Woher kommen die Namen der Monate?
Warum ist es im Herbst so oft neblig?
Der kalte Boden kühlt die darüber liegende Luft ab, sodass die unteren Luftschichten kühler sind als die höheren. Da kalte Luft weniger Wasserdampf aufnehmen kann als warme, kondensiert der überschüssige Wasserdampf aus. Das bedeutet: Der in der Luft vorhandene Wasserdampf perlt zu kleinen Tropfen aus. Wir sehen diese Tröpfchen dann als Nebel.
Es gibt verschiedene Formen von Nebel. Vermischt sich feuchte warme Luft mit kalter spricht man von Mischungsnebel. Ein typisches Beispiel dafür sind die scheinbar "rauchenden" Seen an kalten Herbstmorgen, "dampfende" Straßen nach Regengüssen oder der "Frosthauch", wenn wir im Winter unseren Atem sehen.
Bleiben die Luftschichten getrennt und überlagert milde Luft die kalten Luftschichten am Boden, spricht man von Inversionsnebel. So bleibt der Wasserdampf aber auch Abgase, Rauch und Staub, in der in der Kaltluftschicht gefangen. Diese Art Nebel ist sehr zäh, oft bedarf es richtiger Stürme, damit er sich auflöst. Besonders häufig ist Nebel im November, daher gilt er auch als "Nebelmonat".
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Warum dreht sich die Erde im Herbst schneller?
Der Grund für die unterschiedlich schnelle Erdrotation verblüfft: Es sind die Blätter der Bäume! Im Sommer hängen sie an den Ästen – also ein Stück weit über dem Boden. Die Erde dreht sich langsamer. Im Herbst werden die Blätter nicht nur bunt, sondern fallen auch zu Boden. Dort sind sie näher am Erdmittelpunkt – und die Erde rotiert deshalb schneller. Dies wird noch verstärkt dadurch, dass die Landmassen unterschiedlich verteilt sind: Die Nordhalbkugel besitzt mehr Land – und damit mehr Laub.
Die Veränderung der Erdrotation ist sehr klein, unter 1 Millisekunde. Aber sie ist dennoch nachweisbar, dank spezieller Messgeräte. Nachdem das Herbstlaub-Phänomen vor einiger Zeit zum 1. Mal beschrieben wurde, sind Wissenschaftler ihm intensiv auf den Grund gegangen. Heute lernen es Meteorologen bereits im Studium – übrigens nicht, weil es so wichtig wäre, sondern weil es physikalische Prozesse besonders anschaulich darstellt.
Physiker bezeichnen das Phänomen übrigens als Pirouetteneffekt. Denn es lässt sich mit den Pirouetten einer Eiskunstläuferin vergleichen: Wenn diese sich auf dem Eis dreht und dann ihre Arme an ihren Körper – also zur Drehachse – heranzieht (wenn sie also Körpermasse nach innen verlagert), wird ihre Drehung schneller. Bleibt nur zu hoffen, dass niemandem schwindelig wird – egal ob auf Eis oder „nur“ auf der Erde.
Herbstanfang am 1. und 22. September - Was stimmt?
Langsam wird es Herbst. Die Blätter färben sich bunt, und es ist auch nicht mehr so heiß. Im Kalender steht, dass der Herbst am Dienstag beginnt. Die Wetterforscher aber sagen, dass schon lange Herbst ist. Wie kommt das?
Was ist der meteorologische Herbstanfang?
Für die Wetterforscher ging der Herbst schon Anfang September los. Das hat aber nichts mit dem Wetter draußen zu tun. Die Wetterforscher haben den 1. September als Herbstanfang festgelegt, um sich die Arbeit zu erleichtern. Sie können ihre Zahlen so besser auswerten. Die Menschen nennen das Datum der Wetterforscher den meteorologischen Herbstanfang.
Astronomen sagen, der Herbst beginnt am 22. September
Daneben gibt es den astronomischen Beginn des Herbstes. Der liegt in diesem Jahr am 22. September. Astronomen erforschen die Planeten im Weltall. Wenn es auf der Erde Frühling, Sommer, Herbst oder Winter wird, hat das auch mit dem Weltall zu tun. Die Jahreszeiten hängen davon ab, wie unser Planet zur Sonne steht und wie viele Sonnenstrahlen die Erde dadurch abbekommt. Am 22. September beginnt eine Zeit, in der die Sonnenstrahlen auf der oberen Hälfte der Erdkugel schwächer werden. Dort wird es daher langsam kälter. Der Herbst beginnt.
Warum beginnt das Jahr mit dem Januar?
Julius Cäsar hatte den von ihm eingeführten julianischen Kalender dazu genutzt, 2 Monate vor den März einzuschieben: Januar und Februar. Der Jahresanfang verschob sich so auf den 1. Januar, den regelmäßigen Amtsantritt der Konsuln, der höchsten Staatsbeamten im alten Rom.
Eleganterweise empfing der Kaiser eine weitere Ehrung durch den römischen Senat: Der frühere 5. Monat Quintilis, Cäsars Geburtsmonat, wurde zu Juli (abgekürzt vom Namen Julius). Auch Kaiser Augustus (63 v. Chr.–14 n. Chr.) verewigte sich später als Namenspartron des Monats August.
Wann gab es die 1. Sommerzeit?
Erst seit 1980 passt Deutschland regelmäßig seine Uhren auf die Sommerzeit an; seit 1996 abgestimmt auf Europaebene. Geregelt ist das über das so genannte Zeitgesetz. Laut diesem darf die Bundesregierung die mitteleuropäische Sommerzeit (1.3.-31.10.) einführen, um Tageshelligkeit besser ausnutzen zu können und die Zeit an die der Nachbarstaaten anzugleichen.
Fallen wirklich Sterne vom Himmel?
Gefährlich sind sie also nicht: Noch bevor sie die Erde erreichen, sind sie verglüht. Nur selten fallen Gesteinsbrocken vom Himmel, die zu groß sind, um zu verglühen: Das sind die sogenannten „Meteoriten“. In Unterscheidung dazu heißen Sternschnuppen „Meteore“.
Wahnwitzige Geschwindigkeiten: Die kleinen Teilchen Kometenstaub treffen mit 200.000 Stundenkilometern, das sind 60 km pro Sekunde, auf die Erdatmosphäre! So erklärt sich, dass ein so winziges Element eine derart klare Lichtspur erzeugen kann!
Warum sind es im August so viele?
Für die jährliche Wiederkehr ist der Komet „Swift Tuttle“ verantwortlich. Er befindet sich zwar nicht nahe der Erde, doch sein breiter Schweif kreuzt stets im Juli und August unsere Umlaufbahn. Er ist ein großes Exemplar, das einen regelrechten Dreckschlauch hinter sich herzieht. Seine Teilchen können Sie sich wie Staubflocken unter der Couch vorstellen oder wie Schneeflocken: Mitten im Sommer ist für die Erde so, als würde sie wie ein Auto durch einen Schneesturm fahren!
Übrigens: Der Schnuppenregen ist am intensivsten, wenn sich die Erde im staubigsten Teil des Schweifs befindet. Dieses Jahr wird das heute, in der Nacht vom 12. auf den 13. August, erwartet. Aber auch die kommenden 2 Nächte sollen sehr sternschnuppenreich sein.
Wo ist die beste Aussicht?
Wollen Sie die Sternschnuppen beobachten, machen Sie es sich bequem: Lehnen Sie sich im Liegestuhl weit zurück und schauen Sie zum nordöstlichen Horizont. Ferngläser oder Teleskope würden Sie nur stören: Deren Blickfeld ist viel zu klein, um die flinken Himmelskreuzer einzufangen!
Ideal: Begeben Sie sich auf ein Feld, das außerhalb einer Stadt liegt und einen wirklich freien Blick bietet. Der beste Zeitpunkt sind die Stunden nach Mitternacht. Bei klarer Sicht können Sie dann etwa 2 Sternschnuppen pro Minute beobachten!
Warum heißen sie Perseiden?
Astronomen nennen den August-Schauer auch „Perseiden-Schwarm“. Der Grund: Für den Beobachter auf der Erde sieht es so aus, als ob die Schnuppen ihren Ursprung im Sternbild Perseus haben. Das war jener Held in der griechischen Mythologie, der die todbringende Medusa besiegte, deren Blick jedes Lebewesen in Stein verwandeln konnte.
Als Himmelsgucker geht es Ihnen wie einem Autofahrer in dichtem Schneetreiben: Beim Blick durch die Windschutzscheibe wirkt es so, als kämen alle Schneeflocken von einem gemeinsamen Ausgangspunkt. Der Effekt am Himmel ist ähnlich: Die Staubspur des Kometen dringt dort in die Erdatmosphäre ein, wo von uns aus gesehen die Konstellation des Perseus liegt.
Die Benennung nach Sternbildern sagt den Astronomen also, wo sie hinschauen müssen, um einen bestimmten Meteorstrom zu beobachten.