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Was ist der Petrichor?

Seit Wochen ist es brütend heiß. Der Boden ist staubig und trocken, die Pflanzen lassen ihre Blätter hängen, alles wartet auf Regen. Und dann wabert der seltsam süßliche Geruch durchs Fenster und lässt die Nase wissen, dass die Wolken gnädig sind und ihr gespeichertes Wasser freigegeben haben. 

Petrichor heißt dieser sinnliche Duft. Er entsteht, wenn Regen auf trockene Erde fällt. 
Dort trifft er auf eine Verbindung namens Geosmin und Öle, die Pflanzen während der trockenen Periode abgesondert haben. Durch den Regen gelangen diese Stoffe in die Luft und verbreiten den typischen Geruch.

Geprägt wurde der Begriff 1964 durch die australischen Forscher Isabel Bear und Richard Thomas in einem Artikel der Zeitschrift "Nature".

Warum wachsen Tulpen in der Vase weiter

Tulpen wachsen in der Vase weiter. Bis zu 10cm Längenwachstum sind möglich.
Das Geheimnis liegt in den Zellen der Tulpe.
Tulpen wachsen wie alle Lebewesen durch die Teilung von Zellen. In der Welt der Pflanzen gibt es noch ein weiteres Wachstumsprinzip: da Zellstreckungswachstum.
Dabei wachsen die kleinsten Einheiten (die Zellen) weiter, indem sie das in der Vase vorhandene Wasser aufnehmen und sich in die Länge dehnen.

Warum hinterlassen Schnecken eine Schleimspur?

Schnecken gehören zu den Weichtieren. Sie haben einen scheibenförmigen Kriechfuß. Damit können sie sich wellenförmig fortbewegen.
Die Schleimspuren dienen ihrem Schutz. Durch den Schleim gleiten die Schnecken nicht direkt auf dem Untergrund.
Auf Asphalt könnten sie sich ohne Schleim an kleinen Steinchen verletzt.
Der Schleim ist eine Art "Schutzschicht"

Kann Wäsche bei Frost trocknen?

Nasse Kleidung friert bei Frost zunächst ein. Doch wartet man etwas, wird sie trocken. Denn unter 0 Grad verdunstet Wasser direkt aus seinem Eis-Zustand heraus, ohne nochmal flüssig zu werden.

In einem warmen Raum mit hoher Luftfeuchtigkeit kann es hingegen sein, dass die Luft keinen Wasserdampf mehr aufnimmt und Stoff tagelang feucht bleibt.

Wieso gibt es Süßwasser und Salzwasser?

Kaum zu glauben: Die beiden Wasserarten unterscheiden sich in ihrem Salzgehalt. Denn nicht nur im Salzwasser befindet sich Salz. Der Anteil ist lediglich größer als im Süßwasser. Meerwasser hat normalerweise einen Gehalt von etwa 1 %. Das liegt daran, dass alles Wasser in der Natur früher oder später im Meer landet. Und auf seinem Weg dorthin sammelt jeder Tropfen Wasser jede Menge Salz ein. Denn Wasser hat die Eigenschaft, andere Stoffe in ihre chemischen Bestandteile zu zerlegen.

Wenn es regnet und das Regenwasser versickert, löst das Wasser Salze aus dem Boden. Sobald es dann wieder an die Oberfläche gelangt und einen Bach oder Fluss bildet, nimmt es das Salz mit auf die Reise. Auch im Fluss löst das Wasser wieder Salze aus dem Flussboden. Dort, wo der Fluss dann ins Meer mündet, hat das Wasser jede Menge Salz angesammelt, das mit dem Wasser zusammen ins Meer fließt. Das Meerwasser verdunstet dann wieder und das Salz bleibt zurück. Man unterscheidet übrigens nicht nur Salz- und Süßwasser, sondern auch sogenanntes Brackwasser. Das ist z. B. das Wasser in Flussmündungen ins Meer, das im Vergleich zum Süßwasser (< 0,1 %) ebenfalls einen relativ hohen Salzgehalt (0,1 bis 1 %) aufweist. Autorin: Dunja Herrmann

Warum duften manche Pflanzen so gut?

Diese Frage ist noch nicht endgültig geklärt, aber die meisten Forscher glauben, der Grund liegt in der Unbeweglichkeit der Pflanzen: Sie können sich nicht wegbewegen, um sich fortzupflanzen oder vor Fraßfeinden zu schützen. In Sachen Vermehrung müssen sie sich auf den Wind verlassen oder Tiere dazu bringen, für sie den Liebesboten zu spielen – und das schaffen sie u. a. mit ihrem Blütenduft. Außerdem können sie sich so vor Fraßfeinden schützen, z. B. Salbei und Rosmarin, deren Blätter einen würzigen Duft verströmen.

Pflanzen kommunizieren auch mithilfe ihrer Duftstoffe: Eine Bohnenart beispielsweise sendet chemische Stoffe aus, wenn sie von Spinnmilben befallen wird. Das Duftsignal zieht räuberische Milben an, für die Spinnmilben ganz oben auf der Speisekarte stehen. Außerdem regt es weitere Bohnenpflanzen in der Nachbarschaft dazu an, ebenfalls vorsorglich Duftsignale abzusondern, um so einen Angriff abzuwehren.

Die Duftstoffe der Pflanzen gehören zu den ätherischen Ölen, d. h. sie verflüchtigen sich schnell. Sie stecken vor allem in Blättern, Blüten oder Samen. Es kostet die Pflanzen viel Energie, diese flüchtigen Stoffe herzustellen. Deshalb haben sich einige darauf spezialisiert, ihre Duftstoffe gezielt abzugeben, etwa nur am Abend.

Warum zwitschern Vögel?

Singvögel trällern am Morgen und auch den ganzen Tag über. Für das vermehrte Gezwitscher in der Früh haben Vogelkundler verschiedene Gründe herausgefunden:

1. Revier markieren
Die meisten Vogelarten verlassen nachts ihr Revier und suchen sich einen neuen Platz. Deshalb fangen sie bei der 1. Dämmerung an zu singen, um ihr neues Revier zu markieren. Damit zeigen sie ihren Artgenossen deutlich, dass dort besetzt ist und sich kein anderer Vogel mehr niederlassen kann.

2. Pünktlich paaren
Der Eisprung der Vogelweibchen findet oft morgens statt. Um die Chancen einer Befruchtung zu erhöhen, ist es wichtig, dass die Begattung durch ein Männchen möglichst kurz nach dem Eisprung stattfindet. Mit ihrem Gesang locken sich Weibchen und Männchen gegenseitig an, um schneller zueinander zu finden und die Fortpflanzung zu sichern

3. Zeitvertreib
Insektenfresser singen meist sehr früh morgens, da sie um diese Zeit noch nicht auf Beutefang gehen können. Denn die Insekten fliegen erst, wenn es durch die Sonne etwas wärmer geworden ist. Bis dahin singen Vögel oft einfach aus Lust und Laune. Ein weiterer Grund für die Lautstärke des Gezwitschers liegt in unserer Wahrnehmung: Morgens sind die Umweltgeräusche noch so gering, dass der Vogelgesang in dieser Zeit besonders auffällt. Später am Tag übertönen oft andere Geräusche das Gezwitscher.

Warum haben Blüten in der Mitte eine andere Farbe?

Gesehen werden: Das ist mit das Wichtigste für blühende Pflanzen, die sich über Insektenbestäubung fortpflanzen. Deshalb machen sie während der Blütezeit Werbung mit knalligen Farben. Ihr Ziel: Viele Bienen, Hummeln, Falter, Schwebfliegen oder Käfer anzulocken.

Lust auf Zuckersüßes
Die Pflanzen müssen sich bei ihren Lockversuchen besonders gut anstellen. Denn die Insekten kommen in erster Linie zu ihnen, um von dem süßen Nektar zu naschen, den die Blüten produzieren. Manchmal futtern sie auch einige von den eiweißhaltigen Pollen. Bei diesem leckeren Mahl heften sich Blütenpollen an die behaarten Beine und Körper der Insekten. Wenn sie zur nächsten Blüte weiterfliegen, bleiben die Pollen dort an den weiblichen Blütenanteilen hängen: Die Bestäubung ist geglückt.

Perfektes Farb-Leitsystem
Von weitem winken Blüten durch ihre auffälligen Farben. Im Nahbereich ist viel entscheidender, dass das nektarreiche Blütenzentrum sofort erkennbar ist. Deshalb ist diese Mitte meist heller oder dunkler eingefärbt als der Blütenrand: Die Anfliegenden können dann zielgenau dort landen, wo es den meisten Blütennektar gibt. Dieses Leitsystem sehen Sie zum Beispiel gut bei Ringelblumen, Rosen oder Malven.

Wettermonat April

Klar, jeder kennt das Sprichwort „April, April – der macht, was er will!“ Gemeint ist das Wetter: Nach kurzem Sonnenschein zieht auf einmal ein heftiger Sturm auf und im nächsten Moment fallen dicke Regentropfen oder gar Schneeflocken vom Himmel. Nicht umsonst hieß der April früher „Launing“ oder “Wandelmonat“. Erst die Römern nannten den Monat um in „Aperire“, das bedeutet so viel wie „das Öffnen der Knospen“.

Solch ein Wetter macht die morgendliche Wahl der Klamotten schwer. T-Shirt und kurze Hose oder doch lieber Jacke und Regenschirm? Da hilft allein das Zwiebelprinzip, also viele Schichten übereinander, die ihr ausziehen könnt, wenn sich die Sonne einmal wieder kurz blicken lässt.

Verantwortlich für unser verrücktes Aprilwetter sind unterschiedlich warme Luftmassen über Europa. Die Sonne hat inzwischen schon eine Menge Kraft und erwärmt die Luft über Südeuropa und Afrika. Die Meere im Norden sind hingegen noch recht kalt. Die Temperaturen von Ost- und Nordsee liegen im April bei etwa vier bis sechs Grad und auch der Nordatlantik erreicht trotz des wärmenden Golfstroms nicht mehr als sieben Grad. Bei uns in Mitteleuropa treffen daher die trockenen, warmen Luftmassen aus dem Süden mit der feuchten, kalten Luft aus dem Norden aufeinander. Über unseren Köpfen findet in diesem Monat daher ein Wechselspiel der Luftströmungen statt, die die Wetterlage täglich neu ausfechten.

Die häufigen Wechsel haben jedoch auch etwas Gutes. Selten lassen sich so viele Regenbögen beobachten wie im April, wenn es regnet und gleichzeitig die Sonne scheint. Das Licht der Sonne besteht aus vielen verschiedenen Farben. Wenn die Sonne hoch am Himmel steht, vermischen sich diese Farben und werden zu unserem weiß-gelblichen Tageslicht. Wenn wir einen Regenbogen sehen, fällt das Sonnenlicht auf eine Wand aus Regentropfen. Die einzelnen Regentropfen können das Licht aufspalten und werfen es wieder zurück, jeder Tropfen in einem anderen Winkel. Etwa so wie bei ein geschliffenen Diamanten, auf den Licht fällt. Durch die Lichtbrechung entsteht für unser Auge am Himmel ein Bogen aus vielen verschiedenen Farben. Um ihn sehen zu können, müsst ihr jedoch mit dem Rücken zur Sonne stehen und auf die Regenwand schauen.

Quelle
http://www.geo.de/GEOlino/natur/tiere/67931.html?p=8

Warum dürfen wir brennendes Öl nicht mit Wasser löschen?

Ein Lagerfeuer können wir mit Wasser löschen. Das ist kein Problem. Bei einer brennenden Pfanne sollten wir das nicht tun - zumindest, wenn Öl brennt. Warum? Wasser hilft gegen Öl nicht. Im Gegenteil. Es ist sogar sehr gefährlich, Öl mit Wasser löschen zu wollen. Doch warum ist das so?
Warum darf man Öl nicht mit Wasser löschen?

Wenn wir in eine Pfanne Öl gießen, müssen wir aufpassen. Ab etwa 300 Grad beginnt das Öl von selbst zu brennen. Kommen wir dann auf die Idee, Wasser darauf zu kippen, dann können wir uns schlimm verletzen. Es kommt zu einer regelrechten Explosion - eine Stichflamme entsteht. Heinz Pitsch vom Institut für Technische Verbrennung an der Universität Aachen weiß, warum das so ist. Er sagt: "In diesem Fall wirkt das Wasser tatsächlich wie ein Brandbeschleuniger." Wenn wir das Wasser auf das heiße Öl kippen, dann verdampft es. Das Wasser dehnt sich dadurch aus und wirkt wie ein Faustschlag in das Öl. Die winzigen Wassertröpfchen reißen das Öl mit sich in die Luft. "Die Fettteilchen sind dabei immer noch extrem heiß und entzündlich, jetzt werden sie von allen Seiten quasi mit Sauerstoff gefüttert", so der Experte. Bekommen Dinge Sauerstoff, brennen sie gut. Das kennen wir von einer Kerze. Stülpen wir ein Glas über sie, geht sie recht schnell aus, weil sie keinen Sauerstoff mehr bekommt. Weil das Öl viel Sauerstoff kriegt, wenn das Wasser es mit nach oben reißt, kommt es zu einer schlagartigen Zunahme bei der Verbrennung. Es entsteht die Stichflamme.
Flammen müssen erstickt werden

Der Experte sagt, dass das Öl auch aus der Pfanne spritzen kann, wenn wir Wasser darauf kippen. Wir können uns so stark verbrennen. Außerdem kann es sein, dass die ganze Küche in Flammen aufgeht. Doch wie können wir denn nun Öl eigentlich löschen, wenn es in der Pfanne brennt? Der Fachmann sagt: "Wenn eine Pfanne brennt, muss man unbedingt zu einer anderen Methode greifen, um das Feuer zu löschen, nämlich indem man es erstickt." Also den Herd ausschalten und einen Deckel auf die Pfanne legen. Darunter ist der Sauerstoff schnell verbraucht, das Fett kühlt ab, es qualmt noch ein bisschen, aber die Feuergefahr ist gebannt.


Quelle: dapd

Warum bleiben Zugvögel nicht für immer im Süden?

Jedes Jahr im Herbst brechen Milliarden Vögel zu einer langen Reise auf. Sie fliegen in den Süden, um dort zu überwintern. In den warmen Ländern finden sie Nahrung und ein Zuhause, bis es sie im nächsten Frühjahr wieder zurück in den Norden zieht. Doch warum nehmen die Zugvögel die Reisestrapazen überhaupt auf sich? Warum bleiben sie nicht einfach für immer im Süden.


Im Norden herrschen gute Lebensbedingungen für die Vögel
Die Antwort auf diese Frage weiß Julian Heiermann. Er ist Vogelexperte und arbeitet beim Naturschutzbund Deutschland. Julian Heiermann sagt: "Der Norden bietet den Vögeln im Sommerhalbjahr viel Nahrung und optimale Bedingungen zur Aufzucht der Jungen." Die Vögel können im Sommer also in Deutschland und anderen nördlichen Ländern gut leben und Küken bekommen.

Winterquartier als Notlösung

Julian Heiermann sagt außerdem: In den Winterquartieren sind die Lebensbedingungen für die Vögel oft gar nicht so gut. Hier leben bereits viele Vögel das ganze Jahr über - die Zugvögel müssen mit ihnen um Nahrung und Lebensraum konkurrieren. Außerdem wird es dort mitunter heiß und trocken. Im Norden dagegen gibt es im Sommer Nahrung und Nistplätze im Überfluss. Etwa 200 europäische Vogelarten sind deshalb Pendler - das Winterquartier ist für sie nur ihre Notlösung, weil es bei uns kalt wird und die Vögel nicht mehr so viel zu fressen finden.

Auch Deutschland ist Überwinterungsland

Für manche Vögel ist sogar Deutschland ein Überwinterungsland, sagt der Fachmann: "Zum Beispiel der Seidenschwanz, der im Sommer in Skandinavien und Sibirien lebt, verbringt den Winter bei uns, bis es ihn wieder in den hohen Norden zieht". Alles in allem sind die Vögel nicht so versessen aufs Reisen, wie es uns scheint. Manche Stare zum Beispiel fliegen im Winter nicht in den Süden, sondern ziehen stattdessen in unsere Großstädte, wo sie ebenfalls Nahrung und gemütliche Quartiere finden.

Quelle: dapd

Wie kommt der Sand in die Wüste?

Sand entsteht, wenn Gestein verwittert

Erklären kann das Matthias Franz. Er arbeitet in der Stadt Freiburg beim Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau. Matthias Franz kennt sich mit Steinen aus. Er sagt: Der Sand in den Wüsten entsteht, wenn hartes Gestein verwittert, wie zum Beispiel Granit.

Regen, Hitze und Eis verändern das Gestein

Die Natur nagt kräftig an dem Granit, erklärt Mattias Franz. Sonne, Wind und Wasser wirken auf das Gestein. Durch die Hitze springt der Stein leicht auf und bekommt Löcher und Ritzen. Gefriert darin im Winter das Regenwasser, platzt der Stein noch weiter auf. Auch Wurzeln von Pflanzen können Teile aus dem Gestein herauslösen.

Steine werden immer kleiner

Sand entsteht aber viel häufiger aus Sandstein, sagt Matthias Franz. Sandstein war vor vielen Jahren schon einmal Sand. Der wurde zusammengepresst, zum Beispiel als sich die Kruste der Erde verschoben hat. Die Natur löst auch aus dem Sandstein Teile heraus. Wind und Wasser tragen die kleinen Steine immer weiter mit sich fort. Dabei schleifen sich die Ecken und Kanten der Steinchen ab. Mit der Zeit werden daraus immer kleinere und rundere Sandkörner.

Es gibt verschiedene Wüsten

Die großen Sandwüsten sind dort, wo es viel Gestein gibt, aus dem Sand entstehen kann, oder wo der Wind den Sand hingeweht hat, erklärt der Experte. Aber nicht jede Wüste besteht aus Sand. Es gibt zum Beispiel Fels- oder Steinwüsten, aber auch Salz-, Lehm- und Eiswüsten, sagt Matthias Franz.

Quelle: dapd

Wissenswertes über die Pistazie - Heute ist Welt-Pistazien-Tag...

Die Pistazie gilt botanisch betrachtet als Steinfrucht und nicht als Nussfrucht. Der Pistazienkern ist der Same eines in Kleinasien beheimateten Baumes. Dieser wiederum hat eine lange Geschichte – wir Menschen kennen den Baum, der selbst mehr als 150 Jahre alt werden kann, schon seit rund 9.000 Jahren.

Der Pistazienbaum gedeiht am besten dort, wo es heiß und trocken ist, und in großen Höhen. Die Hauptanbaugebiete für Pistazien liegen in Zentralasien, im Nahen Osten sowie am Mittelmeer und in den USA/Kalifornien. Für eine gute Ernte braucht der Baum einige Stunden im Jahr mit kühlen Temperaturen um die 7 Grad Celsius. Wie Trauben sitzen die Pistazienbüschel am Baum und werden dann maschinell oder per Hand abgeschlagen oder -gerüttelt. Eine Pistazie besteht aus einer fleischigen rötlichen oder gelben Schale, dann kommt die uns bekannte dünne, harte Schale und schließlich der von einer dünnen Haut eingeschlossene grüne Kern. Werden die Pistazien geerntet, was im Frühjahr wie im Herbst der Fall sein kann, so müssen sie schnellstmöglich weiterverarbeitet werden: Die fleischige Schale muss weg, dann werden die Nüsse getrocknet.

Pistazien sind reich an Vitaminen, Mineralien und Phytosterolen (chemische Verbindungen, die in Pflanzen zu finden sind). Das in ihnen enthaltene Fett besteht zu mehr als 80 Prozent aus einfach oder mehrfach ungesättigten Fettsäuren – also aus „guten Fetten“. Getrocknete Pistazien enthalten viel Kalium, Magnesium, Kupfer, Vitamin B1 sowie Eisen und Phosphor. Neben vielen Ballaststoffen warten sie außerdem mit Folsäure, Pantothensäure, Nikotinsäure, den Vitaminen A, B2, B6, C sowie Kalzium und Zink auf.

Übrigens – wussten Sie, dass ...
... die Deutschen rund 12.700 Tonnen Pistazien jedes Jahr verzehren?
... die Chinesen die Pistazie als „fröhliche Nuss“ bezeichnen, weil sie so aussieht, als ob sie lächelt?
... Sie Pistazien mit Schale sogar einfrieren können? Sie halten sich etwa 1 Jahr lang!
... eine Pistazie gewichtsmäßig etwa zur Hälfte aus Fett besteht?
... Pistazien die nährstoffreichsten aller Nüsse (als solche gilt sie nämlich gemeinhin) sind?
... laut einer Studie eine Ernährung mit täglich ein bis zwei Handvoll Pistazien dazu beitragen kann, das Risiko von Lungenkrebs zu reduzieren?

Sind Tomaten Obst oder Gemüse?

Was haben Kirschen und Tomaten gemeinsam? Sie sind beide leuchtend rot und im Sommer reif. Und sind beide auch Obst? Bei Tomaten denkt man eigentlich eher an Gemüse. Manche Menschen glauben trotzdem, dass Tomaten Obst sind. Aber was sind Tomaten nun wirklich?


Tomaten sind Gemüse
Die Antwort ist nicht ganz einfach. Tomaten sind Gemüse. Ganz genau gehören sie zum Fruchtgemüse. Ein entscheidender Unterschied zwischen Obst und Gemüse ist, dass die meisten Gemüsepflanzen nur ein Jahr alt werden. Auch Tomaten müssen jedes Jahr neu gepflanzt werden.


Die meisten Obstsorten sind mehrjährig
Die meisten Obstfrüchte wachsen an Bäumen und Sträuchern, die mehrere Jahre alt werden. Äpfel, Birnen, Kirschen und Pflaumen wachsen an Bäumen. An Sträuchern wachsen zum Beispiel Johannisbeeren, Brombeeren oder Stachelbeeren. Gabriele Kaufmann sagt, dass Tomaten nicht so süß wie die meisten Obstsorten schmecken und auch deshalb eher zum Gemüse zählen.


Einige Gemeinsamkeiten mit Obst
Zwei Sachen haben Tomaten allerdings mit Obst gemeinsam: Wir essen die Früchte der Pflanze. Wenn wir Gemüse essen, handelt es sich meistens nicht um Früchte, sondern andere Pflanzenteile: Es sind die Wurzeln wie bei den Möhren, der Pflanzenstängel wie beim Spargel und ziemlich häufig die Blätter wie beim Rotkohl oder Spinat. Außerdem schmecken Tomaten roh gut. Auch Obst wird in der Regel roh gegessen. Die meisten Gemüsearten werden dagegen gekocht, bevor sie auf unseren Teller kommen.

Warum sind Planeten rund?

Fallen wir am Ende der Welt irgendwo herunter? Vor Hunderten von Jahren dachten das die Menschen. Sie hielten die Erde für eine Scheibe. Längst haben Wissenschaftler herausgefunden, dass das nicht stimmt. Die Erde sieht aus wie eine Kugel. Aber warum ist das so?

In unserem Sonnensystem gibt es viele runde Planeten

Nicht nur die Erde ist eine Kugel. In unserem Sonnensystem gibt es noch viele andere Planeten, die rund sind. Planeten entstanden, weil viele kleinere Gesteinsbrocken und andere Teile zusammenkrachten. Daraus entwickelten sich dann immer größere Klumpen. Diese Klumpen wurden rund, weil es die Schwerkraft gibt. Schwerkraft können wir spüren, wenn uns zum Beispiel ein Stift herunterfällt. Eigentlich fällt er gar nicht, sondern die Erdmasse zieht ihn an.


Bei großen Planeten ist die Schwerkraft sehr stark

Je größer ein Planet ist, umso größer ist auch seine Schwerkraft. Große Planeten haben auch eine viel glattere Oberfläche als kleine. Denn die Schwerkraft zieht die Gesteinsbrocken und anderen Teile in die Mitte des Klumpens, der mal ein Planet werden soll. Die Beulen an dem Klumpen werden nach und nach weniger. Der Klumpen bekommt eine Form, die aussieht wie eine Kugel. Bei großen Planeten klappt das wegen der stärkeren Schwerkraft besonders gut, kleine Planeten dagegen haben immer noch Beulen oder gar eine Form wie eine Kartoffel.

Warum sehen wir bei Regen manchmal einen Regenbogen?

Regenwetter finden viele Menschen nicht schön. Es sei denn, die Sonne scheint gleichzeitig. Dann können wir mit ein bisschen Glück einen Regenbogen sehen. Aber warum genau sehen wir bei Regen manchmal einen Regenbogen?

Das Licht wird im Regenbogen in sieben Farben aufgeteilt

Das Licht der Sonne wird in einem Regenbogen in sieben verschiedene Farben aufgeteilt. Physiker nennen das Lichtbrechung. Sonnenlicht ist zwar normalerweise erstmal weiß. Aber in Wirklichkeit besteht das helle Licht aus den sieben Farben Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Indigoblau und Violett. Zusammen ergeben diese sieben Farben weißes Licht. Jeder Wassertropfen kann das Licht in seine sieben Farben zerlegen. Und wenn es regnet, sind genug Wassertropfen zum Zerlegen da.

Die Sonne hinter uns haben

Damit wir bei Regen einen Regenbogen sehen können, müssen wir die Sonne hinter uns haben. Das Sonnenlicht muss in einem ganz bestimmten Winkel auf die vielen Regentropfen fallen, die das weiße Licht in seine sieben Farben brechen. Der Lichtstrahl dringt in die Tropfen ein, wird aufgefächert und an der Rückseite der Regentropfen wie von einem Spiegel zurückgeworfen. Der aufgefächerte Lichtstrahl muss uns direkt in die Augen scheinen, damit wir den Regenbogen sehen können. Gibt es mehrere Spiegelungen in einem Tropfen, sehen wir sogar zwei Regenbögen.

Regenbögen kann man nicht anfassen

Jeder Mensch sieht seinen eigenen Regenbogen. Denn schließlich kommt es darauf an, wie jeder genau zur Sonne steht. Selbst wenn ein paar Leute direkt nebeneinander stehen, unterscheidet sich das, was sie sehen, ein bisschen voneinander. Wir können einen Regenbogen nicht anfassen. Er ist nicht greifbar, weil Licht nicht aus Stoff oder etwas anderem, was wir anfassen können, besteht. Es nützt deshalb auch nichts, auf einen Regenbogen zuzulaufen. Die Enden des Regenbogens kann kein Mensch erreichen.

Herbstanfang am 1. und 22. September - Was stimmt?

Langsam wird es Herbst. Die Blätter färben sich bunt, und es ist auch nicht mehr so heiß. Im Kalender steht, dass der Herbst am Dienstag beginnt. Die Wetterforscher aber sagen, dass schon lange Herbst ist. Wie kommt das?

Was ist der meteorologische Herbstanfang?

Für die Wetterforscher ging der Herbst schon Anfang September los. Das hat aber nichts mit dem Wetter draußen zu tun. Die Wetterforscher haben den 1. September als Herbstanfang festgelegt, um sich die Arbeit zu erleichtern. Sie können ihre Zahlen so besser auswerten. Die Menschen nennen das Datum der Wetterforscher den meteorologischen Herbstanfang.


Astronomen sagen, der Herbst beginnt am 22. September

Daneben gibt es den astronomischen Beginn des Herbstes. Der liegt in diesem Jahr am 22. September. Astronomen erforschen die Planeten im Weltall. Wenn es auf der Erde Frühling, Sommer, Herbst oder Winter wird, hat das auch mit dem Weltall zu tun. Die Jahreszeiten hängen davon ab, wie unser Planet zur Sonne steht und wie viele Sonnenstrahlen die Erde dadurch abbekommt. Am 22. September beginnt eine Zeit, in der die Sonnenstrahlen auf der oberen Hälfte der Erdkugel schwächer werden. Dort wird es daher langsam kälter. Der Herbst beginnt.

Was soll das Vogelgezwitscher?

Singvögel trällern am Morgen und auch den ganzen Tag über. Für das vermehrte Gezwitscher in der Früh haben Vogelkundler verschiedene Gründe herausgefunden:

1. Revier markieren
Die meisten Vogelarten verlassen nachts ihr Revier und suchen sich einen neuen Platz. Deshalb fangen sie bei der 1. Dämmerung an zu singen, um ihr neues Revier zu markieren. Damit zeigen sie ihren Artgenossen deutlich, dass dort besetzt ist und sich kein anderer Vogel mehr niederlassen kann.

2. Pünktlich paaren
Der Eisprung der Vogelweibchen findet oft morgens statt. Um die Chancen einer Befruchtung zu erhöhen, ist es wichtig, dass die Begattung durch ein Männchen möglichst kurz nach dem Eisprung stattfindet. Mit ihrem Gesang locken sich Weibchen und Männchen gegenseitig an, um schneller zueinander zu finden und die Fortpflanzung zu sichern.

3. Zeitvertreib
Insektenfresser singen meist sehr früh morgens, da sie um diese Zeit noch nicht auf Beutefang gehen können. Denn die Insekten fliegen erst, wenn es durch die Sonne etwas wärmer geworden ist. Bis dahin singen Vögel oft einfach aus Lust und Laune. Ein weiterer Grund für die Lautstärke des Gezwitschers liegt in unserer Wahrnehmung: Morgens sind die Umweltgeräusche noch so gering, dass der Vogelgesang in dieser Zeit besonders auffällt. Später am Tag übertönen oft andere Geräusche das Gezwitscher.

Warum ist die Hoffnung grün und ein Newcomer ein Greenhorn?

Weil im Frühling die Natur erwacht und man früher wirklichen Grund zur Freude hatte, den Winter überstanden zu haben, wird das sprießende Grün mit Freude und Hoffnung gleichgesetzt – auf Wärme, Licht, frisches Obst und Gemüse sowie eine gute Ernte im Herbst. Und deshalb sagt man, dass man „auf einen grünen Zweig“ kommt, wenn man Probleme überwunden hat. Deshalb darf man bei einer grünen Ampel losfahren und nicht bei einer gelben. Und deshalb ist die „grüne Seite“ die des Herzens, und die Aufforderung „komm an meine grüne Seite“ eine freundliche. Umgekehrt gilt: Kann man jemandem nicht besonders gut leiden, dann ist er einem „nicht grün“.

Doch Grün ist nicht nur die Farbe der Hoffnung, sondern auch die des Friedens, der Heilung, der Ruhe. Was wirkt beruhigender, als auf einer Bank in der Sonne zu sitzen und die grüne Natur zu genießen? Kein Wunder also, dass in Operationsräumen grüne Kittel und Hauben getragen werden. Übrigens ist Grün auch die Farbe des Islam. Ist doch das versprochene Paradies ein grünes – und keine trockene gelbe Wüste.

Gleichzeitig steht Grün allerdings auch für Unreife – man denke nur an grünes Obst. Und deshalb nennt man einen Menschen ohne große Berufs- oder Lebenserfahrung einen Grünschnabel – oder ein Greenhorn. Doch warum steht Grün auch für Gift – warum gibt es nur Giftgrün, nicht aber Giftblau oder -rot? Weil unreifes Gemüse ungenießbar ist. Und weil zum Grünfärben von Tuch oftmals giftige Stoffe eingesetzt werden mussten.

Warum sind Pflanzen grün?

Im Sommer ist draußen in Parks und Gärten alles grün. Die Bäume haben grüne Blätter, das Gras ist grün, und auch der Salat hat diese Farbe. Warum aber sind Pflanzen eigentlich grün und nicht blau oder rot?

Die Fotosynthese der Pflanzen
Pflanzen machen etwas, das Fotosynthese genannt wird. Bei der Fotosynthese nehmen die Pflanzen das Gas Kohlendioxid aus der Luft und auch Wasser auf und wandeln es zum Beispiel in Zucker, also Energie um. Dafür brauchen sie Licht. Die Energie können Menschen nutzen, wenn sie die Pflanzen essen. Salat zum Beispiel gibt uns Kraft und macht uns satt.

Pflanzen brauchen nur rotes und blaues Licht
Doch warum sind Pflanzen nun grün? Trifft ein Lichtstrahl auf einen Gegenstand, spiegelt dieser je nach seiner Farbe unterschiedlich gefärbtes Licht zurück. Denn Licht ist eine Mischung aus vielen verschiedenen Lichtfarben, die wir nicht alle einzeln erkennen können. Zum Beispiel gibt es rotes, grünes oder blaues Licht. Pflanzen werfen Licht der Wellenlänge Grün zurück, den Rest des Lichts behalten sie. Für die Fotosynthese brauchen die Pflanzen nur das blaue und rote Licht, das grüne bringt ihnen nichts, und sie spiegeln es einfach zurück. Das ist der Grund, warum Pflanzen eine grüne Farbe haben.

Chlorophylle machen Pflanzen grün
In den Pflanzen gibt es ganz bestimmte Teilchen, die der Pflanze dann die Farbe Grün geben. Es sind die Chlorophylle. Diese sorgen dafür, dass die Pflanze das rote und blaue Licht verarbeitet, das grüne aber zurückwirft. So kann die Pflanze arbeiten und wachsen, und für uns grün erscheinen.