Klein, süß und knusprig gibt Ihnen der Glückskeks nach dem Essen beim Chinesen noch einen Sinnspruch mit auf den Weg. Mit fernöstlich klingenden Weisheiten wie „Eine lange Reise beginnt mit dem 1. Schritt“ hat er sich eine riesige Fangemeinde erobert. Das Manko dieser Erfolgsgeschichte: Mit China haben Glückskekse rein gar nichts zu tun!
Der Erfinder der Glückskekse war nämlich nicht Chinese, sondern Japaner – und er lebte noch nicht einmal in einem asiatischen Land, sondern in den USA! Anfang des 20. Jh. betrieb der japanische Einwanderer Makato Hagiwara in San Francisco einen japanischen Teegarten. Dort kam er auf die Idee, Glückskekse zum Tee zu verteilen – und sie seinen Gästen auch mit auf den Heimweg zu geben, damit diese sich über die fernöstlichen Weisheiten unterhalten und lange an ihn zurückdenken mögen.
Bereits seit den 1960er-Jahren werden Glückskekse maschinell hergestellt. Sie bestehen aus stark zuckerhaltigem Waffelteig, der nach dem Biegen in die typische Schiffchenform schnell aushärtet. So hergestellte Kekse saugen Wasser auf – und nur deshalb muss jeder noch einmal einzeln in Folie verschweißt werden.
Übrigens: In China kennt bis heute fast niemand das Gebäck, das überall sonst als Inbegriff chinesischer Kultur gilt. Machmal ist die Welt wirklich merkwürdig!
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Warum wird Gebäck an der Luft weich - Brot aber hart?
Kekse enthalten viel Zucker. Der hat die Eigenschaft, bei längerer Lagerung Feuchtigkeit aus der Luft aufzunehmen.
Brot dagegen, das kaum Zucker enthält, trocknet aus. Das liegt auch an der Stärke im Brotlaib. Stärke wird mit der Zeit abgebaut, dadurch rücken die übrigen Inhaltsstoffe näher zusammen und das Brot wird härter.
Brot dagegen, das kaum Zucker enthält, trocknet aus. Das liegt auch an der Stärke im Brotlaib. Stärke wird mit der Zeit abgebaut, dadurch rücken die übrigen Inhaltsstoffe näher zusammen und das Brot wird härter.
Wieso gibt es an Weihnachten Christstollen?
Die traditionelle Kalorienbombe zur Weihnachtszeit verdanken wir einem sächsischen Hofbäcker namens Heinrich Drasdo. Zu seiner Zeit, im 16. Jh., fasteten die Menschen im Advent noch sehr streng – und aßen als Fastenbrot ein nicht besonders gut schmeckendes Gebäck in Stollenform. Drasdo hatte nun die Idee, das magere Fastenbrot für die Weihnachtstage zum opulenten Festgebäck aufzuwerten, mit viel Butter und jeder Menge Trockenfrüchte. Sein besonderer Trick: Er bestreute den Kuchen mit so viel Puderzucker, dass dieser schließlich an die Form des himmlischen Wickelkindes in der Krippe erinnerte. Die Idee kam glänzend an, erst in Sachsen, dann in ganz Deutschland.
Übrigens: Lange Zeit war der Kuchen nach seinem Erfinder als „Drasdoer Stollen“ bekannt, erst später sagten die Leute der Einfachheit halber „Dresdner Christstollen“.
Wie kommt die Kohlensäure ins Mineralwasser?
Das kennen wir alle: Öffnen wir eine Flasche Sprudel, zischt es manchmal, oder das Wasser schwappt sogar heraus. Das liegt an der Kohlensäure im Mineralwasser. Doch wie kommt die Kohlensäure überhaupt in das Getränk hinein?
Was ist CO2?
Wenn die geschlossene Flasche geschüttelt oder erwärmt wird, schäumt das Wasser nach dem Öffnen über. Das hat mit der Kohlensäure zu tun. Es handelt sich, chemisch gesehen, um Kohlendioxid (abgekürzt: CO2). Davon kann man manchmal im Fernsehen hören oder in der Zeitung lesen. Denn Kohlendioxid ist ein Gas, das beim Verbrennen von Kohle, Holz oder Benzin entsteht. Es ist mitverantwortlich für den Klimawandel und die Erwärmung der Erde.
Was macht das Kohlendioxid mit dem Wasser
Im Mineralwasser ist aber Kohlendioxid drin, das ganz natürlich tief in der Erde entsteht, sagt Tilman Kerstiens. Er ist beim Verband Deutscher Brunnen für technische Fragen zuständig. In dem Verband haben sich viele Mineralwasser-Unternehmen zusammengetan. Tilman Kerstiens sagt: "In den tieferen Erdschichten sammelt sich Wasser, das als Regen und Schnee vorher versickert ist. Noch tiefer unten entsteht das Kohlendioxid. Wenn das Wasser und das Kohlendioxid aufeinandertreffen, verbinden sie sich in der Erde und drücken nach oben - das ist ganz ähnlich wie bei der geschüttelten oder warmen Mineralwasserflasche. Es sprudelt förmlich über", sagt der Fachmann.
Die Kohlensäure wird verflüssigt
Mineralwasser-Firmen fangen das natürlich sprudelnde Wasser auf. Leider geht es nicht, dieses Wasser einfach direkt in Flaschen abzufüllen. Weil das Kohlendioxid ebenso entweicht wie die Gasbläschen aus der Mineralwasserflasche, wenn wir sie über Nacht offen stehen lassen, wird das entweichende Gas aufgefangen. Danach kühlen die Leute in dem Mineralbrunnen es so stark ab, bis aus dem Gas eine Flüssigkeit wird. Das passiert bei minus 38 bis 39 Grad. Dadurch kann man größere Mengen in einem Tank speichern.
Kohlensäure kommt mit Druck zurück in das Wasser
Um die Kohlensäure später ins Wasser hinein zu bekommen, muss das Kohlendioxid wieder "aufgetaut" und zu Gas zurückverwandelt werden. Nun wird es mit hohem Druck in das Wasser hineingepresst, sagt Tilman Kerstiens. Der Druck sorgt dafür, dass die Kohlensäure im Wasser praktisch gefangen und gut mit ihm verbunden ist. Dann ist es ganz frisch und prickelt schön, wenn wir die Flasche zum ersten Mal öffnen.
Quelle: dapd
Was ist CO2?
Wenn die geschlossene Flasche geschüttelt oder erwärmt wird, schäumt das Wasser nach dem Öffnen über. Das hat mit der Kohlensäure zu tun. Es handelt sich, chemisch gesehen, um Kohlendioxid (abgekürzt: CO2). Davon kann man manchmal im Fernsehen hören oder in der Zeitung lesen. Denn Kohlendioxid ist ein Gas, das beim Verbrennen von Kohle, Holz oder Benzin entsteht. Es ist mitverantwortlich für den Klimawandel und die Erwärmung der Erde.
Was macht das Kohlendioxid mit dem Wasser
Im Mineralwasser ist aber Kohlendioxid drin, das ganz natürlich tief in der Erde entsteht, sagt Tilman Kerstiens. Er ist beim Verband Deutscher Brunnen für technische Fragen zuständig. In dem Verband haben sich viele Mineralwasser-Unternehmen zusammengetan. Tilman Kerstiens sagt: "In den tieferen Erdschichten sammelt sich Wasser, das als Regen und Schnee vorher versickert ist. Noch tiefer unten entsteht das Kohlendioxid. Wenn das Wasser und das Kohlendioxid aufeinandertreffen, verbinden sie sich in der Erde und drücken nach oben - das ist ganz ähnlich wie bei der geschüttelten oder warmen Mineralwasserflasche. Es sprudelt förmlich über", sagt der Fachmann.
Die Kohlensäure wird verflüssigt
Mineralwasser-Firmen fangen das natürlich sprudelnde Wasser auf. Leider geht es nicht, dieses Wasser einfach direkt in Flaschen abzufüllen. Weil das Kohlendioxid ebenso entweicht wie die Gasbläschen aus der Mineralwasserflasche, wenn wir sie über Nacht offen stehen lassen, wird das entweichende Gas aufgefangen. Danach kühlen die Leute in dem Mineralbrunnen es so stark ab, bis aus dem Gas eine Flüssigkeit wird. Das passiert bei minus 38 bis 39 Grad. Dadurch kann man größere Mengen in einem Tank speichern.
Kohlensäure kommt mit Druck zurück in das Wasser
Um die Kohlensäure später ins Wasser hinein zu bekommen, muss das Kohlendioxid wieder "aufgetaut" und zu Gas zurückverwandelt werden. Nun wird es mit hohem Druck in das Wasser hineingepresst, sagt Tilman Kerstiens. Der Druck sorgt dafür, dass die Kohlensäure im Wasser praktisch gefangen und gut mit ihm verbunden ist. Dann ist es ganz frisch und prickelt schön, wenn wir die Flasche zum ersten Mal öffnen.
Quelle: dapd
Warum wird Zucker nicht schlecht?
Viele Kinder naschen gerne Zucker, wenn er auf dem Tisch steht. Sie können oftmals gar nicht genug davon kriegen. Doch warum müssen wir eigentlich nie Angst haben, dass der Süßstoff schlecht wird?
Zucker hat kein Mindesthaltbarkeitsdatum
Wer im Supermarkt genau hinguckt, stellt fest, dass auf einer Packung Zucker kein Mindesthaltbarkeitsdatum steht. Während für andere Lebensmittel angegeben wird, wie lange sich die Sachen mindestens halten werden, gibt es das für Zucker nicht. Zucker wird nicht schlecht. Professor Andre Lipski von der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn im Bundesland Nordrhein-Westfalen weiß auch, warum das so ist. Er sagt: "Das liegt daran, dass der Zucker jedem Schimmelpilz oder Bakterium sofort das Wasser entzieht. Bakterien sind winzigkleine Lebewesen. Wie Schimmelpilze können sie dafür sorgen, dass Lebensmittel schlecht werden. Kommen Pilze oder Bakterien mit Zucker in Berührung, verlieren sie all ihr Wasser und sterben. Ohne Wasser können sie nicht leben.
Zucker als Konservierungsmittel?
Aus diesem Grund wird nicht nur Zucker selbst nie schlecht, er lässt sich auch ähnlich wie Salz als Konservierungsmittel nutzen. Damit ist gemeint, dass Sachen mit Zucker lange haltbar gemacht werden können. Marmelade zum Beispiel hält sich gut. Sie besteht aus viel Zucker. Beim Marmeladekochen kommt es aber darauf an, nicht zu wenig Zucker zu nehmen. Ist zu wenig Zucker in der Marmelade, können sich Bakterien prima von ihr ernähren. Dann wird auch die Marmelade schlecht.
Quelle: dapd
Zucker hat kein Mindesthaltbarkeitsdatum
Wer im Supermarkt genau hinguckt, stellt fest, dass auf einer Packung Zucker kein Mindesthaltbarkeitsdatum steht. Während für andere Lebensmittel angegeben wird, wie lange sich die Sachen mindestens halten werden, gibt es das für Zucker nicht. Zucker wird nicht schlecht. Professor Andre Lipski von der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn im Bundesland Nordrhein-Westfalen weiß auch, warum das so ist. Er sagt: "Das liegt daran, dass der Zucker jedem Schimmelpilz oder Bakterium sofort das Wasser entzieht. Bakterien sind winzigkleine Lebewesen. Wie Schimmelpilze können sie dafür sorgen, dass Lebensmittel schlecht werden. Kommen Pilze oder Bakterien mit Zucker in Berührung, verlieren sie all ihr Wasser und sterben. Ohne Wasser können sie nicht leben.
Zucker als Konservierungsmittel?
Aus diesem Grund wird nicht nur Zucker selbst nie schlecht, er lässt sich auch ähnlich wie Salz als Konservierungsmittel nutzen. Damit ist gemeint, dass Sachen mit Zucker lange haltbar gemacht werden können. Marmelade zum Beispiel hält sich gut. Sie besteht aus viel Zucker. Beim Marmeladekochen kommt es aber darauf an, nicht zu wenig Zucker zu nehmen. Ist zu wenig Zucker in der Marmelade, können sich Bakterien prima von ihr ernähren. Dann wird auch die Marmelade schlecht.
Quelle: dapd
Wissenswertes zum Weinverschluss
Es gibt mehrere Möglichkeiten für einen Weinverschluss.
Naturkork freut den Weinkenner, Kronkork hat hingegen zu Unrecht den Ruf, nur billige Weine zu verschließen. Welcher Weinverschluss ist ideal?
Welches ist der optimale Verschluss für die Weinflasche
Betrachten wir zunächst einmal die gängigen Arten von Weinverschlüssen:
Der Kunststoff-Kork
Ist zumeist schon optisch wie ein Naturkork gestaltet, er sorgt dafür, dass der Weinfreund nicht auf die Korkenzieher-Zeremonie verzichten muss.
Der Glasverschluss
Der relativ junge Glasverschluss besticht durch ansprechende Optik, die Flasche ist "wieder verschließbar", kann sogar im Kühlschrank liegend gelagert werden, wenn nicht genug Platz ist, und bisher sind keine negativen Auswirkungen auf Geschmack oder Reife bekannt.
Der Schraubverschluss
Schraubverschlüsse haben immer noch einen optischen und emotionalen Makel und erwecken bei vielen Menschen den Eindruck des Billigweines, der hauptsächlich in der Literflasche abgefüllt ist. Allerdings ist er die ideale Alternative für den Naturkork. Viele Winzer haben sich auch schon auf den Schraubverschluss eingestellt, denn der Wein muss etwas anders behandelt werden, als bei Naturkork-Verschlüssen. Ein weiterer Vorteil: Die Flasche ist leichter zu öffnen und auch wieder zu verschließen.
Kronenkork
Weintechnisch gesehen gibt es keinerlei Einwände gegen Kronenkorken. Die noblen Champagnerhersteller arbeiten schon seit Jahrzehnten damit. Die Flaschenreife erfolgt ausnahmslos in Flaschen, die mit Kronenkork verschlossen sind. Für Bierflaschen ist der Kronenkork die gängigste Verschlussform. Nachteil gegenüber dem Glasverschluss ist die fehlende Möglichkeit, die Flache wieder zu verschließen.
Der Naturkork
Der Naturkork birgt immer die Gefahr, dass in der freien Natur sich die Korklaus im Kork einnistet. Die ist so klein, dass man sie mit blossem Auge kaum erkennen kann. Die frisst und scheidet aus, und diese Ausscheidungen sind verantwortlich für den üblen "Korkgeschmack". Dies trifft bei etwa 4 % der Korken zu, lässt sich aber nicht vermeiden.
Kork ist ein Naturprodukt, welches nachwächst, allerdings dem steigenden Bedarf von zu verschließenden Weinflaschen auf Dauer nicht mehr gerecht werden kann.
Warum Kork in der Weinflasche?
Durch den guten Natur - Korken verlaufen Kapillaren, die winzige Mengen Sauerstoff an den Wein lassen. (Die Kapsel darüber hat auch eingestanzte Löcher!). Damit lebt der Wein und kann seine Lebenskurve durchlaufen.
Der Wein sollte deshalb liegend gelagert werden, damit der Korken nass ist und gequollen ist, denn der trockene Korken schafft größere Luftkanäle, durch die zu viel Sauerstoff an den Inhalt kommt.
Die Riesenmengen einfacher Trinkwein, die jährlich konsumiert werden, brauchen wir nicht zu lagern, die trinken wir jung und im nächsten Jahr gibt es wieder den neuen Jahrgang.
Hier ist der Kork als Naturprodukt in der Tat eine unnötige Verschwendung dieser wertvollen Ressource. Der saubere Schraubverschluss, die Glaskapsel (allerdings sehr teuer), sogar der Kronkorken leisten hier einen absolut ausreichenden Dienst.
Der "gute" Wein, den der Weinfreund lagert, dessen Entwicklung er über Jahre beobachten will, der braucht einfach den guten Korken, der gehört zum Ritual, zum Erlebnis Wein Genießen.
Verbraucher und Erzeuger sollten sich auf diesen einfachen Nenner einigen, das schont die Vorräte der Natur und wird der Sache vollends gerecht.
Naturkork freut den Weinkenner, Kronkork hat hingegen zu Unrecht den Ruf, nur billige Weine zu verschließen. Welcher Weinverschluss ist ideal?
Welches ist der optimale Verschluss für die Weinflasche
Betrachten wir zunächst einmal die gängigen Arten von Weinverschlüssen:
Der Kunststoff-Kork
Ist zumeist schon optisch wie ein Naturkork gestaltet, er sorgt dafür, dass der Weinfreund nicht auf die Korkenzieher-Zeremonie verzichten muss.
Der Glasverschluss
Der relativ junge Glasverschluss besticht durch ansprechende Optik, die Flasche ist "wieder verschließbar", kann sogar im Kühlschrank liegend gelagert werden, wenn nicht genug Platz ist, und bisher sind keine negativen Auswirkungen auf Geschmack oder Reife bekannt.
Der Schraubverschluss
Schraubverschlüsse haben immer noch einen optischen und emotionalen Makel und erwecken bei vielen Menschen den Eindruck des Billigweines, der hauptsächlich in der Literflasche abgefüllt ist. Allerdings ist er die ideale Alternative für den Naturkork. Viele Winzer haben sich auch schon auf den Schraubverschluss eingestellt, denn der Wein muss etwas anders behandelt werden, als bei Naturkork-Verschlüssen. Ein weiterer Vorteil: Die Flasche ist leichter zu öffnen und auch wieder zu verschließen.
Kronenkork
Weintechnisch gesehen gibt es keinerlei Einwände gegen Kronenkorken. Die noblen Champagnerhersteller arbeiten schon seit Jahrzehnten damit. Die Flaschenreife erfolgt ausnahmslos in Flaschen, die mit Kronenkork verschlossen sind. Für Bierflaschen ist der Kronenkork die gängigste Verschlussform. Nachteil gegenüber dem Glasverschluss ist die fehlende Möglichkeit, die Flache wieder zu verschließen.
Der Naturkork
Der Naturkork birgt immer die Gefahr, dass in der freien Natur sich die Korklaus im Kork einnistet. Die ist so klein, dass man sie mit blossem Auge kaum erkennen kann. Die frisst und scheidet aus, und diese Ausscheidungen sind verantwortlich für den üblen "Korkgeschmack". Dies trifft bei etwa 4 % der Korken zu, lässt sich aber nicht vermeiden.
Kork ist ein Naturprodukt, welches nachwächst, allerdings dem steigenden Bedarf von zu verschließenden Weinflaschen auf Dauer nicht mehr gerecht werden kann.
Warum Kork in der Weinflasche?
Durch den guten Natur - Korken verlaufen Kapillaren, die winzige Mengen Sauerstoff an den Wein lassen. (Die Kapsel darüber hat auch eingestanzte Löcher!). Damit lebt der Wein und kann seine Lebenskurve durchlaufen.
Der Wein sollte deshalb liegend gelagert werden, damit der Korken nass ist und gequollen ist, denn der trockene Korken schafft größere Luftkanäle, durch die zu viel Sauerstoff an den Inhalt kommt.
Die Riesenmengen einfacher Trinkwein, die jährlich konsumiert werden, brauchen wir nicht zu lagern, die trinken wir jung und im nächsten Jahr gibt es wieder den neuen Jahrgang.
Hier ist der Kork als Naturprodukt in der Tat eine unnötige Verschwendung dieser wertvollen Ressource. Der saubere Schraubverschluss, die Glaskapsel (allerdings sehr teuer), sogar der Kronkorken leisten hier einen absolut ausreichenden Dienst.
Der "gute" Wein, den der Weinfreund lagert, dessen Entwicklung er über Jahre beobachten will, der braucht einfach den guten Korken, der gehört zum Ritual, zum Erlebnis Wein Genießen.
Verbraucher und Erzeuger sollten sich auf diesen einfachen Nenner einigen, das schont die Vorräte der Natur und wird der Sache vollends gerecht.
Was Sie schon immer über Spargel wissen wollten
Bis vor 150 Jahren baute man Spargel noch fast so an, wie es der Römer Cato (234–149 v. Chr.) mehr als 2.000 Jahre zuvor in seinen Aufzeichnungen über Landbau publik gemacht hatte. Jahrhunderte später fand sich Asparagus – griechisch: aspharagos, „junger Trieb“ – überwiegend als Heilpflanze in Klostergärten wieder. Ab dem 16. Jahrhundert landeten die Stangen zunächst bei Fürstenhöfen wieder auf den Speisetellern. Als die Konserve in den 1860er-Jahren erfunden wurde, war Spargel Vorreiter unter dem Dosengemüse. Neue Anbaumethoden kamen zum Einsatz, damit die Spargelernte ertragreicher wurde.
Warum gibt es grünen und weißen Spargel?
Was die Römer anbauten, war Grünspargel, was Sie in Deutschland meist vorfinden, ist weißer Bleichspargel. Ob grün oder weiß: Beide Sorten treiben aus demselben unterirdischen Wurzelstock. Der Bleichspargel sprießt in Erdwällen nach oben. So ist er vor Sonnenlicht geschützt und bildet keine Farbstoffe. Um grünen Spargel zu ernten, lässt man den Spross aus der Erde schießen. Sobald er Licht sieht, bildet er den grünen Farbstoff Chlorophyll aus.
Was ist drin im Spargel?
Zu mehr als 90% besteht eine Spargelstange aus Wasser. 100 g enthalten nur 15 kcal. Das Gemüse wirkt entwässernd und wegen eines hohen Stickstoffgehaltes harntreibend. Von welchem Abbauprodukt im Spargel der typische Uringeruch bei der Hälfte aller Spargelesser kommt, konnten Wissenschaftler bisher noch nicht stichfest analysieren.
Spargel enthält unter anderem relativ viel Folsäure, reichlich Vitamin B1 und B2, C, E und Vitamin A. Das Gemüse zeichnet sich auch durch einen geringen Natriumgehalt aus. Der Vitamin- und Mineralstoffgehalt ist bei grünem Spargel höher als bei weißem, weil dieser sich unter der Erde nicht voll entwickeln kann.
Übrigens: Wenn die Spargelpflanze zu sprießen beginnt, verwandelt sie Stärke aus ihren Wurzeln in Zucker, den sie für ihr weiteres Wachstum bräuchte. Beim Spargel sorgt der Zucker für den leicht süßlichen Geschmack.
Warum gibt es grünen und weißen Spargel?
Was die Römer anbauten, war Grünspargel, was Sie in Deutschland meist vorfinden, ist weißer Bleichspargel. Ob grün oder weiß: Beide Sorten treiben aus demselben unterirdischen Wurzelstock. Der Bleichspargel sprießt in Erdwällen nach oben. So ist er vor Sonnenlicht geschützt und bildet keine Farbstoffe. Um grünen Spargel zu ernten, lässt man den Spross aus der Erde schießen. Sobald er Licht sieht, bildet er den grünen Farbstoff Chlorophyll aus.
Was ist drin im Spargel?
Zu mehr als 90% besteht eine Spargelstange aus Wasser. 100 g enthalten nur 15 kcal. Das Gemüse wirkt entwässernd und wegen eines hohen Stickstoffgehaltes harntreibend. Von welchem Abbauprodukt im Spargel der typische Uringeruch bei der Hälfte aller Spargelesser kommt, konnten Wissenschaftler bisher noch nicht stichfest analysieren.
Spargel enthält unter anderem relativ viel Folsäure, reichlich Vitamin B1 und B2, C, E und Vitamin A. Das Gemüse zeichnet sich auch durch einen geringen Natriumgehalt aus. Der Vitamin- und Mineralstoffgehalt ist bei grünem Spargel höher als bei weißem, weil dieser sich unter der Erde nicht voll entwickeln kann.
Übrigens: Wenn die Spargelpflanze zu sprießen beginnt, verwandelt sie Stärke aus ihren Wurzeln in Zucker, den sie für ihr weiteres Wachstum bräuchte. Beim Spargel sorgt der Zucker für den leicht süßlichen Geschmack.
Warum ist unser Bier rein?
Die Deutschen stehen fast an der Spitze des weltweiten Bierkonsums – mehr als 115 Liter sind es pro Kopf und Jahr. So typisch das Bier hierzulande ist: Es stammt nicht aus unseren Breiten.
Das 1. sumerische Bier: trüb und klebrig-süß
Es wird dem Zufall zugeschrieben, dass ein Mensch das Ur-Bier entdeckte. Irgend jemand wird ein Stück Brot, aufgeweicht in Wasser und leicht angegoren, getestet und für gut befunden haben. Fest steht, dass vor mehr als 6.000 Jahren das Volk der Sumerer in der Region um das heutige Irak Bier hergestellt hat: aus nicht durchgeba-ckenem, vergorenen Brot aus Gerste oder dem alten Getreide „Emmer“. Für den Geschmack gaben die Sumerer Honig, Gewürze und Kräuter dazu.
Babylonisches Bier: mit Strohhalm zu genießen
Als die Babylonier 2.000 v. Chr. das Reich der Sumerer übernahmen, eigneten sie sich deren Braukunst an. Sie stellten bereits 20 verschiedene Sorten her! Die Menschen tranken es mit langen Tonröhrchen, weil das Bier nicht filtriert war und bittere Rückstände enthielt. Der babylonische König Hammurapi (1728–1686 v. Chr.) verfasste eines der ältesten Gesetzbücher, darin auch Regeln zum Bier: Schankwirten war zum Beispiel das Panschen verboten; als Bezahlung für ihr Bier durften sie nur Gerste annehmen, kein Silber.
Ägyptisches Bier: alltägliche Massenware
Zeitgleich zum Orient fand auch die Hochkultur der Ägypter zu dem alkoholischen Getränk aus vergorenem Brotteig. Dort war es ein Volksgetränk, von dem sogar Sklaven täglich ihre Ration tranken. Etwa die Hälfte ihrer Getreideernte verwandelten die Ägypter in Bier. Den Geschmack rundeten sie mit Honig, Datteln und Gewürzen ab.
Germanisches Bier: ein „schauerlicher Saft“
Erst um 1.000 v. Chr. gelangten Bierrezepturen in den Norden Europas. Die Germanen nutzten Gerste, Weizen oder Hirse als Grundstoff, ohne es vorher zu Brot zu verarbeiten. Kräuter wie Anis, Kümmel, Rosmarin, Myrte oder bittere Eichenrinde würzten das Gebräu – damals übrigens von Frauen hergestellt, da Backen und Brauen gut zusammenpassten. Auch Honig gaben sie zu, damit die Gärung in Schwung kam. Was dabei herauskam, war trüb, klebrig, schaumlos und nicht lange haltbar. Der Römer Cornelius Tacitus (55–120) schrieb über die Germanen, sie tränken „einen schauerlichen Saft, aus Gerste oder Weizen gegoren“.
Mittelalter-Bier: Exportware
In Deutschland entwickelten sich unter Kaiser Karl dem Großen (748–814) neben dem bürgerlichen Brauhandwerk auch die Klöster zu Brauereien, weil dieser sie gezielt förderte. Im Mittelalter galt Bier schon als Grundnahrungsmittel, an dem auch andere Länder Gefallen hatten: Per Schiff exportierten die Norddeutschen ihr Bier ins Ausland. Bei der Herstellung achteten sie auf ordentliche Qualität – denn zu leicht ging beim Brauen etwas schief (dann waren Hopfen sowie Malz verloren). Dies nahmen die Bayern zum Vorbild ihrer Brauordnungen und für das Reinheitsgebot.
Übrigens: Was ist Malz ...?
Ohne Zucker lässt sich das Gemisch aus Gerste, Hefe, Wasser nur schwer vergären. Denn dieser nährt die Alkohol und Kohlensäure produzierende Hefe. Gerste hat jedoch kaum Zucker. Allerdings verwandelt sie beim Keimen Stärke aus dem Korn mithilfe von Enzymen in den süßen Stoff. Deshalb lassen Bierbrauer Gerste keimen, indem sie die Körner in Wasser aufquellen lassen und ausbreiten. Die Arbeit der Enzyme wird dann durch Trocknung gestoppt – das Endprodukt ist Gerstenmalz, das dem Bier auch Aroma und Farbe gibt.
... und was bewirkt Hopfen?
Ein Segen: Ab dem 11. Jahrhundert ersetzte der Hopfen nach und nach die alten Gewürzmischungen für Biere – und sorgte endlich für einen guten, herben und würzigen Geschmack. Vorteil der Heilpflanze ist: Ihre Dolden enthalten antibiotische Wirkstoffe und Gerbstoffe, durch die das Bier haltbarer und klarer wird. Außerdem sorgt Hopfen für einen festeren Schaum.
Das 1. sumerische Bier: trüb und klebrig-süß
Es wird dem Zufall zugeschrieben, dass ein Mensch das Ur-Bier entdeckte. Irgend jemand wird ein Stück Brot, aufgeweicht in Wasser und leicht angegoren, getestet und für gut befunden haben. Fest steht, dass vor mehr als 6.000 Jahren das Volk der Sumerer in der Region um das heutige Irak Bier hergestellt hat: aus nicht durchgeba-ckenem, vergorenen Brot aus Gerste oder dem alten Getreide „Emmer“. Für den Geschmack gaben die Sumerer Honig, Gewürze und Kräuter dazu.
Babylonisches Bier: mit Strohhalm zu genießen
Als die Babylonier 2.000 v. Chr. das Reich der Sumerer übernahmen, eigneten sie sich deren Braukunst an. Sie stellten bereits 20 verschiedene Sorten her! Die Menschen tranken es mit langen Tonröhrchen, weil das Bier nicht filtriert war und bittere Rückstände enthielt. Der babylonische König Hammurapi (1728–1686 v. Chr.) verfasste eines der ältesten Gesetzbücher, darin auch Regeln zum Bier: Schankwirten war zum Beispiel das Panschen verboten; als Bezahlung für ihr Bier durften sie nur Gerste annehmen, kein Silber.
Ägyptisches Bier: alltägliche Massenware
Zeitgleich zum Orient fand auch die Hochkultur der Ägypter zu dem alkoholischen Getränk aus vergorenem Brotteig. Dort war es ein Volksgetränk, von dem sogar Sklaven täglich ihre Ration tranken. Etwa die Hälfte ihrer Getreideernte verwandelten die Ägypter in Bier. Den Geschmack rundeten sie mit Honig, Datteln und Gewürzen ab.
Germanisches Bier: ein „schauerlicher Saft“
Erst um 1.000 v. Chr. gelangten Bierrezepturen in den Norden Europas. Die Germanen nutzten Gerste, Weizen oder Hirse als Grundstoff, ohne es vorher zu Brot zu verarbeiten. Kräuter wie Anis, Kümmel, Rosmarin, Myrte oder bittere Eichenrinde würzten das Gebräu – damals übrigens von Frauen hergestellt, da Backen und Brauen gut zusammenpassten. Auch Honig gaben sie zu, damit die Gärung in Schwung kam. Was dabei herauskam, war trüb, klebrig, schaumlos und nicht lange haltbar. Der Römer Cornelius Tacitus (55–120) schrieb über die Germanen, sie tränken „einen schauerlichen Saft, aus Gerste oder Weizen gegoren“.
Mittelalter-Bier: Exportware
In Deutschland entwickelten sich unter Kaiser Karl dem Großen (748–814) neben dem bürgerlichen Brauhandwerk auch die Klöster zu Brauereien, weil dieser sie gezielt förderte. Im Mittelalter galt Bier schon als Grundnahrungsmittel, an dem auch andere Länder Gefallen hatten: Per Schiff exportierten die Norddeutschen ihr Bier ins Ausland. Bei der Herstellung achteten sie auf ordentliche Qualität – denn zu leicht ging beim Brauen etwas schief (dann waren Hopfen sowie Malz verloren). Dies nahmen die Bayern zum Vorbild ihrer Brauordnungen und für das Reinheitsgebot.
Übrigens: Was ist Malz ...?
Ohne Zucker lässt sich das Gemisch aus Gerste, Hefe, Wasser nur schwer vergären. Denn dieser nährt die Alkohol und Kohlensäure produzierende Hefe. Gerste hat jedoch kaum Zucker. Allerdings verwandelt sie beim Keimen Stärke aus dem Korn mithilfe von Enzymen in den süßen Stoff. Deshalb lassen Bierbrauer Gerste keimen, indem sie die Körner in Wasser aufquellen lassen und ausbreiten. Die Arbeit der Enzyme wird dann durch Trocknung gestoppt – das Endprodukt ist Gerstenmalz, das dem Bier auch Aroma und Farbe gibt.
... und was bewirkt Hopfen?
Ein Segen: Ab dem 11. Jahrhundert ersetzte der Hopfen nach und nach die alten Gewürzmischungen für Biere – und sorgte endlich für einen guten, herben und würzigen Geschmack. Vorteil der Heilpflanze ist: Ihre Dolden enthalten antibiotische Wirkstoffe und Gerbstoffe, durch die das Bier haltbarer und klarer wird. Außerdem sorgt Hopfen für einen festeren Schaum.
Was steckt hinter welchem Aroma?
Was denken Sie, wie viel Aromastoffe Sie pro Jahr zu sich nehmen und vor allem welche? Es sind etwa 130 Gramm, die wir in Deutschland pro Jahr und Kopf verzehren. Davon fallen 70 Prozent auf „natürliche Aromen“, knappe 30 Prozent auf „naturidentische“. Und hier die TOP 5 der Lebensmittel, in denen die meisten Aromen drin sind:*
1. Erfrischungsgetränke
2. Milcherzeugnisse
3. Wurstwaren
4. Speiseeis
5. Fertiggerichte
Und wie unterscheiden sich nun die verschiedenen Aromastoffe konkret voneinander? Nach der Aromenverordnung gibt es folgende Aromen oder Mischungen davon:
• Aromastoffe = natürliche, naturidentische und künstliche Aromastoffe
• Aromaextrakte = Auszüge oder Destillate aus natürlichen Ausgangsmaterialien (pflanzlicher oder tierischer Art)
• Reaktionsaromen = Aromen, die durch Erhitzen mehrerer Ausgangserzeugnisse entstehen, wie es auch beim normalen Backen, Kochen oder Braten passiert
• Raucharomen = flüssige oder feste Stoffe, die kondensierten Rauch enthalten
Natürliche Aromastoffe entstammen aus Rohstoffen natürlichen Ursprungs, entweder aus pflanzlichen oder tierischen Ausgangsmaterialien. Sie werden mithilfe physikalischer, mikrobiologischer oder klassischer Zubereitungs-Verfahren (z. B. Trocknen oder Rösten) oder mithilfe von Enzymen gewonnen. Natürliches Himbeeraroma wird etwa aus Himbeeren gewonnen.
Naturidentische Aromastoffe sind chemisch identisch mit einem natürlichen Aromastoff und haben deshalb vergleichbare Geschmackseigenschaften. Sie werden synthetisch hergestellt. Ein Beispiel: Der für den typischen Vanillegeschmack verantwortliche Geschmacksbaustein Vanillin muss nicht aus der Vanilleschote kommen. Vanillin kann aus verschiedenen anderen (Rohstoff-)Quellen hergestellt werden, sehr häufig aus dem bei der Zellstoffherstellung aus Holz anfallenden Lignin. Auch mehrere verschiedene Ausgangsstoffe können die Basis für ein bestimmtes naturidentisches Aroma sein.
Künstliche Aromastoffe kommen von ihrem chemischen Aufbau her nicht in der Natur vor. Sie werden wie die naturidentischen Aromastoffe durch chemische Synthese gewonnen und sind häufig viel geschmacksintensiver als Aromen aus Naturprodukten. In Deutschland sind zurzeit 15 künstliche Aromastoffe zugelassen. Ihr Anteil am Gesamtmix der Aromastoffe ist sehr gering (nehmen wir die Zahlen von oben: 70 % natürliche, 28 % naturidentische, 2 % künstliche Aromen). Ethylvanillin wird sehr häufig verwendet.
* Den Aussagen dieses Abschnitts liegen Daten des Deutschen Verbands der Aromaindustrie e.V. zugrunde (aromenhaus.de).
1. Erfrischungsgetränke
2. Milcherzeugnisse
3. Wurstwaren
4. Speiseeis
5. Fertiggerichte
Und wie unterscheiden sich nun die verschiedenen Aromastoffe konkret voneinander? Nach der Aromenverordnung gibt es folgende Aromen oder Mischungen davon:
• Aromastoffe = natürliche, naturidentische und künstliche Aromastoffe
• Aromaextrakte = Auszüge oder Destillate aus natürlichen Ausgangsmaterialien (pflanzlicher oder tierischer Art)
• Reaktionsaromen = Aromen, die durch Erhitzen mehrerer Ausgangserzeugnisse entstehen, wie es auch beim normalen Backen, Kochen oder Braten passiert
• Raucharomen = flüssige oder feste Stoffe, die kondensierten Rauch enthalten
Natürliche Aromastoffe entstammen aus Rohstoffen natürlichen Ursprungs, entweder aus pflanzlichen oder tierischen Ausgangsmaterialien. Sie werden mithilfe physikalischer, mikrobiologischer oder klassischer Zubereitungs-Verfahren (z. B. Trocknen oder Rösten) oder mithilfe von Enzymen gewonnen. Natürliches Himbeeraroma wird etwa aus Himbeeren gewonnen.
Naturidentische Aromastoffe sind chemisch identisch mit einem natürlichen Aromastoff und haben deshalb vergleichbare Geschmackseigenschaften. Sie werden synthetisch hergestellt. Ein Beispiel: Der für den typischen Vanillegeschmack verantwortliche Geschmacksbaustein Vanillin muss nicht aus der Vanilleschote kommen. Vanillin kann aus verschiedenen anderen (Rohstoff-)Quellen hergestellt werden, sehr häufig aus dem bei der Zellstoffherstellung aus Holz anfallenden Lignin. Auch mehrere verschiedene Ausgangsstoffe können die Basis für ein bestimmtes naturidentisches Aroma sein.
Künstliche Aromastoffe kommen von ihrem chemischen Aufbau her nicht in der Natur vor. Sie werden wie die naturidentischen Aromastoffe durch chemische Synthese gewonnen und sind häufig viel geschmacksintensiver als Aromen aus Naturprodukten. In Deutschland sind zurzeit 15 künstliche Aromastoffe zugelassen. Ihr Anteil am Gesamtmix der Aromastoffe ist sehr gering (nehmen wir die Zahlen von oben: 70 % natürliche, 28 % naturidentische, 2 % künstliche Aromen). Ethylvanillin wird sehr häufig verwendet.
* Den Aussagen dieses Abschnitts liegen Daten des Deutschen Verbands der Aromaindustrie e.V. zugrunde (aromenhaus.de).
Was bedeutet der Begriff "Gastronomie"
Wort GASTRONOMIE ist ein GRIECHISCHES Wort und setzt sich zusammen aus Gastro=MAGEN und Nomos=REGEL, also Regeln des Magens! Die Gastronomie hat sich also um die Regeln der Magenpflege zu kümmern bzw. diese zu befolgen...
... sieht man auch an der ärztlichen Bezeichnung Gastroenterologe, zu dem Arzt geht man, wenn man Probleme mit dem Magen (Gastro) oder Darm (Entero) hat.
Welche Torte ist die berühmteste?
Eine Torte (von italienisch torta, aus dem spätlateinischen torta = rundes Brot, Brotgebäck) ist, wie gleich einmal klargestellt werden sollte, kein Kuchen! Kuchen erfährt nämlich einen abschließenden Bachvorgang mit allen Zutaten, welcher bei der Torte tunlichst zu vermeiden ist, weil man sie damit ruinieren würde. Torten bestehen zwar aus gebackenen Bestandteilen, also aus Tortenböden, diese werden aber dann ohne nochmaliges Backen weiterverarbeitet.
Somit setzen sich Torten gewissermaßen aus zumeist mehreren übereinander gestapelten Kuchenschichten (Biskuit, Mürbeteig, Baiser etc.) zusammen, die anschließend mit Früchten, Cremes, Sahne, Quark, Marzipan und allem erdenklich anderen gefüllt werden. Je mehr und je kalorienreicher, desto besser. Zuletzt darf der Torte dann gerne noch eine Hülle aus Kuvertüre (Schokolade), Zuckerguss oder Marzipan verpasst werden. Naschkatzen, Schleckermäulchen und Kaffeetanten aus aller Herren Länder haben in den vergangenen Jahrhunderten und Jahrzehnten mündlich darüber abgestimmt, welche Torten zu den berühmtesten und beliebtesten überhaupt zählen.
Süßigkeit mit Geschichte: Die Linzer Torte
Die Linzer Torte steht wegen ihres unsahnigen, leicht trockenen Charakters und einem abschließenden Backvorgang mit allen Zutaten arg unter Kuchenverdacht. Doch bügelt sie ihren zwielichtigen Ruf wieder mehr als aus durch die beeindruckende Tatsache, dass es sich bei ihr um die älteste Torte der Welt mit schriftlich fixierter Rezeptur handelt. Zwar ist das Rezept für die Linzer Torte nicht schon detailliert in der biblischen Genesis beschrieben, jedoch immerhin bereits 1653 - sogar in vierfacher Variation - im Koch- und Backbuch der Veroneser Gräfin Anna Margarita Sagramosa, welches folgenden leicht zu merkenden Kurztitel trägt: Buech von allerley Eingemachten Sachen, also Zuggerwerckh, Gewürtz, Khütten und sonsten allerhandt Obst wie auch andere guett und nützlich Ding etc. Durch die Frau Anna Margarita Sagramosin, geborne Gräffin Paradeiserin, mit grossen Fleisß mühe arbeit wie unkosten, vil Jar nach einander zusamen, geklaubt und beschreiben lassen.
Die Linzer Torte war allerdings ausschließlich eine Leckerei für besserverdienende Blaublüter wie die Gräfin, deren Geburtsname übrigens Tomate bedeutet, da die Barockzeit weder einen Aldi noch einen Lidl kannte. Der mit Nelke, Zimt, Muskat, Vanillearoma und Zitronensaft gewürzte Mürbteich der Linzer Torte bestand damals nämlich zu einem Drittel aus extrem kostspieligen Mandeln. Heute nimmt man lieber Haselnüsse, die vor dem Backen im Ofen geröstet, mit einem Sieb enthäutet und anschließend gemahlen werden - des richtigen Aromas wegen. Nachdem man den fertigen Teig auf 1-1,5 cm Dicke ausgerollt hat, werden daraus runde Tortenböden ausgestochen, die man mit einem dicken Klecks Ribislmarmelade (österr. für rote Johannisbeermarmelade) fein säuberlich bestreicht. Auf die Marmelade wird dann ein Teiggitter gelegt, das Wahrzeichen der Linzer Torte, die zum Schluss noch einen Teigrand bekommt, den man mit Eigelb bestreicht und mit Mandelsplittern bestreut. Nach dem Backen muss die Torte mindestens 24 Stunden ruhen. Ihren vollen Geschmack entfaltet sie ohnehin erst nach ein paar Tagen, vorher also Finger weg!
Ein Traum aus Buttercreme: Der Frankfurter Kranz
Diese klassische deutsche Torte erinnert sehr an die Nachkriegszeit und die das Wirtschaftswunderland in der 1950er Jahren überrollende Fresswelle. Denn sie ist vorwiegend aus einem Material gemacht, vor dem heutige Diätgerippe, Sushi-Fetischisten, Light-Produkt-Anbeterinnen und Fitnessstudio-Opfer panisch schreiend davonlaufen würden, nämlich aus der guten alten Buttercreme, zu deren Herstellung große Mengen an guter Butter nötig sind. Zunächst benötigt man für den Frankfurter Kranz, der, wie sein Name schon verrät, in Frankfurt (und zwar am Main) erfunden wurde, aber natürlich eine Kranzform. In dieser wird ein Sand- oder Biskuitteig gebacken, den man nach dem Erkalten horizontal in verschiedene Lagen zerteilen muss, wobei diese gern einmal auseinanderbrechen.
Warum diese Zerteilung? Natürlich damit man viel Buttercreme und gegebenenfalls auch etwas rote Konfitüre dazwischenbuttern kann. Der buttercremegeschwängerte Teigring wird anschließend von außen vollständig verkleistert und verspachtelt. Freilich mit Buttercreme, die man zuletzt mit Krokant und Mandelsplittern geschickt bemäntelt. Zur Dekoration des hochkalorischen Hessenrings, dessen unvorsichtiger Genuss zu Rettungsringen in der Bauchgegend führen kann, bietet sich selbstverständlich Buttercreme an, die man mit dem Spritzbeutel obenauf tüpfelt. In jeden Tüpfel gehört dann noch eine künstlich rote Belegkirsche. Das Auge sündigt ja schließlich auch mit.
Unverzichtbares Oster-Highlight: Die Cassata
"Kläglich, der an Ostern keine Cassata ißt", spricht der sizilianische Volksmund, in dem sie dann meistens verschwindet. Mit der Cassata alla siciliana (von arabisch qas'at, = runde Schüssel oder auch von torta di cacio = Käsetorte) haben sich aber auch bereits berufenere Münder beschäftigt und zwar durchaus nicht nur kauend. Denn auf der Synode von Mazara del Vallo im Jahre 1575 wurde, wie ein historisches Dokument zweifelsfrei belegt, mit heiligem Ernst und großer kirchlicher Autorität dekretiert, die Cassata sei "unverzichtbar beim Osterfest." Dieses Dogma rangiert in Sizilien noch heute weitaus höher als minder wichtige christliche Gebote wie etwa "Du sollst nicht töten!" Früher wurde die heilige Torte nur in Klöstern und Herrenhäusern hergestellt.
Anderen Quellen zufolge ist damals den Klosterfrauen die Zubereitung der Cassata in der Osterwoche verboten worden, da diese sie über Gebühr von Gebet und innerer Einkehr abhielt. Das süße Glaubensbekenntnis besteht übrigens aus einer Creme aus Ricotta und Zucker, die abwechselnd mit Pan di Spagna, einer Biskuitart, in eine Schüssel oder Form geschichtet und gut gekühlt, gestürzt und mit einer Glasur aus Zucker oder Schokoladencreme überzogen, serviert wird. Dekoriert wird der leckere Gottesdienst mit kandierten Früchten und Mustern aus farbiger Zuckerglasur. Je nach Rezept werden der Cassata noch Pistazien oder Pinienkerne, Stückchen von Bitterschokolade, Zimt, Orangenblütenwasser, Maraschino oder Likör aus Orangen hinzugegeben. Der echten Cassata ist eine gleichnamige, in Italien und der Schweiz sehr beliebte, Eisbombe nachempfunden, die aus Vanille-, Himbeer- und Schokoladeneis sowie kandierten Früchten besteht.
Wienerisches Weltkulturerbe: Die Sachertorte
Die Sachertorte ist wahrscheinlich die berühmteste Torte der Welt, doch die Geschichte dieses verzehrbaren österreichischen Nationaldenkmals ist eine Geschichte voller Missverständnisse und Zwistigkeiten. Ihre Geburtsstunde datiert auf das Jahr 1832. Mit den welthistorisch bedeutsamen Worten "Dass er mir aber keine Schand' macht, heut Abend!" erteilte nämlich damals Fürst Metternich höchstselbst seiner Hofküche den Auftrag, für ihn und seine illustren Gäste ein besonders leckeres Dessert zuzubereiten. Dummerweise lag aber gerade an diesem Abend der Chefkoch krank im Bett. Und so fiel dem erst 16-jährigen Küchenlehrling Franz Sacher die verantwortungsvolle Aufgabe der Nachtischgestaltung zu und - Gott sei Dank - die rettende Schokotorte ein. Später machte sich Franz? Sohn Eduard Sacher mit einem eigenen Hotel selbständig, womit selbstverständlich das mittlerweile legendäre Hotel Sacher gemeint ist. Und damit begann eine jahrzehntelange, mit äußerster Erbitterung geführte Tortenschlacht um die Namensrechte an der braunen Süßigkeit, die Wien in zwei feindliche Lager spaltete und schließlich 1963 mit einer außergerichtlichen Einigung endete.
Seitdem darf sich die im Hotel Sacher fabrizierte Sachertorte offiziell als Original-Sachertorte bezeichnen, während das berühmte dreieckige Siegel der "beim Demel" feilgebotenen Sachertorte zunächst die Aufschrift Eduard-Sacher-Torte zierte. Mittlerweile nennt sich die Demel-Sachertorte offiziell Demel?s Sachertorte, wird aber vom naschsüchtigen Volksmund häufig auch als Echte Sachertorte gierig verschlungen. Demnach konkurriert also nunmehr eine Orignal-Sachertorte mit einer Echten Sachertorte darum, welche von ihnen die originalere bzw. echtere ist.
Somit setzen sich Torten gewissermaßen aus zumeist mehreren übereinander gestapelten Kuchenschichten (Biskuit, Mürbeteig, Baiser etc.) zusammen, die anschließend mit Früchten, Cremes, Sahne, Quark, Marzipan und allem erdenklich anderen gefüllt werden. Je mehr und je kalorienreicher, desto besser. Zuletzt darf der Torte dann gerne noch eine Hülle aus Kuvertüre (Schokolade), Zuckerguss oder Marzipan verpasst werden. Naschkatzen, Schleckermäulchen und Kaffeetanten aus aller Herren Länder haben in den vergangenen Jahrhunderten und Jahrzehnten mündlich darüber abgestimmt, welche Torten zu den berühmtesten und beliebtesten überhaupt zählen.
Süßigkeit mit Geschichte: Die Linzer Torte
Die Linzer Torte steht wegen ihres unsahnigen, leicht trockenen Charakters und einem abschließenden Backvorgang mit allen Zutaten arg unter Kuchenverdacht. Doch bügelt sie ihren zwielichtigen Ruf wieder mehr als aus durch die beeindruckende Tatsache, dass es sich bei ihr um die älteste Torte der Welt mit schriftlich fixierter Rezeptur handelt. Zwar ist das Rezept für die Linzer Torte nicht schon detailliert in der biblischen Genesis beschrieben, jedoch immerhin bereits 1653 - sogar in vierfacher Variation - im Koch- und Backbuch der Veroneser Gräfin Anna Margarita Sagramosa, welches folgenden leicht zu merkenden Kurztitel trägt: Buech von allerley Eingemachten Sachen, also Zuggerwerckh, Gewürtz, Khütten und sonsten allerhandt Obst wie auch andere guett und nützlich Ding etc. Durch die Frau Anna Margarita Sagramosin, geborne Gräffin Paradeiserin, mit grossen Fleisß mühe arbeit wie unkosten, vil Jar nach einander zusamen, geklaubt und beschreiben lassen.
Die Linzer Torte war allerdings ausschließlich eine Leckerei für besserverdienende Blaublüter wie die Gräfin, deren Geburtsname übrigens Tomate bedeutet, da die Barockzeit weder einen Aldi noch einen Lidl kannte. Der mit Nelke, Zimt, Muskat, Vanillearoma und Zitronensaft gewürzte Mürbteich der Linzer Torte bestand damals nämlich zu einem Drittel aus extrem kostspieligen Mandeln. Heute nimmt man lieber Haselnüsse, die vor dem Backen im Ofen geröstet, mit einem Sieb enthäutet und anschließend gemahlen werden - des richtigen Aromas wegen. Nachdem man den fertigen Teig auf 1-1,5 cm Dicke ausgerollt hat, werden daraus runde Tortenböden ausgestochen, die man mit einem dicken Klecks Ribislmarmelade (österr. für rote Johannisbeermarmelade) fein säuberlich bestreicht. Auf die Marmelade wird dann ein Teiggitter gelegt, das Wahrzeichen der Linzer Torte, die zum Schluss noch einen Teigrand bekommt, den man mit Eigelb bestreicht und mit Mandelsplittern bestreut. Nach dem Backen muss die Torte mindestens 24 Stunden ruhen. Ihren vollen Geschmack entfaltet sie ohnehin erst nach ein paar Tagen, vorher also Finger weg!
Ein Traum aus Buttercreme: Der Frankfurter Kranz
Diese klassische deutsche Torte erinnert sehr an die Nachkriegszeit und die das Wirtschaftswunderland in der 1950er Jahren überrollende Fresswelle. Denn sie ist vorwiegend aus einem Material gemacht, vor dem heutige Diätgerippe, Sushi-Fetischisten, Light-Produkt-Anbeterinnen und Fitnessstudio-Opfer panisch schreiend davonlaufen würden, nämlich aus der guten alten Buttercreme, zu deren Herstellung große Mengen an guter Butter nötig sind. Zunächst benötigt man für den Frankfurter Kranz, der, wie sein Name schon verrät, in Frankfurt (und zwar am Main) erfunden wurde, aber natürlich eine Kranzform. In dieser wird ein Sand- oder Biskuitteig gebacken, den man nach dem Erkalten horizontal in verschiedene Lagen zerteilen muss, wobei diese gern einmal auseinanderbrechen.
Warum diese Zerteilung? Natürlich damit man viel Buttercreme und gegebenenfalls auch etwas rote Konfitüre dazwischenbuttern kann. Der buttercremegeschwängerte Teigring wird anschließend von außen vollständig verkleistert und verspachtelt. Freilich mit Buttercreme, die man zuletzt mit Krokant und Mandelsplittern geschickt bemäntelt. Zur Dekoration des hochkalorischen Hessenrings, dessen unvorsichtiger Genuss zu Rettungsringen in der Bauchgegend führen kann, bietet sich selbstverständlich Buttercreme an, die man mit dem Spritzbeutel obenauf tüpfelt. In jeden Tüpfel gehört dann noch eine künstlich rote Belegkirsche. Das Auge sündigt ja schließlich auch mit.
Unverzichtbares Oster-Highlight: Die Cassata
"Kläglich, der an Ostern keine Cassata ißt", spricht der sizilianische Volksmund, in dem sie dann meistens verschwindet. Mit der Cassata alla siciliana (von arabisch qas'at, = runde Schüssel oder auch von torta di cacio = Käsetorte) haben sich aber auch bereits berufenere Münder beschäftigt und zwar durchaus nicht nur kauend. Denn auf der Synode von Mazara del Vallo im Jahre 1575 wurde, wie ein historisches Dokument zweifelsfrei belegt, mit heiligem Ernst und großer kirchlicher Autorität dekretiert, die Cassata sei "unverzichtbar beim Osterfest." Dieses Dogma rangiert in Sizilien noch heute weitaus höher als minder wichtige christliche Gebote wie etwa "Du sollst nicht töten!" Früher wurde die heilige Torte nur in Klöstern und Herrenhäusern hergestellt.
Anderen Quellen zufolge ist damals den Klosterfrauen die Zubereitung der Cassata in der Osterwoche verboten worden, da diese sie über Gebühr von Gebet und innerer Einkehr abhielt. Das süße Glaubensbekenntnis besteht übrigens aus einer Creme aus Ricotta und Zucker, die abwechselnd mit Pan di Spagna, einer Biskuitart, in eine Schüssel oder Form geschichtet und gut gekühlt, gestürzt und mit einer Glasur aus Zucker oder Schokoladencreme überzogen, serviert wird. Dekoriert wird der leckere Gottesdienst mit kandierten Früchten und Mustern aus farbiger Zuckerglasur. Je nach Rezept werden der Cassata noch Pistazien oder Pinienkerne, Stückchen von Bitterschokolade, Zimt, Orangenblütenwasser, Maraschino oder Likör aus Orangen hinzugegeben. Der echten Cassata ist eine gleichnamige, in Italien und der Schweiz sehr beliebte, Eisbombe nachempfunden, die aus Vanille-, Himbeer- und Schokoladeneis sowie kandierten Früchten besteht.
Wienerisches Weltkulturerbe: Die Sachertorte
Die Sachertorte ist wahrscheinlich die berühmteste Torte der Welt, doch die Geschichte dieses verzehrbaren österreichischen Nationaldenkmals ist eine Geschichte voller Missverständnisse und Zwistigkeiten. Ihre Geburtsstunde datiert auf das Jahr 1832. Mit den welthistorisch bedeutsamen Worten "Dass er mir aber keine Schand' macht, heut Abend!" erteilte nämlich damals Fürst Metternich höchstselbst seiner Hofküche den Auftrag, für ihn und seine illustren Gäste ein besonders leckeres Dessert zuzubereiten. Dummerweise lag aber gerade an diesem Abend der Chefkoch krank im Bett. Und so fiel dem erst 16-jährigen Küchenlehrling Franz Sacher die verantwortungsvolle Aufgabe der Nachtischgestaltung zu und - Gott sei Dank - die rettende Schokotorte ein. Später machte sich Franz? Sohn Eduard Sacher mit einem eigenen Hotel selbständig, womit selbstverständlich das mittlerweile legendäre Hotel Sacher gemeint ist. Und damit begann eine jahrzehntelange, mit äußerster Erbitterung geführte Tortenschlacht um die Namensrechte an der braunen Süßigkeit, die Wien in zwei feindliche Lager spaltete und schließlich 1963 mit einer außergerichtlichen Einigung endete.
Seitdem darf sich die im Hotel Sacher fabrizierte Sachertorte offiziell als Original-Sachertorte bezeichnen, während das berühmte dreieckige Siegel der "beim Demel" feilgebotenen Sachertorte zunächst die Aufschrift Eduard-Sacher-Torte zierte. Mittlerweile nennt sich die Demel-Sachertorte offiziell Demel?s Sachertorte, wird aber vom naschsüchtigen Volksmund häufig auch als Echte Sachertorte gierig verschlungen. Demnach konkurriert also nunmehr eine Orignal-Sachertorte mit einer Echten Sachertorte darum, welche von ihnen die originalere bzw. echtere ist.
Populäre Irrtümer am Esstisch: Welche Mythen und Legenden rund um die Ernährung und unseren Körper sind absoluter Humbug?
Hausmittel und sogenannte allgemeine Volksweisheiten sind mitunter sehr nützlich und hilfreich. So ist es zum Beispiel richtig, sich - genauso wie es die Tiere auch machen - die eigenen Wunden zu lecken, da Speichel einen desinfizierenden und heilungsfördernden Effekt hat. Einige weitverbreitete laienmedizinische Tipps oder Binsenweisheiten auf dem Gebiet der Ernährung und Nahrungszubereitung sind allerdings populäre Irrtümer ausgemachter Blödsinn. Und manches, was der Volksmund so daherquatscht, wenn der Tag lang ist, sollte man sogar tunlichst ignorieren, sofern es sich eher kontraproduktiv auf das eigene körperliche Wohlbefinden auswirken kann. Folgende Meinungen, Ansichten und Faustregeln gehören beispielsweise ins Reich der Mythen und Legenden.
Bei Durchfall hilft am besten Cola
Aber nicht doch! Denn durch das in der Cola enthaltene Koffein werden die Nieren zu weiterer Entwässerung angeregt. Durch Cola kann sich der Durchfall also allenfalls noch weiter verschlimmern. Generell sollte man bei Durchfall aber viel trinken - nur eben keine Cola. Und zwar gesüßten Tee mit Traubenzucker. Traubenzucker nämlich entzieht dem Darm durch Osmose Wasser und dickt auf diese Weise ein, was leider gerade allzu flüssig ist. Stopfend wirkt auch verdünnter schwarzer Tee, der allerdings mindestens acht Minuten ziehen sollte. Aufjeden Fall gehört Cola beim Durchfall ins Reich der Mythen und Legenden.
Was tun bei Nasenbluten?
Eine norddeutsche Weisheit besagt zwar "Nich' lang schnacken, Kopp in' Nacken!", jedoch handelt es sich dabei um einen ausgelassenen Trinkspruch. Bei Nasenbluten hingegen gilt: Bloß nicht! Denn das Blut läuft in diesem Fall lediglich in den Rachen, was sogar zu Brechreiz und Erstickungsanfällen führen kann. Also: Was wirklich tun bei Nasenbluten? Viel effektiver ist es, bei Nasenbluten ein kaltes feuchtes Tuch in den Nacken zu legen. Weiterhin kann es auch hilfreich sein, sich einen kleinen Wattebausch ins blutende Nasenloch zu stecken. Dabei den Nasenflügel leicht andrücken und den Kopf nach vorne beugen nicht nach hinten lehnen!
Abends essen macht dick
Viel Fastfood, Sahnetorten, Süßigkeiten oder sonstige Dickmacher zu sich zu nehmen macht dick. Wann wir diese Kalorienbomben in uns hineinstopfen ist jedoch vollkommen gleichgültig. Leichte Mitternachtssnacks sind also weniger gefährlich für die Figur als Fressorgien bei Tageslicht - aber Abends essen macht nicht per se dick.
Kochen in der Mikrowelle zerstört die Vitamine
Populäre Irrtümer an der Mikrowelle: Mikrowellenstrahlung hat keinen anderen Einfluss auf Nahrungsinhaltsstoffe als herkömmliche Garverfahren. Man muss also nicht befürchten, an Skorbut oder anderen Mangelerscheinungen zu erkranken, weil die Mikrowelle die Vitamine zerstört. Entscheidend für den verbleibenden Vitaminanteil in der Nahrung ist vielmehr die Garzeit. Ob man sein Gemüse nun auf dem Herd oder in der Mikrowelle stundenlang bis zu Unkenntlichkeit zerkocht ist demnach letztlich gleichgültig.
In der Sauna abnehmen?
Da wir kein Fett, sondern Wasser ausschwitzen, ist diese Behauptung einfach falsch: In der Sauna können Sie nicht abnehmen. Allerdings gehört die vorbeugende Wirkung der Sauna nicht ins Reich der Mythen und Legenden. Denn Saunieren hilft dabei, Erkältungskrankheiten vorzubeugen. Eine Erhöhung der Körpertemperatur führt nämlich zu einer verstärkten Sauerstoffanreicherung der Zellen. Dadurch wird auch die Aktivität der Immunzellen angeregt, die nun besser für den Kampf mit krankheitserregenden Keimen gerüstet sind. Ein Saunagang sollte jedoch vermieden werden, wenn der Körper bereits durch eine Krankheit geschwächt ist. In diesem Fall wäre das Saunieren nur eine zusätzliche Belastung. Generell aber trainiert der mit dem Saunieren verbundene Temperaturwechsel von warm zu kalt die Reflexe bei der Gefäßverengung und -erweiterung. Auf diese Weise nimmt die Empfindlichkeit gegenüber Infektionen ab.
Kartoffeln sollte man auf jeden Fall mit ihrer vitaminreichen Schale essen
Die zähe Schale der Kartoffel muss man nicht unbedingt mit herunterwürgen, denn die Vitamine sind in der ganzen Kartoffel und nicht nur in der Schale ziemlich gleichmäßig verteilt. Pellkartoffeln sind aber dennoch gesünder als geschälte Kartoffeln, sofern sich insbesondere das Vitamin C besser in der Knolle erhält, wenn man die Schale beim Kochvorgang dranlässt.
Das Ei lässt sich leicht pellen, wenn es mit kaltem Wasser abgeschreckt wird
Das leichter zu pellende Ei gehört zu den populären Irrtümer: Denn wie leicht sich ein Ei pellen lässt, hängt vom pH-Wert des Eiklars ab. Da dieser nach dem Legen durch das Huhn mit dem sukzessiven Entweichen von Kohlendioxid stetig ansteigt, gilt die Faustregel: Je frischer das Ei, desto schwerer lässt sich das Ei pellen. Das Abschrecken des Frühstückseis unter dem kalten Wasserhahn bewirkt mithin lediglich, dass sein innerer Garvorgang schneller beendet wird als bei allmählicher Abkühlung an der Luft.
Bei Durchfall hilft am besten Cola
Aber nicht doch! Denn durch das in der Cola enthaltene Koffein werden die Nieren zu weiterer Entwässerung angeregt. Durch Cola kann sich der Durchfall also allenfalls noch weiter verschlimmern. Generell sollte man bei Durchfall aber viel trinken - nur eben keine Cola. Und zwar gesüßten Tee mit Traubenzucker. Traubenzucker nämlich entzieht dem Darm durch Osmose Wasser und dickt auf diese Weise ein, was leider gerade allzu flüssig ist. Stopfend wirkt auch verdünnter schwarzer Tee, der allerdings mindestens acht Minuten ziehen sollte. Aufjeden Fall gehört Cola beim Durchfall ins Reich der Mythen und Legenden.
Was tun bei Nasenbluten?
Eine norddeutsche Weisheit besagt zwar "Nich' lang schnacken, Kopp in' Nacken!", jedoch handelt es sich dabei um einen ausgelassenen Trinkspruch. Bei Nasenbluten hingegen gilt: Bloß nicht! Denn das Blut läuft in diesem Fall lediglich in den Rachen, was sogar zu Brechreiz und Erstickungsanfällen führen kann. Also: Was wirklich tun bei Nasenbluten? Viel effektiver ist es, bei Nasenbluten ein kaltes feuchtes Tuch in den Nacken zu legen. Weiterhin kann es auch hilfreich sein, sich einen kleinen Wattebausch ins blutende Nasenloch zu stecken. Dabei den Nasenflügel leicht andrücken und den Kopf nach vorne beugen nicht nach hinten lehnen!
Abends essen macht dick
Viel Fastfood, Sahnetorten, Süßigkeiten oder sonstige Dickmacher zu sich zu nehmen macht dick. Wann wir diese Kalorienbomben in uns hineinstopfen ist jedoch vollkommen gleichgültig. Leichte Mitternachtssnacks sind also weniger gefährlich für die Figur als Fressorgien bei Tageslicht - aber Abends essen macht nicht per se dick.
Kochen in der Mikrowelle zerstört die Vitamine
Populäre Irrtümer an der Mikrowelle: Mikrowellenstrahlung hat keinen anderen Einfluss auf Nahrungsinhaltsstoffe als herkömmliche Garverfahren. Man muss also nicht befürchten, an Skorbut oder anderen Mangelerscheinungen zu erkranken, weil die Mikrowelle die Vitamine zerstört. Entscheidend für den verbleibenden Vitaminanteil in der Nahrung ist vielmehr die Garzeit. Ob man sein Gemüse nun auf dem Herd oder in der Mikrowelle stundenlang bis zu Unkenntlichkeit zerkocht ist demnach letztlich gleichgültig.
In der Sauna abnehmen?
Da wir kein Fett, sondern Wasser ausschwitzen, ist diese Behauptung einfach falsch: In der Sauna können Sie nicht abnehmen. Allerdings gehört die vorbeugende Wirkung der Sauna nicht ins Reich der Mythen und Legenden. Denn Saunieren hilft dabei, Erkältungskrankheiten vorzubeugen. Eine Erhöhung der Körpertemperatur führt nämlich zu einer verstärkten Sauerstoffanreicherung der Zellen. Dadurch wird auch die Aktivität der Immunzellen angeregt, die nun besser für den Kampf mit krankheitserregenden Keimen gerüstet sind. Ein Saunagang sollte jedoch vermieden werden, wenn der Körper bereits durch eine Krankheit geschwächt ist. In diesem Fall wäre das Saunieren nur eine zusätzliche Belastung. Generell aber trainiert der mit dem Saunieren verbundene Temperaturwechsel von warm zu kalt die Reflexe bei der Gefäßverengung und -erweiterung. Auf diese Weise nimmt die Empfindlichkeit gegenüber Infektionen ab.
Kartoffeln sollte man auf jeden Fall mit ihrer vitaminreichen Schale essen
Die zähe Schale der Kartoffel muss man nicht unbedingt mit herunterwürgen, denn die Vitamine sind in der ganzen Kartoffel und nicht nur in der Schale ziemlich gleichmäßig verteilt. Pellkartoffeln sind aber dennoch gesünder als geschälte Kartoffeln, sofern sich insbesondere das Vitamin C besser in der Knolle erhält, wenn man die Schale beim Kochvorgang dranlässt.
Das Ei lässt sich leicht pellen, wenn es mit kaltem Wasser abgeschreckt wird
Das leichter zu pellende Ei gehört zu den populären Irrtümer: Denn wie leicht sich ein Ei pellen lässt, hängt vom pH-Wert des Eiklars ab. Da dieser nach dem Legen durch das Huhn mit dem sukzessiven Entweichen von Kohlendioxid stetig ansteigt, gilt die Faustregel: Je frischer das Ei, desto schwerer lässt sich das Ei pellen. Das Abschrecken des Frühstückseis unter dem kalten Wasserhahn bewirkt mithin lediglich, dass sein innerer Garvorgang schneller beendet wird als bei allmählicher Abkühlung an der Luft.
Woher kommt "Russisch Brot"
Russisch Brot (auch Russischbrot) oder Patience ist ein trockenes Gebäck aus einem schaumigen Kakao-Eiweiß-Teig ohne Fettzugabe. Es wird traditionell in Buchstabenform gebacken.
Zur Herstellung wird zuerst aus Eischnee, Zucker, Kakao und Mehl, je nach Rezept auch mit weiteren Zutaten wie Stärkemehl, Zuckerrübensirup und Zimt, ein Teig hergestellt. Anschließend wird die Masse dünn auf einem mit eingeöltem Backpapier belegten Backblech verstrichen oder mit einem Spritzbeutel zu Buchstaben geformt und bei mäßiger Temperatur kurz gebacken. Schließlich wird die Oberfläche dünn mit Zuckerglasur eingestrichen, gegebenenfalls die Teigplatte noch heiß in Stäbchen geschnitten und das Russisch Brot im Ofen kurz getrocknet.
Russisch Brot stammt vermutlich aus Sankt Petersburg, wo es als Bukwy (Буквы, dt.: „Buchstaben“) bekannt war. Der Bäcker Ferdinand Friedrich Wilhelm Hanke (1816–1880) aus Dresden hatte das Rezept dort kennengelernt und brachte es um 1844 mit. In Dresden eröffnete er eine „Deutsche & Russische Bäckerei“, in der Deutschlands erstes Russisch Brot gebacken wurde.
In Wien wird erzählt, Russisch Brot sei im 19. Jahrhundert zum Empfang russischer Gesandter am Wiener Hof erfunden worden – als Anspielung auf den russischen Brauch, zur Begrüßung ein Stück Brot zu reichen. Für diese Version spräche etwa, dass in Österreich ausschließlich die Bezeichnung Patiencen verwendet wird und das Gebäck aus Lateinischen und nicht kyrillischen Buchstaben besteht, wie eine russische Herkunft nahelegen würde. Ab 1858 stellte Victor Schmidt und Söhne (heute Manner) diese Patiencen als Backware und als Schokoladeversion her, noch heute sind beide in Österreich ein beliebtes saisonales Produkt zur Weihnachtszeit.
Russisch Brot gehört zu den Klassikern der industriellen Lebensmittelherstellung. Seit Ende das 19. Jahrhunderts produzierte die Dresdner Firma Gebr. Hörmann Russisch Brot und exportierte es weltweit. Bahlsen stellte es erstmals 1906 her. Die Spezialitätenbäckerei Dr. Quendt aus Dresden produziert das beliebte Süßgebäck seit 1959.
Zur Herstellung wird zuerst aus Eischnee, Zucker, Kakao und Mehl, je nach Rezept auch mit weiteren Zutaten wie Stärkemehl, Zuckerrübensirup und Zimt, ein Teig hergestellt. Anschließend wird die Masse dünn auf einem mit eingeöltem Backpapier belegten Backblech verstrichen oder mit einem Spritzbeutel zu Buchstaben geformt und bei mäßiger Temperatur kurz gebacken. Schließlich wird die Oberfläche dünn mit Zuckerglasur eingestrichen, gegebenenfalls die Teigplatte noch heiß in Stäbchen geschnitten und das Russisch Brot im Ofen kurz getrocknet.
Russisch Brot stammt vermutlich aus Sankt Petersburg, wo es als Bukwy (Буквы, dt.: „Buchstaben“) bekannt war. Der Bäcker Ferdinand Friedrich Wilhelm Hanke (1816–1880) aus Dresden hatte das Rezept dort kennengelernt und brachte es um 1844 mit. In Dresden eröffnete er eine „Deutsche & Russische Bäckerei“, in der Deutschlands erstes Russisch Brot gebacken wurde.
In Wien wird erzählt, Russisch Brot sei im 19. Jahrhundert zum Empfang russischer Gesandter am Wiener Hof erfunden worden – als Anspielung auf den russischen Brauch, zur Begrüßung ein Stück Brot zu reichen. Für diese Version spräche etwa, dass in Österreich ausschließlich die Bezeichnung Patiencen verwendet wird und das Gebäck aus Lateinischen und nicht kyrillischen Buchstaben besteht, wie eine russische Herkunft nahelegen würde. Ab 1858 stellte Victor Schmidt und Söhne (heute Manner) diese Patiencen als Backware und als Schokoladeversion her, noch heute sind beide in Österreich ein beliebtes saisonales Produkt zur Weihnachtszeit.
Russisch Brot gehört zu den Klassikern der industriellen Lebensmittelherstellung. Seit Ende das 19. Jahrhunderts produzierte die Dresdner Firma Gebr. Hörmann Russisch Brot und exportierte es weltweit. Bahlsen stellte es erstmals 1906 her. Die Spezialitätenbäckerei Dr. Quendt aus Dresden produziert das beliebte Süßgebäck seit 1959.
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