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Warum ist der Himmel manchmal rot?

Tagsüber ist der Himmel blau, aber morgens und abends manchmal am Horizont rötlich?
Warum?
Sonnenlicht besteht aus vielen Farben. Welches wir davon sehen, hängt vom Stand der Sonne ab.
Wenn die Sonne hoch am Himmel steht ist der Weg des Lichts durch die Atmosphäre recht kurz. Dann wird dabei hauptsächlich die Farbe blau gestreut - der Himmel erscheint uns blau.
Wenn die Sonne tief steht (abends und morgens) ist der Weg des Lichts durch die Atmosphäre viel länger. Der Blauanteil verringert sich und das Rot gewinnt Überhand. Daher kommen die Wörter "Morgenrot" und "Abendrot"

Warum fährt man in England auf der Linken Seite?

Der Linksverkehr in England stammt aus der Zeit der Ritter.

Diese hielten damals ihre Pferde mit der linken Hand am Zügel, damit sie die rechte Hand für das Schwert frei hatten.
Sie ritten immer auf der linken Wegseite, um einen Angreifer mit dem Schwer gut abwehren zu können.

Diese Regel, links zu fahren, wurde später von den Kutschfahrern und Autofahrern übernommen.

Linksverkehr gibt es auch in Japan, Australien und Neuseeland.

Warum schmilzt heißer Käse?

Das passiert, weil sich das im Käse enthaltene Fett bei Hitze ausdehnt und sich die Eiweißmoleküle dadurch verformen. Der Käse wird weich und zieht Fäden.

Warum brennt die Chilischote auf der Zunge?

Wenn man auf eine Chilischote beißt, ist das eine schmerzhafte Erfahrung.
Für den Schmerz ist der in der Chilischote enthaltende Stoff Capsaicin verantwortlich.
Er reagiert mit den Zellen unserer Mundschleimhaut und löst Brennen und Schweißbrüche aus.

Was hilft?
Milch oder Zucker.

Das in der Milch enthaltende Fett löst die Scharfstoffe von der Zunge und mildert das Brennen.

Zucker neutralisiert die Schärfe des Capsaicins.

Man kann den Körper an die Schärfe gewöhnen. Wichtig dabei, mit dem Genuss von weniger scharfen Chilischoten beginnen und nach und nach den Schärfegrad steigern.

Warum wachsen Tulpen in der Vase weiter

Tulpen wachsen in der Vase weiter. Bis zu 10cm Längenwachstum sind möglich.
Das Geheimnis liegt in den Zellen der Tulpe.
Tulpen wachsen wie alle Lebewesen durch die Teilung von Zellen. In der Welt der Pflanzen gibt es noch ein weiteres Wachstumsprinzip: da Zellstreckungswachstum.
Dabei wachsen die kleinsten Einheiten (die Zellen) weiter, indem sie das in der Vase vorhandene Wasser aufnehmen und sich in die Länge dehnen.

Warum hinterlassen Schnecken eine Schleimspur?

Schnecken gehören zu den Weichtieren. Sie haben einen scheibenförmigen Kriechfuß. Damit können sie sich wellenförmig fortbewegen.
Die Schleimspuren dienen ihrem Schutz. Durch den Schleim gleiten die Schnecken nicht direkt auf dem Untergrund.
Auf Asphalt könnten sie sich ohne Schleim an kleinen Steinchen verletzt.
Der Schleim ist eine Art "Schutzschicht"

Warum lachen wir? Und warum ist das gesund?

Lächeln und Lachen sind wichtige zwischenmenschliche Kommunikationsformen:
- um soziale Bindungen aufzubauen und zu stärken
- um Rangordnungen am Arbeitsplatz oder innerhalb anderer Gruppen zu bestätigen.
- Bsp: In der Warteschlange im Supermarkt lächeln viele freundlich, um Streitereien zu vermeiden.
Auch fremde Menschen lächeln wir erst einmal an.
Wir lachen also nicht nur spontan dann, wenn etwas lustig ist, sondern auch, um bestimmte Signale auszusenden.


Warum ist Lachen so gesund?
Lachen ist die beste Medizin gegen Stress.
Es baut Spannungen ab und stärkt das Immunsystem.

Wer lacht, schüttet Glückshormone und schmerzstillende Substanzen aus.

Lachen regt den Kreislauf an, verbessert die Atmung und die Sauerstoffversorgung des Gehirns.

Die Bewegung des Magen-Darm-Bereichs beim Lachen fördert die Verdauung.

Lachen ist wie eine Pause für Körper und Geist: Schwere Gedanken treten in den Hintergrund, Probleme lassen sich mit Abstand betrachten.

Und eine aktivere rechte Gehirnhälfte verhilft zu neuen kreativen Ideen.

Lachen, ein Wundermittel – ganz ohne Nebenwirkungen!

Warum schreien Greifvögel beim Jagen?

Raubvögel kreischen, um ihre Beute zunächst aufzuschrecken. Denn während die Tiere flüchten , können die Greifvögel schon aus großer Höhe erkennen, welche von ihnen schwach oder krank sind und damit zum leichten Fang werden. Gesunde Tiere sind für sie schwer zu erbeuten. Und zu viele Fehlversuche können sich Greifvögel nicht erlauben, weil sie sonst zu müde werden.

Warum sagt man, "herein, wenns kein Schneider ist"?

Es geht hierbei nicht um den Berufsstand der Schneider.

Ursprünglich sagte man "Herin, wans nit der Schnitter is"... Schnitter waren Erntehelfer, die mit der Sense mähten. Im Mittelalter starben viele Menschen an Seuchen, so wie hunderte Halme, die mit einem Sensen-Schlag abgemäht wurden. So wurde der Schnitter, der Sensenmann, Symbol des Todes. Und der soll nicht ins Haus kommen.

Wieso gibt es Staus, obwohl kein Unfall passierte?

Weil Autofahrer keine Fischschwärme sind. Fische bewegen sich zeitgleich und reagieren synchron auf äußere Einflüsse. Autofahrer verhalten sich aber verschieden. Bremst der vordere Fahrer stärker als der andere, setzt sich der Stau immer weiter nach hinten fort, weil der nachfolgende Fahrer bereits  abrupt bremst. Die Kettenreaktion verstärkt sich und irgendwann bleibt das erste Auto stehen.
Dass es also stockt, liegt nicht nur an Baustellen, Unfällen und hoher Verkehrsdichte, sondern auch an Geschwindigkeitsunterschieden.

Woher stammen Aprilscherze?

Ganz sicher ist man sich nicht. Es gibt mehrere Erklärungen:


- Aufgrund des typisch wechselhaften Aprilwetters. Allerdings gibt es den Aprilscherz nicht nur in Europa, sondern auch in Amerika und Asien, und dort sind konstante klimatische Verhältnisse zu der Zeit.

- Es geht auf das Herumschicken Jesus "von Pontius zu Pilatus", das am 1. April stattgefunden haben soll zurück .


- Im Reichstag zu Augsburg sollte für den 1. April 1530 ein besonderer Münztag festgelegt werden, um Ordnung ins Münzwesen zu bringen. Daraufhin wurde die Spekulanten aktiv. Aber der Münztag fand nicht statt und die Spekulanten wurden verspottet, so wurde der 1. April zum Narrenfeiertag.

- Für Kaiser Augustus war der 1. April einer der schlimmsten Unglückstage, warum? Keine Ahnung...

- Der 1. April 33 n. Chr. nach dem hebräischen Kalender soll ziemlich genau auf den Tag des Todes Jesu Christi fallen, der ja auf Geheiß Pontius Pilatus "gekreuzigt" wurde. Demnach könnte es sein, dass er auf diesen "Scherz", den Unschuldigen zu erhängen, zurückgeht. Also im kollektiven Gedächtnis als ein Tag der Verhohnepipelung dessen, der nichts Schlechtes hinter der Sache ahnt, eingegangen ist, wir jedoch den Ursprung nicht kennen.

-  eine im Jahr 1564 durchgeführte Kalenderreform des französischen Königs Karl IX, der den Neujahrstag vom 1. April auf den 1. Januar verlegte. Daraufhin verschickten humorige Mitmenschen zum Apriltag Einladungen zu Neujahrsfestivitäten, die es nicht mehr gab. Wer dennoch kam, hatte zum Schaden der Anreise auch noch den Spott.

Von Frankreich aus sollen sich dann derartige Aprilscherze mit Soldaten über Europa verbreitet haben, wo sie umgeformt und ausgeweitet wurden.

- Heinrich IV, soll an einem 1. April angeblich die Einladung zu einem Tête-à-Tête von einem Mädchen aus dem einfachen Volke erhalten haben. Da der König jungen Fräuleins nicht abgeneigt schien, nahm er die Offerte an und begab sich auf ein abgelegenes Lustschlösschen, um sie dort zu treffen. Dort erschien aber nicht die erhoffte, unbekannte Schöne, sondern der eigene Hofstaat inklusive der werten Frau Gemahlin des Blaublütigen: Heinrich der Vierte wurde vom Volk in den April geschickt.

- An einem 1. April soll der gefallene Engel Luzifer in die Hölle eingezogen sein. Auch ist dies eventuell der Geburtstag von Judas Ischariot, dem Jünger, der Jesus verraten hatte. Den Christen verheißt dieser Tag also Unglück, vor dem man sich hüten sollte.

- Evtl. gibt es auch einen Zusammenhang mit dem römischen Fest zu Ehren des Gottes Quirinus. Die so genannte Quirinalia wurde auch als Fest der Dummen und Narren bezeichnet. Es fiel allerdings im römischen Kalender auf den 17. Februar, sodass nur spätere Kalenderreformen eine Verschiebung dieses Tags auf den 1. April bewirkt haben konnten.

Viele Vermutungen... keine je bestätigt... 

Warum kribbelt es uns vor Freude im Bauch?

Wenn wir dem Mann oder der Frau unseres Herzen tief in die Augen sehen, flattern sie los - die kleinen Schmetterlinge im Bauch.. die auch Ausdauersportler und Karussellfahrer gut kennen.

Verantwortlich für das Kribbeln ist das körpereigene Hormon Phenylethylamin. Es beschert uns intensive Glücksgefühle und hemmt nebebei im Gehirn die Bereich des rationalen Denkens und unterdrückt gleichzeitig den Hunger.


Warum niesen wir wenn wir in die Sonne gucken?

Licht an, Taschentuch raus... Diesen Reflex haben nicht alle Menschen. Nur 20 bis 35% spüren ein Kitzeln in der Nase, wenn sie ins Licht schauen oder blinzeln.
Über die Gründe ist man sich noch nicht so einig...Aber man glaubt wohl am ehesten der Theorie von Dr. N. Deshmuk:

Der Sehnerv und der mit der Nase verbundene Trigeminusnerv kommen sich im Gehirn der "Licht-Nieser" sehr nahe, so dass ein starker Reiz von einem auf den anderen überpringen kann.

Warum ist der Himmel blau?

Was wir sehen, wenn wir in den Himmel gucken, ist ein Teil des Sonnenlichts. Jeder heiße Körper sendet nämlich Licht aus. Sehen können wir Licht jedoch nur, wenn es auf einen Gegenstand trifft - und sei er noch so klein. Solche winzigen Teilchen befinden sich auch in der Atmosphäre der Erde. Diese unzähligen Luftmoleküle sind verantwortlich dafür, dass der Himmel blau erscheint.

Das Sonnenlicht besteht eigentlich aus vielen verschiedenen Farben, wie Violett, Rot, Blau und Gelb. Diese verschiedenen Farben des Lichts sind eigentlich Lichtstrahlen in unterschiedlichen Wellenlängen. Blaues Licht beispielsweise ist extrem kurzwellig. Es wird von Luftmolekülen reflektiert - also abgelenkt - und trifft dann unser Auge. Das geschieht unzählige Male. Deshalb erscheint uns der Himmel blau. Der langwellige, rote Anteil des Lichts hingegen zieht an den meisten Luftteilchen vorbei. Weil das rote Licht nicht reflektiert wird, können wir es auch nicht sehen.

Ohne Luft gäbe es also keine Streuung des Lichts. Es wäre auf der Erde immer dunkel und wir könnten Tag und Nacht die Sterne sehen. Das ist beispielsweise auf dem Mond der Fall. Der Mond hat nämlich keine Atmosphäre.

Und wieso erscheint bei einem Sonnenuntergang der Himmel rot? Das hängt mit der Länge des Wegs zusammen, den das Sonnenlicht innerhalb der Erdatmosphäre zurücklegen muss. Mittags steht die Sonne hoch am Himmel. Der Weg des Lichts durch die Luftteilchen ist relativ kurz. Abends, wenn die Sonne tief steht, ist der Weg der Sonnenstrahlen durch die Atmosphäre länger. Dabei werden die blauen kurzwelligen Strahlen bereits frühzeitig abgelenkt. Auf dem langen Weg bis zu uns haben auch die langwelligen roten Strahlen "die Chance", auf Luftteilchen zu treffen. Wird der rote Teil des Lichts reflektiert, erscheint uns der Himmel rot.

Eigentlich ist der Himmel tagsüber aber gar nicht blau, sondern violett. Doch unser Auge kann diese sogenannte ultraviolette Strahlung nicht wahrnehmen. Im Auge gibt es nämlich nur drei Arten von Sinneszellen, mit denen wir Farben sehen können, die sogenannten Zäpfchen. Mit ihnen können wir Blau, Grün und Rot unterscheiden. Den violetten Anteil des Sonnenlichts kann unser Auge nicht wahrnehmen. Manche Tiere, wie zum Beispiel Bienen, haben jedoch einen zusätzlichen Zapfentyp. So können Bienen auch UV-Licht sehen.

Quelle

Warum "vertuschen" wir etwas?

Verbrechen werden vertuscht, bestimmte Umstände oder einfach peinliche Vorfälle, die nicht öffentlich werden sollen. Es geht darum, gezielt etwas zu verbergen oder sogar Spuren zu verwischen.

Das Wort ist im deutschen Sprachgebrauch schon länger bekannt als die Tusche, von der sicher viele glauben, dass sie Ursprung von „vertuschen“ ist. Es wäre ja auch sehr naheliegend: etwas mit Tische übermalen, damit es nicht mehr sichtbar ist. Doch das ist ein Irrtum.

Im alten Mittelhochdeutschen bedeuteten vertuzzen, vertussen, verdussen oder vertüschen gleich „bedecken, verbergen, verheimlichen“. Die Vorsilbe „ver-“ wirkt verstärkend. Denn tuschen an sich stand für „sich still verhalten“ und heute in Teilen Deutschlands noch für „zur Ruhe bringen, unterdrücken“. Es wird vermutet, dass tuschen lautnachahmenden Ursprung hat.*

Ausdrücke, die gerne stellvertretend für „vertuschen“ gebraucht werden, sind „etwas unter den Teppich kehren“ oder „unter den Tisch fallen lassen“. Sie sind sehr bildhaft und kaum erklärungsbedürftig: Teppich hoch, Staub und Krümel darunter kehren, Teppich wieder runter – und nichts ist zu sehen. Auch den Brotkrumen, die unter den Tisch gefallen sind, schenkt man einfach keine Beachtung ...

* Quelle: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen, dtv 1999

Warum überhören wir den Wecker?

Ist es möglich, einen laut klingelnden Wecker zu überhören? Oder wachen wir nicht in Wahrheit auf, um den Wecker auszuschalten – und dann einfach weiterzuschlafen? Schlafforscher gaben Entwarnung für notorische Spätaufsteher: Der „überhörte Wecker“ ist keine billige Ausrede, sondern tatsächlich wahr!

Experimente aus der Schlafforschung zeigen: Das Gehirn kann akustische Reize im Schlaf vollkommen ignorieren, zumindest während des REM-Schlafs. REM steht für „Rapid Eye Movement“ (schnelle Augenbewegungen) und deutet u. a. auf intensives Träumen hin. Diese Schlaf-Traum-Phasen dauern oft nur Sekunden und nehmen gegen Morgen hin zu.


Das Besondere: Im REM-Schlaf sind viele Muskeln in Ihrem Körper vorübergehend gelähmt – damit Sie Ihre Traumerlebnisse nicht in die Realität umsetzen und beispielsweise wie wild um sich schlagen. Das heißt für das Gehirn: Es ist in den REM-Phasen besonders stark gefordert. Und es ist dann so mit sich selbst beschäftigt, dass es Reize von außen überhaupt nicht wahrnimmt (oder sofort in den Traum integriert). So kann es auch das laute Signal eines Weckers überhören ...


Außerdem ist zum Aufwachen eine Art innere Bereitschaft notwendig. Das heißt: Auch wenn Ihr Gehirn die Aufwachsignale wahrnimmt, kann es unter Umständen entscheiden: Mit mir nicht. Ich schlafe weiter.

Warum schmeckt das Essen nach dem Zähneputzen komisch?

Wenn Sie Essen schmecken, geschieht das hauptsächlich in der Nase. Denn sie kann tausende von Aromen auseinander halten. Das ist auch der Grund, warum Sie bei Schnupfen kaum etwas schmecken oder auch, wenn Sie sich die Nase zuhalten – probieren Sie es einfach einmal aus!

Der kleinere Teil Ihres Geschmackssinns (nur rund 20 %) liegt im Mund, und zwar auf der Zunge. Sie schmeckt Süßes, Saures, Salziges oder Bitteres heraus, und zwar an verschiedenen Stellen: An der Spitze eher süß, am Zungenrand salzig, im mittleren Teil sauer und ganz hinten bitter. Hier kommt nun Ihre Zahnpasta ins Spiel: Sie hinterlässt keinen besonderen Geschmack, aber sie betäubt die Geschmacksnerven auf der Zunge. Dabei er- reicht sie die vorderen Stellen der Zunge viel besser als die hinteren. Nach dem Zähneputzen schmecken Sie also: nicht süß, wenig salzig, aber nach wie vor bitter. Das ist der Grund, warum der Geschmack so unangenehm ist.

Warum duften manche Pflanzen so gut?

Diese Frage ist noch nicht endgültig geklärt, aber die meisten Forscher glauben, der Grund liegt in der Unbeweglichkeit der Pflanzen: Sie können sich nicht wegbewegen, um sich fortzupflanzen oder vor Fraßfeinden zu schützen. In Sachen Vermehrung müssen sie sich auf den Wind verlassen oder Tiere dazu bringen, für sie den Liebesboten zu spielen – und das schaffen sie u. a. mit ihrem Blütenduft. Außerdem können sie sich so vor Fraßfeinden schützen, z. B. Salbei und Rosmarin, deren Blätter einen würzigen Duft verströmen.

Pflanzen kommunizieren auch mithilfe ihrer Duftstoffe: Eine Bohnenart beispielsweise sendet chemische Stoffe aus, wenn sie von Spinnmilben befallen wird. Das Duftsignal zieht räuberische Milben an, für die Spinnmilben ganz oben auf der Speisekarte stehen. Außerdem regt es weitere Bohnenpflanzen in der Nachbarschaft dazu an, ebenfalls vorsorglich Duftsignale abzusondern, um so einen Angriff abzuwehren.

Die Duftstoffe der Pflanzen gehören zu den ätherischen Ölen, d. h. sie verflüchtigen sich schnell. Sie stecken vor allem in Blättern, Blüten oder Samen. Es kostet die Pflanzen viel Energie, diese flüchtigen Stoffe herzustellen. Deshalb haben sich einige darauf spezialisiert, ihre Duftstoffe gezielt abzugeben, etwa nur am Abend.

Warum ist Ostern das höchste Kirchenfest?

Es ist nicht nur das älteste Fest des Christentums. Es bildet auch die Grundpfeiler des Glaubens: An Ostern wird der Tod nicht verdrängt, obwohl er der tiefste Punkt ist, den ein Mensch in seiner Existenz erreicht. Viele haben Angst vor ihm. Aber: Gott ließ seinen gekreuzigten Sohn auferstehen. Dieses Ereignis nährt die Hoffnung auf Gottes Treue und darauf, dass jedem Christen zeitliches und ewiges Leben geschenkt wird. Mit der Ausbreitung des Christentums setzte sich auch in anderen Ländern durch, dass die Menschen in Erinnerung an die Auferstehung Jesu Christi ein Fest feierten. Seit dem Jahr 325 ist dieses datiert auf den 1. Sonntag nach Frühlingsvollmond.

Das Osterfest schließt neben der Auferstehung gleich die ganze Karwoche mit ein. Kara aus dem althochdeutschen bedeutet Klage, Trauer. Diese Klagewoche verbindet folgende 4 Tage: 1. den Ankunftstag Jesu in Jerusalem = Palmsonntag, 2. den Tag des letzten Abendmahls = Gründonnerstag („grün“ von greinen), 3. den Tag der Kreuzigung = Karfreitag und 4. den Tag der Grabesruhe = Karsamstag. An Ostersonntag war die Auferstehung.

Warum zwitschern Vögel?

Singvögel trällern am Morgen und auch den ganzen Tag über. Für das vermehrte Gezwitscher in der Früh haben Vogelkundler verschiedene Gründe herausgefunden:

1. Revier markieren
Die meisten Vogelarten verlassen nachts ihr Revier und suchen sich einen neuen Platz. Deshalb fangen sie bei der 1. Dämmerung an zu singen, um ihr neues Revier zu markieren. Damit zeigen sie ihren Artgenossen deutlich, dass dort besetzt ist und sich kein anderer Vogel mehr niederlassen kann.

2. Pünktlich paaren
Der Eisprung der Vogelweibchen findet oft morgens statt. Um die Chancen einer Befruchtung zu erhöhen, ist es wichtig, dass die Begattung durch ein Männchen möglichst kurz nach dem Eisprung stattfindet. Mit ihrem Gesang locken sich Weibchen und Männchen gegenseitig an, um schneller zueinander zu finden und die Fortpflanzung zu sichern

3. Zeitvertreib
Insektenfresser singen meist sehr früh morgens, da sie um diese Zeit noch nicht auf Beutefang gehen können. Denn die Insekten fliegen erst, wenn es durch die Sonne etwas wärmer geworden ist. Bis dahin singen Vögel oft einfach aus Lust und Laune. Ein weiterer Grund für die Lautstärke des Gezwitschers liegt in unserer Wahrnehmung: Morgens sind die Umweltgeräusche noch so gering, dass der Vogelgesang in dieser Zeit besonders auffällt. Später am Tag übertönen oft andere Geräusche das Gezwitscher.