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Wo wurde die erste Tageszeitung herausgebracht?

 Johannes Gutenberg erfand den mordernen Buchdruck um 1450. Ab 1501 waren Flugblätter mit Karikaturen und Zeichnungen das Mittel der Wahl, um das leseunkundige Volk zu informieren. Rund 100 Jahre später erschien in Straßburg die erste Zeitung, die regelmäßig herauskam.

Die erste Tageszeitung in der Woche wurde in Leipzig, einem Verkehrsknotenpunkt und damit Nachrichtenumschlagplatz, von Thimotheus Ritzsch entwickelt. Er sammelte alle Nachrichten und druckte ab 16.43 die "Wöchentliche Zeitung", die zunächst 4x pro Woche erschien. 1650 erhielt er vom König die Erlaubnis die Zeitung 6x pro Woche herauszugeben. Sie erschien unt er dem Titel "Einkommende Zeitungen" und gilt als erste Tageszeitung der Welt

Wer erfand den Kindergarten?

Im 19. Jahrhundert zogen viele Familien vom Land in die Stadt, weil es dort mehr Arbeit gab.
Da sie meist arm waren, mussten die Eltern hart arbeiten gehen, für die Kinder blieb kaum Zeit. Daher war es wichtig, dass sie betreut wurden.

Es gab immer mehr Einrichtungen für Kinder, meist von Kirchen.

Der die erste Art von Kindergarten gab es in Deutschland schon um 1780.

Den Namen "Kindergarten" hat sich Friedrich Fröbel ausgedacht. Er hatte die Idee, dass Kinder sich durch Erziehung und liebevolle Begleitung frei entwickeln können. So wie in einem Garten die Blumen gepflegt und gegossen werden und dadurch alleine wachsen.

Wann wurde das Alphabet erfunden?

Das erste Alphabet wurde vor etwa 3.600 Jahren im Nahen Osten erfunden. Es hatte 22 Buchstaben.

Andere Völker erfuhren durch seefahrende Kaufleute von dieser Erfindung.

Der Name "Alphabet" stammt von den Griechen, denn dort heißen die ersten Buchstaben Alpha und Beta.

Das längste Alphabet hat die Khmer-Sprache. Diese wird vor allem in Kambodscha gesprochen und hat 74 Symbole.


Wer hat das Speise-Eis erfunden?

Jeder von uns hat mindestens eine Lieblings-Eissorte. Kommt die Leckerei wirklich aus Italien?

Das erste Speise-Eis war "made in China" und man schleckte es schon vor mehr als 5000 Jahren. Die Chinesen benutzten dafür Schnee, den sie von Berggipfeln holten. Er wurde dann mit Honig, Wein und Gewürzen vermischt. Der Händler Marco Polo brachte vor über 700 Jahren die ersten Eisrezepte aus China nach Venedig.

Was hat das Radler eigentlich mit Fahrradfahren zu tun?

Bier mit Limonade war unter Radfahrern schon Ende des 19. Jahrhunderts beliebt. Man trank es als weniger alkoholhaltige Variante vor allem in sozialdemokratischen Radlerclubs.

Der Legende nach hat es Franz Xaver Kugler erfunden, Wirt der häufig von Fahrradfahrern frequentierten Ausflugsgaststätte "Kugler Alm" im Süden von München. Demnach drohte an einem Sommer-Samstag 1922 das Bier auszugehen, woraufhin Kugler es mit Zitronenlimonade gemischt und als "Radlermaß" serviert haben soll.

Wer hat den gelben Klebezettel erfunden?

Im Jahr 1968 erfand der Amerikaner Spencer Silver durch Zufall einen leicht ablösbaren Klebstoff. Doch sein Produkt, eine Pinnwand, auf die man Zettel kleben und wieder herunternehmen konnte, verkaufte sich so schlecht, dass Spencers Erfindung in Vergessenheit geriet. Bis sich sein Kollege Art Fry 1974 wieder daran erinnerte: Ihm fielen im Kirchenchor ständig die Lesezeichen aus den Notenheften. Mit Spencers Kleber passierte das nicht mehr - das praktische "Post-it" war geboren.

Woher kommen Glückskekse?

Klein, süß und knusprig gibt Ihnen der Glückskeks nach dem Essen beim Chinesen noch einen Sinnspruch mit auf den Weg. Mit fernöstlich klingenden Weisheiten wie „Eine lange Reise beginnt mit dem 1. Schritt“ hat er sich eine riesige Fangemeinde erobert. Das Manko dieser Erfolgsgeschichte: Mit China haben Glückskekse rein gar nichts zu tun!


Der Erfinder der Glückskekse war nämlich nicht Chinese, sondern Japaner – und er lebte noch nicht einmal in einem asiatischen Land, sondern in den USA! Anfang des 20. Jh. betrieb der japanische Einwanderer Makato Hagiwara in San Francisco einen japanischen Teegarten. Dort kam er auf die Idee, Glückskekse zum Tee zu verteilen – und sie seinen Gästen auch mit auf den Heimweg zu geben, damit diese sich über die fernöstlichen Weisheiten unterhalten und lange an ihn zurückdenken mögen.


Bereits seit den 1960er-Jahren werden Glückskekse maschinell hergestellt. Sie bestehen aus stark zuckerhaltigem Waffelteig, der nach dem Biegen in die typische Schiffchenform schnell aushärtet. So hergestellte Kekse saugen Wasser auf – und nur deshalb muss jeder noch einmal einzeln in Folie verschweißt werden. Übrigens: In China kennt bis heute fast niemand das Gebäck, das überall sonst als Inbegriff chinesischer Kultur gilt. Machmal ist die Welt wirklich merkwürdig!

Wer erfand die Schultüte?

Der „Ernst des Lebens“ beginnt ... mit etwas Süßem: Zur Einschulung erhalten ABC- Schützen eine prall gefüllte Schultüte. Besonders interessant: Diesen Brauch gibt es nur bei uns, in anderen Ländern und Kulturen ist er unbekannt.

Der Brauch mit den Schultüten begann um 1810 in Sachsen und Thüringen, dort unter der Bezeichnung „Zuckertüten“. Den Kleinen wurde der Schulanfang damals mit einer Geschichte verkauft: Im Keller der Schule (wahlweise im Haus des Lehrers) wachse ein Zuckertütenbaum. Wenn die Tüten groß genug seien, sei auch die Zeit für die Schule gekommen.  


Mit der Wende zum 20. Jh. trat die Schultüte ihren gesamtdeutschen Siegeszug an – weil Arbeiter von Ost nach West, genauer ins Rhein- und Ruhrgebiet zogen. Die Kaufhäuser witterten das große Geschäft und mischten kräftig mit. Nur die Lehrer waren dagegen: Schließlich zeigten Größe, Form und Füllung, welches Kind arm und welches reich war. Doch selbst Verbote nützten nichts: Die Schultüte gehörte von nun an einfach dazu.  

Im Laufe der Zeit hat sich die Tüte stark verändert: Reiche füllten sie einst mit Marzipan und Konfekt, Arme mit Stiften und Schiefertafeln. So ließ sich zwar am Inhalt der Status der Eltern ablesen, die Arbeiter wussten sich aber zu helfen: Um die Tüte praller aussehen zu lassen, stopften sie sie unten mit Holzwolle aus. Heute zieren Comic-Figuren, Fußball-Stars oder Tiere die bunten Tüten.

Seit wann gibt es den Weihnachtsbaum mit Kugeln?

Erstmals erwähnt wurde der Weihnachtsbaum im Jahr 1419. Die Freiburger Bäckerschaft behängte eine Tanne mit Äpfeln, Nüssen und Gebäck. Deswegen hieß er anfangs auch Zuckerbaum.

Die Idee, farbige Kugeln herzustellen, stammt von einem Glasbläser des 19. Jahrhunderts, der sich die teuren Walnüsse und Äpfel nicht leisten konnte. Als ein Händler die Kugeln in die USA importierte, kam es bald zum weltweiten Boom.

Wer machte die ersten guten Farbfotos?

Die Väter des Kinos, die französischen Brüder Auguste (1862-1954) und Louis Jean (1864-1948) Lumière, waren auch die Ersten, die brauchbare Farbfotos herstellten. Im Jahr 1907 zeigten sie ihr 1904 entwickeltes Autochromverfahren (Selbstfärbeverfahren) öffentlich. Es funktioniert mithilfe einer Glasplatte, die mit rot, grün und blau eingefärbten Kartoffelstärkekörnchen und einer Bromsilber-Gelatine-Emulsion beschichtet ist.

Die Lumière-Brüder, deren Vater eine Fabrik für Chemikalien und Foto-Platten hatte, stießen auch auf die lichtfilternden Eigenschaften der Stärke aus der Kartoffel. Mit ihrem Verfahren entstanden farbige Bilder nach nur einer Aufnahme – das war damals eine Neuheit. Noch dazu kamen die Farbmischungen auf dem Bild der Wirklichkeit sehr nahe. Ab den 1930er-Jahren lösten erschwinglichere, bessere Methoden das Autochromverfahren ab.

Wer hat das Croissant erfunden?

Das Blätterteighörnchen war in Frankreich nicht vor dem 18. Jahrhundert bekannt - gut hundert Jahre, nach dem es zum ersten Mal gebacken wurde.

die Legende:
1683 wollten die Türken unter der Stadtmauer Wiens einen Tunnel graben, um die Stadt anzugreifen. Da die Bäcker zu dieser Uhrzeit aber schon wach waren, bekamen sie die Aktion mit und schlugen Alarrm. Zur Siegesfeier erfanden sie dann ein Gebäck, das die Form des türkischen Halbmondes hatte. Erst 1770 kam es mit Marie Antoinette nach Paris - und verbreitete sich von dort als "Croissant" ("aufgehender Mond") über das ganze Land.

Seit wann gibt es die Olympischen Spiele?

1.500 Jahre nach den antiken Olympischen Spielen fanden vor 115 Jahren die 1. Spiele der Neuzeit statt. Initiator der Wettkämpfe war der französische Pädagoge Baron de Coubertin. Die deutschen Ausgrabungen des antiken Olympia 1875–1881 hatten ihn dazu angeregt, seine Ideale – Völkerverständigung und die Erziehung junger Männer durch Sport – in neuen Olympischen Spielen zu realisieren. 1894 berief Coubertin zunächst unter dem unverfänglichen Motto „Leibeserziehung“ einen Kongress ein.

Dort konnte er die Teilnehmer von seinem Vorhaben überzeugen – die Olympische Bewegung der Neuzeit war in Gange. Coubertin wollte mit den Spielen 1900 zur Weltausstellung in Paris starten, aber in aller Euphorie hatte der Kongress Griechenland 1896 vor Augen. Das Land war jedoch fast bankrott. Erst mit der Einbindung des Kronprinzen Konstantin und der Idee, als Einnahmequelle einen Sonderbriefmarken-Satz mit Sportmotiven aufzulegen, rückte das Ziel näher. Am 6. April war es dann soweit: 262 Sportler aus 13 Nationen gingen 10 Tage lang in den Wettkampf.

Übrigens: Der 1. Sieger einer Disziplin erhielt 1896 in Athen eine Silbermedaille und einen Olivenzweig, der 2. eine Bronzemedaille. Der 3. ging aus Gründen der Sparsamkeit leer aus. Die Goldmedaille gab es erstmals 1904. Auch Frauen waren 1896 nicht erwünscht – 2 liefen inoffiziell den Marathon mit. 1900 nahmen 17 Frauen an Wettkämpfen teil, jedoch ohne Zustimmung des IOC. Die Spiele waren ursprünglich für Amateure gedacht, lediglich beim Fechten waren Profis zugelassen.

Die Brüder Montgolfier

Am 26. August 1740 wurde Michel-Jospeh Montgolfier geboren. Zusammen mit seinem Bruder Étienne eroberte er für die Menschen am 4. Juni 1783 den Luftraum - erstmals starteten sie einen Heißluftballon.


Am 04. Juni 1783 gelang Joseph und Étienne de Montgolfier der erste Start eines Heißluftballons. Die Brüder verbrannten Papier unter der Öffnung eines aus Taft und leichten Stoffen gefertigten Hohlkörpers. Durch die entstandene Heißluft blähte sich der Seidensack auf und schwebte zur Decke, denn Luft dehnt sich bei Wärme aus, wird leichter und steigt nach oben.

Fliegende Tiere
Am 19. September 1783 wiederholten sie das Experiment vor den Augen des französischen Königspaares, Ludwigs des 16. und Marie Antoinette. Unter einer großen Montgolfière schickten die Brüder in einem Käfig einen Hahn, einen Hammel und eine Ente auf eine 8-minütige Reise, die die Tiere gut überstanden.

Und schwebende Menschen
Da die Tiere das Experiment überlebten, gab der König die Erlaubnis zu einem Aufstieg mit Menschen: Als erste Ballonfahrer der Menschheitsgeschichte gelten Jean-François Pilâtre de Rozier und der Gardeoffizier François d’Arlandes, die am 21. November 1783 aus dem Garten des Schlosses La Muette bei Paris mit einem Heißluftballon aufstiegen. Der Flug dauerte 25 Minuten und endete erfolgreich auf der Butte aux Cailles, einem bekannten Pariser Hügel. Das Ereignis löste große Begeisterung aus. Weitere Luftfahrten im gleichen Jahr folgten. Der offiziellen Geschichtsschreibung zufolge hatte der Mensch mit der Eroberung des Luftraumes begonnen.

Montgolfiers mögliche Vorläufer
Aus heutiger Sicht waren die Brüder Montgolfier wahrscheinlich nicht die ersten Ballonkonstrukteure. In Südamerika sollen die Inkas bereits um das Jahr 250 nach Christus Heißluftballone eingesetzt haben. Weil die Inkas die Bedeutung ihrer eigenen Kultur durch die bewusste Zerstörung jedes Beweises der Leistungen ihrer Vorgängerkulturen steigerten, ist davon nichts geblieben.
Schon 1694 behauptete der französische Missionar Bassou in Peking zur Krönung des Kaisers Fo-Kien steigende Luftballone gesehen zu haben, und 1709 soll der Brasilianer Laurenca dem König von Portugal eine Heißluftballonfahrt über Lissabon vorgeführt haben. Doch sind diese Überlieferungen ebenso unsicher wie jene, dass der portugiesische Physiker Don Guzmann in Gegenwart des Könighofes in Lissabon mit einer Heißluft-Konstruktion bis an die Decke gestiegen sein soll.
Insofern gebührt den Brüdern Montgolfier sicher auch in Zukunft der Ruhm, die ersten gewesen zu sein, die den Menschen den Aufstieg in die Lüfte ermöglicht hatten.

Quelle: t-online.de

Warum entstanden Bahnen unter der Erde? Warum gibt es U-Bahnen?

In der 2. Hälfte des 19. Jh. gerieten in Großstädten Massenverkehrsmittel (z. B. Pferdeomnibusse) an ihre Leistungsgrenzen, was Schnelligkeit und die zurücklegbare Wegstrecke betraf. Hinzu kam, dass sich auf der Straße mittlerweile einfach zu viele Verkehrsteilnehmer tummelten, die sich gegenseitig behinderten. Deshalb planten die Menschen Verkehrsmittel, die unabhängig von den Hauptstraßen fahren konnten – auf eigenen Strecken. Zunächst setzten sie auf dampfbetriebene Eisenbahnen auf innerstädtischen Gleisen. London hatte eine Entlastung der Verkehrsströme besonders nötig, da es täglich wuchs. Es war im 19. Jh. die größte Stadt der Welt und ein bedeutendes Industrie-, Handels- und Banken-Zentrum. Im Jahr 1860 startete die Londonder Bahngesellschaft Metropolitan Railway (= hauptstädtische Eisenbahn) den Bau der 1. Strecke – unterirdisch geführt. Das war eine Weltpremiere!

Wie funktionierte das mit den Tunneln?
In London zog die neue Bahn immer mehr Fahrgäste an, sodass sich das Netz erweiterte. Zunächst bauten Ingenieure dafür so genannte offene Tunnel: Sie gruben eine Strecke aus und deckten sie danach wieder ab. Auch unter kleineren Hindernissen, wie Häusern, konnte die Bahn durchfahren. Als dann jedoch größere Herausforderungen anstanden, z. B. unter der Themse hindurchzukommen, mussten tiefere, stabile Tunnel her. Auch das lösten findige Ingenieure, indem sie den Bau geschlossener Tunnel perfektionierten. Die Bahnen lagen nun viel tiefer und die unterirdischen Bauarbeiten beeinträchtigten den oberirdischen Verkehr kaum. Allerdings kamen dampfbetriebene Loks wegen der Abgase hier nicht mehr durch. Zum Glück hatte der deutsche Ingenieur Werner von Siemens im Jahr 1866 die Dynamomaschine erfunden, die den Einsatz elektrischer Bahnen ermöglichte – die zogen sich den Strom über den Schleifkontakt aus den Gleisen.

Warum war die U-Bahn so erfolgreich?
U-Bahn-Trassen entstanden auch in anderen Städten nach Londoner Vorbild. Und sie zogen eines nach sich: Menschen. Überall dort, wo Bahnstrecken verliefen, siedelten sich Leute an. Auch Kleinstädte und Dörfer am Rande von Millionenstädten waren plötzlich erreichbar. Das kehrte das ganze Besiedlungssystem um: In den Städten wohnten immer weniger Menschen. Dort konzentrierte sich stattdessen Handel, Dienstleistung und Verwaltung. Verkehrsströme gingen in das Zentrum hinein und wieder heraus – sie zogen Massen von Menschen mit. U-Bahnen erwiesen sich hierfür als besonders leistungsfähig und flächensparend.

Was ist ein „Bug“?

Ein Bug (englisch für: "Wanze, Käfer, Insekt") bezeichnet in der EDV ein Programmfehler. Und so kam es dazu, dass ein Insekt als Bezeichnung für einen Fehler in der Software herangezogen wurde:

Der Erfinder Thomas Alva Edison bezeichnete in einem Brief 1878 kleine technische Störungen, z. B. ein Knistern in der Telefonleitung, als „Bugs“. So als würden sich Insekten an den elektrischen Teilen zu schaffen machen.

Als es noch riesige Computer mit Relaisschaltungen gab, konnte es schon mal vorkommen, dass sich ein Insekt in dieser Maschine verirrte. Je nachdem, wo das Tier dazwischen geriet und was es dort anstellte, konnte es zu Störungen oder einem Kurzschluss kommen. Dann entdeckte eine US-amerikanische Informatikerin 1947 wirklich ein Insekt, das Schuld an einer Fehlfunktion war – und klebte die Motte in ein Logbuch ein als erstes Tier, das nach einem Defekt entdeckt wurde.

Dann gibt es noch die Geschichte, dass Insekten die alten Lochkarten anfraßen – sie wurden schon Mitte des 18. Jh. als Medien zur Datenverarbeitung oder –speicherung und zur Steuerung von mechanischen Geräten verwendet. Ein Loch zu viel in der Karte konnte dann auch zu einem Fehler führen

Wie funktionieren Gleitsichtgläser?

Im Jahr 1959 präsentierte die Firma Essel (heute Essilor) die ersten Gleitsichtgläser der Öffentlichkeit. Der Erfinder Bernard Maitenaz hat sie vor allem für alterssichtige Menschen entwickelt. Mit der ganz normalen Alterssichtigkeit ist es nicht mehr oder weniger gut möglich, im Nahbereich scharf zu sehen. Eine Brille muss also her. Es gibt für diesen Zweck Lesebrillen, die mit Einfachgläsern rein auf das Sehen in der Nähe ausgelegt sind. Und es gibt (neben einigen anderen Formen) sogenannte Bifokalbrillen, die es dank zwei verschiedener Glasbereiche erlauben, sowohl in der Ferne als auch im Nahbereich scharf zu sehen.

Und genau diese Brille war es, die Bernard Maitenaz wurmte: „Im oberen Teil der Linse war die Fernsicht gut und das Nahfenster erlaubte ebenfalls eine gute Sicht. Doch dazwischen gab es einen Sprung, der das Blickfeld zerschnitt und das Sehen unnatürlich und unbequem machte. Dieser geteilte Blick schien mir einfach nicht akzeptabel. Deshalb habe ich angefangen, Berechnungen für ein Glas anzustellen, das einen stufenlosen Übergang zwischen Nah- und Fernsicht ermöglicht“, blickt der französische Ingenieur zurück.

Maitenaz ordnete bei seiner Erfindung die drei Zonen für Fernsicht (oben im Brillenglas), Zwischenentfernungen (Mitte) und Nahsicht (unten) mit komplexen Kurven ohne Übergänge an. Das hatte in der Fachwelt niemand für möglich gehalten. Entsprechend groß war die Skepsis, und in den ersten zehn Jahren verkauften sich die Gleitsichtgläser nicht gerade gut. Der Durchbruch kam in den 1970er-Jahren. Mittlerweile sind fast ein Drittel der in Deutschland verkauften Brillengläser Gleitsichtgläser.
Quelle: Essilor GmbH, Freiburg

Was ist ein Kofferwort?

„Ich packe meinen Koffer und nehme mit ...“
„... zwei Wörter, die so gut zu einer Sache passen, dass ich ein neues Wort daraus mache“, könnte das Ende des Satzes lauten. Meist sind es tatsächlich zwei Wörter, die künstlich zu einem neuen Begriff verschmolzen werden – es können aber auch mehrere Wörter sein. Miteinander verknüpft werden oft nur einzelne Wortsegmente. Beispiel Datei: eine Verbindung aus „Daten“ und „Kartei“ oder Brunch: eine Wortkreation aus „Breakfast“ und „Lunch“. Im Genom stecken die Wörter „Gen“ und „Chromosom“; gebildet hat das Kunstwort der Botaniker Hans Winkler im Jahr 1920.

Die Bezeichnung Kofferwort kommt übrigens aus dem Kinderbuch „Alice im Wunderland“ von Lewis Carroll, der für seine Wortspiele bekannt war. Er verglich ein zusammengesetztes Wort mit einem Handkoffer. Folglich vereint ein Kofferwort in sich mehrere Teile von Wörtern.

Seit wann gibt es Radio und Wie lief die erste Radiosendung ab?

Die ersten Sendeminuten widmeten sich vor allem dem Weihnachtsfest: Der kanadische Physiker und Erfinder Reginald Fessenden (1866–1932) spielte Geige und trug die Weihnachtsgeschichte aus der Bibel vor. Seine Gattin sang gemeinsam mit einem Freund Weihnachtslieder. Zum Abschluss gab es ein Gedicht.

Wer zu dieser Zeit ein Funkgerät an hatte und die Sendung über Langwellen empfing, war sicher erstaunt, menschliche Stimmen zu hören. Denn bis dahin war nur die drahtlose Übermittlung von Morsesignalen gelungen. Fessenden vereint als Einzelperson übrigens fast die meisten Patente auf sich – nur sein Kollege Thomas Alva Edison (1847–1931) liegt mit knapp 1.100 Patenten vor ihm.

Was leistete Louis Pasteur?

Pasteurisierte Milch finden Sie heute in jedem Supermarktregal. Und während Ihrer Schulzeit haben Sie sicher vom Namensgeber, dem Franzosen Louis Pasteur (1822–1895), gehört. Der Naturforscher widmete sich der Mikrobiologie und wollte anderen mit seinen Erkenntnissen helfen: Er machte z. B. die Erreger für Milzbrand und Geflügelcholera ausfindig und entwickelte einen Impfstoff gegen Tollwut – damit läutete er das Zeitalter der aktiven Immunisierung ein, ein Thema, das heute besondere Aktualität genießt ... Pasteur erkannte auch, dass sich Bakterien in Lebensmitteln durch kurzes Erhitzen auf 60 bis 90 Grad Celsius recht zuverlässig abtöten lassen – ohne dass sich Geschmack oder sonstige Eigenschaften dabei merklich verändern. Damit hatte er ein ganz neuartiges Verfahren entwickelt, um bestimmte Lebensmittel haltbar zu machen!

Bevor Pasteur dazu kam, musste er jedoch erst einmal nachweisen: Es sind Kleinstlebewesen wie Bakterien, die Lebensmittel verderben lassen. Er war fest davon überzeugt, dass diese überall in der Luft sind. Bis dahin glaubten führende Chemiker noch, rein chemische Prozesse hätten Schuld an Gärung und Fäulnis. Für seinen Nachweis experimentierte Pasteur viel mit Wein, den Mikroorganismen zum Leidwesen der Weinbauern ungenießbar machen können.

Wie funktioniert ein Kühlschrank?

Milch, Fisch, Gemüse oder Erdbeerjoghurt: Viele Dinge bewahren wir im Kühlschrank auf. Denn dort ist es kalt. Deshalb verderben die Lebensmittel nicht so schnell. Aber warum ist es im Kühlschrank kalt?


Gas im und am Kühlschrank wird erwärmt

In und an einem Kühlschrank gibt es feine Rohre. Durch die wird ein Gas geleitet. Dieses Gas wird in einem Kompressor zusammengedrückt. Kompressor heißt Verdichter. In dem Gas sind viele kleine Moleküle, also sehr kleine Teilchen. Beim Zusammendrücken rücken die Moleküle näher aneinander. Das ist wie bei Watte. Wenn ihr einen Wattebausch in die Hand nehmt und zusammendrückt, wird er kleiner. Die vielen kleinen Härchen sind dann dichter beieinander. So ist das auch bei diesem Gas. Weil all die kleinen Teilchen beim Verdichten aneinander reiben, wird das Gas warm.


Das Gas wird flüssig und wieder gasförmig

Doch wie kann das Gas dann den Kühlschrank kalt machen? Hinter dem Kühlschrank sind viele kleine Rillen, durch die wird das Gas geleitet. Dabei kühlt es sich ab und kondensiert. Es wird also flüssig. Wie Wasserdampf, der sich am Kochtopfdeckel sammelt. Dort bildet er Tropfen, wenn er abkühlt. In dem verflüssigten Gas hängen die Moleküle aneinander. Es steht unter Druck und fließt in den Kühlschrank zurück. Dort wird der Druck weggenommen und aus der Flüssigkeit wird wieder Gas. Dabei reißen die kleinen Moleküle auseinander. Das braucht Kraft. Darum kühlt das Gas dabei ab. Es wird so kalt, dass es die Luft im Kühlschrank kalt genug macht, um unser Essen frisch zu halten.