauchtum am 11.11., vor allem süße Leckereien wie Faschingskrapfen, zeigen Parallelen zu Martinshörnchen und Martinsgans.
Zu Martini: Martinsgans, Martinshörnchen und andere Spezialitäten
Martinshörnchen, Martinsgänse oder Rosinenbrötchen, Vanillehörnchen, Zitronenbrezeln oder der gute alte Hefezopf sind nur einige der Spezialitäten, die zu Martini gegessen werden. Während die Martinsgans in der Röhre brutzelt oder als süßes Gebäck die Kinder erfreut, haben auch Martinshörnchen und Brezeln ihre eigene Bedeutung.
Der Brauch um die Martinsgans - Gebratenes und Gebackenes
Seit Jahrhunderten war es Brauch, zu Sankt Martin einen saftigen Gänsebraten zu servieren und im Kreise der Familie zu essen. In vergangenen Jahrhunderten wurde sogar in Krankenhäusern und Spitälern für den Kauf der Martinsgans gespendet. Gänsebraten gehörte zum Festessen im Herbst und ist eng mit dem Brauchtum verwachsen.
In unserer modernen Zeit ist von diesem Brauch hauptsächlich das Backen von süßen Martinsgänsen aus Mürbteig oder Hefeteig übrig geblieben; zur Freude der Kinder.
Was Martinshörnchen und Brezeln symbolisieren
Martinshörnchen gab es beim Martinssingen, wenn die Sänger von Haus zu Haus zogen. Das Martinshörnchen erinnert an den Huf eines Pferdes, wurde doch Sankt Martin meist als Reiter dargestellt. Hufeisen galten und gelten bis heute als Glückzeichen. Aber auch wie eine halbierte Brezel sieht das Martinshörnchen aus. Bildlich bedeutet es daher vermutlich so viel, wie Martins halbierter Mantel.
Brezeln wurden schon vor Jahrhunderten in Klöstern gebacken. Klosterbrezeln hatten die Form von verschlungenen Armen. Von der lateinischen Bezeichnung "Brachiatellum" für "Ärmchen" hat sich so die Bezeichnung Brezel im Laufe der Zeit möglicherweise abgeleitet. Die Form der Brezeln bedeutete außerdem auch Verbundenheit und Unendlichkeit. (Sicher kennen viele noch das Unendlichkeitszeichen aus der Mathematik.)
Bis heute gibt es Brezeln in manchen Gegenden außer zu Martini auch zu Ostern, Weihnachten oder zu Neujahr. Ursprünglich wurden die Brezeln zum Segnen in die Kirche gebracht, bevor sie zum Frühstück auf den Tisch kamen.
Quelle: www.experto.de
"Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind..." - So beginnt das Martinslied, das Kinder und Erwachsene am Martinstag, beim Martinsumzug oder beim Martinsfest singen. Als römischer Offizier ging Martin in die Geschichte ein und Legenden erzählen von seinem Leben. Brauchtum und regionale Bräuche gingen daraus hervor.
11. November: Martinstag
Martinsumzug oder Martinsritt, ein Martinsfest und zahlreiche Lieder, Martinshörnchen und Martinsgans gehören vielerorts in Deutschland und Europa zum 11. November. Auch der Auftakt zur jährlichen Faschingszeit fällt auf diesen Tag.
Brauchtum im Herbst: Martinstag seit Hunderten von Jahren
Nach der Legende soll Martin in Ungarn geboren worden sein. Da der Vater ein römischer Offizier war, sollte auch der Sohn Soldat werden. So kam es dann auch und Martin wurde, als er 15 Jahre alt war, Soldat im römischen Heer. Später wurde er wie sein Vater Offizier.
Martin und der Bettler am Wegesrand - Martin als Einsiedler
Eines Tages saß ein Bettler am Weg. Er hatte zerschlissene Kleidung an und fror erbärmlich. Martin hatte mit dem frierenden Bettler Mitleid. Er zog seinen Mantel aus, zerschnitt ihn mit seinem Schwert und gab die eine Hälfte dem armen Mann. Das soll um 335 geschehen sein.
Im gleichen Jahr gab er die Offizierslaufbahn auf und lebte einige Jahre unweit von Genua auf einer kleinen Insel als Einsiedler. Da er zuvor Schüler von Hilarius gewesen war, ging er später zurück nach Poitiers.
Wo Martin auch noch wirkte und lebte
Martin gründete in der Nähe von Poitiers das erste Kloster in Gallien. Das soll um 361 entstanden sein. Sein Leben war schlicht und er half, wo er konnte und wo es nötig war. So kam es, dass Martin beim Volk bekannt war und immer beliebter wurde. 371 wählte das Volk ihn zum Bischof von Tours; zusammen mit dem Klerus.
In der Nähe von Tours hatte Martin ebenfalls ein Kloster gegründet, das Kloster Marmoutier. Hier lebte er als Bischof und wirkte unter den Armen wie auch unter den Reichen. Er half den Kranken und sorgte für Gerechtigkeit. Sankt Martin gilt als Schutzpatron für die Armen, die Reisenden, für Flüchtlinge und auch für Gefangene.
Wie der Martinstag seinen Namen bekam und die Bräuche entstanden sind
397 starb Martin und wurde am 11.11. unter Anteilnahme vieler Menschen aus dem Volke und Tausender Mönche in Tours beigesetzt.
Bereits ab dem 5. Jahrhundert wurde St. Martin als Nationalpatron der Franken verehrt. Zu damaliger Zeit gab es noch das Adventsfasten, welches seit 491 für die Gegend um Tours eingeführt wurde. Da der 11.11. kurz vor dem Adventsfasten lag, wurde noch einmal üppig gespeist und getrunken, was in Küche und Keller vorhanden war.
Wie die Martinsgänse zu ihrem Namen kamen
Um diese Zeit waren auch die Gänse "reif" und es gab meist einen schmackhaften Gänsebraten. Auch für die Kinder war das Martinsfest sehr interessant. Sie durften von Haus zu Haus ziehen und um etwas Süßes bitten. Meistens gab es Äpfel oder süßes Gebäck - Martinshörnchen oder aus Teig gebackene Martinsgänse. Das meist einfache Backwerk konnten sich breite Bevölkerungsschichten leisten oder arme Kinder bekamen es geschenkt.
Vermutlich kommt der Name Martinsgans aus einer Legende. Diese Legende erzählt, Martin hätte sich im Gänsestall versteckt, als er hörte, er solle zum Bischof gewählt werden. Aber das Schnattern der Gänse hat ihn verraten.
Am 11.11. beginnt auch die Fastnachtszeit - Der Ursprung
Die 6wöchige Fastenzeit vor Weihnachten gibt es inzwischen nicht mehr. (Sie geht jetzt von Aschermittwoch bis Karfreitag.) Jedoch ist aus der Vergangenheit der 11.11. als ein Tag mit Ausgelassenheit und Fröhlichkeit übrig geblieben und bildet den Auftakt für die Elferratssitzungen. Allerhand kulinarisches Brauchtum am 11.11., vor allem süße Leckereien wie Faschingskrapfen, zeigen Parallelen zu Martinshörnchen und Martinsgans.
Zu Martini: Martinsgans, Martinshörnchen und andere Spezialitäten
Martinshörnchen, Martinsgänse oder Rosinenbrötchen, Vanillehörnchen, Zitronenbrezeln oder der gute alte Hefezopf sind nur einige der Spezialitäten, die zu Martini gegessen werden. Während die Martinsgans in der Röhre brutzelt oder als süßes Gebäck die Kinder erfreut, haben auch Martinshörnchen und Brezeln ihre eigene Bedeutung.
Der Brauch um die Martinsgans - Gebratenes und Gebackenes
Seit Jahrhunderten war es Brauch, zu Sankt Martin einen saftigen Gänsebraten zu servieren und im Kreise der Familie zu essen. In vergangenen Jahrhunderten wurde sogar in Krankenhäusern und Spitälern für den Kauf der Martinsgans gespendet. Gänsebraten gehörte zum Festessen im Herbst und ist eng mit dem Brauchtum verwachsen.
In unserer modernen Zeit ist von diesem Brauch hauptsächlich das Backen von süßen Martinsgänsen aus Mürbteig oder Hefeteig übrig geblieben; zur Freude der Kinder.
Was Martinshörnchen und Brezeln symbolisieren
Martinshörnchen gab es beim Martinssingen, wenn die Sänger von Haus zu Haus zogen. Das Martinshörnchen erinnert an den Huf eines Pferdes, wurde doch Sankt Martin meist als Reiter dargestellt. Hufeisen galten und gelten bis heute als Glückzeichen. Aber auch wie eine halbierte Brezel sieht das Martinshörnchen aus. Bildlich bedeutet es daher vermutlich so viel, wie Martins halbierter Mantel.
Brezeln wurden schon vor Jahrhunderten in Klöstern gebacken. Klosterbrezeln hatten die Form von verschlungenen Armen. Von der lateinischen Bezeichnung "Brachiatellum" für "Ärmchen" hat sich so die Bezeichnung Brezel im Laufe der Zeit möglicherweise abgeleitet. Die Form der Brezeln bedeutete außerdem auch Verbundenheit und Unendlichkeit. (Sicher kennen viele noch das Unendlichkeitszeichen aus der Mathematik.)
Bis heute gibt es Brezeln in manchen Gegenden außer zu Martini auch zu Ostern, Weihnachten oder zu Neujahr. Ursprünglich wurden die Brezeln zum Segnen in die Kirche gebracht, bevor sie zum Frühstück auf den Tisch kamen.
Quelle: www.experto.de
Wissenswertes über den Kürbis
Dass Kürbisse (Cucurbita) zur Familieder Kürbisgewächse (Cucurbitaceae) gehören, wird Sie wohl nicht überraschen. Aber wussten Sie, dass Kürbisse zwar kulinarisch als Gemüse gelten, aber botanisch gesehen Beeren sind? Beeren sind Früchte, deren Kerne frei im Fruchtfleisch liegen – und dieses Kriterium erfüllt der Kürbis. Da macht es für Botaniker keinen Unterschied, wenn er etwas größer ausfällt als gemeinhin von einer Beere erwartet. Seiner harten Schale verdankt der Kürbis übrigens die Bezeichnung „Panzerbeere“.
Der Kürbis zählt zu den ältesten Kulturpflanzen überhaupt: Er ist seit fast 10.000 Jahren bekannt. Ursprünglich aus Südamerika stammend, brachten ihn die Portugiesen im 16. Jh. nach Europa. Heute gibt es etwa 800 Arten; am bekanntesten sind der aus Japan stammende Hokkaido-Kürbis, den Sie mit Schale verwerten können, und der für die typischen Halloween-Fratzen verwendete Riesenkürbis.
Im Jahr 2005 war der Kürbis „Heilpflanze des Jahres“ – und das zu Recht: Die Wirkstoffe im Kürbisfleisch und in den Kernen wirken entzündungshemmend, harntreibend und entwässernd. Sie werden als Arzneimittel vor allem gegen Blasenschwäche und Prostataleiden, aber auch bei Magen- und Darmerkrankungen sowie Herz- und Nierenleiden eingesetzt. Die Wirkung ist wissenschaftlich nachgewiesen.
Auch für Ihre Haut ist der Kürbis (genauer: das aus seinen Kernen gewonnene Öl) gut: Wenn Sie an rissigen Händen und Füßen leiden, massieren Sie dort einfach etwas Kürbiskernöl ein. Sie werden einen Effekt erzielen, der seit Jahrhunderten bewiesen ist: Schon früher waren diejenigen Bäuerinnen, die wochenlang in Handarbeit Ölkürbisse von den Kernen befreiten, für ihre besonders weiche Haut an den Händen bekannt.
Die meisten Kürbisse sind gesund und genießbar. Aber manche Früchte tragen sie in sich: sog. Cucurbitacine. Das sind giftige Bitterstoffe, die zu Schleimhautreizung, Übelkeit, Magenkrämpfen, Durchfall und Erbrechen führen. Eigentlich sind Cucurbitacine nur in Zierkürbissen enthalten. Da diese sich aber mit Speisekürbissen kreuzen, können auch letztere Cucurbitacine bilden. Besonders hoch ist diese Wahrscheinlichkeit in Hobbygärten, in denen sowohl Zier- als auch Speisekürbisse angebaut werden. Probieren Sie das rohe Kürbisfleisch immer, bevor Sie es zubereiten. Falls es bitter schmeckt, dann bitte nicht verzehren! Beachten Sie: Die Bitterstoffe werden durch Kochen nicht zerstört, aber Garen und Gewürze verfälschen das Geschmacksempfinden.
Der Kürbis zählt zu den ältesten Kulturpflanzen überhaupt: Er ist seit fast 10.000 Jahren bekannt. Ursprünglich aus Südamerika stammend, brachten ihn die Portugiesen im 16. Jh. nach Europa. Heute gibt es etwa 800 Arten; am bekanntesten sind der aus Japan stammende Hokkaido-Kürbis, den Sie mit Schale verwerten können, und der für die typischen Halloween-Fratzen verwendete Riesenkürbis.
Im Jahr 2005 war der Kürbis „Heilpflanze des Jahres“ – und das zu Recht: Die Wirkstoffe im Kürbisfleisch und in den Kernen wirken entzündungshemmend, harntreibend und entwässernd. Sie werden als Arzneimittel vor allem gegen Blasenschwäche und Prostataleiden, aber auch bei Magen- und Darmerkrankungen sowie Herz- und Nierenleiden eingesetzt. Die Wirkung ist wissenschaftlich nachgewiesen.
Auch für Ihre Haut ist der Kürbis (genauer: das aus seinen Kernen gewonnene Öl) gut: Wenn Sie an rissigen Händen und Füßen leiden, massieren Sie dort einfach etwas Kürbiskernöl ein. Sie werden einen Effekt erzielen, der seit Jahrhunderten bewiesen ist: Schon früher waren diejenigen Bäuerinnen, die wochenlang in Handarbeit Ölkürbisse von den Kernen befreiten, für ihre besonders weiche Haut an den Händen bekannt.
Die meisten Kürbisse sind gesund und genießbar. Aber manche Früchte tragen sie in sich: sog. Cucurbitacine. Das sind giftige Bitterstoffe, die zu Schleimhautreizung, Übelkeit, Magenkrämpfen, Durchfall und Erbrechen führen. Eigentlich sind Cucurbitacine nur in Zierkürbissen enthalten. Da diese sich aber mit Speisekürbissen kreuzen, können auch letztere Cucurbitacine bilden. Besonders hoch ist diese Wahrscheinlichkeit in Hobbygärten, in denen sowohl Zier- als auch Speisekürbisse angebaut werden. Probieren Sie das rohe Kürbisfleisch immer, bevor Sie es zubereiten. Falls es bitter schmeckt, dann bitte nicht verzehren! Beachten Sie: Die Bitterstoffe werden durch Kochen nicht zerstört, aber Garen und Gewürze verfälschen das Geschmacksempfinden.
Warum sind wir "auf dem Holzweg"?
Den Begriff „Holzweg“ gibt es schon seit dem Mittelalter. Wer Bäume im Wald schlug, musste diese selbstverständlich auch abtransportieren. Beim Transport schlug der Baum dann eine Schneise in den Wald – den sogenannten Holzweg.
Dieser Weg zog sich von der Stelle, an der die Waldarbeiter die Bäume geschlagen hatten, bis hin zu einem regulären Waldweg. Wenn nun Wanderer den Waldweg verließen und die Abzweigung zum Holzweg einschlugen, führte dieser Weg sie an kein Ziel. Denn er endete an der Stelle, an der die Arbeiter ihre Baumfällarbeiten gemacht hatten.
Aus diesem Grund sagen wir über Menschen, die Entscheidungen treffen, die offensichtlich aussichtslos sind, sie seien auf dem Holzweg. Mit dieser Aussage weisen wir darauf hin, dass die Entscheidung zum einen nicht zielführend ist und wir es zum anderen für besser hielten, wenn derjenige einen anderen Weg einschlagen würde.
Dieser Weg zog sich von der Stelle, an der die Waldarbeiter die Bäume geschlagen hatten, bis hin zu einem regulären Waldweg. Wenn nun Wanderer den Waldweg verließen und die Abzweigung zum Holzweg einschlugen, führte dieser Weg sie an kein Ziel. Denn er endete an der Stelle, an der die Arbeiter ihre Baumfällarbeiten gemacht hatten.
Aus diesem Grund sagen wir über Menschen, die Entscheidungen treffen, die offensichtlich aussichtslos sind, sie seien auf dem Holzweg. Mit dieser Aussage weisen wir darauf hin, dass die Entscheidung zum einen nicht zielführend ist und wir es zum anderen für besser hielten, wenn derjenige einen anderen Weg einschlagen würde.
Warum dreht sich die Erde im Herbst schneller?
Die Erde dreht sich nicht immer gleich schnell. Im Sommer ist sie langsamer, im Winter schneller.
Der Grund für die unterschiedlich schnelle Erdrotation verblüfft: Es sind die Blätter der Bäume! Im Sommer hängen sie an den Ästen – also ein Stück weit über dem Boden. Die Erde dreht sich langsamer. Im Herbst werden die Blätter nicht nur bunt, sondern fallen auch zu Boden. Dort sind sie näher am Erdmittelpunkt – und die Erde rotiert deshalb schneller. Dies wird noch verstärkt dadurch, dass die Landmassen unterschiedlich verteilt sind: Die Nordhalbkugel besitzt mehr Land – und damit mehr Laub.
Die Veränderung der Erdrotation ist sehr klein, unter 1 Millisekunde. Aber sie ist dennoch nachweisbar, dank spezieller Messgeräte. Nachdem das Herbstlaub-Phänomen vor einiger Zeit zum 1. Mal beschrieben wurde, sind Wissenschaftler ihm intensiv auf den Grund gegangen. Heute lernen es Meteorologen bereits im Studium – übrigens nicht, weil es so wichtig wäre, sondern weil es physikalische Prozesse besonders anschaulich darstellt.
Physiker bezeichnen das Phänomen übrigens als Pirouetteneffekt. Denn es lässt sich mit den Pirouetten einer Eiskunstläuferin vergleichen: Wenn diese sich auf dem Eis dreht und dann ihre Arme an ihren Körper – also zur Drehachse – heranzieht (wenn sie also Körpermasse nach innen verlagert), wird ihre Drehung schneller. Bleibt nur zu hoffen, dass niemandem schwindelig wird – egal ob auf Eis oder „nur“ auf der Erde.
Der Grund für die unterschiedlich schnelle Erdrotation verblüfft: Es sind die Blätter der Bäume! Im Sommer hängen sie an den Ästen – also ein Stück weit über dem Boden. Die Erde dreht sich langsamer. Im Herbst werden die Blätter nicht nur bunt, sondern fallen auch zu Boden. Dort sind sie näher am Erdmittelpunkt – und die Erde rotiert deshalb schneller. Dies wird noch verstärkt dadurch, dass die Landmassen unterschiedlich verteilt sind: Die Nordhalbkugel besitzt mehr Land – und damit mehr Laub.
Die Veränderung der Erdrotation ist sehr klein, unter 1 Millisekunde. Aber sie ist dennoch nachweisbar, dank spezieller Messgeräte. Nachdem das Herbstlaub-Phänomen vor einiger Zeit zum 1. Mal beschrieben wurde, sind Wissenschaftler ihm intensiv auf den Grund gegangen. Heute lernen es Meteorologen bereits im Studium – übrigens nicht, weil es so wichtig wäre, sondern weil es physikalische Prozesse besonders anschaulich darstellt.
Physiker bezeichnen das Phänomen übrigens als Pirouetteneffekt. Denn es lässt sich mit den Pirouetten einer Eiskunstläuferin vergleichen: Wenn diese sich auf dem Eis dreht und dann ihre Arme an ihren Körper – also zur Drehachse – heranzieht (wenn sie also Körpermasse nach innen verlagert), wird ihre Drehung schneller. Bleibt nur zu hoffen, dass niemandem schwindelig wird – egal ob auf Eis oder „nur“ auf der Erde.
Wer waren die Bilderbäcker?
Die „Bilderbäcker“ waren im Spätmittelalter bekannt für ihre Skulpturen und Reliefe. „Backen“ bedeutete in der damaligen Zeit so viel wie festigen in einem Ofen. „Neben Brot wurden damals deshalb auch Keramiken gebacken“, berichtet Dr. Gerald Volker Grimm, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Abteilung für Kunsthistorik der Universität Bonn. „Die Bilderbäcker formten vorhandene Skulpturen sowie Reliefe ab und entwickelten sie weiter“, sagt der Kunsthistoriker.
Besonders bekannt sind die Wormser Bilderbäcker, deren Reliefe und Skulpturen als Vorlagen weite Verbreitung fanden. Sie stellten sogenannte „Modeln“ (Hohlformen) her, in die der Ton wie bei einer Backform gedrückt und anschließend gebrannt wurde. „Im Rheinland und in den Niederlanden war vor allem in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts die Qualität der Bilddrucke aus Pfeifenton oft erstaunlich hoch“, sagt Dr. Grimm.
Beim Pfeifenton handelt es sich um einen fein geschlämmten, fast weißen Ton. Später wurde er zur Herstellung von Tabakpfeifen verwendet, woher sein Name rührt. Im 15. Jahrhundert wurden daraus auch Heiligen-Reliefe für Altäre produziert. Zahlreiche Scherben solcher Heiligenbilder fanden Archäologen im Mai und Juni 2011 bei Ausgrabungen in der Nähe des Aachener Doms.
Dr. Grimm analysierte an den Reliefen aus Aachen die Schriftzüge. Beim Vermessen der Winkel an den einzelnen Buchstaben zeigte sich, dass die Lettern der jeweiligen Bilder identisch sind. „In jedem der Reliefe gleicht zum Beispiel ein a exakt dem anderen“, berichtet der Kunsthistoriker. „Das beweist, dass die Beschriftungen mittels beweglicher Lettern in die Model gepresst wurden.“ Manchmal sind die Ränder der Buchstaben etwas unscharf – dann hat der Bilderbäcker die Lettern beim Eindrücken in den feuchten Ton verwackelt.
Alles nur geklaut?
Gutenberg soll um das Jahr 1450 mit dem Druck von Blättern und Büchern begonnen haben. Die Tonfragmente mit den Buchstaben wurden jedoch Jahre vorher hergestellt. „Damit verdichten sich die Indizien, dass Gutenberg nicht – wie allgemein angenommen – den Gebrauch der beweglichen Lettern erfand“, sagt der Kunsthistoriker der Universität Bonn. „Eher könnte Gutenberg die neue Technik von den Bilderbäckern übernommen und auf den Buchdruck übertragen haben.“ Mit den beweglichen Lettern wurde eine kulturelle Revolution eingeleitet. „Erst sie erlaubten die massenhafte Verbreitung von Schriften“, sagt Dr. Grimm.
Quelle: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Besonders bekannt sind die Wormser Bilderbäcker, deren Reliefe und Skulpturen als Vorlagen weite Verbreitung fanden. Sie stellten sogenannte „Modeln“ (Hohlformen) her, in die der Ton wie bei einer Backform gedrückt und anschließend gebrannt wurde. „Im Rheinland und in den Niederlanden war vor allem in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts die Qualität der Bilddrucke aus Pfeifenton oft erstaunlich hoch“, sagt Dr. Grimm.
Beim Pfeifenton handelt es sich um einen fein geschlämmten, fast weißen Ton. Später wurde er zur Herstellung von Tabakpfeifen verwendet, woher sein Name rührt. Im 15. Jahrhundert wurden daraus auch Heiligen-Reliefe für Altäre produziert. Zahlreiche Scherben solcher Heiligenbilder fanden Archäologen im Mai und Juni 2011 bei Ausgrabungen in der Nähe des Aachener Doms.
Dr. Grimm analysierte an den Reliefen aus Aachen die Schriftzüge. Beim Vermessen der Winkel an den einzelnen Buchstaben zeigte sich, dass die Lettern der jeweiligen Bilder identisch sind. „In jedem der Reliefe gleicht zum Beispiel ein a exakt dem anderen“, berichtet der Kunsthistoriker. „Das beweist, dass die Beschriftungen mittels beweglicher Lettern in die Model gepresst wurden.“ Manchmal sind die Ränder der Buchstaben etwas unscharf – dann hat der Bilderbäcker die Lettern beim Eindrücken in den feuchten Ton verwackelt.
Alles nur geklaut?
Gutenberg soll um das Jahr 1450 mit dem Druck von Blättern und Büchern begonnen haben. Die Tonfragmente mit den Buchstaben wurden jedoch Jahre vorher hergestellt. „Damit verdichten sich die Indizien, dass Gutenberg nicht – wie allgemein angenommen – den Gebrauch der beweglichen Lettern erfand“, sagt der Kunsthistoriker der Universität Bonn. „Eher könnte Gutenberg die neue Technik von den Bilderbäckern übernommen und auf den Buchdruck übertragen haben.“ Mit den beweglichen Lettern wurde eine kulturelle Revolution eingeleitet. „Erst sie erlaubten die massenhafte Verbreitung von Schriften“, sagt Dr. Grimm.
Quelle: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Wer sagte "der Staat bin ich"?
Der französische König Ludwig XIV., bekannt als „Sonnenkönig“, stieg bereits mit 4 Jahren auf den Thron. Weil er damit zu jung war, um Regierungsgeschäfte zu führen, vertrat ihn seine Mutter beziehungsweise der Premierminister Kardinal Mazarin. Dieser unterrichtete Ludwig XIV. auch in allem, was das Regieren betraf.
So war der Sonnenkönig mit 22 Jahren bestens ausgebildet, als Mazarin im März 1661 starb. Von da an wollte Ludwig XIV. alleine herrschen – „L'État c'est moi“, lautete sein berühmter Ausspruch: „der Staat bin ich“. Unter Ludwigs Machteinfluss ab 1661 blühten Wirtschaft und Kultur auf und Frankreich errang durch seine unermüdliche Außenpolitik die Vormachtstellung in Europa. Seine insgesamt 72-jährige Amtszeit war die längste eines Monarchen der Neuzeit. Ludwig XIV. starb 1715.
So war der Sonnenkönig mit 22 Jahren bestens ausgebildet, als Mazarin im März 1661 starb. Von da an wollte Ludwig XIV. alleine herrschen – „L'État c'est moi“, lautete sein berühmter Ausspruch: „der Staat bin ich“. Unter Ludwigs Machteinfluss ab 1661 blühten Wirtschaft und Kultur auf und Frankreich errang durch seine unermüdliche Außenpolitik die Vormachtstellung in Europa. Seine insgesamt 72-jährige Amtszeit war die längste eines Monarchen der Neuzeit. Ludwig XIV. starb 1715.
Was bedeutet Harakiri?
Im 19. Jahrhundert wurde in Europa ein Brauch bekannt, wie er in Japan schon Jahrhunderte zuvor üblich war. Männer, die ihre Ehre wiederherstellen wollten oder für etwas sühnen sollten, begangen Selbstmord, indem sie sich den Bauch aufschlitzten. Diese Selbsttötung trägt eigentlich die Bezeichnung Seppuku, das Aufschneiden des Bauches ist nur ein Teil des Rituals – und das wurde hierzulande sowie in anderen europäischen Ländern und in den USA als Harakiri bekannt (hara = Bauch, kiru = schneiden).
Die Todesart wurde vor allem von den Samurai praktiziert, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts jedoch verboten. Das Etymologische Wörterbuch des Deutschen (dtv, 1999) schreibt: „Der Ausdruck kann heute auch auf andere Formen des Selbstmords oder auf risikoreiche Handlungen, die einem ideellen Selbstmord gleichkommen, angewendet werden.“ In dem Sinne werden heute als Harakiri auch gerne Vorhaben benannt, die zum Scheitern verurteilt sind.
Die Todesart wurde vor allem von den Samurai praktiziert, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts jedoch verboten. Das Etymologische Wörterbuch des Deutschen (dtv, 1999) schreibt: „Der Ausdruck kann heute auch auf andere Formen des Selbstmords oder auf risikoreiche Handlungen, die einem ideellen Selbstmord gleichkommen, angewendet werden.“ In dem Sinne werden heute als Harakiri auch gerne Vorhaben benannt, die zum Scheitern verurteilt sind.
Wer waren die Hugenotten? und Wie kamen die Buletten nach Berlin?
Am 8. November 1685 unterzeichnete Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg das Potsdamer Edikt: Er lud damit zahlreiche französische Protestanten zur Einwanderung ein und sicherte ihnen großzügige Privilegien zu. 250.000 Hugenotten wanderten aus Frankreich aus, nachdem der französische König Ludwig XIV. ihnen 1685 die Ausübung ihres Glaubens verbot. Sie folgten der Lehre Johannes Calvins, der Fleiß, Arbeitseifer und die strenge Einhaltung der Glaubensgrundsätze predigte. Die französischen Könige hatten den Abfall der Protestanten vom katholischen Glauben nie akzeptiert, für sie galt der Leitsatz: ”un roi - une loi - une foi” (ein König - ein Gesetz - ein Glaube).
Die Minderheit musste deshalb über Jahrhunderte grausame Repressalien erleiden, es gab zahlreiche gewaltsame Konflikte zwischen Protestanten und Katholiken - Ludwig der XIV. drohte ihnen schließlich mit der Todesstrafe. Fast 200.000 Protestanten flüchteten daraufhin in die Schweiz, nach England oder Amerika. 20.000 gingen nach Brandenburg-Preußen, jeweils 4.000 nach Hessen-Kassel oder das Rhein-Main-Gebiet. Zahlreiche protestantische Landesherren empfingen die Auswanderer mit offenen Armen.
Toleranz zahlt sich aus
Gerade in Brandenburg-Preußen litten die Städte immer noch unter den Folgen des 30-jährigen Krieges von 1618-1648, ganze Landstriche waren entvölkert oder zerstört. Die Hugenotten, die meist gut ausgebildete Handwerker waren, erhielten nun die Zusicherung für mietfreies Wohnen, Grundstücke, kostenloses Baumaterial, Befreiung von allen Steuern, die freie Ausübung ihres Glaubens und die Beibehaltung ihrer Sprache. Diese außerordentliche Großzügigkeit des Kurfürsten zahlte sich bald aus: Die Einwanderer brachten allein 46 neue Berufe in die neue Heimat. Darunter waren Hutmacher, Seidenweber, Buchbinder, Maler, Emailleure, Weißgerber, Seifenhersteller, Tapezierer oder Pastetenbäcker. Auch Gelehrte und wohlhabende Kaufleute gaben der Wirtschaft starke Impulse: Ganze Gewerbe, wie die Seiden- und Samtproduktion, kamen so nach Brandenburg. 1689 gründeten Hugenotten die erste Seidenmanufaktur in Berlin.
So kamen die Buletten nach Berlin
Um 1700 war im Berliner Stadtgebiet jeder fünfte Einwohner ein Hugenotte. Obwohl die Deutschen zunächst Schwierigkeiten mit den Fremden hatten, die den ausdrücklichen Schutz der Landesherren genossen, fanden die Einwanderer bald Anerkennung. Die Spuren der Hugenotten finden sich heute auch in den Essgewohnheiten und in der Sprache wieder - vor allem in Berlin sind viele durch die Einwanderer geprägten Spezialitäten bekannt: Dazu gehören Buletten, Weißbier und Spargel. In der Sprache hat sich die "Boutique" (das Ladengeschäft) als Budike, oder der Begriff "pleurer" (weinen) als "Plärren" eingebürgert. Auch "Etre peut-etre" (im Zweifel sein) setzte sich als etepete im Sprachgebrauch fest.
Die Minderheit musste deshalb über Jahrhunderte grausame Repressalien erleiden, es gab zahlreiche gewaltsame Konflikte zwischen Protestanten und Katholiken - Ludwig der XIV. drohte ihnen schließlich mit der Todesstrafe. Fast 200.000 Protestanten flüchteten daraufhin in die Schweiz, nach England oder Amerika. 20.000 gingen nach Brandenburg-Preußen, jeweils 4.000 nach Hessen-Kassel oder das Rhein-Main-Gebiet. Zahlreiche protestantische Landesherren empfingen die Auswanderer mit offenen Armen.
Toleranz zahlt sich aus
Gerade in Brandenburg-Preußen litten die Städte immer noch unter den Folgen des 30-jährigen Krieges von 1618-1648, ganze Landstriche waren entvölkert oder zerstört. Die Hugenotten, die meist gut ausgebildete Handwerker waren, erhielten nun die Zusicherung für mietfreies Wohnen, Grundstücke, kostenloses Baumaterial, Befreiung von allen Steuern, die freie Ausübung ihres Glaubens und die Beibehaltung ihrer Sprache. Diese außerordentliche Großzügigkeit des Kurfürsten zahlte sich bald aus: Die Einwanderer brachten allein 46 neue Berufe in die neue Heimat. Darunter waren Hutmacher, Seidenweber, Buchbinder, Maler, Emailleure, Weißgerber, Seifenhersteller, Tapezierer oder Pastetenbäcker. Auch Gelehrte und wohlhabende Kaufleute gaben der Wirtschaft starke Impulse: Ganze Gewerbe, wie die Seiden- und Samtproduktion, kamen so nach Brandenburg. 1689 gründeten Hugenotten die erste Seidenmanufaktur in Berlin.
So kamen die Buletten nach Berlin
Um 1700 war im Berliner Stadtgebiet jeder fünfte Einwohner ein Hugenotte. Obwohl die Deutschen zunächst Schwierigkeiten mit den Fremden hatten, die den ausdrücklichen Schutz der Landesherren genossen, fanden die Einwanderer bald Anerkennung. Die Spuren der Hugenotten finden sich heute auch in den Essgewohnheiten und in der Sprache wieder - vor allem in Berlin sind viele durch die Einwanderer geprägten Spezialitäten bekannt: Dazu gehören Buletten, Weißbier und Spargel. In der Sprache hat sich die "Boutique" (das Ladengeschäft) als Budike, oder der Begriff "pleurer" (weinen) als "Plärren" eingebürgert. Auch "Etre peut-etre" (im Zweifel sein) setzte sich als etepete im Sprachgebrauch fest.
Warum brauchen wir Eselsbrücken?
Informationen, die keinen sachlogischen Zusammenhang haben oder deren Logik wir nicht verstehen, sind für das Gehirn nur schwer einzuordnen – und damit auch schwer merkbar. Z. B.: Wenn die Sichelspitzen des Monds nach links zeigen, ist das dann abnehmender oder zunehmender Mond? Oder: Wird zur Sommerzeit die Uhr vor- oder zurückgestellt? In solchen Fällen kann Ihnen eine Eselsbrücke helfen – einfach, indem sie den Lernstoff in einen Zusammenhang setzt, den Ihr Gehirn gut einordnen kann. Nutzen Sie diese Erkenntnis: Denken Sie sich eigene Eselsbrücken aus, die Ihnen das Lernen erleichtern! Oder nutzen Sie passende Gedächtnishilfen, die es schon gibt.
Woher kommt die Eselsbrücke?
Es gibt keinen eindeutigen Hinweis auf die Herkunft des Begriffs Eselsbrücke – Kulturgeschichte, Tier- und Sprichwortkunde finden unterschiedliche Erklärungsansätze. Fest steht aber: Schon der griechische Mathematiker Euklid von Alexandria gab seinem Satz über gleichschenklige Dreiecke den Namen pons asini: Eselsbrücke. Als pons asinorum bezeichnete man auch ein Schema, das logische Begriffsverhältnisse veranschaulichen sollte.
Übrigens: Es gelten als intelligent. Kein Esel betritt einen unsicheren Weg, ohne nachzudenken, wie er ihn bewältigen kann. Er geht z. B. nur über schmale Brücken und trübe Pfützen, wenn sein Treiber es ihm vormacht.
2 alltagstaugliche Beispiele für gute Eselsbrücken
Zeigen die Spitzen der Mondsichel nach rechts, ähnelt das dem Schreibschrift-Buchstaben „a“ = abnehmender Mond. Zeigen sie nach links, erinnert das an das alte Schreibschrift-“ z“ = zunehmender Mond.
Im Frühjahr holen wir die Balkonmöbel aus der Abstellkammer hervor. Bei der Umstellung auf Sommerzeit stellen wir die Uhr 1 Stunde vor. Im Herbst stellen wir die Balkonmöbel wieder zurück. Bei der Umstellung auf Winterzeit stellen wir auch die Uhr zurück.
Woher kommt die Eselsbrücke?
Es gibt keinen eindeutigen Hinweis auf die Herkunft des Begriffs Eselsbrücke – Kulturgeschichte, Tier- und Sprichwortkunde finden unterschiedliche Erklärungsansätze. Fest steht aber: Schon der griechische Mathematiker Euklid von Alexandria gab seinem Satz über gleichschenklige Dreiecke den Namen pons asini: Eselsbrücke. Als pons asinorum bezeichnete man auch ein Schema, das logische Begriffsverhältnisse veranschaulichen sollte.
Übrigens: Es gelten als intelligent. Kein Esel betritt einen unsicheren Weg, ohne nachzudenken, wie er ihn bewältigen kann. Er geht z. B. nur über schmale Brücken und trübe Pfützen, wenn sein Treiber es ihm vormacht.
2 alltagstaugliche Beispiele für gute Eselsbrücken
Zeigen die Spitzen der Mondsichel nach rechts, ähnelt das dem Schreibschrift-Buchstaben „a“ = abnehmender Mond. Zeigen sie nach links, erinnert das an das alte Schreibschrift-“ z“ = zunehmender Mond.
Im Frühjahr holen wir die Balkonmöbel aus der Abstellkammer hervor. Bei der Umstellung auf Sommerzeit stellen wir die Uhr 1 Stunde vor. Im Herbst stellen wir die Balkonmöbel wieder zurück. Bei der Umstellung auf Winterzeit stellen wir auch die Uhr zurück.
Was ist eine Milchmädchenrechnung?
Der Ausdruck stammt aus einer fabel des französischen Schriftstellers Jean de La Fontaine. Darin verliert sich eine Bauernmagd in einem Tagtraum: Vom Erlös ihres Milchverkaufs wollte sie sich Hühner kaufen, vom Verkauf deren Eier ein Schwein und später eine Kuh. Leider war sie aber so verträumt, dass sie auf dem Weg stolperte und die Milch verschüttete. Ein unrealistisches Vorhaben nennt man seither eine "Milchmädchenrechnung".
Warum sagen wir: „Alles ist in Butter“?
Auch früher schon mussten die Menschen zerbrechliche Gläser oder kostbare Töpferwaren transportieren – mit Pferdewagen und auf holprigen Wegen! Ihre Lösung: Sie legten die zerbrechlichen Waren in Fässer mit geschmolzener Butter. Nachdem diese abgekühlt war, bildete sie einen festen Schutzmantel um das kostbare Gut, das ganz wörtlich „in Butter“ war. Am Zielort angekommen, erhitzten sie die Butter wieder – und gossen sie einfach ab.
Mücken fliegen auf Füße!
Die wochenlangen Regenfälle dieses Sommers haben überall in Deutschland ideale Brutplätze für Mücken geschaffen. "Sie legen alle paar Tage zwischen 80 und 200 Eier in stehende Gewässer. In großen Pfützen und auf überschwemmten Wiesen schlüpft jetzt gerade die nächste Generation der Plagegeister, die uns an lauen Sommerabenden zu schaffen machen", erklärte Eva Goris, Pressesprecherin der Deutschen Wildtier Stiftung. Die Expertin hat simple Tricks parat, wie man sich vor juckenden Stichen schützen kann. "Basilikum im Blumentopf, der Verzicht auf Parfüm und andere Duftstoffe, hilft gegen den Stechangriff der Mücken", sagt sie.
Blutgruppe, Alter und Geschlecht der Opfer sind für Mücken ziemlich bedeutungslos. Aber der Atemgeruch des "Blutspenders" ist ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl der Opfer. "Was der Mensch gegessen hat, ist dagegen wichtig und kann Mücken vermehrt anlocken", sagt die Expertin der Deutschen Wildtier Stiftung. "Bei der Verdauung von Reis gibt der menschliche Körper nämlich eine höhere Kohlendioxidausdünstungen ab - darin vermuten Wissenschaftler einen Zusammenhang", sagt Goris. Der Verzehr von Kohlgemüse hält die Quälgeister dagegen eher fern.
"Mücken sind wahre Fußfetischisten"
... , sagt Eva Goris. "Dort stechen sie besonders gern, denn der Geruch von Ammonium und Buttersäure, die als Zerfallsprodukte von Fußschweiß entstehen, wirken auf diese Insekten besonders attraktiv. Dass die kleine Plagegeister selbst durch dicke Jeans stechen, obwohl man sich die Haut darunter mit Anti-Mückenmitteln eingerieben hat, ist schnell erklärt. Die Antwort ist verblüffend: "Mücken schmecken mit den Füßen", sagt Goris. "Wenn die Haut unter der Kleidung eingerieben ist, landen sie problemlos auf der unbehandelten Kleidung, schieben ihren Stechrüssel wie eine Injektionsnadel selbst durch den Stoff und kommen problemlos ans Blut ihrer Opfer. Dagegen hilft nur, die Kleidung mit einem Repellent einzusprühen.
Quelle: www.DeutscheWildtierStiftung.de
Blutgruppe, Alter und Geschlecht der Opfer sind für Mücken ziemlich bedeutungslos. Aber der Atemgeruch des "Blutspenders" ist ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl der Opfer. "Was der Mensch gegessen hat, ist dagegen wichtig und kann Mücken vermehrt anlocken", sagt die Expertin der Deutschen Wildtier Stiftung. "Bei der Verdauung von Reis gibt der menschliche Körper nämlich eine höhere Kohlendioxidausdünstungen ab - darin vermuten Wissenschaftler einen Zusammenhang", sagt Goris. Der Verzehr von Kohlgemüse hält die Quälgeister dagegen eher fern.
"Mücken sind wahre Fußfetischisten"
... , sagt Eva Goris. "Dort stechen sie besonders gern, denn der Geruch von Ammonium und Buttersäure, die als Zerfallsprodukte von Fußschweiß entstehen, wirken auf diese Insekten besonders attraktiv. Dass die kleine Plagegeister selbst durch dicke Jeans stechen, obwohl man sich die Haut darunter mit Anti-Mückenmitteln eingerieben hat, ist schnell erklärt. Die Antwort ist verblüffend: "Mücken schmecken mit den Füßen", sagt Goris. "Wenn die Haut unter der Kleidung eingerieben ist, landen sie problemlos auf der unbehandelten Kleidung, schieben ihren Stechrüssel wie eine Injektionsnadel selbst durch den Stoff und kommen problemlos ans Blut ihrer Opfer. Dagegen hilft nur, die Kleidung mit einem Repellent einzusprühen.
Quelle: www.DeutscheWildtierStiftung.de
Welcher ist der der kleinste anerkannte Staat der Welt?
Mit einer Größe von nur 44 Hektar ist die Vatikanstadt der kleinste Staat der Welt. Obwohl er sich mitten im Stadtzentrum von Rom befindet, gilt er nicht als Stadtteils, sondern als eigenständiger Staat mit eigener Währung und Verwaltung. Von seiner kleinen Fläche nimmt allein der Petersdom schon ein Fünftel ein. Trotz seiner geringen Größe ist der Vatikan das unumstrittene Machtzentrum der katholischen Kirche. Seine Einwohnerzahl bewergt sich dennoch im überschaubaren Bereich. Der Vatikan hat 932 Einwohner, von denen 552 Staatsbürger sind.
Wer machte die ersten guten Farbfotos?
Die Väter des Kinos, die französischen Brüder Auguste (1862-1954) und Louis Jean (1864-1948) Lumière, waren auch die Ersten, die brauchbare Farbfotos herstellten. Im Jahr 1907 zeigten sie ihr 1904 entwickeltes Autochromverfahren (Selbstfärbeverfahren) öffentlich. Es funktioniert mithilfe einer Glasplatte, die mit rot, grün und blau eingefärbten Kartoffelstärkekörnchen und einer Bromsilber-Gelatine-Emulsion beschichtet ist.
Die Lumière-Brüder, deren Vater eine Fabrik für Chemikalien und Foto-Platten hatte, stießen auch auf die lichtfilternden Eigenschaften der Stärke aus der Kartoffel. Mit ihrem Verfahren entstanden farbige Bilder nach nur einer Aufnahme – das war damals eine Neuheit. Noch dazu kamen die Farbmischungen auf dem Bild der Wirklichkeit sehr nahe. Ab den 1930er-Jahren lösten erschwinglichere, bessere Methoden das Autochromverfahren ab.
Die Lumière-Brüder, deren Vater eine Fabrik für Chemikalien und Foto-Platten hatte, stießen auch auf die lichtfilternden Eigenschaften der Stärke aus der Kartoffel. Mit ihrem Verfahren entstanden farbige Bilder nach nur einer Aufnahme – das war damals eine Neuheit. Noch dazu kamen die Farbmischungen auf dem Bild der Wirklichkeit sehr nahe. Ab den 1930er-Jahren lösten erschwinglichere, bessere Methoden das Autochromverfahren ab.
Abonnieren
Posts (Atom)