Rot und Grün finden wir bei vielen weihnachtlichen Motiven kombiniert. Diese Farben sind nicht zufällig gewählt:
Grün ist die Farbe des Lebens und der Hoffnung. Besonders deutlich wird dies beim Weihnachtsbaum. Bäume und immergrüne Gewächse gelten seit jeher als Zeichen des Lebens. Ein auch im Winter grüner Baum steht für die Hoffnung, dass nach der kalten Jahreszeit der Frühling zurückkehrt.
Im Gegensatz dazu steht Rot für Blut. Damit weist das Symbol bereits am Tag der Geburt Christi auf dessen Tod am Karfreitag hin.
Wie kommt die Kohlensäure ins Mineralwasser?
Das kennen wir alle: Öffnen wir eine Flasche Sprudel, zischt es manchmal, oder das Wasser schwappt sogar heraus. Das liegt an der Kohlensäure im Mineralwasser. Doch wie kommt die Kohlensäure überhaupt in das Getränk hinein?
Was ist CO2?
Wenn die geschlossene Flasche geschüttelt oder erwärmt wird, schäumt das Wasser nach dem Öffnen über. Das hat mit der Kohlensäure zu tun. Es handelt sich, chemisch gesehen, um Kohlendioxid (abgekürzt: CO2). Davon kann man manchmal im Fernsehen hören oder in der Zeitung lesen. Denn Kohlendioxid ist ein Gas, das beim Verbrennen von Kohle, Holz oder Benzin entsteht. Es ist mitverantwortlich für den Klimawandel und die Erwärmung der Erde.
Was macht das Kohlendioxid mit dem Wasser
Im Mineralwasser ist aber Kohlendioxid drin, das ganz natürlich tief in der Erde entsteht, sagt Tilman Kerstiens. Er ist beim Verband Deutscher Brunnen für technische Fragen zuständig. In dem Verband haben sich viele Mineralwasser-Unternehmen zusammengetan. Tilman Kerstiens sagt: "In den tieferen Erdschichten sammelt sich Wasser, das als Regen und Schnee vorher versickert ist. Noch tiefer unten entsteht das Kohlendioxid. Wenn das Wasser und das Kohlendioxid aufeinandertreffen, verbinden sie sich in der Erde und drücken nach oben - das ist ganz ähnlich wie bei der geschüttelten oder warmen Mineralwasserflasche. Es sprudelt förmlich über", sagt der Fachmann.
Die Kohlensäure wird verflüssigt
Mineralwasser-Firmen fangen das natürlich sprudelnde Wasser auf. Leider geht es nicht, dieses Wasser einfach direkt in Flaschen abzufüllen. Weil das Kohlendioxid ebenso entweicht wie die Gasbläschen aus der Mineralwasserflasche, wenn wir sie über Nacht offen stehen lassen, wird das entweichende Gas aufgefangen. Danach kühlen die Leute in dem Mineralbrunnen es so stark ab, bis aus dem Gas eine Flüssigkeit wird. Das passiert bei minus 38 bis 39 Grad. Dadurch kann man größere Mengen in einem Tank speichern.
Kohlensäure kommt mit Druck zurück in das Wasser
Um die Kohlensäure später ins Wasser hinein zu bekommen, muss das Kohlendioxid wieder "aufgetaut" und zu Gas zurückverwandelt werden. Nun wird es mit hohem Druck in das Wasser hineingepresst, sagt Tilman Kerstiens. Der Druck sorgt dafür, dass die Kohlensäure im Wasser praktisch gefangen und gut mit ihm verbunden ist. Dann ist es ganz frisch und prickelt schön, wenn wir die Flasche zum ersten Mal öffnen.
Quelle: dapd
Was ist CO2?
Wenn die geschlossene Flasche geschüttelt oder erwärmt wird, schäumt das Wasser nach dem Öffnen über. Das hat mit der Kohlensäure zu tun. Es handelt sich, chemisch gesehen, um Kohlendioxid (abgekürzt: CO2). Davon kann man manchmal im Fernsehen hören oder in der Zeitung lesen. Denn Kohlendioxid ist ein Gas, das beim Verbrennen von Kohle, Holz oder Benzin entsteht. Es ist mitverantwortlich für den Klimawandel und die Erwärmung der Erde.
Was macht das Kohlendioxid mit dem Wasser
Im Mineralwasser ist aber Kohlendioxid drin, das ganz natürlich tief in der Erde entsteht, sagt Tilman Kerstiens. Er ist beim Verband Deutscher Brunnen für technische Fragen zuständig. In dem Verband haben sich viele Mineralwasser-Unternehmen zusammengetan. Tilman Kerstiens sagt: "In den tieferen Erdschichten sammelt sich Wasser, das als Regen und Schnee vorher versickert ist. Noch tiefer unten entsteht das Kohlendioxid. Wenn das Wasser und das Kohlendioxid aufeinandertreffen, verbinden sie sich in der Erde und drücken nach oben - das ist ganz ähnlich wie bei der geschüttelten oder warmen Mineralwasserflasche. Es sprudelt förmlich über", sagt der Fachmann.
Die Kohlensäure wird verflüssigt
Mineralwasser-Firmen fangen das natürlich sprudelnde Wasser auf. Leider geht es nicht, dieses Wasser einfach direkt in Flaschen abzufüllen. Weil das Kohlendioxid ebenso entweicht wie die Gasbläschen aus der Mineralwasserflasche, wenn wir sie über Nacht offen stehen lassen, wird das entweichende Gas aufgefangen. Danach kühlen die Leute in dem Mineralbrunnen es so stark ab, bis aus dem Gas eine Flüssigkeit wird. Das passiert bei minus 38 bis 39 Grad. Dadurch kann man größere Mengen in einem Tank speichern.
Kohlensäure kommt mit Druck zurück in das Wasser
Um die Kohlensäure später ins Wasser hinein zu bekommen, muss das Kohlendioxid wieder "aufgetaut" und zu Gas zurückverwandelt werden. Nun wird es mit hohem Druck in das Wasser hineingepresst, sagt Tilman Kerstiens. Der Druck sorgt dafür, dass die Kohlensäure im Wasser praktisch gefangen und gut mit ihm verbunden ist. Dann ist es ganz frisch und prickelt schön, wenn wir die Flasche zum ersten Mal öffnen.
Quelle: dapd
Warum entzünden wir den Adventskranz?
Hier ist uns die rituelle germanische Totenverehrung erhalten geblieben: Adventskränze und Grabkränze sind kaum zu unterscheiden. Die Kreisform ist Sinnbild für das ewig Zyklische, entweder beim Menschen (Leben und Tod) oder in der Natur (Zusammenfallen von Anfang und Ende des Jahres). Die immergrüne Farbe symbolisiert – wie beim Christbaum – Fruchtbarkeit und Leben. Und die 4 Kerzen stehen nicht nur für die Adventswochen, sondern für die Jahreszeiten. Das Kerzenfeuer selbst bedeutet das Sonnenlicht, das zunächst immer spärlicher wird. Früher zündete man erst 4, dann 3, dann 2 und schließlich nur 1 Kerze an, als Symbol für die abnehmende Sonnenkraft. Zur Wintersonnenwende entzündeten die Menschen dann feierlich wieder alle Lichter. Heute beginnen wir mit 1 Kerze, dann kommt jeden Sonntag eine weitere dazu: ein weiterer Schritt durch den Lebenskreis. Wenn an Weihnachten schließlich alle 4 Kerzen brennen, haben wir den Kreislauf von Leben und Tod bis zum Ende durchlaufen und befinden uns nun, mit der Neugeburt des Lichts, am Anfang eines neuen Zyklus.
Warum wird Zucker nicht schlecht?
Viele Kinder naschen gerne Zucker, wenn er auf dem Tisch steht. Sie können oftmals gar nicht genug davon kriegen. Doch warum müssen wir eigentlich nie Angst haben, dass der Süßstoff schlecht wird?
Zucker hat kein Mindesthaltbarkeitsdatum
Wer im Supermarkt genau hinguckt, stellt fest, dass auf einer Packung Zucker kein Mindesthaltbarkeitsdatum steht. Während für andere Lebensmittel angegeben wird, wie lange sich die Sachen mindestens halten werden, gibt es das für Zucker nicht. Zucker wird nicht schlecht. Professor Andre Lipski von der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn im Bundesland Nordrhein-Westfalen weiß auch, warum das so ist. Er sagt: "Das liegt daran, dass der Zucker jedem Schimmelpilz oder Bakterium sofort das Wasser entzieht. Bakterien sind winzigkleine Lebewesen. Wie Schimmelpilze können sie dafür sorgen, dass Lebensmittel schlecht werden. Kommen Pilze oder Bakterien mit Zucker in Berührung, verlieren sie all ihr Wasser und sterben. Ohne Wasser können sie nicht leben.
Zucker als Konservierungsmittel?
Aus diesem Grund wird nicht nur Zucker selbst nie schlecht, er lässt sich auch ähnlich wie Salz als Konservierungsmittel nutzen. Damit ist gemeint, dass Sachen mit Zucker lange haltbar gemacht werden können. Marmelade zum Beispiel hält sich gut. Sie besteht aus viel Zucker. Beim Marmeladekochen kommt es aber darauf an, nicht zu wenig Zucker zu nehmen. Ist zu wenig Zucker in der Marmelade, können sich Bakterien prima von ihr ernähren. Dann wird auch die Marmelade schlecht.
Quelle: dapd
Zucker hat kein Mindesthaltbarkeitsdatum
Wer im Supermarkt genau hinguckt, stellt fest, dass auf einer Packung Zucker kein Mindesthaltbarkeitsdatum steht. Während für andere Lebensmittel angegeben wird, wie lange sich die Sachen mindestens halten werden, gibt es das für Zucker nicht. Zucker wird nicht schlecht. Professor Andre Lipski von der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn im Bundesland Nordrhein-Westfalen weiß auch, warum das so ist. Er sagt: "Das liegt daran, dass der Zucker jedem Schimmelpilz oder Bakterium sofort das Wasser entzieht. Bakterien sind winzigkleine Lebewesen. Wie Schimmelpilze können sie dafür sorgen, dass Lebensmittel schlecht werden. Kommen Pilze oder Bakterien mit Zucker in Berührung, verlieren sie all ihr Wasser und sterben. Ohne Wasser können sie nicht leben.
Zucker als Konservierungsmittel?
Aus diesem Grund wird nicht nur Zucker selbst nie schlecht, er lässt sich auch ähnlich wie Salz als Konservierungsmittel nutzen. Damit ist gemeint, dass Sachen mit Zucker lange haltbar gemacht werden können. Marmelade zum Beispiel hält sich gut. Sie besteht aus viel Zucker. Beim Marmeladekochen kommt es aber darauf an, nicht zu wenig Zucker zu nehmen. Ist zu wenig Zucker in der Marmelade, können sich Bakterien prima von ihr ernähren. Dann wird auch die Marmelade schlecht.
Quelle: dapd
Die Brüder Montgolfier
Am 26. August 1740 wurde Michel-Jospeh Montgolfier geboren. Zusammen mit seinem Bruder Étienne eroberte er für die Menschen am 4. Juni 1783 den Luftraum - erstmals starteten sie einen Heißluftballon.
Am 04. Juni 1783 gelang Joseph und Étienne de Montgolfier der erste Start eines Heißluftballons. Die Brüder verbrannten Papier unter der Öffnung eines aus Taft und leichten Stoffen gefertigten Hohlkörpers. Durch die entstandene Heißluft blähte sich der Seidensack auf und schwebte zur Decke, denn Luft dehnt sich bei Wärme aus, wird leichter und steigt nach oben.
Fliegende Tiere
Am 19. September 1783 wiederholten sie das Experiment vor den Augen des französischen Königspaares, Ludwigs des 16. und Marie Antoinette. Unter einer großen Montgolfière schickten die Brüder in einem Käfig einen Hahn, einen Hammel und eine Ente auf eine 8-minütige Reise, die die Tiere gut überstanden.
Und schwebende Menschen
Da die Tiere das Experiment überlebten, gab der König die Erlaubnis zu einem Aufstieg mit Menschen: Als erste Ballonfahrer der Menschheitsgeschichte gelten Jean-François Pilâtre de Rozier und der Gardeoffizier François d’Arlandes, die am 21. November 1783 aus dem Garten des Schlosses La Muette bei Paris mit einem Heißluftballon aufstiegen. Der Flug dauerte 25 Minuten und endete erfolgreich auf der Butte aux Cailles, einem bekannten Pariser Hügel. Das Ereignis löste große Begeisterung aus. Weitere Luftfahrten im gleichen Jahr folgten. Der offiziellen Geschichtsschreibung zufolge hatte der Mensch mit der Eroberung des Luftraumes begonnen.
Montgolfiers mögliche Vorläufer
Aus heutiger Sicht waren die Brüder Montgolfier wahrscheinlich nicht die ersten Ballonkonstrukteure. In Südamerika sollen die Inkas bereits um das Jahr 250 nach Christus Heißluftballone eingesetzt haben. Weil die Inkas die Bedeutung ihrer eigenen Kultur durch die bewusste Zerstörung jedes Beweises der Leistungen ihrer Vorgängerkulturen steigerten, ist davon nichts geblieben.
Schon 1694 behauptete der französische Missionar Bassou in Peking zur Krönung des Kaisers Fo-Kien steigende Luftballone gesehen zu haben, und 1709 soll der Brasilianer Laurenca dem König von Portugal eine Heißluftballonfahrt über Lissabon vorgeführt haben. Doch sind diese Überlieferungen ebenso unsicher wie jene, dass der portugiesische Physiker Don Guzmann in Gegenwart des Könighofes in Lissabon mit einer Heißluft-Konstruktion bis an die Decke gestiegen sein soll.
Insofern gebührt den Brüdern Montgolfier sicher auch in Zukunft der Ruhm, die ersten gewesen zu sein, die den Menschen den Aufstieg in die Lüfte ermöglicht hatten.
Quelle: t-online.de
Am 04. Juni 1783 gelang Joseph und Étienne de Montgolfier der erste Start eines Heißluftballons. Die Brüder verbrannten Papier unter der Öffnung eines aus Taft und leichten Stoffen gefertigten Hohlkörpers. Durch die entstandene Heißluft blähte sich der Seidensack auf und schwebte zur Decke, denn Luft dehnt sich bei Wärme aus, wird leichter und steigt nach oben.
Fliegende Tiere
Am 19. September 1783 wiederholten sie das Experiment vor den Augen des französischen Königspaares, Ludwigs des 16. und Marie Antoinette. Unter einer großen Montgolfière schickten die Brüder in einem Käfig einen Hahn, einen Hammel und eine Ente auf eine 8-minütige Reise, die die Tiere gut überstanden.
Und schwebende Menschen
Da die Tiere das Experiment überlebten, gab der König die Erlaubnis zu einem Aufstieg mit Menschen: Als erste Ballonfahrer der Menschheitsgeschichte gelten Jean-François Pilâtre de Rozier und der Gardeoffizier François d’Arlandes, die am 21. November 1783 aus dem Garten des Schlosses La Muette bei Paris mit einem Heißluftballon aufstiegen. Der Flug dauerte 25 Minuten und endete erfolgreich auf der Butte aux Cailles, einem bekannten Pariser Hügel. Das Ereignis löste große Begeisterung aus. Weitere Luftfahrten im gleichen Jahr folgten. Der offiziellen Geschichtsschreibung zufolge hatte der Mensch mit der Eroberung des Luftraumes begonnen.
Montgolfiers mögliche Vorläufer
Aus heutiger Sicht waren die Brüder Montgolfier wahrscheinlich nicht die ersten Ballonkonstrukteure. In Südamerika sollen die Inkas bereits um das Jahr 250 nach Christus Heißluftballone eingesetzt haben. Weil die Inkas die Bedeutung ihrer eigenen Kultur durch die bewusste Zerstörung jedes Beweises der Leistungen ihrer Vorgängerkulturen steigerten, ist davon nichts geblieben.
Schon 1694 behauptete der französische Missionar Bassou in Peking zur Krönung des Kaisers Fo-Kien steigende Luftballone gesehen zu haben, und 1709 soll der Brasilianer Laurenca dem König von Portugal eine Heißluftballonfahrt über Lissabon vorgeführt haben. Doch sind diese Überlieferungen ebenso unsicher wie jene, dass der portugiesische Physiker Don Guzmann in Gegenwart des Könighofes in Lissabon mit einer Heißluft-Konstruktion bis an die Decke gestiegen sein soll.
Insofern gebührt den Brüdern Montgolfier sicher auch in Zukunft der Ruhm, die ersten gewesen zu sein, die den Menschen den Aufstieg in die Lüfte ermöglicht hatten.
Quelle: t-online.de
Wie werden eigentlich Legosteine hergestellt?
Mit Legosteinen spielen viele Kinder sehr gern. Sie bauen Häuser, Burgen oder Autos damit. Doch wie werden Legosteine eigentlich hergestellt? Helena Seppelfricke kann das erklären. Sie ist Pressesprecherin bei der Firma Lego. Das heißt, sie antwortet Journalisten, wenn sie Fragen zu dem Spielzeug haben. Helena Seppelfricke erklärt: "Legosteine gibt es schon seit dem Jahr 1958. Seit 1963 bestehen sie aus dem Kunststoff, aus dem sie noch heute gemacht werden".
Ein spezieller Kunststoff
Dieser Kunststoff hat einen langen und schwierigen Namen: Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymerisat. Abgekürzt heißt das Material ABS. Dieser Kunststoff ist sehr hart, und er glänzt matt. Seine Oberfläche bleibt auch dann glatt, wenn Kinder auf einem Stein herum kratzen oder mit den Zähnen hineinbeißen. Außerdem lässt ABS die Steine besonders gut aneinander haften, erklärt Helena Seppelfricke.
Legosteine werden sehr heiß gepresst
Legosteine werden in speziellen Fabriken in mehreren Ländern hergestellt. Das ABS wird dort in Form von kleinen Körnchen hingebracht. Der Kunststoff wird dann auf 232 Grad Celsius erhitzt. Das ist sehr heiß. Die ABS-Körnchen schmelzen bei dieser Temperatur. Spezielle Maschinen pressen die heiße und zähflüssige Kunststoffmasse dann in Legostein-Formen. Wenn die Masse getrocknet ist, sind die Legosteine fertig.
Passgenau seit 1958
Helena Seppelfricke sagt: Es gibt 2400 unterschiedliche Formen. Die Steine, die heute hergestellt werden, passen noch immer auf die ersten Legosteine aus dem Jahr 1958. Legosteine, die niemand gekauft hat, werden wieder eingeschmolzen und zu neuen Steinen verarbeitet. Das spart Abfall und schont die Umwelt.
Spiel gut!
Doch was bedeutet der Name Lego eigentlich? Helena Seppelfricke sagt: Der Erfinder von Lego war ein Mann namens Ole Kirk Christansen, der 1932 im Süden seines Heimatlandes Dänemark eine Tischlerei für Holzspielzeug gründete. Sein Unternehmen nannte er Lego - das ist zusammengesetzt aus den dänischen Wörtern "Leg" und "Godt". Auf Deusch bedeutet das "spiel gut".
Quelle: dapd
Ein spezieller Kunststoff
Dieser Kunststoff hat einen langen und schwierigen Namen: Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymerisat. Abgekürzt heißt das Material ABS. Dieser Kunststoff ist sehr hart, und er glänzt matt. Seine Oberfläche bleibt auch dann glatt, wenn Kinder auf einem Stein herum kratzen oder mit den Zähnen hineinbeißen. Außerdem lässt ABS die Steine besonders gut aneinander haften, erklärt Helena Seppelfricke.
Legosteine werden sehr heiß gepresst
Legosteine werden in speziellen Fabriken in mehreren Ländern hergestellt. Das ABS wird dort in Form von kleinen Körnchen hingebracht. Der Kunststoff wird dann auf 232 Grad Celsius erhitzt. Das ist sehr heiß. Die ABS-Körnchen schmelzen bei dieser Temperatur. Spezielle Maschinen pressen die heiße und zähflüssige Kunststoffmasse dann in Legostein-Formen. Wenn die Masse getrocknet ist, sind die Legosteine fertig.
Passgenau seit 1958
Helena Seppelfricke sagt: Es gibt 2400 unterschiedliche Formen. Die Steine, die heute hergestellt werden, passen noch immer auf die ersten Legosteine aus dem Jahr 1958. Legosteine, die niemand gekauft hat, werden wieder eingeschmolzen und zu neuen Steinen verarbeitet. Das spart Abfall und schont die Umwelt.
Spiel gut!
Doch was bedeutet der Name Lego eigentlich? Helena Seppelfricke sagt: Der Erfinder von Lego war ein Mann namens Ole Kirk Christansen, der 1932 im Süden seines Heimatlandes Dänemark eine Tischlerei für Holzspielzeug gründete. Sein Unternehmen nannte er Lego - das ist zusammengesetzt aus den dänischen Wörtern "Leg" und "Godt". Auf Deusch bedeutet das "spiel gut".
Quelle: dapd
Warum müssen Löcher in den Zähnen ausgebohrt werden?
Vor dem Zahnarzt haben manche Menschen Angst. Vor allem das Bohren in den Zähnen finden die Leute ganz schrecklich. Bohren muss der Zahnarzt, wenn er Karies gefunden hat. Das sind Löcher in den Zähnen. Aber warum müssen Löcher in den Zähnen noch zusätzlich ausgebohrt werden?
Was ist Karies?
Wer diese Frage beantworten will, muss wissen, wie Karies entsteht. Doktor Dietmar Oesterreich weiß gut über Karies Bescheid. Er ist Zahnarzt im Ort Stavenhagen im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Außerdem ist er Vizepräsident bei der Bundeszahnärztekammer. Das ist eine Organisation, in der alle Zahnärzte in Deutschland Mitglied sind.
Bakterien lieben Zucker
Dietmar Oesterreich sagt: Im Mund leben Bakterien. Bakterien sind winzigkleine Lebewesen, die wir mit bloßem Auge nicht sehen können. Manche von ihnen sind gut für uns, manche schaden uns aber auch. Die Bakterien, die Karies verursachen, brauchen genauso wie wir Nahrung, erklärt Dietmar Oesterreich. Sie mögen alles, was Stärke enthält. Stärke kommt zum Beispiel in Getreide und Kartoffeln vor. Am besten ist aber Zucker für diese Bakterien. Zucker ist zum Beispiel in Schokolade, Kuchen, Gummibärchen, Bonbons, aber auch in Cola, Fanta und anderen süßen Limonaden oder Fruchtsäften.
Säure greift die Zähne an
Die Bakterien wandeln die Stärke in Säure um, die dann die Zähne angreift. Die Säure entzieht dem Zahn wichtige Stoffe, die er braucht, um hart zu bleiben, zum Beispiel Calcium und Phosphor. Der eigentlich harte Zahn bricht irgendwann ein - dann ist ein Loch entstanden, erklärt Dietmar Oesterreich. In diese Löcher krabbeln die Bakterien hinein und leben dort gut.
Die Bakterien müssen weg
Davon bekommen die Menschen dann Zahnschmerzen und gehen zum Zahnarzt. Wenn es so weit gekommen ist, muss der Zahnarzt bohren. Dietmar Oesterreich erklärt: Mit dem Bohren werden die Bakterien entfernt. Der Zahnarzt macht das Loch im Zahn also nicht noch größer. Es geht eigentlich darum, das Loch zu säubern und zu reinigen. Hinterher füllt der Zahnarzt das Loch zum Beispiel mit einer Füllung.
Regelmäßiges Putzen schützt die Zähne
Bis ein richtiges Loch in den Zähnen entsteht, dauert es eine ganze Weile. Ein erstes Zeichen für Karies sind weiße Flecken, die ein bisschen anders aussehen als der übrige Zahn. Wenn du diese Flecken auf den Zähnen hast, braucht der Zahnarzt noch nicht zu bohren. Dann reicht es, das Mineral Fluorid zu nehmen. Das macht die Zähne wieder härter. Am allerbesten ist und bleibt es aber, sich regelmäßig zwei Mal am Tag die Zähne zu putzen und nichts Süßes zwischen den Mahlzeiten zu essen, so der Fachmann.
Quelle: ddp
Was ist Karies?
Wer diese Frage beantworten will, muss wissen, wie Karies entsteht. Doktor Dietmar Oesterreich weiß gut über Karies Bescheid. Er ist Zahnarzt im Ort Stavenhagen im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Außerdem ist er Vizepräsident bei der Bundeszahnärztekammer. Das ist eine Organisation, in der alle Zahnärzte in Deutschland Mitglied sind.
Bakterien lieben Zucker
Dietmar Oesterreich sagt: Im Mund leben Bakterien. Bakterien sind winzigkleine Lebewesen, die wir mit bloßem Auge nicht sehen können. Manche von ihnen sind gut für uns, manche schaden uns aber auch. Die Bakterien, die Karies verursachen, brauchen genauso wie wir Nahrung, erklärt Dietmar Oesterreich. Sie mögen alles, was Stärke enthält. Stärke kommt zum Beispiel in Getreide und Kartoffeln vor. Am besten ist aber Zucker für diese Bakterien. Zucker ist zum Beispiel in Schokolade, Kuchen, Gummibärchen, Bonbons, aber auch in Cola, Fanta und anderen süßen Limonaden oder Fruchtsäften.
Säure greift die Zähne an
Die Bakterien wandeln die Stärke in Säure um, die dann die Zähne angreift. Die Säure entzieht dem Zahn wichtige Stoffe, die er braucht, um hart zu bleiben, zum Beispiel Calcium und Phosphor. Der eigentlich harte Zahn bricht irgendwann ein - dann ist ein Loch entstanden, erklärt Dietmar Oesterreich. In diese Löcher krabbeln die Bakterien hinein und leben dort gut.
Die Bakterien müssen weg
Davon bekommen die Menschen dann Zahnschmerzen und gehen zum Zahnarzt. Wenn es so weit gekommen ist, muss der Zahnarzt bohren. Dietmar Oesterreich erklärt: Mit dem Bohren werden die Bakterien entfernt. Der Zahnarzt macht das Loch im Zahn also nicht noch größer. Es geht eigentlich darum, das Loch zu säubern und zu reinigen. Hinterher füllt der Zahnarzt das Loch zum Beispiel mit einer Füllung.
Regelmäßiges Putzen schützt die Zähne
Bis ein richtiges Loch in den Zähnen entsteht, dauert es eine ganze Weile. Ein erstes Zeichen für Karies sind weiße Flecken, die ein bisschen anders aussehen als der übrige Zahn. Wenn du diese Flecken auf den Zähnen hast, braucht der Zahnarzt noch nicht zu bohren. Dann reicht es, das Mineral Fluorid zu nehmen. Das macht die Zähne wieder härter. Am allerbesten ist und bleibt es aber, sich regelmäßig zwei Mal am Tag die Zähne zu putzen und nichts Süßes zwischen den Mahlzeiten zu essen, so der Fachmann.
Quelle: ddp
Warum finden Brieftauben immer nach Hause?
Hast du dich schon einmal verirrt und den Heimweg nicht mehr gefunden? Brieftauben passiert das nicht. Die finden immer nach Hause. Aber warum ist das so? Doktor Martin Haase kennt die Antwort. Er ist Biologe und arbeitet in der Vogelwarte Hiddensee in der Stadt Greifswald im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Dort beobachtet und erforscht er Wildvögel.
Eine Landkarte im Kopf
Die Brieftaube ist zwar ein Haustier, aber das war nicht immer so, sagt der Fachmann. Sie stammt von der Felsentaube ab, die auf Klippen und in Berghöhlen lebt. In freier Wildbahn ist diese Taubenart sehr ortstreu. Sie baut ihr Nest gerne am selben Fleck oder bleibt zumindest in der näheren Umgebung. Dorthin findet sie immer wieder zurück. Von Natur aus hat sie nämlich einen ganz tollen Orientierungssinn. Die Taube hat so etwas wie eine Landkarte. "Keiner weiß genau, wie die aussieht", sagt der Experte. "Aber darauf kann die Taube schauen, dran riechen und sich mit anderen Sinnen orientieren."
Besondere Farbstoffe in den Taubenaugen
Der Vogel kann auf verschiedene Weise seinen Weg finden. Er hört, sieht und riecht also. Außerdem hilft ihm das Magnetfeld der Erde. Wie bei einer Kompassnadel, die nach Norden ausschlägt, erspürt die Taube mit ihrem Schnabel die Richtung. Wichtiger noch als der Schnabel scheinen die sogenannten "Cryptochrome" zu sein. Das sind Farbstoffe in den Taubenaugen. Damit kann der Vogel die Krümmung der Magnetfelder ablesen und so seine Position bestimmen. "Wie genau das passiert, muss aber erst noch herausgefunden werden", sagt Martin Haase. Auch die Sonne hilft der Taube nach Hause. Je nach Uhrzeit steht diese woanders am Himmel. "Das kann die Taube deuten", erklärt der Fachmann. Doch wenn der Himmel dicht bewölkt ist, kann sie die Sonne nicht richtig erkennen. Es kann passieren, dass die Taube deswegen einen Umweg fliegt.
Seit 4000 Jahren als Postbote eingesetzt
Am Ende kennt sie ihren Heimweg aber doch so gut, dass sie zu ihrem Nest zurück findet. Dieses Talent entdeckte vor 4000 Jahren auch der Mensch und machte die Taube zum ersten Flugboten aller Zeiten. Eine Armee nahm damals eine Brieftaube mit aufs Schlachtfeld. Wenn der Kampf vorüber war, wurde die Taube freigelassen. Sie flog dann mit der Siegesbotschaft nach Hause. Allerdings muss die Taube auch heim wollen, sagt Martin Haase. Wenn zum Beispiel ein Vogelweibchen daheim auf das Taubenmännchen wartet, dann ist sein Heimweh größer. Heute werden Brieftauben nur noch als Hobby gezüchtet. Die fliegen dann um die Wette zu ihrem Taubenschlag zurück.
Eine Landkarte im Kopf
Die Brieftaube ist zwar ein Haustier, aber das war nicht immer so, sagt der Fachmann. Sie stammt von der Felsentaube ab, die auf Klippen und in Berghöhlen lebt. In freier Wildbahn ist diese Taubenart sehr ortstreu. Sie baut ihr Nest gerne am selben Fleck oder bleibt zumindest in der näheren Umgebung. Dorthin findet sie immer wieder zurück. Von Natur aus hat sie nämlich einen ganz tollen Orientierungssinn. Die Taube hat so etwas wie eine Landkarte. "Keiner weiß genau, wie die aussieht", sagt der Experte. "Aber darauf kann die Taube schauen, dran riechen und sich mit anderen Sinnen orientieren."
Besondere Farbstoffe in den Taubenaugen
Der Vogel kann auf verschiedene Weise seinen Weg finden. Er hört, sieht und riecht also. Außerdem hilft ihm das Magnetfeld der Erde. Wie bei einer Kompassnadel, die nach Norden ausschlägt, erspürt die Taube mit ihrem Schnabel die Richtung. Wichtiger noch als der Schnabel scheinen die sogenannten "Cryptochrome" zu sein. Das sind Farbstoffe in den Taubenaugen. Damit kann der Vogel die Krümmung der Magnetfelder ablesen und so seine Position bestimmen. "Wie genau das passiert, muss aber erst noch herausgefunden werden", sagt Martin Haase. Auch die Sonne hilft der Taube nach Hause. Je nach Uhrzeit steht diese woanders am Himmel. "Das kann die Taube deuten", erklärt der Fachmann. Doch wenn der Himmel dicht bewölkt ist, kann sie die Sonne nicht richtig erkennen. Es kann passieren, dass die Taube deswegen einen Umweg fliegt.
Seit 4000 Jahren als Postbote eingesetzt
Am Ende kennt sie ihren Heimweg aber doch so gut, dass sie zu ihrem Nest zurück findet. Dieses Talent entdeckte vor 4000 Jahren auch der Mensch und machte die Taube zum ersten Flugboten aller Zeiten. Eine Armee nahm damals eine Brieftaube mit aufs Schlachtfeld. Wenn der Kampf vorüber war, wurde die Taube freigelassen. Sie flog dann mit der Siegesbotschaft nach Hause. Allerdings muss die Taube auch heim wollen, sagt Martin Haase. Wenn zum Beispiel ein Vogelweibchen daheim auf das Taubenmännchen wartet, dann ist sein Heimweh größer. Heute werden Brieftauben nur noch als Hobby gezüchtet. Die fliegen dann um die Wette zu ihrem Taubenschlag zurück.
Warum haben Adlige blaues Blut?
Wer heute leicht gebräunt ist, der passt ins Schönheitsideal. Früher war das aber anders. Blasse Haut war ein Markenzeichen der Schönen und Reichen. Während die ärmeren Leute draußen auf dem Feld arbeiten mussten und deshalb im Sommer braun wurden, konnten die Adligen im Haus bleiben oder sich gemütlich in den kühlen Schatten setzen. Durch ihre blasse Haut schimmerten die blauen Adern natürlich besonders gut hindurch. Es hatte also auf den ersten Blick den Anschein, als hätten die Adligen tatsächlich blaues Blut.
Wer bekam den ersten Stern auf dem Walk of Fame
Keine Frage, wer auf dem Walk of Fame ("Weg des Ruhms") verewigt wird, der hat es geschafft. Die amerikanische Schauspielerin Joanne Woodward hatte die Ehre, am 9. Februar 1960 als erste mit einem der berühmten Sternchen geehrt zu werden. Inzwischen zieren rund 2400 solcher Sterne den beliebten Gehsteig in Hollywood.
Warum sagt man "Das ist doch das Gleiche in Grün"?
Die Redensart beschreibt, dass zwei Dinge im Prinzip gleich sind. Aber warum denn in Grün?
Im Oktober 1921 brachte Citroen seinen Kleinwagen "5 CV" auf den Markt. Dieser war zunächst nur in der Farbe Zitronengelb erhältlich. Drei Jahre später kopierte Opel dieses Auto und stellte es unte dem Namen "4 PS" vor. Der einzige Unterschied: Das Opel-Modell war grasgrün - die Citroen-Hersteller hatten allen Grund zu sagen: "Das ist doch das Gleiche in Grün"
Im Oktober 1921 brachte Citroen seinen Kleinwagen "5 CV" auf den Markt. Dieser war zunächst nur in der Farbe Zitronengelb erhältlich. Drei Jahre später kopierte Opel dieses Auto und stellte es unte dem Namen "4 PS" vor. Der einzige Unterschied: Das Opel-Modell war grasgrün - die Citroen-Hersteller hatten allen Grund zu sagen: "Das ist doch das Gleiche in Grün"
Wie entstehen Fata Morganas?
Reisende in der Wüste fürchteten sie, auf dem weiten Meer erzählte man sich schauerliche Geschichten über die mysteriösen Trugbilder, die ehrliche Seebären zum Schaudern brachten. Doch eigentlich ist eine Fata Morgana nichts weiter als eine Luftspiegelung und überhaupt nichts Gruseliges.
Einen ganz ähnlichen Effekt könnt ihr auch bei uns an heißen Sommertagen über asphaltierten Straßen beobachten: Über der Fahrbahn flimmert es.
Warum? Die Sonne heizt die Straße extrem auf, die heiße Luft steigt wegen ihrer geringeren Dichte hoch und trifft dabei auf die etwas kühlere Umgebungsluft. Die erhitzte Luft hat aber auch eine andere optische Dichte als kältere - so wie etwa Glas und Luft auch unterschiedliche Dichten haben.
Fällt ein Lichtstrahl durch diese beiden unterschiedlichen Schichten, wird er deshalb wie bei einem Brennglas gebrochen. Dadurch entsteht die optische Verzerrung, die wir als das Flimmern an heißen Tagen kennen.
Bei optimalen Bedingungen kann diese Brechung dazu führen, dass Landschaften erkennbar werden, die der Betrachter eigentlich gar nicht sehen kann: Die Erdkrümmung schränkt unser Sichtfeld ein - auch wenn wir auf einer riesigen Ebene stehen. Wenn dort allerdings zwei unterschiedlich heiße Luftschichten aufeinander treffen, kann das Licht so stark gebrochen oder reflektiert werden, dass Hügel oder Seen, die eigentlich hinter dem Horizont liegen, nah vor den Betrachter projiziert werden.
Dazu muss es sehr heiß und windstill sein, damit die Luftschichten ungestört aufeinander treffen können. Wo gibt es solche optimalen Bedingungen und gewaltige flache Landschaften? In der Wüste. Dort können dann zum Beispiel weit entfernte Bergketten ganz nah erscheinen, manchmal sollen Silhouetten von Städten oder sogar Seen aus dem Nichts auftauchen und Reisende verwirren.
Ermöglicht werden diese perfekten Bedingungen für eine Fata Morgana durch den Sand: Er heizt sich am Morgen schnell extrem auf. Wenn diese Hitze auf die noch kühle Morgenluft trifft, sind spektakuläre Lichtbrechungen möglich.
Auch auf dem Meer ist dieser Effekt zu beobachten. Eine Fata Morgana über dem Wasser an einem stillen, heißen Tag wäre eine Erklärung für die "Geisterschiffe", die manche Seeleute früher gesehen haben wollen und die dann Teil des "Seemannsgarns" wurden. So nennt man die oft abenteuerlichen Geschichten, die Matrosen sich erzählen.
Ihren schönen Namen hat die Fata Morgana übrigens von der Fee Morgan aus der berühmten Sage von König Artus und seinen Rittern der Tafelrunde: Die etwas eigenwillige Fee soll auf der Insel Avalon gewohnt haben, die normale Menschen nicht erreichen konnten - ganz so wie die Luftspiegelungen.
Einen ganz ähnlichen Effekt könnt ihr auch bei uns an heißen Sommertagen über asphaltierten Straßen beobachten: Über der Fahrbahn flimmert es.
Warum? Die Sonne heizt die Straße extrem auf, die heiße Luft steigt wegen ihrer geringeren Dichte hoch und trifft dabei auf die etwas kühlere Umgebungsluft. Die erhitzte Luft hat aber auch eine andere optische Dichte als kältere - so wie etwa Glas und Luft auch unterschiedliche Dichten haben.
Fällt ein Lichtstrahl durch diese beiden unterschiedlichen Schichten, wird er deshalb wie bei einem Brennglas gebrochen. Dadurch entsteht die optische Verzerrung, die wir als das Flimmern an heißen Tagen kennen.
Bei optimalen Bedingungen kann diese Brechung dazu führen, dass Landschaften erkennbar werden, die der Betrachter eigentlich gar nicht sehen kann: Die Erdkrümmung schränkt unser Sichtfeld ein - auch wenn wir auf einer riesigen Ebene stehen. Wenn dort allerdings zwei unterschiedlich heiße Luftschichten aufeinander treffen, kann das Licht so stark gebrochen oder reflektiert werden, dass Hügel oder Seen, die eigentlich hinter dem Horizont liegen, nah vor den Betrachter projiziert werden.
Dazu muss es sehr heiß und windstill sein, damit die Luftschichten ungestört aufeinander treffen können. Wo gibt es solche optimalen Bedingungen und gewaltige flache Landschaften? In der Wüste. Dort können dann zum Beispiel weit entfernte Bergketten ganz nah erscheinen, manchmal sollen Silhouetten von Städten oder sogar Seen aus dem Nichts auftauchen und Reisende verwirren.
Ermöglicht werden diese perfekten Bedingungen für eine Fata Morgana durch den Sand: Er heizt sich am Morgen schnell extrem auf. Wenn diese Hitze auf die noch kühle Morgenluft trifft, sind spektakuläre Lichtbrechungen möglich.
Auch auf dem Meer ist dieser Effekt zu beobachten. Eine Fata Morgana über dem Wasser an einem stillen, heißen Tag wäre eine Erklärung für die "Geisterschiffe", die manche Seeleute früher gesehen haben wollen und die dann Teil des "Seemannsgarns" wurden. So nennt man die oft abenteuerlichen Geschichten, die Matrosen sich erzählen.
Ihren schönen Namen hat die Fata Morgana übrigens von der Fee Morgan aus der berühmten Sage von König Artus und seinen Rittern der Tafelrunde: Die etwas eigenwillige Fee soll auf der Insel Avalon gewohnt haben, die normale Menschen nicht erreichen konnten - ganz so wie die Luftspiegelungen.
Warum werden Babys nicht heiser
Das neugeborene Baby liegt in der Wiege und schreit. Und schreit, und schreit. Ist das normal, fragen sich die besorgten Eltern. Warum wird es eigentlich nicht heiser?
Alle Laute, die wir von uns geben - ob Schreien oder Sprechen - entstehen durch die Schwingungen der Stimmbänder im Kehlkopf. Sie bestehen aus Muskeln und Gewebeschichten, und wenn sie zu stark belastet werden, etwa durch langes Schreien, kann eine Entzündung im Kehlkopfbereich entstehen. Die verhindert dann, dass die Stimmbänder frei schwingen können, und die Stimme versagt - man ist heiser. Wie viele Organe in unserem Körper sind auch die Stimmbänder einem Abnutzungsprozess unterworfen. Je mehr sie im Laufe des Lebens beansprucht werden, desto anfälliger werden sie für Ausfälle, sprich: Heiserkeit. Genau da liegt der Vorteil gesunder Babys. Ihr Organ ist brandneu und voll funktionsfähig. Entwickelt sich der Säugling zum so genannten Schreikind, kann dieser Vorteil bereits nach einem Jahr vorüber sein und das Kind wird durch die starke Beanspruchung heiser. Auch können Krankheiten im Kehlkopf für Heiserkeit schon beim Säugling sorgen. In der Regel hat das gesunde Baby jedoch eine erheblich größere Ausdauer als seine Erziehungsberechtigten. Und dafür gibt es noch einen zweiten Grund.
Der Säugling beherrscht bei der Geburt automatisch die optimale Atmung, die so genannten Bauch-Brust-Atmung. Dabei senkt sich das Zwerchfell beim Einatmen ab und drängt die Baucheingeweide nach unten. Dadurch wird der Bauch sichtbar dicker. Gleichzeitig vergrößern die Zwischenrippenmuskeln den Brustkorb. Diese Technik sorgt nicht nur für eine angenehme Stimme, das Schreien ist so viel weniger anstrengend. Menschen, die mit ihrer Stimme arbeiten, müssen diese Bauch-Brust-Atmung oft erst wieder lernen. Denn Nachrichtensprecher etwa, Lehrer oder Schauspieler können es sich nicht leisten, heiser zu sein.
Ein gesundes Baby wird also beim Schreien aus zwei Gründen nicht heiser. Erstens: das Stimmorgan ist neu und allein deshalb bei gesunden Kindern sehr belastbar. Zum zweiten beherrscht der Säugling automatisch die optimale Bauch-Brust-Atmung. So klingt die Stimme nicht nur besser, das Sprechen oder Schreien ist auch weniger anstrengend. Und deshalb werden Kleinkinder beim Schreien kaum heiser.
Alle Laute, die wir von uns geben - ob Schreien oder Sprechen - entstehen durch die Schwingungen der Stimmbänder im Kehlkopf. Sie bestehen aus Muskeln und Gewebeschichten, und wenn sie zu stark belastet werden, etwa durch langes Schreien, kann eine Entzündung im Kehlkopfbereich entstehen. Die verhindert dann, dass die Stimmbänder frei schwingen können, und die Stimme versagt - man ist heiser. Wie viele Organe in unserem Körper sind auch die Stimmbänder einem Abnutzungsprozess unterworfen. Je mehr sie im Laufe des Lebens beansprucht werden, desto anfälliger werden sie für Ausfälle, sprich: Heiserkeit. Genau da liegt der Vorteil gesunder Babys. Ihr Organ ist brandneu und voll funktionsfähig. Entwickelt sich der Säugling zum so genannten Schreikind, kann dieser Vorteil bereits nach einem Jahr vorüber sein und das Kind wird durch die starke Beanspruchung heiser. Auch können Krankheiten im Kehlkopf für Heiserkeit schon beim Säugling sorgen. In der Regel hat das gesunde Baby jedoch eine erheblich größere Ausdauer als seine Erziehungsberechtigten. Und dafür gibt es noch einen zweiten Grund.
Der Säugling beherrscht bei der Geburt automatisch die optimale Atmung, die so genannten Bauch-Brust-Atmung. Dabei senkt sich das Zwerchfell beim Einatmen ab und drängt die Baucheingeweide nach unten. Dadurch wird der Bauch sichtbar dicker. Gleichzeitig vergrößern die Zwischenrippenmuskeln den Brustkorb. Diese Technik sorgt nicht nur für eine angenehme Stimme, das Schreien ist so viel weniger anstrengend. Menschen, die mit ihrer Stimme arbeiten, müssen diese Bauch-Brust-Atmung oft erst wieder lernen. Denn Nachrichtensprecher etwa, Lehrer oder Schauspieler können es sich nicht leisten, heiser zu sein.
Ein gesundes Baby wird also beim Schreien aus zwei Gründen nicht heiser. Erstens: das Stimmorgan ist neu und allein deshalb bei gesunden Kindern sehr belastbar. Zum zweiten beherrscht der Säugling automatisch die optimale Bauch-Brust-Atmung. So klingt die Stimme nicht nur besser, das Sprechen oder Schreien ist auch weniger anstrengend. Und deshalb werden Kleinkinder beim Schreien kaum heiser.
Wie kommt der Sand in die Wüste?
Sand entsteht, wenn Gestein verwittert
Erklären kann das Matthias Franz. Er arbeitet in der Stadt Freiburg beim Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau. Matthias Franz kennt sich mit Steinen aus. Er sagt: Der Sand in den Wüsten entsteht, wenn hartes Gestein verwittert, wie zum Beispiel Granit.
Regen, Hitze und Eis verändern das Gestein
Die Natur nagt kräftig an dem Granit, erklärt Mattias Franz. Sonne, Wind und Wasser wirken auf das Gestein. Durch die Hitze springt der Stein leicht auf und bekommt Löcher und Ritzen. Gefriert darin im Winter das Regenwasser, platzt der Stein noch weiter auf. Auch Wurzeln von Pflanzen können Teile aus dem Gestein herauslösen.
Steine werden immer kleiner
Sand entsteht aber viel häufiger aus Sandstein, sagt Matthias Franz. Sandstein war vor vielen Jahren schon einmal Sand. Der wurde zusammengepresst, zum Beispiel als sich die Kruste der Erde verschoben hat. Die Natur löst auch aus dem Sandstein Teile heraus. Wind und Wasser tragen die kleinen Steine immer weiter mit sich fort. Dabei schleifen sich die Ecken und Kanten der Steinchen ab. Mit der Zeit werden daraus immer kleinere und rundere Sandkörner.
Es gibt verschiedene Wüsten
Die großen Sandwüsten sind dort, wo es viel Gestein gibt, aus dem Sand entstehen kann, oder wo der Wind den Sand hingeweht hat, erklärt der Experte. Aber nicht jede Wüste besteht aus Sand. Es gibt zum Beispiel Fels- oder Steinwüsten, aber auch Salz-, Lehm- und Eiswüsten, sagt Matthias Franz.
Quelle: dapd
Erklären kann das Matthias Franz. Er arbeitet in der Stadt Freiburg beim Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau. Matthias Franz kennt sich mit Steinen aus. Er sagt: Der Sand in den Wüsten entsteht, wenn hartes Gestein verwittert, wie zum Beispiel Granit.
Regen, Hitze und Eis verändern das Gestein
Die Natur nagt kräftig an dem Granit, erklärt Mattias Franz. Sonne, Wind und Wasser wirken auf das Gestein. Durch die Hitze springt der Stein leicht auf und bekommt Löcher und Ritzen. Gefriert darin im Winter das Regenwasser, platzt der Stein noch weiter auf. Auch Wurzeln von Pflanzen können Teile aus dem Gestein herauslösen.
Steine werden immer kleiner
Sand entsteht aber viel häufiger aus Sandstein, sagt Matthias Franz. Sandstein war vor vielen Jahren schon einmal Sand. Der wurde zusammengepresst, zum Beispiel als sich die Kruste der Erde verschoben hat. Die Natur löst auch aus dem Sandstein Teile heraus. Wind und Wasser tragen die kleinen Steine immer weiter mit sich fort. Dabei schleifen sich die Ecken und Kanten der Steinchen ab. Mit der Zeit werden daraus immer kleinere und rundere Sandkörner.
Es gibt verschiedene Wüsten
Die großen Sandwüsten sind dort, wo es viel Gestein gibt, aus dem Sand entstehen kann, oder wo der Wind den Sand hingeweht hat, erklärt der Experte. Aber nicht jede Wüste besteht aus Sand. Es gibt zum Beispiel Fels- oder Steinwüsten, aber auch Salz-, Lehm- und Eiswüsten, sagt Matthias Franz.
Quelle: dapd
Wie viel sollen wir trinken?
Der Flüssigkeitsbedarf des Körpers ist nicht so hoch wie angenommen! Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass die Trink-Empfehlung von zwei Litern Wasser am Tag überholt ist. Stattdessen genügt es, nur zu trinken, wenn man durstig ist. Das berichtet National Geographic Deutschland in der Oktober-Ausgabe. Grundlage für die Empfehlung von zwei Litern Wasser täglich war offenbar eine Studie von 1933. Aus Untersuchungen an Nagetieren wurde damals für den Menschen ein Tagesbedarf von 2,5 Litern Wasser abgeleitet, um den Verlust durch Bewegung und Ausscheidungen zu kompensieren.
Ein Teil dieser Flüssigkeit wird auch durch die aufgenommene Nahrung abgedeckt. Mittlerweile hat man festgestellt, dass der verbleibende Flüssigkeitsbedarf zu hoch angesetzt wurde und auch mit anderen Getränken, darunter sogar Kaffee, gedeckt werden kann. Statt der alten Faustregel empfehlen die Wissenschaftler, lieber auf die Signale des Körpers zu achten. So ist ein untrügliches Zeichen für Wassermangel die Farbe des Urins: Ist dieser dunkelgelb, wird es mal wieder Zeit für ein Glas Wasser.
Ein Teil dieser Flüssigkeit wird auch durch die aufgenommene Nahrung abgedeckt. Mittlerweile hat man festgestellt, dass der verbleibende Flüssigkeitsbedarf zu hoch angesetzt wurde und auch mit anderen Getränken, darunter sogar Kaffee, gedeckt werden kann. Statt der alten Faustregel empfehlen die Wissenschaftler, lieber auf die Signale des Körpers zu achten. So ist ein untrügliches Zeichen für Wassermangel die Farbe des Urins: Ist dieser dunkelgelb, wird es mal wieder Zeit für ein Glas Wasser.
Warum kann man sich nicht selbst kitzeln?
Nicht jeder Mensch ist gleich kitzelig. Auch an verschiedenen Körperstellen reagieren wir unterschiedlich empfindlich auf Kitzeln. Aber warum kann man sich nicht selbst kitzeln? Und was hat es mit dieser Körperreaktion überhaupt auf sich, bei der äußere Reize unfreiwilliges Lachen und Zuckungen auslösen?
Der berühmte britische Naturforscher Charles Darwin (1809 - 1882) glaubte, dass der Kitzelreiz vor allem einen sozialen Hintergrund habe und zum Beispiel Ausdruck von Annäherungen und Gefühlsregungen untereinander sei. Darwin vermutete, dass man sich nicht selbst kitzeln könne, da der Moment des Reizes unerwartet kommen müsse. Tatsächlich ist man empfindlicher, wenn man mit dem Kitzeln "überrascht" wird und nicht darauf vorbereitet ist. Damit ist das Phänomen allerdings noch nicht geklärt.
Neurologen - also Ärzte, die sich mit unserem Nervensystem beschäftigen - fanden heraus, dass es etwas mit der Informationsverarbeitung des Gehirns zu tun hat. Das Gehirn nimmt ständig Informationen und Reize wahr - und muss dabei wichtige von weniger wichtigen unterscheiden, um auf mögliche Gefahren schnell reagieren zu können. Für äußerliche Reize und Berührungen anderer ist man also besonders sensibilisiert.
Kitzelt man sich selbst, ist der Körper darauf vorbereitet. Verantwortlich dafür ist das Kleinhirn, das genau weiß, welche Bewegungen der Körper als nächstes machen wird. Die Information wird an das Großhirn weitergegeben. Dieses sorgt dafür, dass zum Zeitpunkt des Kitzelns alle Nervensignale herabgesetzt werden, die von der entsprechenden Körperstelle ausgesendet werden. Als unwichtig erachtete Reize nehmen wir also weniger ausgeprägt oder sogar überhaupt nicht mit unserem Bewusstsein wahr.
Wozu dient der Kitzelreiz?
Das Gehirn wäre nicht in der Lage, alle Informationen bewusst zu registrieren und zu verarbeiten und "filtert" daher bestimmte aus. Wir haben also eine selektive (auswählende) Wahrnehmung und Empfindung der Dinge. Deshalb reagieren wir auch viel empfindlicher auf eine völlig überraschende "Kitzelattacke" oder das Kitzeln durch Menschen, die wir weniger gut kennen. Der Körper ist besonders aufmerksam, wenn etwas Unerwartetes passiert, was er zunächst nicht einschätzen kann und eine eventuelle Gefahr darstellt.
Besonders kitzelig sind wir größtenteils an Körperstellen, die sehr schutzbedürftig und empfindlich sind. Ein Kitzeln auf der Haut könnte zum Beispiel durch ein stechendes Insekt ausgelöst werden. Die Reaktion darauf ist also zunächst eine Schutzfunktion des Körpers, der auf fremde Reize erst einmal mit einer Abwehrhaltung reagiert: Man ist in Alarmbereitschaft, fängt an zu zucken oder um sich zu schlagen. Aber warum lachen wir, wenn man uns kitzelt?
Es gibt verschiedene Theorien über die Hintergründe der körperlichen Reaktion auf ein Kitzeln. Man vermutet, dass wir nach dem ersten "Schreck" des Kitzelns lachen, wenn der Körper die Berührung nicht als Bedrohung einstuft. Allerdings brechen wir beim Kitzelreiz in ein mehr oder weniger unfreiwilliges Lachen aus, das nicht immer ein Ausdruck von Freude sein muss. Kitzeln kann für den Menschen sowohl als schön, als auch als äußerst unangenehm oder gar qualvoll empfunden werden. So kann man sich untereinander auf "neckende" Art kitzeln, was eher einen freundschaftlichen Hintergrund hat, oder auf liebevolle und zärtliche Art. Bei der Frage, ob wir den Reiz als angenehm wahrnehmen, spielt es also auch eine Rolle, wer uns kitzelt.
Kitzeln: Genuss oder gar Quälerei
Das Kitzeln kann auch in feindseliger Absicht geschehen. Über einen längeren Zeitraum kann Kitzeln als sehr schmerzhaft empfunden werden oder den Menschen gar in den Wahnsinn treiben. Von der Römerzeit bis ins Mittelalter galt es als Foltermethode, mit der man seine Feinde quälte, Zwang ausübte oder einen "gesellschaftlich Geächteten" öffentlich demütigte.
Das so genannte "Ziegenlecken" war eine besonders grausame Folterei, die zum Beispiel zur Erpressung angewandt wurde. Dabei wurde das Opfer gefesselt, und man bestreute empfindliche Hautstellen - zum Beispiel die Füße - mit Salz. Eine Ziege sollte dann mit ihrer rauen Zunge das Salz auflecken. Da der Kitzelreiz den Menschen zum krampfhaften Gelächter zwang, bewirkte man mit dieser Methode auch noch, ihn dabei zu erniedrigen und vor anderen ins Lächerliche zu ziehen.
Allgemein ist Kitzeln aber eine wichtige Schutzfunktion - und ein bedeutender Bestandteil von Berührungen in zwischenmenschlichen Beziehungen. Es ist oft ein Ausdruck von Zärtlichkeit und Nähe - und wird zum Beispiel von vielen Babys und Kleinkindern als besonders angenehm empfunden. Auch einige Tiere reagieren auf Kitzelreize. Dressierte Schimpansen sollen Menschen in einer antrainierten Gebärdensprache sogar immer wieder dazu aufgefordert haben, sie zu kitzeln, da sie es als "Genuss" empfanden.
Der berühmte britische Naturforscher Charles Darwin (1809 - 1882) glaubte, dass der Kitzelreiz vor allem einen sozialen Hintergrund habe und zum Beispiel Ausdruck von Annäherungen und Gefühlsregungen untereinander sei. Darwin vermutete, dass man sich nicht selbst kitzeln könne, da der Moment des Reizes unerwartet kommen müsse. Tatsächlich ist man empfindlicher, wenn man mit dem Kitzeln "überrascht" wird und nicht darauf vorbereitet ist. Damit ist das Phänomen allerdings noch nicht geklärt.
Neurologen - also Ärzte, die sich mit unserem Nervensystem beschäftigen - fanden heraus, dass es etwas mit der Informationsverarbeitung des Gehirns zu tun hat. Das Gehirn nimmt ständig Informationen und Reize wahr - und muss dabei wichtige von weniger wichtigen unterscheiden, um auf mögliche Gefahren schnell reagieren zu können. Für äußerliche Reize und Berührungen anderer ist man also besonders sensibilisiert.
Kitzelt man sich selbst, ist der Körper darauf vorbereitet. Verantwortlich dafür ist das Kleinhirn, das genau weiß, welche Bewegungen der Körper als nächstes machen wird. Die Information wird an das Großhirn weitergegeben. Dieses sorgt dafür, dass zum Zeitpunkt des Kitzelns alle Nervensignale herabgesetzt werden, die von der entsprechenden Körperstelle ausgesendet werden. Als unwichtig erachtete Reize nehmen wir also weniger ausgeprägt oder sogar überhaupt nicht mit unserem Bewusstsein wahr.
Wozu dient der Kitzelreiz?
Das Gehirn wäre nicht in der Lage, alle Informationen bewusst zu registrieren und zu verarbeiten und "filtert" daher bestimmte aus. Wir haben also eine selektive (auswählende) Wahrnehmung und Empfindung der Dinge. Deshalb reagieren wir auch viel empfindlicher auf eine völlig überraschende "Kitzelattacke" oder das Kitzeln durch Menschen, die wir weniger gut kennen. Der Körper ist besonders aufmerksam, wenn etwas Unerwartetes passiert, was er zunächst nicht einschätzen kann und eine eventuelle Gefahr darstellt.
Besonders kitzelig sind wir größtenteils an Körperstellen, die sehr schutzbedürftig und empfindlich sind. Ein Kitzeln auf der Haut könnte zum Beispiel durch ein stechendes Insekt ausgelöst werden. Die Reaktion darauf ist also zunächst eine Schutzfunktion des Körpers, der auf fremde Reize erst einmal mit einer Abwehrhaltung reagiert: Man ist in Alarmbereitschaft, fängt an zu zucken oder um sich zu schlagen. Aber warum lachen wir, wenn man uns kitzelt?
Es gibt verschiedene Theorien über die Hintergründe der körperlichen Reaktion auf ein Kitzeln. Man vermutet, dass wir nach dem ersten "Schreck" des Kitzelns lachen, wenn der Körper die Berührung nicht als Bedrohung einstuft. Allerdings brechen wir beim Kitzelreiz in ein mehr oder weniger unfreiwilliges Lachen aus, das nicht immer ein Ausdruck von Freude sein muss. Kitzeln kann für den Menschen sowohl als schön, als auch als äußerst unangenehm oder gar qualvoll empfunden werden. So kann man sich untereinander auf "neckende" Art kitzeln, was eher einen freundschaftlichen Hintergrund hat, oder auf liebevolle und zärtliche Art. Bei der Frage, ob wir den Reiz als angenehm wahrnehmen, spielt es also auch eine Rolle, wer uns kitzelt.
Kitzeln: Genuss oder gar Quälerei
Das Kitzeln kann auch in feindseliger Absicht geschehen. Über einen längeren Zeitraum kann Kitzeln als sehr schmerzhaft empfunden werden oder den Menschen gar in den Wahnsinn treiben. Von der Römerzeit bis ins Mittelalter galt es als Foltermethode, mit der man seine Feinde quälte, Zwang ausübte oder einen "gesellschaftlich Geächteten" öffentlich demütigte.
Das so genannte "Ziegenlecken" war eine besonders grausame Folterei, die zum Beispiel zur Erpressung angewandt wurde. Dabei wurde das Opfer gefesselt, und man bestreute empfindliche Hautstellen - zum Beispiel die Füße - mit Salz. Eine Ziege sollte dann mit ihrer rauen Zunge das Salz auflecken. Da der Kitzelreiz den Menschen zum krampfhaften Gelächter zwang, bewirkte man mit dieser Methode auch noch, ihn dabei zu erniedrigen und vor anderen ins Lächerliche zu ziehen.
Allgemein ist Kitzeln aber eine wichtige Schutzfunktion - und ein bedeutender Bestandteil von Berührungen in zwischenmenschlichen Beziehungen. Es ist oft ein Ausdruck von Zärtlichkeit und Nähe - und wird zum Beispiel von vielen Babys und Kleinkindern als besonders angenehm empfunden. Auch einige Tiere reagieren auf Kitzelreize. Dressierte Schimpansen sollen Menschen in einer antrainierten Gebärdensprache sogar immer wieder dazu aufgefordert haben, sie zu kitzeln, da sie es als "Genuss" empfanden.
Warum haben Menschen eine Körpertemperatur von 37 Grad?
Wenn es draußen richtig heiß ist, laufen wir im T-Shirt und in kurzen Hosen los. Im Winter hingegen kramen wir einen dicken Pulli aus dem Schrank. Mit unserer Kleidung sorgen wir mit dafür, dass unser Körper stets 37 Grad warm ist. Doch warum ist das so? Warum haben Menschen genau diese Körpertemperatur?
Der Mensch ist ein "gleichwarmes" Lebewesen
Die Antwort auf die Frage weiß Heinrich Meyer von der Technischen Universität München im Bundesland Bayern. Er kennt sich mit unserem Körper gut aus und sagt: Der Mensch gehört zu den gleichwarmen Lebewesen. Das heißt, dass die Temperatur sich nie drastisch verändert. Gleichwarme Lebewesen haben eine Temperatur von etwa 37 bis 39 Grad Celsius. Diese Temperatur hat sich im Laufe ihrer Entwicklung durchgesetzt. Säugetiere und Vögel haben eine gleichbleibend hohe Temperatur. Der Mensch gehört zu den Säugetieren, denn Babys bekommen Milch von ihrer Mama.
Vorteile der gleichbleibenden Körpertemperatur
Heinrich Meyer sagt, dass die gleichbleibend hohe Temperatur für die Lebewesen Vorteile hat. Sie können zum Beispiel in der Nacht oder im Winter aktiv sein und müssen nicht ruhen. Dafür brauchen sie aber auch mehr Nahrung als wechselwarme Lebewesen, denn das Beibehalten der Temperatur kostet Energie. "Ein wechselwarmes Krokodil kann beispielsweise ein halbes Jahr ohne Nahrung auskommen. Säugetiere oder Vögel können das nicht", sagt Heinrich Meyer. Wechselwarme Tiere sind in etwa so warm wie ihre Umgebung. Bei Kälte sind sie nicht so aktiv wie bei Wärme.
Welche Funktion hat Fieber?
Dass die Temperatur bei gleichwarmen Lebewesen zwischen etwa 37 und 39 Grad liegt, hat seinen Grund. Bei höherer Temperatur nämlich könnten die Zellen - also die Bausteine unseres Körpers - kaputt gehen. Alle Stoffe im Körper sind an die gleichbleibend hohe Temperatur gewöhnt. Verändert sich etwas, ist das Zusammenspiel im Körper gestört und die Arbeitskraft nimmt ab, so der Experte. Eine Ausnahme gibt es aber, das ist das Fieber. Wenn wir Fieber haben, kann unser Körper besser dafür sorgen, dass wir wieder gesund werden. Es gibt aber auch hier eine Grenze. Steigt die Temperatur beim Menschen über 41 Grad, beginnen im Körper gewisse Dinge zu versagen. Dann wird das für uns lebensbedrohlich.
Quelle: ddp
Der Mensch ist ein "gleichwarmes" Lebewesen
Die Antwort auf die Frage weiß Heinrich Meyer von der Technischen Universität München im Bundesland Bayern. Er kennt sich mit unserem Körper gut aus und sagt: Der Mensch gehört zu den gleichwarmen Lebewesen. Das heißt, dass die Temperatur sich nie drastisch verändert. Gleichwarme Lebewesen haben eine Temperatur von etwa 37 bis 39 Grad Celsius. Diese Temperatur hat sich im Laufe ihrer Entwicklung durchgesetzt. Säugetiere und Vögel haben eine gleichbleibend hohe Temperatur. Der Mensch gehört zu den Säugetieren, denn Babys bekommen Milch von ihrer Mama.
Vorteile der gleichbleibenden Körpertemperatur
Heinrich Meyer sagt, dass die gleichbleibend hohe Temperatur für die Lebewesen Vorteile hat. Sie können zum Beispiel in der Nacht oder im Winter aktiv sein und müssen nicht ruhen. Dafür brauchen sie aber auch mehr Nahrung als wechselwarme Lebewesen, denn das Beibehalten der Temperatur kostet Energie. "Ein wechselwarmes Krokodil kann beispielsweise ein halbes Jahr ohne Nahrung auskommen. Säugetiere oder Vögel können das nicht", sagt Heinrich Meyer. Wechselwarme Tiere sind in etwa so warm wie ihre Umgebung. Bei Kälte sind sie nicht so aktiv wie bei Wärme.
Welche Funktion hat Fieber?
Dass die Temperatur bei gleichwarmen Lebewesen zwischen etwa 37 und 39 Grad liegt, hat seinen Grund. Bei höherer Temperatur nämlich könnten die Zellen - also die Bausteine unseres Körpers - kaputt gehen. Alle Stoffe im Körper sind an die gleichbleibend hohe Temperatur gewöhnt. Verändert sich etwas, ist das Zusammenspiel im Körper gestört und die Arbeitskraft nimmt ab, so der Experte. Eine Ausnahme gibt es aber, das ist das Fieber. Wenn wir Fieber haben, kann unser Körper besser dafür sorgen, dass wir wieder gesund werden. Es gibt aber auch hier eine Grenze. Steigt die Temperatur beim Menschen über 41 Grad, beginnen im Körper gewisse Dinge zu versagen. Dann wird das für uns lebensbedrohlich.
Quelle: ddp
Wieso jagen viele Tiere nachts?
Tagsüber gehen Kinder in die Schule und Erwachsene zur Arbeit. Nachts ruhen sie sich aus und schlafen. Bei vielen Tieren ist es genau andersherum: Nachts versuchen sie, Beute zu machen. Am Tag dösen sie. Doch warum jagen die Tiere nachts und nicht tagsüber?
Schutz vor Feinden
Dafür gibt es zwei Gründe. Tiere, die nachts auf Futtersuche gehen, sind dann selbst besser geschützt vor ihren Feinden, die tagsüber jagen. Zu diesen Feinden gehören zum Beispiel Greifvögel wie Bussarde, Falken oder Habichte.
Besondere Sinne nutzen
Der zweite Grund, warum manche Tiere nachts jagen, sind ihre besonderen Eigenschaften. In der Nacht aktive Tiere haben oft besondere Sinne und andere Fähigkeiten, um an Beute zu kommen. Eulen sind ein Beispiel dafür. Sie können lautlos fliegen, weil ihr Gefieder ganz weich und fluffig ist. So können sich die Eulen Mäusen nähern, ohne dass die kleinen Nager etwas merken. Und Mäuse fressen Eulen sehr gerne.
Eigenschaften der Eule
Eulen haben noch eine andere besondere Eigenschaft: Sie hören außergewöhnlich gut. Ihr Gesicht hat eine Art Schleier aus Federn. Der funktioniert so ähnlich wie eine Satellitenschüssel, die viele Menschen zu Hause auf dem Dach oder auf dem Balkon haben, um Fernsehsender empfangen zu können. Der Gesichtsschleier bei Eulen bündelt die Wellen, über die sich ein Geräusch in der Luft ausbreitet. Dadurch hört die Eule besser als die Maus, die sie jagt. Und das ist für die Eule ein Vorteil.
Fledermäuse sind nachtaktiv
Auch Fledermäuse gehen nachts auf Jagd. Sie hören wie Eulen auch sehr gut. Dafür stoßen sie ganz hohe Laute aus und orientieren sich mit Hilfe des Echos, das ihre Beutetiere zurückwerfen. Diese Methode heißt Echolot oder Sonar. U-Boote wenden sie auch an, um die Wassertiefe zu bestimmen. Andere nachtaktive Tiere wie Nachtfalter riechen besonders gut. Auf die Jagd gehen nachts beispielsweise auch Waschbären, Dachse, Igel, Marder oder Wildschweine.
Schutz vor Feinden
Dafür gibt es zwei Gründe. Tiere, die nachts auf Futtersuche gehen, sind dann selbst besser geschützt vor ihren Feinden, die tagsüber jagen. Zu diesen Feinden gehören zum Beispiel Greifvögel wie Bussarde, Falken oder Habichte.
Besondere Sinne nutzen
Der zweite Grund, warum manche Tiere nachts jagen, sind ihre besonderen Eigenschaften. In der Nacht aktive Tiere haben oft besondere Sinne und andere Fähigkeiten, um an Beute zu kommen. Eulen sind ein Beispiel dafür. Sie können lautlos fliegen, weil ihr Gefieder ganz weich und fluffig ist. So können sich die Eulen Mäusen nähern, ohne dass die kleinen Nager etwas merken. Und Mäuse fressen Eulen sehr gerne.
Eigenschaften der Eule
Eulen haben noch eine andere besondere Eigenschaft: Sie hören außergewöhnlich gut. Ihr Gesicht hat eine Art Schleier aus Federn. Der funktioniert so ähnlich wie eine Satellitenschüssel, die viele Menschen zu Hause auf dem Dach oder auf dem Balkon haben, um Fernsehsender empfangen zu können. Der Gesichtsschleier bei Eulen bündelt die Wellen, über die sich ein Geräusch in der Luft ausbreitet. Dadurch hört die Eule besser als die Maus, die sie jagt. Und das ist für die Eule ein Vorteil.
Fledermäuse sind nachtaktiv
Auch Fledermäuse gehen nachts auf Jagd. Sie hören wie Eulen auch sehr gut. Dafür stoßen sie ganz hohe Laute aus und orientieren sich mit Hilfe des Echos, das ihre Beutetiere zurückwerfen. Diese Methode heißt Echolot oder Sonar. U-Boote wenden sie auch an, um die Wassertiefe zu bestimmen. Andere nachtaktive Tiere wie Nachtfalter riechen besonders gut. Auf die Jagd gehen nachts beispielsweise auch Waschbären, Dachse, Igel, Marder oder Wildschweine.
Die Wahrheit über Zecken
Zecken stechen
Zecken durchlaufen meist über mehrere Jahre hinweg verschiedene Entwicklungsstadien, in denen sie zum Teil auf Blutmahlzeiten angewiesen sind. Deshalb stechen sie Tiere oder Menschen. Dank eines Betäubungsmittels im Speichel des Parasiten bemerken wir den Zeckenstich meist gar nicht. Durch ihre Blutmahlzeiten nehmen die Zecken bei den „Wirtstieren“ unter Umständen Krankheitserreger auf, mit denen sie den nächsten Wirt infizieren können: Krankheiten wie Lyme-Borreliose oder Frühsommer-Meningoenzephalitis sind hierzulande am häufigsten – und zwar egal, ob Sie sich in einem Risiko-Gebiet aufhalten oder nicht! Überträger sind vor allem der hier verbreitete Gemeine Holzbock oder die Schafzecke. Für unsere Haustiere können darüber hinaus die Auwaldzecke und die Braune Hundezecke gefährlich werden.
Angriffe übers Jahr
Manche Zecken saugen hauptsächlich im Frühjahr und Herbst, andere während der ganzen warmen Jahreszeit. Im Winter legen sie meist eine Pause ein und gehen ins nächste Entwicklungsstadium über. Dann können sie relativ bald nach dem Winter oder der Schneeschmelze wieder aktiv auf Nahrungssuche gehen. Die Zeitspanne, in der nicht mit Zeckenstichen zu rechnen ist, ist also relativ klein.
Angriff von unten
Im Unterholz oder in hohen Gräsern lauern die Zecken (je nach Art in einer Höhe bis 1,50 m), um sich an einen Wirt zu hängen. Ein bestimmtes Organ hilft ihnen dabei, einen Wirt zu bemerken, das funktioniert u. a. über Duftstoffe, die Tiere oder wir Menschen absondern. Deshalb können Anti-Zecken-Sprays eine sinnvolle Maßnahme sein, neben geschlossener, heller Kleidung. Wenn Sie durchs tiefe Gras schreiten, empfehle ich, Strümpfe über die Hosenbeine zu ziehen. Danach sollten Sie sich absuchen; auf heller Kleidung erkennen Sie die kleinen Tiere gut und können sie abstreifen.
Zugestochen
Wenn Sie eine Zecke in Ihrer Haut entdecken – häufig zu finden in der Leistengegend, in Kniekehlen, unter den Achseln oder am Haaransatz –, brauchen Sie eine Zeckenkarte, -pinzette oder Sie gehen zur Hausärztin oder zum Hausarzt, um sie entfernen zu lassen. Denn durch den Zeckenstich können nicht nur unangenehme Entzündungen entstehen, sondern nach einigen Stunden auch die gefährlichen Krankheitserreger in den Blutkreislauf übergehen. Mit Öl oder Klebstoff sollten Sie den Blutsaugern nicht begegnen, denn das veranlasst die Spinnentiere dazu, Viren und Bakterien erst recht in die Blutbahn abzusondern.
Zecken durchlaufen meist über mehrere Jahre hinweg verschiedene Entwicklungsstadien, in denen sie zum Teil auf Blutmahlzeiten angewiesen sind. Deshalb stechen sie Tiere oder Menschen. Dank eines Betäubungsmittels im Speichel des Parasiten bemerken wir den Zeckenstich meist gar nicht. Durch ihre Blutmahlzeiten nehmen die Zecken bei den „Wirtstieren“ unter Umständen Krankheitserreger auf, mit denen sie den nächsten Wirt infizieren können: Krankheiten wie Lyme-Borreliose oder Frühsommer-Meningoenzephalitis sind hierzulande am häufigsten – und zwar egal, ob Sie sich in einem Risiko-Gebiet aufhalten oder nicht! Überträger sind vor allem der hier verbreitete Gemeine Holzbock oder die Schafzecke. Für unsere Haustiere können darüber hinaus die Auwaldzecke und die Braune Hundezecke gefährlich werden.
Angriffe übers Jahr
Manche Zecken saugen hauptsächlich im Frühjahr und Herbst, andere während der ganzen warmen Jahreszeit. Im Winter legen sie meist eine Pause ein und gehen ins nächste Entwicklungsstadium über. Dann können sie relativ bald nach dem Winter oder der Schneeschmelze wieder aktiv auf Nahrungssuche gehen. Die Zeitspanne, in der nicht mit Zeckenstichen zu rechnen ist, ist also relativ klein.
Angriff von unten
Im Unterholz oder in hohen Gräsern lauern die Zecken (je nach Art in einer Höhe bis 1,50 m), um sich an einen Wirt zu hängen. Ein bestimmtes Organ hilft ihnen dabei, einen Wirt zu bemerken, das funktioniert u. a. über Duftstoffe, die Tiere oder wir Menschen absondern. Deshalb können Anti-Zecken-Sprays eine sinnvolle Maßnahme sein, neben geschlossener, heller Kleidung. Wenn Sie durchs tiefe Gras schreiten, empfehle ich, Strümpfe über die Hosenbeine zu ziehen. Danach sollten Sie sich absuchen; auf heller Kleidung erkennen Sie die kleinen Tiere gut und können sie abstreifen.
Zugestochen
Wenn Sie eine Zecke in Ihrer Haut entdecken – häufig zu finden in der Leistengegend, in Kniekehlen, unter den Achseln oder am Haaransatz –, brauchen Sie eine Zeckenkarte, -pinzette oder Sie gehen zur Hausärztin oder zum Hausarzt, um sie entfernen zu lassen. Denn durch den Zeckenstich können nicht nur unangenehme Entzündungen entstehen, sondern nach einigen Stunden auch die gefährlichen Krankheitserreger in den Blutkreislauf übergehen. Mit Öl oder Klebstoff sollten Sie den Blutsaugern nicht begegnen, denn das veranlasst die Spinnentiere dazu, Viren und Bakterien erst recht in die Blutbahn abzusondern.
Warum ist Olivenöl so gesund?
Eine mediterrane Ernährung mit Olivenöl ist gesund, das ist schon lange bekannt. Gerade gestern konnten Sie unter „Täglich durchblicken“ lesen, dass sie sogar Alzheimer vorbeugt. Doch warum senkt natives Olivenöl (= kaltgepresst) das Risiko für Krankheiten, die den Blutkreislauf betreffen? Eine Studie des Instituts Municipal d'Investigacio Medica in Barcelona (veröffentlicht im FASEB Journal, Juli 2010) lieferte einen überraschenden Grund dafür: Die Polyphenole im Olivenöl verändern die Aktivität der Gene, die mit Arterienverkalkung in Verbindung gesetzt werden. Polyphenole sind sekundäre Pflanzenstoffe, die eine Pflanze u. a. zum eigenen Schutz produziert.
Die Wissenschaftler arbeiteten mit drei Versuchsgruppen. Die erste Gruppe bekam traditionelle mediterrane Kost mit nativem Olivenöl, das reich an Polyphenolen war. Bei der zweiten Gruppe war der Gehalt an Polyphenolen im Öl deutlich geringer. Die dritte Gruppe ernährte sich wie bisher auch. Nach drei Monaten war bei der ersten Gruppe deutlich geworden: Die Polyphenole wirkten sich nicht nur deutlich auf die Gene aus, die bei der Arterienverkalkung eine Rolle spielen, sondern auch auf diejenigen, die eine koronare Herzerkrankung betreffen. Es zeigte sich, dass natives Olivenöl in Verbindung mit mediterraner Kost noch weitere positive Auswirkungen auf den Organismus hat. „Die Studie ist bahnbrechend, weil sie zeigt, dass Olivenöl und mediterrane Kost unsere Körper weitaus mehr beeinflussen als wir bisher dachten“, sagt Gerald Weissmann, Chefredakteur des FASEB Journals.
Die Wissenschaftler arbeiteten mit drei Versuchsgruppen. Die erste Gruppe bekam traditionelle mediterrane Kost mit nativem Olivenöl, das reich an Polyphenolen war. Bei der zweiten Gruppe war der Gehalt an Polyphenolen im Öl deutlich geringer. Die dritte Gruppe ernährte sich wie bisher auch. Nach drei Monaten war bei der ersten Gruppe deutlich geworden: Die Polyphenole wirkten sich nicht nur deutlich auf die Gene aus, die bei der Arterienverkalkung eine Rolle spielen, sondern auch auf diejenigen, die eine koronare Herzerkrankung betreffen. Es zeigte sich, dass natives Olivenöl in Verbindung mit mediterraner Kost noch weitere positive Auswirkungen auf den Organismus hat. „Die Studie ist bahnbrechend, weil sie zeigt, dass Olivenöl und mediterrane Kost unsere Körper weitaus mehr beeinflussen als wir bisher dachten“, sagt Gerald Weissmann, Chefredakteur des FASEB Journals.
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